Viele Hobbygärtner, die Tomatensämlinge zu Hause ziehen, müssen zusehen, wie die jungen Pflanzen an der Ranke verwelken und umfallen. Die Ursachen hierfür sind häufig eine unsachgemäße Pflege der Sämlinge oder Krankheiten. Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig, Folgendes zu verstehen: Warum sterben Tomatensämlinge?und ergreifen Sie einige Maßnahmen, um die Gesundheit Ihrer Pflanzen zu verbessern.
Bedingungen für eine erfolgreiche Sämlingsaufzucht
Tomatenpflanzen benötigen spezielle Bedingungen für kräftiges Wachstum und optimale Gesundheit. Sie sind sehr empfindlich. Stimmt das Mikroklima in Innenräumen nicht, gedeihen sie nicht richtig, verwelken und fallen um.
Tomaten bevorzugen viel Feuchtigkeit. Sie gedeihen prächtig in gut durchfeuchteter Erde und wachsen kräftig. Wichtig ist jedoch, Staunässe in der Anzuchtschale zu vermeiden. Dadurch entsteht Schwefelwasserstoff, der Wurzelfäule verursacht. Tritt Fäulnis auf, wird die Sauerstoffzufuhr zum Wurzelsystem unterbrochen, was die Rettung der Sämlinge sehr schwierig macht.
Im Winter trocknet die Heizungsluft in Wohnungen aus. Tomaten vertragen das nicht und fallen um. Kalte Luftmassen haben denselben Effekt auf Sämlinge. Für ein gesundes Wachstum benötigen Sämlinge warme Raumluft, die frei von plötzlichen Temperaturschwankungen und Zugluft ist.
Ursachen des Welkens
Tomatensämlinge welken meist, wenn die Samen zu dicht gesät wurden. In diesem Fall haben die Sämlinge einfach nicht genug Platz, um richtig zu wachsen. Sie strecken sich in die Länge, um so viel Licht wie möglich zu bekommen, und saugen dabei Nährstoffe aus der Luft. Nährstoffe aus dem BodenIm Kampf mit ihren Nachbarn um bessere Lebensbedingungen zerstören sich die Setzlinge gegenseitig und verdorren.
Das Problem der Überbelegung lässt sich ganz einfach lösen. Vereinzeln Sie die Pflanzen einfach und lassen Sie nur die kräftigsten Exemplare stehen. Um den Zustand der verbleibenden Pflanzen zu verbessern, bedecken Sie sie leicht mit Erde; dadurch wachsen sie wieder gerade.
Weitere Gründe für den schlechten Zustand von Tomatensämlingen sind:
- ungeeigneter Boden;
- falsch gewählter Anbauort;
- falsche Anwendung von Düngemitteln;
- Bewässerungsfehler;
- falsche Beleuchtung;
- Nichteinhaltung der Temperaturvorschriften;
- Krankheiten.
Falsch ausgewählter Boden
Einer der Gründe für schlechtes Wachstum von Tomatensämlingen ist zu saurer und verdichteter Boden. Unter diesen Bedingungen verfärben sich die Sämlinge gelb und fallen um. Tomaten bevorzugen neutralen, leichten Boden. Geeignete Erde kann im Blumenhandel gekauft oder zu Hause mit folgenden Zutaten gemischt werden:
- 1 Teil Gartenerde;
- 1 Teil Lauberde;
- 1 Teil Humus;
- 0,5 Teile Sand;
- 2 Teile Torf.
Vor der Aussaat wird selbst hergestellte oder gekaufte Erde desinfiziert, um Krankheitserreger und Schädlinge abzutöten. Dazu wird die Erde mit einer rosafarbenen Kaliumpermanganatlösung besprüht oder im Backofen getrocknet.
Falsche Wahl des Anbaustandorts
Tomatensämlinge sollten nicht direkt unter einem Fenster auf die Fensterbank gestellt werden. Tomaten vertragen Zugluft schlecht. Selbst wenn das Fenster geschlossen ist, dringt kalte Luft durch die Ritzen und schädigt die jungen, empfindlichen Pflanzen. Um die Sämlinge gesund zu erhalten, sollten daher alle Ritzen abgedichtet werden.
Die Kälte von Fensterscheiben kann auch Tomatensämlingen schaden. Dieses Problem lässt sich beheben, indem man die Sämlinge möglichst wenig direkt an die Scheibe lässt. Dazu deckt man sie mit Zeitungspapier ab.
Falsche Anwendung von Düngemitteln
Der Grund für das Welken junger Pflanzen Manchmal kann eine Überdüngung zu Problemen führen. Dies tritt besonders häufig auf, wenn man Erde selbst mischt und teilweise verrottetes organisches Material hinzufügt. Gekaufte Erde ist bereits ausgewogen und benötigt keinen zusätzlichen Dünger. Allerdings können Nährstoffe nicht vollständig aufgenommen werden, wenn Sämlinge niedrigen Temperaturen ausgesetzt sind.
Ein Stickstoffüberschuss im Boden zeigt sich durch weißliche Ablagerungen an der Oberfläche. In diesem Fall werden diese Ablagerungen entfernt und der Boden mit einer Humuslösung bewässert. Dies trägt zur Wiederherstellung der Bodenfruchtbarkeit bei.
Bewässerungsfehler
Nach dem Pflücken der Tomatensämlinge Manchmal vergilben die Keimblätter und hängen schlaff herunter. Dies geschieht durch zu viel Gießen. Umgepflanzte Sämlinge benötigen weniger Wasser. Gießen Sie die Sämlinge daher 2–3 Tage nach dem Umpflanzen nicht.
