Herman F1 ist eine Hybridgurke, die von niederländischen Züchtern durch die Kreuzung mehrerer Sorten entwickelt wurde. Sie wurde 2001 in das russische Sortenregister aufgenommen. Die Pflanze ist pflegeleicht und gedeiht sowohl im Gewächshaus als auch im Frühbeet und im Freiland. Ihren Eigenschaften und ihrer Beschreibung zufolge benötigt sie keine Bestäubung, was die Pflege vereinfacht. Trotz ihrer langen Geschichte ist Herman nach wie vor eine beliebte Sorte bei erfahrenen Landwirten und Hobbygärtnern. Fotos von selbst angebauten Gurken und positive Bewertungen bestätigen dies.
Allgemeine Merkmale
Die deutsche Gurkensorte F1 ist frühreif. Die Pflanze ist mittelgroß. Ihre Stängel sind rau und kriechend. An einem Spalier gezogen, können sie bis zu 5 m lang werden. Die Blätter sind mittelgroß, fünflappig, matt und dunkelgrün. Ihre Ränder sind gezackt und gesägt. Die Blüten sind tiefgelb und ausschließlich weiblich. Die Gurke selbst ist 10–12 cm lang, 3 cm im Durchmesser und wiegt etwa 90 g. Wenn sie lange Zeit nicht geerntet wird, kann die Gurke bis zu 15 cm lang werden.
Die Gurke ist zylindrisch, mäßig warzig und mittelstark gerippt. Ihre Farbe variiert je nach Lichteinfall am Standort von Hellgrün bis Dunkelgrün. Normalerweise ist sie hellgrün. Die Stacheln der Gurke sind hell. Der Geschmack ist angenehm mit einem charakteristisch süßen Nachgeschmack. Selbst bei zu wenig Wasser ist Bitterkeit unwahrscheinlich. Das Fruchtfleisch ist hellgrün und mittelfest. Die Gurke ist lange haltbar, ohne zu vergilben. Sie kann problemlos über weite Strecken transportiert werden.
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Die Früchte reifen 36–40 Tage nach der Pflanzung im Freiland. Die Ernte ist in der Regel nach 42 Tagen abgeschlossen. Die Sorte Herman F1 ist sehr ertragreich und kann bei guter Pflege bis zu 25 kg pro Quadratmeter liefern. Der marktfähige Ertrag beträgt 95 %. Gurken sind vielseitig verwendbar und können roh verzehrt, Salaten beigemischt oder eingelegt werden.
Anbau
Gurken lassen sich durch Aussaat oder aus Jungpflanzen ziehen. Jungpflanzen vertragen das Umpflanzen schlecht, was zum Absterben einiger Pflanzen führen kann. Die Aussaat im Gewächshaus erfolgt Ende April oder Anfang Mai. Die Jungpflanzen werden idealerweise Mitte Mai gepflanzt. Diese Angaben sind jedoch Richtwerte und können je nach Klima und Wetterlage variieren. Die Bodentemperatur sollte in jedem Fall nicht unter 15 °C fallen.
Es wird empfohlen, die Sämlinge vier Wochen vor dem geplanten Auspflanzen vorzubereiten. Am besten sät man die Samen in spezielle Anzuchttöpfe oder Torfquelltöpfe. Während der Wachstumsperiode sollten die Sämlinge regelmäßig gegossen und gut beleuchtet werden. Vor dem Auspflanzen sollten sie eine Woche lang abgehärtet werden. Stellen Sie dazu die Sämlinge in den Anzuchttöpfen ins Freie. So können sich die Pflanzen an die Umgebung gewöhnen und das Krankheitsrisiko wird verringert. Vermeiden Sie jedoch direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft. Bereiten Sie die Pflanzlöcher vor. Lockern Sie den Boden gründlich auf und geben Sie gegebenenfalls Humus oder einen mineralischen Komplexdünger hinzu. Setzen Sie die Sämlinge in die Pflanzlöcher.
