
Die zukünftige Ernte hängt von der gewählten Gemüsesorte ab. Es ist allgemein bekannt, dass das Klima in Zentraldeutschland unbeständig ist. Daher empfiehlt es sich, kälteresistente, pflegeleichte Sorten zu wählen, die keine besonderen Probleme mit extremen Wetterbedingungen haben und selten von Krankheiten befallen werden.
Es gibt aber auch solche, die die besondere Aufmerksamkeit der Gärtner auf sich gezogen haben, auf die wir uns konzentrieren werden.
Die besten Paprikasorten für den Freilandanbau
Nachfolgend eine Beschreibung der optimalen Nutzpflanzen nach Ansicht von Gärtnern, die sich beim Anbau als unproblematisch erwiesen haben und eine gute Ernte liefern.
- Die ultrafrühe italienische Paprikasorte 'Asti' zeichnet sich durch ihren robusten, aber schlanken Strauch aus, der nie höher als 75 cm wird. Die Aussaat erfolgt ab Spätwinter Ende Mai für drei Wochen. Die Sorte ist sehr krankheitsresistent, und die Früchte reifen gleichzeitig, was einen Ertrag von etwa 9 Kilogramm pro Quadratmeter ergibt. Die Paprika wiegen bis zu einem Viertel Kilogramm und sind glatt und gleichmäßig. Ihre würfelförmigen, dickwandigen Früchte enthalten zahlreiche Samen und haben ein ansprechendes Aroma. 'Asti' gibt es in gelben und roten Sorten.

- Die mittelfrühe Sorte „Arap“ ist besonders hervorzuheben. Sie reift etwa vier Monate nach der Keimung. Der Strauch ist mittelgroß – etwa 70–80 cm hoch – und widerstandsfähig gegen wechselnde Witterungsbedingungen sowie Virus- und Pilzkrankheiten. Bei der Pflanzung im Frühjahr ist eine ausreichende Bewässerung und Düngung wichtig. Die Früchte wiegen maximal 100 Gramm, sind rötlich-violett und kegelförmig. Die Paprika haben eine dünne, feste Haut und zartes, süßes Fruchtfleisch. Der Ertrag liegt bei 7 Kilogramm pro Quadratmeter, allerdings ist sorgfältige Pflege unerlässlich.

- Auf geschützten Böden gilt 'Antiquary' als ertragreiche Sorte. Sie reift früh und trägt lange Früchte. 'Antiquary' zeichnet sich durch ihr mitteldichtes Laub und eine Wuchshöhe von bis zu 1,5 Metern aus. Die Früchte sind süß und saftig, prismatisch, wiegen bis zu 270 Gramm und haben eine glänzend rote Farbe. Ihre Wände sind dick (8 mm) und sie sind resistent gegen das Tabakmosaikvirus. Wichtig ist, den Strauch, der eine Stütze benötigt, mit 2-3 Trieben zu erziehen.

- Die mittelgroße Sorte „Annushka“ zeichnet sich durch ihren kompakten Wuchs aus. Sie ist frühreif; die ersten Früchte können bereits gut drei Monate nach der Keimung geerntet werden. Die bis zu 170 Gramm schweren Früchte sind prismatisch und rot. Sie ist sehr krankheitsresistent und liefert Erträge von bis zu 10 kg.

- Die frühreife Sorte „Boyarin“ wurde speziell für gemäßigte Klimazonen gezüchtet. Sie kann sowohl im Freien als auch im Gewächshaus angebaut werden. Sie ist resistent gegen Temperaturschwankungen und Fusarium. Es handelt sich um eine mittelgroße, kompakte Pflanze, die nie höher als 75 cm wird. Die roten, kegelförmigen Paprikaschoten wiegen etwa 160 Gramm. Sie haben ein sehr süßes Fruchtfleisch und dicke Wände. Ein Quadratmeter Anbaufläche liefert im Sommer etwa 6 Kilogramm Früchte.

- 'Vesuvius' ist eine gute frühe Sorte, die innerhalb von vier Monaten von der Keimung bis zur Fruchtreife reift. Der Strauch ist wüchsig, tolerant gegenüber Temperatur- und Bodenfeuchtigkeitsschwankungen und selten anfällig für Krankheiten. Die Früchte wiegen bis zu 160 Gramm und zeichnen sich durch dicke Wände, glänzende Schale, saftiges Fruchtfleisch und ein intensives Aroma aus. Wie 'Boyarin' erzielt auch diese Sorte einen Ertrag von bis zu 6 Kilogramm pro Quadratmeter.

