Anbaufreundlichkeit und hoher Pflanzenertrag sind längst nicht die einzigen Kriterien für die Auswahl neuer Paprikasamen für die Anzucht von Setzlingen.
Eine der Hauptvoraussetzungen ist ein geeignetes Temperaturregime für das Wachstum der Sträucher und die Bildung der Fruchtknoten sowie die Möglichkeit, im Freiland unter unvorhersehbaren und oft wechselhaften Klimabedingungen zu wachsen.
Worin bestehen die Unterschiede zwischen den Sorten?
Eine der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl geeigneter Paprikasamen ist, ob sie im Freien, im Gewächshaus oder auf einer Balkonbank in einem mehrstöckigen Gebäude angebaut werden können. Dabei sind die Kompaktheit und die maximale Wuchshöhe der Pflanzen sowie die Notwendigkeit einer Rankhilfe entscheidend. Beispielsweise eignen sich Sorten, die nicht höher als 30–40 cm werden, für die Anpflanzung auf der Fensterbank.
Es gibt aber noch eine Reihe weiterer, nicht weniger wichtiger Unterschiede:
- Sorte oder Hybride? Dieses Kriterium ist entscheidend für alle, die im nächsten Jahr aus eigenem Saatgut neue Setzlinge ziehen möchten. Hybriden (die Tomatensorte ist auf der Verpackung immer mit „F1“ gekennzeichnet) eignen sich dafür nicht, und es müssen jedes Jahr neue Packungen gekauft werden. Denn die daraus entstehenden Samen erben in der Regel nicht die sortentypischen Eigenschaften der Pflanze. Neue Tomaten können sich daher nicht nur in Farbe und Form, sondern auch im Geschmack völlig unterscheiden. Hybriden bieten jedoch erhebliche Vorteile, vor allem höhere Erträge und eine bessere Resistenz gegen viele Krankheiten.
- Reifezeit. Am besten verwendet man verschiedene Paprikasorten mit unterschiedlichen Reifezeiten. So kann man lange Zeit frische Paprika zum Kochen verwenden und einen Teil für den Winter einkochen. Wichtig ist dabei das Klima am Anbauort. Spät reifende Sorten gedeihen in Regionen mit kaltem Klima und anhaltendem Frost nur in gut gepflegten und beheizten Gewächshäusern. In Gebieten mit kurzen Sommern und frühen Herbstfrösten können hingegen nur früh reifende Sorten im Freien angebaut werden.
- Form und Größe. Dieses Kriterium ist wichtig für Gärtner, die Paprika als Zierpflanzen im Garten oder zum Füllen verwenden möchten. Für Letzteres eignen sich dickwandige, ovale oder kugelförmige Paprika mittlerer Größe (etwa 5–6 cm Länge). Unter den Sorten finden sich auch kegelförmige oder zylindrische Paprika. Paprika können außerdem würfelförmig, länglich (bis zu 19–22 cm), kugelförmig oder oval sein.
- Farbe. Dank ihrer vielfältigen Farben eignen sich Paprika nicht nur als Geschmacksverstärker, sondern auch als dekorative Zutat für frische Salate, warme Gerichte und sogar für Konserven im Winter. Die meisten reifen Paprika haben eine kräftige rote, gelbe oder grüne Farbe. Zu den auffälligeren und ungewöhnlicheren Sorten zählen leuchtendes Rosa und Orange. Manche Früchte weisen während der Reifephase einen violetten Schimmer auf, der sich allmählich in Rot verwandelt. Dies trifft insbesondere auf Hybriden zu.
- Anbaubedingungen. Wichtig für den Paprikaanbau sind der Schutz vor plötzlichen Kälteeinbrüchen und die rechtzeitige Bewässerung mit warmem Wasser (mindestens 25–28 °C). Auf den Saatgutpackungen ist stets angegeben, ob die jeweilige Sorte im Freien, im Gewächshaus oder im Frühbeet angebaut werden kann. Besonders zu beachten sind die zulässigen Temperaturschwankungen. Viele Sorten können im Freiland angebaut werden, jedoch werden die Pflanzen zum Schutz vor Nachtfrösten vorübergehend mit Plastikfolie abgedeckt.