Genauso gut können Sie Samen direkt in die Erde säen. Die Samen sollten 15–20 mm tief und mit einem Abstand von mindestens 25 cm ausgesät werden. Wie schnell sie keimen, lässt sich nicht genau vorhersagen. Experten sagen, dass dieser Zeitraum von der Bodenqualität abhängt. In fruchtbarem Boden können die ersten Keimlinge bereits eine Woche nach der Aussaat erscheinen. In trockenem Boden stellen sie ihr Wachstum ein, und in zu nassem Boden faulen sie.
Das bei der Ernte gesammelte Saatgut ist nicht zum Aussäen geeignet. Es muss jedes Mal neu im Handel gekauft werden. Im Handel erhältliches Saatgut ist mit einer speziellen Beschichtung versehen, die für das Pflanzenwachstum und die Entwicklung essentielle Substanzen enthält. Daher hat es meist eine für Saatgut ungewöhnliche, leuchtende Farbe. Vor der Aussaat ist keine weitere Behandlung erforderlich.
Weitere Pflege und Ernte
Es wird empfohlen, die Pflanze alle zwei bis drei Tage zu gießen. Am besten geschieht dies direkt nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang. Der Gießrhythmus kann je nach Wetterlage angepasst werden. Wichtig ist, Staunässe und Trockenheit zu vermeiden. Beide Extreme können nicht nur zu Ertragseinbußen, sondern auch zum Absterben der Pflanze führen. Besonders häufig sollte in Hitze- und Trockenperioden sowie während der Fruchtbildung und des Wachstums gegossen werden.
Beim Gurkenanbau können Sie Stickstoff-, Phosphor- und Kaliumdünger verwenden. Die erste Düngung sollte vor der Blüte erfolgen. Stickstoff wird in dieser Phase benötigt, da er ein schnelles Wachstum von Stängel und Blättern fördert. Die zweite Düngung erfolgt während der aktiven Fruchtbildung. Phosphor und Kalium werden in dieser Phase zugeführt. Diese Nährstoffe sind für die Fruchtbildung und das Wachstum unerlässlich. Nach der ersten Ernte ist keine weitere Düngung erforderlich.
Gurkensträucher zu ziehen ist nicht schwer. Wichtig ist, Ausläufer umgehend zu entfernen, da sie Nährstoffe entziehen. Für kräftige Pflanzen empfiehlt es sich, alle Triebe und Fruchtknoten aus den Blattachseln der ersten vier Blätter zu entfernen. In den nächsten beiden Blattachseln lässt man jeweils einen Fruchtknoten stehen und kneift die restlichen ab. In den Blattachseln von Blatt 7 bis 10 entfernt man alle Triebe bis auf zwei Fruchtknoten. Damit ist die Formgebung abgeschlossen. Durch das Stutzen der Triebspitzen und die Düngung lässt sich der Ertrag um mindestens 30 % steigern.
Das könnte Sie auch interessieren:Gegen Ende des Sommers nimmt der Gurkenertrag ab. Maßnahmen in dieser Zeit können die Fruchtbildung verlängern und eine zweite Ernte ermöglichen. Am besten eignet sich hierfür eine Blattdüngung. Mischen Sie 1 Liter Molke oder Milch mit 35 Tropfen Jod und besprühen Sie die Blätter mit dieser Lösung. Alternativ können Sie 10 Gramm Borsäure in 1 Liter auf 90 °C erhitztem Wasser lösen und anschließend mit weiteren 9 Litern Wasser auffüllen. Diese Lösung ist ebenso wirksam. Die Anwendung sollte in jedem Fall abends an einem sonnigen Tag erfolgen.
Die Gurken sollten alle zwei Tage geerntet werden. Zum Einlegen eignen sich am besten 5–7 cm lange Gurken, für Salate 10–10 cm lange. Je häufiger geerntet wird, desto schneller bilden sich neue Gurken und desto länger trägt die Pflanze Früchte. Frische Gurken sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie sind eine Woche haltbar. Am besten erntet man morgens oder abends. Bundgurken sollten mit einer Schere geputzt werden.
Krankheitsresistenz, Vorteile und Nachteile
Die deutsche F1-Gurke ist, wie die meisten Hybriden, widerstandsfähiger gegen Krankheiten als herkömmliche Sorten. Sie ist resistent gegen Mehltau, Cladosporiose und Gurkenmosaikkrankheit, jedoch anfällig für Pilzkrankheiten. Probleme treten nach dem Gießen mit kaltem Wasser oder bei ungünstigen Witterungsbedingungen mit zu großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht auf.