- 'Dobryak' ist eine ultrafrühe Sorte mit langer Fruchtperiode. Die Ernte beginnt bereits drei Monate nach dem Austrieb. Dieses Gemüse wird nicht höher als einen Meter, ist recht wüchsig und dennoch kompakt. Es verträgt Temperaturschwankungen gut und ist sehr resistent gegen Viren und Pilze. Die Früchte sind kugelförmig, dickwandig, leicht abgeflacht und wiegen bis zu 110 Gramm. Das Fruchtfleisch ist saftig und nicht bitter. Der Ertrag pro Quadratmeter liegt zwischen 7 und 14 kg.

- Eine weitere beliebte Sorte für den Freilandanbau ist 'Emelya'. Diese frühe Sorte wächst kompakt und wird nicht höher als einen Meter. Sie ist sehr widerstandsfähig gegen widrige Witterungsbedingungen. Die Paprikaschoten sind zylindrisch, orangefarben, mit glänzender, fester Haut und saftigem Fruchtfleisch. Der durchschnittliche Ertrag liegt bei 9 Kilogramm.

Gewächshauspaprika aus Zentralrussland
Jede Saison erfreuen russische und internationale Paprikazüchter die Hobbygärtner mit neuen Gewächshauspaprikasorten. Darunter befinden sich viele Hybriden, die sich durch frühe Keimung, Widerstandsfähigkeit gegen extreme Witterungsbedingungen und reichlichen Fruchtertrag auszeichnen.
Experten empfehlen für Ihr Gewächshaus die folgenden Sorten:
- Die Hybride „Blondie“ ist eine mittelfrühe Sorte mit einer Wachstumsperiode von etwa 110 Tagen und einer Wuchshöhe von 90 cm. Die Früchte sind prismenförmig und im reifen Zustand gelb. Jede Paprika wiegt etwa 140 Gramm und hat eine Wandstärke von bis zu 7 mm. Eine besondere Eigenschaft dieser Hybride ist ihre Resistenz gegenüber sauren Böden, Trockenheit, hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Diese saftige, feste Paprika liefert einen Ertrag von bis zu 8 Kilogramm pro Pflanze.

- Die Hybride „Goodwin“ ist hoch angesehen. Sie zeichnet sich durch ihren hohen Wuchs, ihre frühe Reife und ihren hohen Ertrag aus. Im Gewächshaus erreicht der Strauch mitunter eine Höhe von über zwei Metern und benötigt daher Stützpfähle. Diese feuchtigkeitsliebende Sorte benötigt reichlich und regelmäßige Bewässerung. Die Vegetationsperiode von „Goodwin“ beträgt etwas über 110 Tage. Die Paprikaschoten sind rot oder dunkelgrün, prismatisch geformt und wiegen jeweils 220–250 Gramm. Ihre Wände sind dick, etwa 10 mm. Bei optimaler Pflege liefert eine einzelne Pflanze etwa ein Dutzend saftige Paprikaschoten.

- Die niedrig wachsende Paprikasorte 'Cardinal' reift früh: Die Ernte beginnt bereits 90 Tage nach der Keimung. Trotz ihrer Wuchshöhe von maximal 60 cm können bis zu zwölf Früchte pro Quadratmeter geerntet werden. Die Früchte haben eine glatte Oberfläche und eine kubische Form. Ihre Schale ist hellviolett, glatt und glänzend. Im Durchschnitt wiegt diese Paprika ein Viertel Kilogramm. Sie benötigt regelmäßige mineralische und organische Düngung und ist resistent gegen Pilzbefall und Fäulnis.

- Eine weitere frühreife Hybride ist „Latino“. Diese Sorte besticht durch ihr attraktives Aussehen und ihren hervorragenden Geschmack. Die Früchte sind von einer schönen roten Farbe, perfekt würfelförmig, wiegen etwa 220 Gramm und haben eine Wandstärke von 1 cm. Diese Hybride ist aufgrund ihrer kräftigen Stängel und ihres robusten Wurzelsystems beliebt. Sie ist widerstandsfähig gegen Temperaturschwankungen und Infektionen. Bei der Ernte können Sie bis zu 10 Kilogramm saftige Paprika ernten.