Erfahrene Gärtner achten auch auf die Höhe der Sträucher, die zwischen 30–35 cm und 150–180 cm variieren kann. Ebenso wichtig ist die richtige Pflege, darunter das Entfernen des unteren Laubs und das Ausgeizen der Seitentriebe. Werden Paprikapflanzen zum Verkauf angebaut, sollten Gärtner die Haltbarkeit der Früchte und deren Erhalt der ursprünglichen Eigenschaften nach längeren Transporten im Blick behalten. In jedem Fall ist es wichtig, die Krankheitsresistenz der Pflanze zu berücksichtigen. Dies ermöglicht eine optimierte Bodenbearbeitung und wirksame vorbeugende Maßnahmen.
Regeln für den Anbau von Paprika
Jede Paprikasorte hat ihre eigenen Eigenschaften und Ansprüche an den Anbau. Manche Sorten vertragen Trockenheit besser als Staunässe, andere sind kälteresistenter, können aber durch Zugluft Schaden nehmen. Gärtner haben jedoch einige allgemeingültige Regeln für die Pflege von Paprikapflanzen, deren Befolgung eine gute Ernte ohne zusätzlichen Aufwand gewährleistet. Diese betreffen vor allem:
- Einhaltung des Aussaatzeitpunkts (in der Regel die ersten oder zweiten zehn Tage im Februar für warme Regionen und die erste Maihälfte für Gebiete mit kaltem Klima);
- Keimung der Samen vor der Aussaat in die Erde (dazu werden sie zwischen zwei großzügig mit Wasser besprühte Wattepads gelegt, wodurch man die ersten Triebe bereits am 3. bis 5. Tag sehen kann);
- Aussaat in separaten, lichtundurchlässigen Behältern, wodurch das Umpflanzen der Pflanzen entfällt;
- Die Samen müssen nicht in die Erde eingegraben werden (nicht tiefer als 2 mm).
- Die notwendige Ernte kann durch Umfüllen erfolgen, indem die Samen in separate Torftabletten oder Papierbecher gegeben werden, zusammen mit der Pflanze in einen größeren Behälter umgesetzt wird, wobei die Unversehrtheit des gesamten ausgebildeten Wurzelsystems erhalten bleibt;
- rechtzeitiges Bewässern (es sollte kein stehendes Wasser im Boden vorhanden sein, aber ein Austrocknen des Bodens kann den Ertrag der angebauten Sträucher erheblich verringern);
- Verwendung von warmem Wasser zur Bewässerung (etwa 28 – 30 Grad Celsius);
- Auswahl eines geeigneten Standorts für den Anbau, der gut von Sonnenlicht beschienen wird, über fruchtbaren, nicht sauren Boden verfügt und zugluftfrei ist;
- Aufrechterhaltung eines geeigneten Temperaturregimes, da Paprika eine sehr wärmeliebende Pflanze ist und die optimale Lufttemperatur etwa 24 - 26 Grad Celsius beträgt;
- rechtzeitiges Düngen und Mulchen (Abdecken des Wurzelsystems mit lichtundurchlässigem Material, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten und deren Verdunstung zu verhindern);
- Unkraut jäten und den Boden nach dem Bewässern auflockern ist obligatorisch, um eine ausreichende Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten.

Sind die Sträucher hochgewachsen, sollten die unteren Blätter entfernt werden, damit die Spitzen nicht den Boden berühren. Gegen Ende September sollten nur noch die ausgebildeten Fruchtknoten und reifenden Früchte an den Sträuchern verbleiben. Aufblühende Blüten sollten entfernt werden, damit die spätere Ernte rechtzeitig reifen kann.
Paprikasorten
Je nach den gegebenen Bedingungen können Sie immer die am besten geeignete Paprikasorte auswählen und versuchen, sie anzubauen, sowohl für den Eigenbedarf als auch mit der Möglichkeit des Weiterverkaufs.
Big Mama
Die Paprikasorte „Big Mama“ ist eine frühreifende Pflanze mit hohem Ertrag. Die ersten reifen Früchte können bereits 125–130 Tage nach dem Auflaufen der Keimlinge erwartet werden. Diese Sorte eignet sich sowohl für den Anbau im Freien als auch im Gewächshaus. Die Pflanzen erreichen eine durchschnittliche Höhe von 50–70 cm.
