
Paprika ist ein bekanntes und beliebtes Gewürz, das aus roten Paprikaschoten hergestellt wird. Je nach Sorte kann Paprika von süß bis sehr scharf reichen. Paprika wird verschiedenen Gerichten und Leckereien beigefügt, da es ein sehr gesundes Lebensmittel ist, das zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe enthält. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass Paprika nicht nur den Geschmack von Speisen verbessert, sondern auch eine positive Wirkung auf den menschlichen Körper hat.
Paprika stammt ursprünglich aus Mittelamerika, gedeiht aber in kälteren Klimazonen, obwohl sie wärmeliebende Pflanzen sind. Daher erfordern Anbau und Pflege einige Besonderheiten.
Landeregeln
In gemäßigten Klimazonen wird Paprika nur aus Setzlingen gezogen – das heißt, die Setzlinge müssen zunächst aus Samen gezogen werden, bevor sie ins Freiland verpflanzt werden können. Die einzige Ausnahme bilden die heißen südlichen Regionen.
Samen können in Fachgeschäften gekauft oder selbst gesammelt werden.
Die Aussaat erfolgt Ende Februar oder Anfang März. Wickeln Sie die Samen in ein feuchtes Tuch und lassen Sie sie einige Tage keimen. Legen Sie die gekeimten Sämlinge zur Desinfektion für eine halbe Stunde in eine schwache Kaliumpermanganatlösung. Abschließend empfiehlt es sich, die Samen in einem Keimungsförderer einzuweichen, um die Keimung zu verbessern. Jetzt können Sie die Samen einpflanzen.
Bereiten Sie den Boden für die Pflanzung wie folgt vor: Mischen Sie 2 Teile Gartenerde und Torf mit 1 Teil Humus und Sand. Vermengen Sie alle Zutaten gut und frieren Sie die Mischung anschließend vollständig ein. Geben Sie dann Holzasche hinzu, um den Boden anzureichern (1 Tasse pro Eimer Erde). Alternativ können Sie den Boden auch mit einer Mischung aus Kalium-, Stickstoff- und Phosphordünger anreichern: Verwenden Sie in diesem Fall jeweils 20 Gramm Kalium- und Stickstoffdünger sowie 40 Gramm Phosphordünger.
Bereiten Sie Plastikbecher mit nährstoffreicher Erde vor (oder verwenden Sie einen anderen Behälter). Drücken Sie ein 2 cm tiefes Loch in die Erde und geben Sie jeweils einige Samen hinein. Füllen Sie die Becher mit Erde auf, drücken Sie diese leicht an und gießen Sie mit zimmerwarmem Wasser. Decken Sie die Becher mit einem transparenten Material (Glas oder Folie) ab und stellen Sie sie an einen warmen, hellen Ort. Entfernen Sie die Abdeckung täglich kurz, damit Luft abfließen kann, und befeuchten Sie die Erde regelmäßig. Achten Sie jedoch darauf, nicht zu viel zu gießen, da die Keimlinge sonst faulen können. Sobald die Keimlinge erscheinen, entfernen Sie die Folie oder das Glas vollständig.
Sobald die Keimlinge 2–3 Blätter haben, müssen sie pikiert werden. Das bedeutet, dass jeder Keimling einzeln eingepflanzt werden sollte, damit die Wurzeln alle notwendigen Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen und sich gut entwickeln können. Setzen Sie die Keimlinge vorsichtig mit etwas Erde an den Wurzeln in vorbereitete Töpfe mit fruchtbarer, feuchter Erde. Drücken Sie die Erde leicht an und gießen Sie die Sämlinge.
Die Sämlinge benötigen nun ausreichend Sonnenlicht (mindestens 12 Stunden täglich). Regelmäßiges Gießen ist ebenfalls wichtig. Zwei Wochen vor dem Auspflanzen ist es ratsam, die Sämlinge abzuhärten. Stellen Sie die Töpfe dazu am besten täglich für einige Stunden ins Freie.
Sobald die Sämlinge eine Höhe von 20 cm erreicht haben, können sie bedenkenlos ins Freiland gepflanzt werden.
Für eine reiche Paprikaernte ist die Wahl des richtigen Standorts entscheidend. Paprika verträgt keine Zugluft, windige Lagen, direkte Sonneneinstrahlung oder große Hitze. Daher sollte der Standort windgeschützt und etwas schattig sein.
Der ausgewählte Standort muss im Herbst durch Umgraben und Düngen vorbereitet werden. Vor dem Pflanzen muss er aufgelockert und mit Kalium- und Phosphordünger angereichert werden.