Um dieses Problem zu vermeiden, säen Sie die Samen in Töpfe mit Abflusslöchern im Boden, damit überschüssige Feuchtigkeit entweichen kann. Andernfalls können die Abflüsse verstopft sein. In diesem Fall drehen Sie den Topf um und reinigen Sie die Löcher.
Auch Tomatensämlinge leiden unter Wassermangel. Ist die Erde im Topf sehr trocken und krümelig, welken die Stängel aufgrund von Feuchtigkeitsmangel. In diesem Fall sollten die Sämlinge jedoch nicht sofort übergossen werden. Um die Pflanzen zu regenerieren, geben Sie ihnen täglich einen Esslöffel Wasser.
Für ein gesundes Wachstum der Tomatensämlinge sollten Sie diese regelmäßig und gründlich gießen, nachdem die oberste Erdschicht abgetrocknet ist. Lockern Sie die Erde im Topf regelmäßig auf, damit Sauerstoff an die Wurzeln gelangt.
Falsche Beleuchtung
Unzureichendes Tageslicht führt häufig dazu, dass Tomatensämlinge ihre Farbe verlieren und in die Länge wachsen. Im Winter reicht das normale Sonnenlicht für die gesunde Entwicklung der frisch geschlüpften Sämlinge nicht aus. Daher werden sie mit Pflanzenlampen zusätzlich beleuchtet, die ihnen mindestens 12 Stunden Licht pro Tag spenden.
Junge Sämlinge vertragen auch keine direkte Sonneneinstrahlung. Dadurch welken und verbrennen die Blätter. Daher sollten Sämlingsschalen nicht auf nach Süden ausgerichtete Fensterbänke gestellt werden.
Nichteinhaltung der Temperaturvorschriften
Steigt die Lufttemperatur über 36 Grad Celsius, überhitzen junge Sämlinge und sterben ab. Stellen Sie daher keine Pflanzgefäße in die Nähe von Heizgeräten. Auch zu niedrige Temperaturen schaden den Sämlingen. Sinkt die Temperatur unter 15 Grad Celsius, stellen Tomaten ihr Wachstum ein und welken. Eine Lufttemperatur von 18 bis 20 Grad Celsius ist für eine normale Entwicklung ausreichend.
Um sicherzustellen, dass die ausgewachsenen Pflanzen kräftig und gesund sind, bevor sie ins Freiland gepflanzt werden, sollten sie abgehärtet werden. Dazu wird die Temperatur nachts schrittweise um 3–4 Grad gesenkt.
Krankheiten
Fehler bei der Pflege von Tomatensämlingen lassen sich leicht beheben. Wenn alle Pflegehinweise befolgt wurden, die Pflanzen aber trotzdem eingehen, ist die Ursache für Welke und schlechtes Wachstum eine Krankheit. Am häufigsten sind Tomatensämlinge von Schwarzbeinigkeit, Fusariumwelke oder Fäulnis betroffen.
Schwarzbein
Diese gefährliche bakterielle Erkrankung befällt nicht nur Tomaten. Sie lässt sich an Wurzelhalsfäule, Vergilbung und Blattfall sowie Welken der Pflanze erkennen.
Speichern mit Schwarzbeinigkeit infiziert Die Sämlinge gehen ein. Sie werden herausgezogen und vernichtet, um eine Infektion benachbarter gesunder Tomaten zu verhindern. Um dieser Krankheit vorzubeugen, ist es wichtig, das Saatbeet vor dem Pflanzen mit einer Kaliumpermanganatlösung zu desinfizieren.
Fusarium
Die Fusariumwelke ist eine Pilzkrankheit, die die Blutgefäße von Pflanzen angreift. Sie befällt nicht nur Tomaten, sondern auch viele andere Nutzpflanzen. Die Krankheit äußert sich zunächst durch Vergilbung und Welken der unteren Blätter. Anschließend breitet sie sich allmählich auf die oberen Teile der Pflanze aus.
Wenn die Vergilbung noch nicht die gesamte Pflanze erfasst hat, kann sie gerettet werden. Dazu sollte der Sämling aus der Erde genommen und in einen anderen Topf mit desinfizierter Erde umgepflanzt werden. Hat sich die Krankheit jedoch bereits vollständig auf die gesamte Pflanze ausgebreitet, ist sie nicht mehr zu retten.
Verrotten
Diese Krankheit entsteht durch Staunässe und das Wachstum von Sämlingen bei niedrigen Temperaturen. Befallene Pflanzen bekommen gelbe Blätter, die abfallen. Nach und nach beginnt die Pflanze zu faulen und abzusterben. Einmal infizierte Sämlinge sind nicht mehr zu retten. In diesem Fall werden befallene Pflanzen entfernt und vernichtet. Gesunde Pflanzen werden in einen anderen Topf mit desinfizierter Erde umgepflanzt, um sie vor einer erneuten Infektion zu schützen.
Abschluss
Um das Welken der Sämlinge zu verhindern, ist es wichtig, die Pflanzen richtig zu pflegen und geeignete Wachstumsbedingungen zu schaffen. Verwenden Sie hochwertiges Saatgut und kaufen Sie es nur bei vertrauenswürdigen Anbietern. Dies beugt Infektionen vor. Krankheiten Vorbehandlung des Bodens mit einer Kaliumpermanganatlösung oder durch Kalzinierung im Ofen.

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