Die Sorte „Big Mama“ ist aufgrund ihres ausgewogenen, süßen Geschmacks und ihrer saftigen Früchte sehr beliebt. Die Paprika selbst ist rechteckig und wiegt durchschnittlich etwa 200 g. Ihre Wände sind ca. 6–8 mm dick und sorgen so für den gewünschten Biss. Dank ihrer leuchtend orangen Farbe eignet sie sich sowohl als Würzmittel als auch als Dekoration in Gerichten. Sie schmeckt auch frisch, gefüllt, geschmort oder konserviert für den Winter hervorragend.
Zu den Anbauempfehlungen gehört die Einhaltung der Fruchtfolge: Paprika kann auf Böden gepflanzt werden, auf denen zuvor Gurken, Kohl oder Hülsenfrüchte standen. Die Verwendung von Böden, auf denen zuvor Tomaten oder andere Nachtschattengewächse angebaut wurden, wird nicht empfohlen. Die Setzlinge können nach 70 bis 80 Tagen an ihren endgültigen Standort verpflanzt werden. Dabei sollte ein Abstand von etwa 40 bis 60 cm zwischen den Pflanzlöchern eingehalten werden.
Eine wichtige Voraussetzung für die Freilandpflanzung ist das Ende der nächtlichen Fröste im Frühjahr und eine Bodentemperatur von 16–18 Grad Celsius. Dies ist üblicherweise Ende Mai oder Anfang Juni der Fall. Da die Sträucher recht hoch wachsen und große Früchte tragen, benötigen sie eine sorgfältige Stütze. Ein Spalier ist am besten geeignet. Die Erntezeit beginnt in der Regel im August und dauert bis Mitte September.
Bogatyr
Die Paprikasorte Bogatyr ist bei erfahrenen Gärtnern beliebt, da sie bei minimalem Pflegeaufwand eine saftige und köstliche Ernte liefert. Diese Pflanzen sind wirklich einfach anzubauen und tragen selbst unter widrigen Wetterbedingungen Früchte.
Der einzige nennenswerte Nachteil dieser Sorte ist ihre Anfälligkeit für Krankheiten, insbesondere Blattläuse. Die Sträucher sind jedoch resistent gegen Verticillium-Welke, Blütenendfäule und Tabakmosaik. Fruchtwechsel beugt zuverlässig Alternaria- und Septoria-Blattflecken vor: Paprika sollte frühestens alle drei bis vier Jahre auf demselben Beet neu angebaut werden. Um ein Eindringen der Schwarzbeinigkeit in das Wurzelsystem zu verhindern, weichen Sie die Samen vor der Aussaat 20 bis 30 Minuten lang in einer hellrosa Kaliumpermanganatlösung ein.
Diese Sorte zählt zu den mittelfrühen Sorten. Die reifen Früchte haben eine Wandstärke von ca. 6–8 mm und ein Durchschnittsgewicht von 180–210 Gramm. Der Strauch erreicht eine Höhe von 30–50 cm. Die Pflanze gedeiht auch bei wenig Licht. Diese Sorte eignet sich für den kommerziellen Anbau, da sie lange Transportwege problemlos übersteht und einen Ertrag von ca. 8–9 kg pro Quadratmeter liefert.
Um eine gute Ernte zu gewährleisten, sollten die Samen 20–30 Minuten in einer speziellen 5%igen Salzlösung eingeweicht werden. Sollten während des Einweichens Samen an die Oberfläche steigen, müssen diese aussortiert werden, da sie nicht zum Pflanzen geeignet sind und nicht keimen werden. Die Pflanzen können umgepflanzt werden, sobald sie 3–4 voll entwickelte Blätter haben.
Martin
Die besondere Fähigkeit, auch unter widrigen Wetterbedingungen Fruchtknoten zu bilden, ist einer der Hauptvorteile der Paprikasorte Lastochka. Dadurch eignen sich die Pflanzen für den Anbau in Regionen mit wechselhaftem und sehr unvorhersehbarem Klima.