Ein charakteristisches Symptom aktiven Pilzbefalls ist das Auftreten großer, rostfarbener Flecken auf den Blättern. Die Krankheit tritt häufig im Keimlingsstadium auf. In diesem Fall bilden sich braune Flecken am Wurzelhals. Wird nicht umgehend behandelt, sterben die Jungpflanzen innerhalb weniger Tage ab. Eine Arcerid- oder Bordeauxbrühe-Lösung kann die Krankheit bekämpfen. Im ersten Fall genügt eine einmalige Behandlung, im zweiten Fall sollte die Pflanze während der gesamten Vegetationsperiode regelmäßig behandelt werden. Ist der Wurzelhals vom Pilz befallen, sollte er mit Erde bedeckt werden. Dies ist notwendig, um die Bildung neuer Wurzeln anzuregen.
Das könnte Sie auch interessieren:Im Allgemeinen heben Agronomen folgende Vorteile dieser Sorte hervor:
- frühe Reife;
- Selbstbestäubung;
- hoher Ertrag;
- hoher Anteil an erhaltenen Handelsprodukten;
- die Fähigkeit, aus Gemüse verschiedene Gerichte zuzubereiten;
- hohe Phytoimmunität;
- Anbaumöglichkeit sowohl im Freiland als auch in Gewächshäusern.
https://youtu.be/VRXCn5bzHF4
Diese Sorte hat jedoch auch Nachteile. Manche bemängeln die durchschnittliche Festigkeit des Fruchtfleisches. Wer es lieber knackig mag, sollte daher andere Gurkensorten wählen. Weitere Nachteile sind:
- Veranlagung zu Pilzerkrankungen;
- geringe Überlebensrate der Sämlinge;
- Empfindlichkeit gegenüber Temperaturänderungen;
- Empfindlichkeit gegenüber der Bodentemperatur (bei Kälte kann die Pflanze absterben).
Rezensionen
Alexandra, 38 Jahre alt
Ich baue seit fünf Jahren deutsche F1-Gurken an und bin rundum zufrieden. Sie haben einen angenehmen, leicht süßlichen Geschmack. Die Gurken sind klein, und auch ihre Kerne sind klein. Sie eignen sich perfekt zum Einlegen. Vor zwei Jahren habe ich mir eine Tropfbewässerungsanlage angeschafft, die den ohnehin schon hohen Ertrag noch einmal gesteigert hat. Die Sträucher hängen so voll, dass ich mit der Ernte kaum hinterherkomme. Es gibt keine leeren Stellen im Inneren, und die Gurken sind nicht bitter.
David, 32 Jahre alt
Ich baue seit sieben Jahren deutsche F1-Gurken an und habe jedes Mal große Freude daran. Ich habe sie sowohl aus Samen als auch aus Jungpflanzen gezogen, und beides hat immer geklappt. Die Pflanzen sind kräftig und wachsen schnell. Mir ist aufgefallen, dass sie organisches Material besonders gut vertragen, deshalb gebe ich jedes Jahr Mist und Torfmoos in den Boden. Das Ergebnis ist eine reiche und leckere Ernte, obwohl der Boden in meinem Garten schwer und nährstoffarm ist.
Die Sorte Herman F1 ist eine ausgezeichnete Wahl für jeden Gärtner, unabhängig von seiner Erfahrung. Erfahrungsberichte von Landwirten, die diese Sorte angebaut haben, belegen, dass ihre Vorteile die Nachteile deutlich überwiegen. Rechtzeitiges Pflanzen und die richtige Pflege ermöglichen es Ihnen, reichlich Konserven für den Winter vorzubereiten und die ganze Familie mit leckerem, gesundem Gemüse zu versorgen.

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Mara
Nicht gut. Weit weg. Und irgendetwas ist fragwürdig an der Einlegemethode.
Viel schlechter als die Restina von Biotekhnika. Diese hier tragen selbst bei Frost Früchte. Und sie fallen nicht um. Und in diesem kalten Sommer verwenden wir ausschließlich Restina.
Meine Herren, probieren Sie Restina, das ist eine wirklich fantastische Gurke.