Ein Überblick über die besten Sorten ungewöhnlicher Paprika

Pfeffer

Süße und scharfe Paprika sind in fast jeder Familie beliebt. Sie werden frisch, in Salaten, eingemacht, gefüllt und eingefroren verwendet. Neben den bekannten Sorten werden immer häufiger Paprika in erstaunlichen Farben und Formen entdeckt – nicht in botanischen Gärten oder auf Züchterausstellungen, sondern in ganz normalen Hausgärten.

Neben ihrer ansprechenden Optik bestechen ungewöhnliche Paprikasorten durch einzigartige Aromen und Düfte – probieren Sie sie unbedingt aus! Im Folgenden stellen wir Ihnen die beliebtesten Sorten vor und geben Tipps zum Anbau.

Beschreibung und Merkmale seltener Paprikasorten

Die meisten ungewöhnlichen Paprikasorten sind hinsichtlich der Standortbedingungen sehr anspruchsvoll. Wählen Sie einen möglichst sonnigen Standort, vermeiden Sie jedoch direkte Sonneneinstrahlung, da diese Sonnenbrand verursachen kann. Es ist außerdem wichtig, die Pflanzen vor Zugluft zu schützen. Falls keine hohen Paprikapflanzen in der Nähe vorhanden sind, die diesen Schutz bieten, sollten Sie im Voraus ein Schattierungsnetz verwenden, um die Pflanzen vor der Sonne zu schützen.

Die Bodenbeschaffenheit ist entscheidend. Der Boden sollte nicht nur fruchtbar, sondern auch locker sein. Die Vorbereitung erfolgt im Herbst. Erntereste werden sorgfältig entfernt, Mist oder Kompost eingearbeitet und der Boden anschließend mit einer dicken Schicht Laub bedeckt. Über den Winter verrottet dieses und dient als hervorragender Bodenverbesserer. Im Frühjahr muss das Beet nur noch aufgelockert und die Setzlinge können gepflanzt werden.

Der Anbau erfolgt nach einer Standardmethode. Die Samen werden Ende Februar oder Anfang März in separate Anzuchtgefäße gesät. Während der Wachstumsperiode werden zwei zusätzliche Düngemittel ausgebracht (eines organisch, eines mineralisch). Vor dem Auspflanzen ins Freiland oder ins Gewächshaus werden die Pflanzen abgehärtet. Dies sind allgemeine Richtlinien. Bei der Wahl einer speziellen, ungewöhnlichen Sorte empfiehlt es sich, genauer zu recherchieren. Die Anbaumethoden können stark variieren.

Ungewöhnliche Chilischote

Scharfe Paprika gibt es in verschiedenen Schärfegraden. Manche Sorten sind im frischen Zustand ungenießbar, andere hingegen haben einen eher milden Geschmack.

Schwarze Olive

Diese Paprikasorte verdankt ihren Namen ihrem markanten Aussehen. Tatsächlich ähnelt sie einer Olive. Die Pfefferkörner sind klein, oval, schwarz und färben sich im reifen Zustand rot. Die Sträucher sind üppig und niedrig (55–65 cm). Die dunkelvioletten Blätter haben eine elegante, dekorative Form und unterstreichen die Einzigartigkeit der Frucht.

Sehr scharf und würzig. Es wird hauptsächlich zur Herstellung von scharfen Marinaden, Soßen und Ketchups verwendet. Es stellt keine besonderen Ansprüche an Anbau oder Umweltbedingungen.

Filius Blau

Eine sehr attraktive Pflanze. Der Strauch bleibt niedrig und wird nie höher als 45–50 cm. Er wächst jedoch üppig und ausladend und setzt sein Wachstum sogar während der Fruchtzeit fort. Um seine Schönheit voll zur Geltung zu bringen, sollten die Setzlinge in einem Abstand von 80–90 cm gepflanzt werden.