Die Früchte der Pflanze sind groß, süß und fleischig. Hohe Erträge ermöglichen eine Ernte von etwa 5–6 kg pro Quadratmeter, wobei jede Frucht 70–90 Gramm wiegt. Die Paprikaschoten sind kegelförmig, und die Sträucher selbst erreichen eine Höhe von 55–60 cm. Die Wachstumsperiode dauert etwa 116–120 Tage. Um aromatische, reife Früchte zu erhalten, sollte die Aussaat der Setzlinge Ende Februar erfolgen. Die mit Erde und Saatgut gefüllten Gefäße sollten mit transparentem Glas oder Schutzfolie abgedeckt werden. Sobald die ersten Triebe erscheinen, wird die Abdeckung vollständig entfernt.
Sowohl übermäßige Feuchtigkeit als auch anhaltende Trockenheit können zum Absterben der Sämlinge führen. Um eine Schwächung des Wurzelsystems durch das notwendige Umpflanzen (Anfang April) zu vermeiden, können die Samen in separaten kleinen Töpfen mit undurchsichtigen Wänden ausgesät werden.
Wenn Sie Paprikapflanzen im Freien anbauen möchten, sollten Sie sie zwei Wochen vor dem Auspflanzen an die frische Luft und direktes Sonnenlicht gewöhnen. Offene Balkone eignen sich dafür ideal. Holen Sie die Pflanzen nachts wieder ins Haus.
Um sicherzustellen, dass die Sämlinge kräftig genug sind, werden sie mit Kaliumdünger versorgt. Dies erhöht die Widerstandsfähigkeit der Sträucher gegen Krankheiten und garantiert somit eine gute Ernte.
Atlas
Die Paprikasorte Atlant eignet sich für den Anbau unter Bedingungen mit unerwarteten Kälteeinbrüchen und häufigen Wetterschwankungen, da sie schnell keimt und reift und die ersten Früchte Ende Juni geerntet werden können. Die Paprika selbst zeichnet sich durch ihre Größe, ihr saftiges, knackiges Fruchtfleisch und ihren süßen Geschmack aus. Die tiefrote Farbe der Pflanze zeigt die biologische Reife an.
Die durchschnittliche Sorte „Atlant“ wiegt etwa 100–170 Gramm. Die technische Reife tritt 110–115 Tage nach dem Austrieb ein, die biologische Reife nach 130–140 Tagen. Bei minimaler Pflege ist ein Ertrag von 4–7 kg pro Quadratmeter zu erwarten. Beginnt man jedoch mit der Anzucht der Setzlinge etwas früher, sind zwei volle Ernten pro Saison möglich.
Für die Anzucht von Atlant-Paprika-Setzlingen eignen sich spezielle Torftöpfe mit einem Durchmesser von mindestens 10 cm am besten. Beim Auspflanzen in den endgültigen Gartenboden werden die Pflanzen in diese Töpfe gesetzt, wodurch jegliche Beschädigung des Wurzelsystems beim Umpflanzen ausgeschlossen wird. Die optimale Substratmischung für die Anzucht besteht zu gleichen Teilen aus Gartenerde, Kompost und Sägemehl. Letzteres kann durch groben Flusssand ersetzt werden, der für lockeren Boden und eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Wurzeln sorgt.
Die Samen sollten nicht tiefer als 1 cm gesät werden, und gut entwickelte Sämlinge können nach 40–50 Tagen umgepflanzt werden. Ein entscheidender Schritt in der frühen Pflege ist die zweiwöchige Abhärtung der Sämlinge im Freien. Dieser Vorgang dauert anfangs nur wenige Stunden, wird dann aber allmählich auf einen ganzen Tag verlängert. Nachts werden die Sämlinge stets in einen warmen Raum gestellt.
Beloserka
Die Paprikasorte Beloserka eignet sich für den Anbau im Freien. Die erste Ernte kann 135–145 Tage nach der Keimung erwartet werden. Dank ihres kompakten Wuchses und ihrer geringen Höhe (ca. 70 cm) lassen sich die Pflanzen platzsparend im Garten anbauen und bei unerwarteten Kälteeinbrüchen in der Nacht mit einer Plastikabdeckung schützen.