Paprikapflanzen werden Ende Mai oder Anfang Juni umgepflanzt. Heben Sie im Abstand von 35 cm Pflanzlöcher aus. Der Reihenabstand beträgt etwa 45 cm. Nehmen Sie die Setzlinge vorsichtig mitsamt dem Wurzelballen aus der Erde und setzen Sie sie in die Löcher. Die Stängel werden bis zu den ersten unteren Blättern eingepflanzt, mit Erde bedeckt und leicht angedrückt. Gießen Sie die Pflanzen anschließend mit zimmerwarmem Wasser und stecken Sie neben jede Pflanze einen langen Stab, an dem sie später festgebunden werden.
Pflegehinweise
Zur weiteren Pflege der Sträucher gehören Bewässerung, Düngung sowie die Vorbeugung von Krankheiten und Schädlingen.
Nach dem Einpflanzen werden Paprikapflanzen etwa einmal wöchentlich gegossen. Ein Liter Wasser pro Pflanze ist ausreichend. Die Wassertemperatur sollte etwa 20 °C betragen. Lockern Sie nach jedem Gießen die Erde um die Stängel herum, um die Wurzelbelüftung zu verbessern und Verkrustungen vorzubeugen. Um die Feuchtigkeit im Boden zu halten, können Paprikapflanzen mit Gras oder verrottetem Stroh gemulcht werden.
Die Düngung des Bodens erfolgt mindestens dreimal während der gesamten Saison.
Stickstoff ist für normales Pflanzenwachstum und die Entwicklung unerlässlich. Daher erfolgt die erste Düngung zwei Wochen nach dem Auspflanzen der Pflanzen ins Gartenbeet mit stickstoffhaltigen Düngemitteln.
Kalium ist für die Ausbildung voll entwickelter Früchte unerlässlich. Kaliumdünger werden während der Blütezeit der Paprika ausgebracht.
Die dritte Düngung erfolgt, sobald sich die ersten Früchte bilden. Dazu löst man zwei Teelöffel Kaliumsalz und Superphosphat in einem Eimer Wasser auf und gießt die Erde um die Wurzeln der Sträucher herum.
Paprikapflanzen sind anfällig für Schädlinge wie Maulwurfsgrillen, Kartoffelkäfer, Schnecken, Weiße Fliegen und Blattläuse. Alle Schädlinge lassen sich von Hand entfernen, Blattläuse können durch Besprühen der Pflanzen mit einer Holzaschelösung bekämpft werden.
Die häufigsten Krankheiten der Paprika sind:
- Eierstocksenkung – eine Lösung aus Borsäure (1 Teelöffel pro Eimer Wasser) kann das Problem lindern.
- Schlechte Fruchtentwicklung – kann mit Superphosphat oder Holzasche behandelt werden
- Gelbe Blätter deuten auf Stickstoffmangel hin. Lösen Sie 1 Teelöffel Harnstoff in 10 Litern Wasser auf und besprühen Sie die Sträucher damit.
Die Ernte erfolgt, sobald die Früchte reif sind. Allerdings können auch leicht unreife Paprikaschoten gepflückt werden, um überschüssiges Gewicht vom Strauch zu entfernen.
Paprika für Paprika: die besten Sorten
Weltweit gibt es viele Paprikasorten, aber ich möchte einige der gängigsten hervorheben, die von russischen Gärtnern bereits erprobt wurden und sich großer Beliebtheit erfreuen. Paprika kann früh, mittelfrüh oder spät reifen. Auch die Farbe der Früchte variiert stark und reicht von Violett über Orange, Rot und Gelb bis hin zu Grün.
Big Daddy
Diese Sorte ist frühreif – vom Keimen bis zur Ernte der reifen Früchte vergehen etwa vier Monate. Die Pflanzen bleiben klein, maximal 75 cm hoch, und sind recht kompakt. Diese Paprika kann im Freien oder im geschützten Boden angebaut werden.
Die Blätter dieser Sorte sind dunkelgrün mit einem violetten Schimmer. Während der Blütezeit erscheinen blaue Blüten an den Sträuchern. Die kegelförmigen Früchte sind violett bis dunkelkirschrot und haben sehr dicke Wände, die bis zu 7 mm dick sein können. Das durchschnittliche Fruchtgewicht liegt zwischen 90 und 150 g; die Paprika schmeckt sehr saftig, süß und nicht bitter. Bei richtiger und sorgfältiger Pflege kann ein Ertrag von 6–7,5 kg pro Quadratmeter erzielt werden. Die Sorte ist zudem sehr resistent gegen Pilz- und Viruserkrankungen.