Die Blätter des Strauchs sind purpurfarben mit deutlich sichtbaren Adern. Die Früchte selbst sind zunächst purpurfarben, verfärben sich dann allmählich gelb, anschließend dunkelorange und leuchten bei Erreichen der biologischen Reife in einem kräftigen Rot. Da sie nicht gleichzeitig, sondern nacheinander reifen, ist ihr dekorativer Effekt atemberaubend.

Wenn Sie ein violettes Pfefferkorn pflücken, ist es aufgrund seiner starken Schärfe ungenießbar, aber je näher es der roten Farbe kommt, desto milder wird die Schärfe.

Chilly Willy

Diese Paprika hat eine sehr ungewöhnliche Form. Sie ist recht teuer und selten. Viele Menschen züchten diese Paprikasorte rein zu Zierzwecken und wissen nicht, dass die Früchte essbar sind.

Sie kann im Gewächshaus, im Freiland oder ganzjährig auf der Fensterbank angebaut werden. Im letzteren Fall sollte man sich jedoch darauf einstellen, nur einmal jährlich oder alle anderthalb Jahre ernten zu können.

Die Frucht kann grün, gelb oder rot sein. Ihre Schale ist dick und glänzend. Sie ist mäßig scharf. Man kann sie frisch, getrocknet, gefroren oder in Dosen verzehren.

Gelber Pilz

Diese Paprikasorte ist bei Liebhabern und Züchtern ungewöhnlicher Pflanzen sehr beliebt. Sie zeichnet sich durch ihre leuchtend gelbe Farbe und die einzigartige, pilzförmige Frucht aus. Ihre Größe variiert zwischen 3 und 6 cm. Sie ist mäßig scharf.

Der Strauch ist niedrig, dekorativ und dennoch sehr üppig. Diese Sorte ist sehr ertragreich, benötigt aber viel Wärme und Licht.

Ungewöhnliche süße Paprika

Wählen Sie aus der untenstehenden Liste die für Sie am besten geeignete Paprikasorte. Die einzigartige Fruchtform, der angenehme Geschmack und das unverwechselbare Aroma werden Sie begeistern.

Ingrid

Diese mittelfrühe Hybride in sattem Schokoladenbraun zieht sofort alle Blicke auf sich. Die Früchte sind würfelförmig und wiegen jeweils etwa 220 Gramm. Ihre Wände sind dick, bis zu einem Zentimeter. Das Fruchtfleisch ist saftig und süß mit einem anhaltenden Nachgeschmack.

Der Strauch erreicht eine Höhe von einem Meter oder mehr, ist sehr wüchsig und breitet sich stark aus. Er benötigt eine Stütze.

Für eine gute Ernte benötigt man eine stabile Lufttemperatur, mäßige Luftfeuchtigkeit, regelmäßiges Auflockern des Bodens und die häufige Anwendung von Mehrnährstoffdüngern.

Klecks

Wer sich noch an das Aussehen eines „Blots“ erinnert, versteht sofort, warum diese Paprikasorte so heißt. Diese mittelfrühe Hybride kann 130 bis 135 Tage nach dem Austrieb geerntet werden.

Der Strauch ist mittelhoch. Die Früchte sind saftig, violett, sehr ansprechend und wiegen etwa 130–140 Gramm. Der durchschnittliche Ertrag pro Quadratmeter beträgt 3,5–4 kg.

Diese Sorte benötigt eine stabile Lufttemperatur, normale Lichtverhältnisse und fruchtbaren Boden.

Kolobok

Diese Paprikasorte ist eine halbstämmige Sorte. Der Strauch wird nicht höher als 45 cm und hat viele Blätter. Die Früchte sind fast rund, sehr ansehnlich und im reifen Zustand rot. Sie wiegen bis zu 170 Gramm. Ein durchschnittlicher Ertrag von 5–6 kg Paprika pro Quadratmeter ist möglich, jedoch nur bei regelmäßiger Düngung, ausreichender Bewässerung und Bodenlockerung.

Es zeichnet sich durch sein reiches Aroma und seine erhöhte Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge aus.