Die Paprikaschoten sind kegelförmig mit einer Spitze. Sie wiegen durchschnittlich 90–140 Gramm. Ihre glatte Oberfläche verfärbt sich mit zunehmender Reife von Hellgrün zu Dunkelrot. Ein Quadratmeter Anbaufläche kann bis zu 8–10 kg Früchte liefern. Der Hauptvorteil dieser Sorte ist ihr hoher Vitamin-C-Gehalt.
Für ein gutes Wachstum und eine optimale Entwicklung sollten die Setzlinge in einem Abstand von 50–55 cm gepflanzt werden. Zu den wichtigsten Vorteilen der Sorte Beloserka zählt ihre Resistenz gegen Verticillium-Welke, Blütenendfäule und Alternaria. Die Sträucher sind zudem gegen die meisten Virusinfektionen resistent.
Wichtig! Es wird empfohlen, Paprikapflanzen vor der Blüte mit warmem Wasser mithilfe eines Rasensprengers zu gießen (sodass das Wasser die Blätter erreicht). Sobald sich Blüten bilden, gießen Sie in Richtung der Wurzeln. Optimalerweise gießen Sie mindestens zweimal täglich über einen Zeitraum von 7–10 Tagen.
Großer Papa
Die Hauptcharakteristik der Sorte „Big Papa“ ist ihre auffällige violette Farbe, die sich bei voller biologischer Reife in ein dunkles Kirschrot verwandelt. Diese frühreifenden Pflanzen haben eine Vegetationsperiode von nur 96 bis 104 Tagen. Sie können sowohl im Freien als auch unter einer schützenden Plastikfolie angebaut werden.
Die Sträucher sind recht klein und kompakt. Pro Quadratmeter können sechs bis sieben Pflanzen gesetzt werden. Dies ermöglicht eine Ernte von bis zu 6,9 bis 7,5 kg pro Parzelle. Jede Frucht wiegt 90 bis 120 Gramm. Trotz ihrer ungewöhnlichen Farbe lässt sich die Paprika gut frisch verzehren und eignet sich auch zum Einmachen. Ihr ausgewogener, süßer Geschmack ist frei von Bitterkeit – eine Eigenschaft, die von Gärtnern und Köchen gleichermaßen geschätzt wird.
Diese Sorte ist recht resistent gegen Krankheiten wie Verticillium-Welke, Fusarium-Welke und Blattlausbefall. Allerdings verträgt sie das Umpflanzen nicht sehr gut. Daher empfiehlt es sich, die Sämlinge in separaten kleinen Töpfen vorzuziehen und sie anschließend in lichtundurchlässige Becher mit einem Fassungsvermögen von 300–500 ml umzupflanzen.
Da Big Papa-Chilis Temperaturschwankungen recht gut vertragen, können sie in Regionen mit wechselhaftem Klima im Freien angebaut werden. Bei zu erwartendem Frühjahrsfrost sollten die Pflanzen mit Schutzfolie abgedeckt werden. Diese Sorte verträgt kurze Trockenperioden, Staunässe und kalte Zugluft sind jedoch äußerst schädlich.
Kalifornisches Wunder
Die Tatsache, dass California Wonder-Paprika im Freien auch bei wechselhaftem Klima gut gedeihen und hohe Erträge liefern, macht diese Sorte bei erfahrenen Gärtnern beliebt. Ein weiterer wichtiger Vorteil sind die großen, fleischigen Früchte mit ihrem unverwechselbar süßen Geschmack.
Die Sträucher erreichen eine Höhe von 50–70 cm, und die Wachstumsperiode dauert ab dem Austrieb der ersten Triebe etwa 120–130 Tage. Die würfelförmigen, reifen Früchte wiegen etwa 90–180 Gramm. Während der Reifung färben sie sich von einem satten Grün allmählich in ein leuchtendes Rot. Die Früchte sind vielseitig verwendbar und eignen sich zum Frischverzehr, zum Füllen, Schmoren und Einmachen für den Winter.
Für eine gute Ernte empfiehlt sich die Anzucht aus Jungpflanzen. Die Aussaat erfolgt Ende Februar, die Pflanzung ist nach den letzten Nachtfrösten im Frühjahr möglich. Um die Jungpflanzen vor Temperaturschwankungen zu schützen, werden sie mit Plastikfolie abgedeckt.