Zu den Regeln für den Anbau und die Pflege von Paprika in Zentralrussland
In der beschriebenen Region können Paprika nur aus Setzlingen gezogen werden. Diese werden im Alter von unter 70 Tagen endgültig ausgepflanzt, wobei zwischen Keimung und Aussaat zwei Wochen liegen. Wenn Sie also planen, Paprika Anfang Juni zu pflanzen, sollten Sie die Setzlinge in der ersten Märzhälfte aussäen.
Bei Paprika besteht immer die Gefahr, dass die Samen alt werden und nicht keimen. Um dies zu verhindern:
- Saatgut mit Nährstoffen behandeln;
- desinfizieren;
- nass;
- härten;
- Blase.
Von diesen Methoden werden nur ein paar angewendet, die Ihnen nahestehen, da sonst das gewünschte Ergebnis gefährdet werden kann.
Für Sämlinge empfiehlt sich eine Nährstoffmischung aus Torf, Humus, Rasensoden und Flusssand. Sie sollte etwa zur Hälfte aus organischem Material bestehen. Es wird empfohlen, die Mischung zu dämpfen oder mit heißem Wasser und Kaliumpermanganat zu behandeln. Nach der Desinfektion des Substrats sollte gedüngt werden.
Die Aussaat erfolgt in einer Tiefe von einem Zentimeter. Die Anzuchtgefäße werden an einen warmen Ort gestellt, bis die Sämlinge keimen. Anschließend werden sie an einen kühlen, hellen Ort gebracht, um ein übermäßiges Längenwachstum zu verhindern. Nach einer siebentägigen Pause werden die Sämlinge wieder an ihren ursprünglichen Standort zurückgesetzt.
Sobald zwei kräftige Blätter erscheinen, können die Sämlinge geerntet werden.
Eine Lösung aus Mehrnährstoffen eignet sich gut zur Pflanzenernährung; sie enthält Mikronährstoffe anstelle von organischer Substanz, um das Wachstum der oberirdischen Pflanzenteile zu hemmen. Wasser und Lösung müssen warm sein, mindestens 30 Grad Celsius.
Die Sämlinge erscheinen Mitte Mai in den Gewächshäusern. Sie werden reichlich gegossen und zwei Tage lang in den Schatten gestellt. Achten Sie darauf, Luftfeuchtigkeit und Temperatur durch regelmäßige Belüftung zu senken, um einen optimalen Fruchtansatz zu gewährleisten.
Die Pflanzen werden alle 14 bis 21 Tage mit Mehrnährstoffdünger versorgt und regelmäßig mit warmem Wasser gegossen. Drei- bis viermal im Sommer wird der Boden aufgelockert und angehäufelt oder eine Erdmischung um die Wurzeln herum eingearbeitet.
Paprika wird geerntet, sobald sie ankommt. Regelmäßiges Ernten gewährleistet einen besseren Fruchtansatz und eine bessere Reifung der restlichen Ernte.
Bewertungen der besten Paprikasorten in der zentralen Zone
Bei der großen Vielfalt an Sorten für den Anbau im Innen- und Außenbereich finden Gärtner diejenigen, die zu ihrem jeweiligen Gewächshaus oder Boden passen.
Julia, 45 Jahre alt
Ich bin ein großer Fan von Paprika im Garten. Von allen Sorten, die ich angebaut habe, möchte ich 'Arapa', 'Dobryaka' und 'Latino' hervorheben. Letztere gedeiht prächtig im Gewächshaus. Nicht alle von Experten empfohlenen Sorten haben bei mir funktioniert; ich bleibe bei Bewährtem, bin aber offen für Neues.
Dmitry und Tatiana, 38 Jahre alt
Sie wählen die Paprikasorten für unser Zentrum wirklich mit großer Sorgfalt aus. Wir experimentieren sehr gerne und probieren auch mal etwas Exotisches für unsere Region aus. Ich möchte den Züchtern für ihre Unterstützung danken. Unter den Freilandpaprikasorten gefällt uns besonders die Sorte „Boyarin“. Sie ist wirklich köstlich, krankheitsresistent und liefert trotz minimaler Pflege und Besuchen nur am Wochenende eine reiche Ernte.
Für den mittleren Teil unseres Landes empfehlen wir daher Sorten, die das unbeständige Wetter der Region nicht vertragen und eine gute Ernte versprechen. Mit den oben beschriebenen Optionen wird Ihnen das deutlich leichter fallen. Viel Erfolg im Garten!













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