Ein Geschenk aus Moldawien
Die Paprikasorte Podarok Moldovy ist mittelfrüh – die Ernte ist bereits 135–140 Tage nach dem Austrieb möglich. Die kompakten, etwa 50 cm hohen Sträucher sind pflegeleicht und anspruchslos. Diese Sorte gedeiht in Beeten und Gewächshäusern, in jedem Klima und auf verschiedenen Böden. Sie zeichnet sich durch hohe Widerstandsfähigkeit gegen gängige Krankheiten und Toleranz gegenüber wechselnden Witterungsbedingungen aus.
Die kleinen, roten Früchte sind kegelförmig und wiegen durchschnittlich 70–90 g, ihre Wände sind bis zu 6 mm dick. Das Fruchtfleisch ist ungewöhnlich süß, saftig und aromatisch.
Trotz des geringen Gewichts der Früchte liefert Gift of Moldova eine ausgezeichnete Ernte – bis zu 7 kg pro Quadratmeter.
Lumina
Diese Paprikasorte, eine der gängigsten mittelfrühen Sorten, benötigt 130 Tage von der Keimung bis zur Ernte. Sie eignet sich sowohl für den Freilandanbau als auch für den Anbau im Gewächshaus und zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Krankheitsresistenz selbst unter widrigsten klimatischen Bedingungen aus.
Der kompakte, normalwüchsige Strauch erreicht eine Höhe von etwa 80 cm. Reife Früchte sind rot, kegelförmig und wiegen durchschnittlich 80–110 g. Ihre Wandstärke beträgt 7 mm. Die Paprika hat ein kräftiges, pfeffriges Aroma ohne Bitterkeit und ist besonders saftig. Diese Sorte ist sehr lange haltbar, gut lagerfähig und lässt sich gut transportieren, ohne ihr attraktives Aussehen zu verlieren. Pro Quadratmeter können bis zu 8 kg aromatische Früchte geerntet werden.
Korenovsky
Korenovsky ist eine mittelfrühe Paprikasorte: Sie benötigt vier Monate vom Keimen bis zur Reife. Sie kann sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland angebaut werden. Diese Sorte zeichnet sich durch hohe Widerstandsfähigkeit gegen häufige Krankheiten und Toleranz gegenüber widrigen Witterungsbedingungen und anderen widrigen Faktoren aus.
Der ausladende Strauch erreicht eine Höhe von etwas über einem halben Meter und hat große Blätter. Reife Früchte sind prismatisch oder kegelstumpfförmig und von kräftiger roter Farbe. Die Paprikaschoten werden recht groß, wiegen bis zu 200 Gramm und haben eine Wandstärke von 6 mm. Die Fruchtoberfläche ist wellig oder gerippt und die Haut dicht und glänzend. Das Fruchtfleisch ist sehr süß, saftig und duftet intensiv nach Pfeffer. Pro Quadratmeter können bis zu 5 kg reife Paprikaschoten geerntet werden.
Glocke
Eine wunderschöne und ungewöhnliche spät reifende Sorte – von der Keimung bis zur Ernte vergehen durchschnittlich 15 Tage. Der Strauch wird sehr hoch, erreicht eine Höhe von 2 Metern und benötigt eine Rankhilfe. Diese Paprikasorte ist resistent gegen viele Krankheiten und verträgt Temperaturschwankungen und widrige Witterungsbedingungen problemlos.
Diese Sorte zeichnet sich durch ihre ungewöhnliche, glockenförmige, rote Frucht aus. Das durchschnittliche Fruchtgewicht liegt bei 50–100 g, und das Fruchtfleisch ist sehr saftig und aromatisch mit einem feinen süß-sauren Geschmack. Der Ertrag beträgt etwa 2,5 kg pro Quadratmeter.
Rezensionen
Laut Erfahrungsberichten erfahrener Gärtner liefern alle oben genannten Paprikasorten hervorragende Ernten bei geringem Pflegeaufwand. Die Sorte Korenovsky ist sogar unreif essbar, während die Sorte Kolokolchik frosthart ist und sich als zusätzliche Gartendekoration eignet. Die Sorte „Gift of Moldova“ bringt stets schöne Früchte hervor und ist bei minimaler Pflege nahezu krankheitsresistent.

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