Die Sorte „California Miracle“ ist resistent gegen Fusarium- und Verticillium-Welke. Eine Vorbehandlung des Saatguts mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung erhöht die Resistenz der Sträucher gegen Tabakmosaik und Blütenendfäule.
Orangenwunder
Die Paprikasorte „Orange Miracle“ ist eine Hybride. Das bedeutet, dass Sie einen ausgewogenen, süßen Geschmack, große, leuchtend orangefarbene Früchte und einen guten Ertrag von den ausgesäten Setzlingen erwarten können.
Die Orange Miracle-Paprika ist eine frühreife Pflanze, deren erste reife Früchte bereits 110–120 Tage nach der Keimung geerntet werden können. Die Sträucher erreichen eine Höhe von 80–100 cm, und die würfelförmigen Früchte können bis zu 200–250 Gramm wiegen. Somit lässt sich ein Ertrag von über 12–15 kg pro Quadratmeter Anbaufläche erzielen – ein Wert, der von Gärtnern, die Paprika für den Verkauf anbauen, sehr geschätzt wird. Reife Früchte eignen sich zum Frischverzehr und können auch für den Winter konserviert werden.
Ein entscheidender Vorteil der Orange Miracle-Paprika ist ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Temperaturschwankungen und den meisten Pilz- und Mikrobenkrankheiten. Daher ist es wichtig, dass Gärtner regelmäßig gießen und den Boden regelmäßig mit Mineraldünger auflockern.
Ein wichtiger Aspekt beim Anbau von Nachtschattengewächsen ist die schmerzhafte Reaktion der Wurzeln auf das Umpflanzen, die bei den meisten Nachtschattengewächsen auftritt. Um die Sämlinge zu schützen, empfiehlt es sich, die Samen direkt in kleine, mit Erde gefüllte Anzuchttöpfe zu säen. Sobald die Stängel wachsen, können sie vorsichtig in einen größeren Topf umgepflanzt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, die gesamte Handvoll Erde samt Wurzeln mitzunehmen. Wichtig ist außerdem, nur mit warmem Wasser (mindestens 30 Grad Celsius) zu gießen.
Werden Paprikapflanzen in geschlossenen Gewächshäusern angebaut, ist es unbedingt zu vermeiden, dass die Luft zu trocken wird. Zwei Wochen vor dem Auspflanzen ins Freiland sollten die Sämlinge täglich mindestens 3–4 Stunden im Freien stehen, um sie an die Außenbedingungen zu gewöhnen. Die Paprikasorte „Orange Miracle“ reagiert sehr empfindlich auf Dünger und benötigt daher mindestens 3–4 Düngergaben: beim Umpflanzen ins endgültige Beet, 12–17 Tage nach dem Auspflanzen und vor der Blüte.
Gogoshary
Die Paprikasorte Gogoshary ist wetterbeständig und trägt tomatenförmige, runde, leicht abgeflachte Früchte von dunkelroter Farbe. Die Sträucher erreichen eine Höhe von etwa 50 cm, und die Früchte wiegen zwischen 80 und 145 Gramm.
Die Sorte Gogoshary ist ideal für alle, die leicht bitteren Paprika mit einer dezenten Schärfe mögen. Obwohl sie kälteresistent ist, erzielt man eine gute Ernte, wenn die Temperaturen nicht unter 18–22 °C fallen. Für die Anzucht der Setzlinge empfiehlt sich ein Raum mit einer Temperatur von etwa 25–27 °C. Der Boden sollte mäßig feucht sein, und die Pflanzen benötigen ausreichend Belüftung. Neben dem notwendigen Umpflanzen reagiert diese Sorte empfindlich auf Standortwechsel und das Entfernen von Seitentrieben.
Gladiator
Die leuchtend gelbe Farbe reifer Gladiator-Paprika wird durch den Gehalt an vielen wertvollen Mikronährstoffen, Pektin und Vitamin C ergänzt, wodurch sie sich ideal für den Verzehr und die Zubereitung von Babynahrung eignen. Gladiator-Paprika sind auch für Menschen mit einer Allergie gegen rotes Gemüse geeignet.