Weiße Wolke

Auf den ersten Blick unterscheidet sich diese Sorte von ihren Verwandten nur durch ihre kürzere, rundere Form. Doch warten Sie, bis sie die optimale Reife erreicht hat. Dann ist sie fast schneeweiß und verfärbt sich allmählich orange zu rot. Jede Paprika wiegt etwa 150 Gramm.

Die Sträucher sind von mittlerer Höhe, benötigen aber aufgrund der großen Anzahl an Früchten Stützgerüste.

Die Paprika ist sehr süß und saftig und hat eine dicke Wand, was ihre Haltbarkeit deutlich verlängert und ihre Transportfestigkeit verbessert. Sie ist anspruchslos an den Anbau, gedeiht aber am besten im Gewächshaus.

Schneewittchen

Es handelt sich um eine frühreife Hybride. Die Sorte zeichnet sich durch hohe Erträge aus, kann aber nur im Gewächshaus angebaut werden. Freilandernte sind nur in südlichen Regionen mit konstant warmem Klima möglich, und selbst dort nicht immer.

Seinen Namen verdankt er seiner weißen Farbe im Moment der technischen Reife; erst mit der Zeit entdeckten die Züchter, dass die Paprika zum Zeitpunkt der biologischen Reife ein leuchtendes Orange annimmt.

Der Geschmack ist reichhaltig und süß. Die Pflanze ist resistent gegen Krankheiten und Schädlinge. Ihr üppiges Laub trägt dazu bei, den optimalen Feuchtigkeitsgehalt für die Früchte zu erhalten.

Bitte beachten Sie! Dies ist die einzige derzeit bekannte Paprikasorte, die über ein gut entwickeltes und kräftiges Wurzelsystem verfügt.

Tamina

Eine frühe Hybride, die sich sowohl für den Anbau im Freiland als auch im Gewächshaus eignet. Die ersten Früchte können 60–65 Tage nach dem Auflaufen geerntet werden. Der Strauch ist klein, aber recht wüchsig. Die Früchte sind saftig, süß und manchmal leicht scharf. Ihre Wandstärke beträgt bis zu 8 mm.

Sie sehen ansprechend aus, lassen sich gut lagern und sind leicht über weite Strecken zu transportieren. Sie werden frisch, gefroren oder in Dosen verwendet.

Rezensionen

Nadeschda Nikolajewna, 57 Jahre alt

Paprika ist meine Schwäche. Ich baue in meinem Garten viele verschiedene Sorten an. Ich versuche, Sorten auszuwählen, die abwechselnd Saison haben und schön aussehen. Vor ein paar Jahren sah ich auf einer Party eine Zierpaprika. Die Früchte waren mehrfarbig und der Strauch üppig. Sie war ein echter Hingucker, nicht nur auf der Fensterbank, sondern im ganzen Raum. Ich bat um ein paar Paprikaschoten, erntete die Samen selbst und versuchte, sie anzubauen. Aber es klappte nicht. Dann fand ich welche im Laden, und diesmal funktionierte alles. Ich habe sie noch nicht im Gartenbeet angebaut, aber auf der Fensterbank im Winter sind sie ein wahrer Genuss.

Natalia, 32 Jahre alt

Ich liebe Chilischoten. Seit dem Sommer ernte, friere und konserviere ich sie, aber sie verlieren trotzdem an Geschmack. Dieses Jahr habe ich mir eine Topfpflanze der Sorte „Olive“ gekauft. Der Nachteil ist die geringe Größe der Früchte, aber die Pflanzen sind so wunderschön, dass ich sie ständig bewundern muss. Und dass ich meine Lieblingschili das ganze Jahr über auf der Fensterbank habe, ist ein absoluter Pluspunkt. Man sagt, man könne sie auch im Garten anpflanzen. Das muss ich unbedingt mal ausprobieren.

Brechen Sie mit der Tradition, wagen Sie etwas und pflanzen Sie ungewöhnliche Sorten von süßen und scharfen Paprikaschoten in Ihren Garten. Glauben Sie mir, nach nur einem Versuch werden sie zu einem festen Bestandteil Ihres Gartens werden.

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