Die Sorte zählt zu den mittelfrühen Pflanzen und kann bereits 110–120 Tage nach dem Austrieb geerntet werden. Die Pflanzen erreichen eine durchschnittliche Höhe von etwa 50–55 cm, was eine effiziente Nutzung der Gewächshausfläche ermöglicht. In gemäßigten Regionen mit unbeständigem Klima können Paprikapflanzen im Freien angebaut werden, sollten aber bei erneuten kalten Frühlingsnächten stets mit Folie geschützt werden.
Die Früchte sind recht groß und wiegen etwa 300–380 Gramm. Ihr fleischiges, knackiges Fruchtfleisch ist etwa 13 mm dick. Der Paprika hat einen ausgewogenen, süßen Geschmack ohne jegliche Bitterkeit, was für die Ernährung von Kindern besonders wichtig ist. Die Beliebtheit dieser Sorte beruht auch auf ihrer Vielseitigkeit: Sie eignet sich sowohl zum Frischverzehr als auch zur Winterkonservierung.
Diese Sorte ist recht anspruchslos und krankheitsresistent. Die einzigen zwingenden Maßnahmen sind regelmäßiges Gießen und Jäten sowie das Auflockern des Bodens und drei- bis viermaliges Düngen während der Saison. Werden diese grundlegenden Richtlinien befolgt, erstreckt sich die Fruchtperiode der Sträucher über mehrere Monate, von der zweiten Julihälfte bis in die ersten zehn Oktobertage.
Ein Geschenk aus Moldawien
Die Paprikasorte Podarok Moldovy eignet sich auch für den erfolgreichen Anbau in gemäßigt warmen Klimazonen. Es handelt sich um eine mittelfrühe Sorte, und die erste Ernte kann bereits 125–135 Tage nach dem Auflaufen der Keimlinge erwartet werden. Die Pflanzen erreichen eine Höhe von nur 45–55 cm, was bei der Vorbereitung einer Schutzhülle aus Kunststoff berücksichtigt werden sollte.
Die Paprikaschoten sind mittelgroß und wiegen etwa 80–100 Gramm. Ihre tiefrote Farbe und die fleischige Haut sorgen für einen knackigen, ausgewogenen und süßen Geschmack. Die Paprika sind vielseitig verwendbar: Man kann sie frisch essen, füllen oder für den Winter einlegen.
Wichtig ist die Vorbehandlung der Samen mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung für 20–30 Minuten. Dies stärkt die Abwehrkräfte der Pflanzen und schützt sie vor Krautfäule. Fäulnis, Fusarium und Fleckenbildung treten vor allem bei anhaltendem Regen und extremen Temperaturschwankungen auf. Zum Schutz kann eine Sodalösung (250 g auf 10 Liter Wasser) oder ein zweitägiger Schöllkrautaufguss (1–1,5 kg frisch gehacktes Schöllkraut auf 10 Liter Wasser) verwendet werden. Die erste Behandlung sollte frühestens zwei Wochen nach dem Pflanzen der Sträucher erfolgen und nach weiteren 12–15 Tagen wiederholt werden.
Werden Fungizide zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt, sollte die Spritzung spätestens zwei Wochen vor der geplanten Ernte erfolgen. Gut verrotteter Kompost oder Mist eignet sich zur Herbstdüngung, während für frisch gepflanzte Setzlinge ausschließlich Mineraldünger geeignet sind. Wichtig ist auch, den Boden rechtzeitig aufzulockern, um eine ausreichende Sauerstoffversorgung des Wurzelbereichs zu gewährleisten. Bei zu hohen Temperaturen in der Nähe der Sträucher sollten die Wurzeln mit lichtundurchlässigem Material abgedeckt werden. Dies verhindert, dass der Boden durch Verdunstung Feuchtigkeit verliert.
Welche Paprikasorten und -typen sollten 2018 angebaut werden?
Bei der Auswahl des Saatguts für die Anzucht von Setzlingen in diesem Jahr sollten Sie sich an Ihren eigenen Bedürfnissen und dem Verwendungszweck der Ernte orientieren. Die meisten der ausgewählten Sorten dürften bekannt und bewährt sein, aber Sie können sich natürlich auch Zeit nehmen, um neue Sorten und deren Eigenschaften zu studieren.
Unter den bewährten, ertragreichen Sorten sind die Paprikasorten Bogatyr und Hercules sowie die Hybride Gemini F1 empfehlenswert. Bogatyr zeichnet sich durch eine mittlere Reifezeit und nahezu gleichmäßige, köstliche Früchte aus, während Hercules eine kubische Form und garantierte Widerstandsfähigkeit gegenüber unvorhersehbaren Wetterbedingungen aufweist. Diese Hybridsorte wird aufgrund ihrer Fähigkeit, große, süße Früchte mit guter Haltbarkeit und Eignung für den Langstreckentransport zu produzieren, gewählt – ein entscheidender Faktor für den kommerziellen Paprikaanbau.
Wenn Sie etwas Neues ausprobieren möchten, sollten Sie Samen von Sorten wie Atlant, Yazychok Teshchi und den Hybriden Santia und Patricia in Betracht ziehen. Die ersten beiden zeichnen sich durch dicke, fleischige Wände und frühe Reife aus. Die Hybriden sind aufgrund ihres höheren Ertrags und ihrer guten Resistenz gegen verschiedene Pilzinfektionen und Mikroben empfehlenswert.
Unter den frühreifen Sorten sind auch die Paprikahybriden Apollo, Kakadu und Shuttle empfehlenswert. Wenn Sie die Pflanzen im Freien anbauen möchten, sorgen Sie vorher für einen zuverlässigen Schutz mit Folie. Die Sorte Kupets trägt reichlich Früchte mit recht großen Paprikaschoten. Die Früchte wiegen etwa 130–150 Gramm.
Für Gärtner, die eine frühe Ernte mit langer Fruchtperiode bevorzugen, ist die Sorte Samander eine Überlegung wert. Sie zeichnet sich durch eine klassische Fruchtform aus und kann bis in den späten Herbst hinein geerntet werden.
Rezensionen
Vladislav Andreevich, 39 Jahre alt
Bei der Auswahl geeigneter Paprikasorten sollte man auch die Möglichkeit der Direktsaat ins Freiland unter Verwendung eines Folientunnels in Betracht ziehen. Diese Technik fördert das schnellere Anwachsen der Sämlinge und verhindert Ertragsverluste durch Wurzelverpflanzung oder Veränderungen der Bodenbeschaffenheit. Beim Anbau von Paprika im Gewächshaus stellen Spinnmilben, die in trockenen Klimazonen und bei unzureichender Bewässerung auftreten, eine der größten Gefahren dar. In solchen Fällen ist es wichtig, die Pflanzen mit einem zweitägigen Knoblauchaufguss (250–300 g zerdrückter Knoblauch auf 10 Liter Wasser) zu besprühen und für gute Belüftung sowie regelmäßige Bewässerung zu sorgen.
Elena Viktorowna, 38 Jahre alt
Die Paprikasorte Gogoshary hat einen leicht bitteren Geschmack, was bei der Auswahl von Saatgut für die Anzucht berücksichtigt werden sollte. Um den Boden vor der Aussaat gründlich zu behandeln, kann eine kochende, hellrosa Kaliumpermanganatlösung verwendet werden. Gießen Sie die Lösung in ein Gefäß mit der Erde und decken Sie das Gefäß anschließend mit einer dicken Folie ab. Dieser Trick erhöht die Wirksamkeit des Dampfbehandlungsprozesses bei der Abtötung von schädlichen Pilzen und Mikroben. Gekauftes Saatgut sollte nur in vollständig abgekühlte Erde gepflanzt werden.
Ksenia Wladimirowna, 47 Jahre alt
Zum zusätzlichen Schutz können Paprikapflanzen mit Zwiebel- oder Knoblauchschalen im Pflanzloch geschützt werden. Bei der Düngung mit Mineraldünger empfiehlt es sich, wasserlösliche Dünger zu verwenden und diese unmittelbar vor dem Gießen mit warmem Wasser zu verdünnen. Das Wasser sollte direkt an die Wurzeln und nicht an Stängel und Blätter gerichtet werden. Düngen Sie maximal alle drei bis vier Wochen. Vermeiden Sie die Verwendung von frischem Mist oder unverrottetem Kompost, da diese die gesamte Energie und Nährstoffe in das Pflanzenwachstum und nicht in die Fruchtbildung lenken.



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