Wie man Tomaten im Gewächshaus vor Hitze schützt

Tomaten

Um Tomaten schnell zu ernten, werden häufig Gewächshäuser oder Frühbeete genutzt. Diese Bedingungen erleichtern den Wachstumsprozess, erfordern aber, dass die Gärtner im Inneren ein günstiges Mikroklima aufrechterhalten und Luftfeuchtigkeit und Temperatur regulieren. Plötzliche Schwankungen oder Abweichungen von diesen Werten verlangsamen das Pflanzenwachstum oder führen sogar zum Absterben der Pflanzen. Hitze im Gewächshaus ist besonders gefährlich für Tomaten. Daher ist es wichtig, die Pflanzen vor Überhitzung zu schützen.

Die Gefahren der Überhitzung für Tomaten

Tomaten stammen ursprünglich aus Südamerika und gedeihen daher am besten bei hohen Temperaturen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Temperatur im Gewächshaus nicht überwacht werden sollte. Die Mindesttemperatur für aktives Tomatenwachstum beträgt 10 Grad Celsius (50 Grad Fahrenheit). Bei niedrigeren Temperaturen können die Pflanzen keine Nährstoffe aufnehmen und verwerten.

Für ein optimales Wachstum von Tomatenpflanzen ist eine Bodentemperatur zwischen 14 und 25 Grad Celsius wichtig. Auch die Lufttemperatur sollte konstant bleiben. Plötzliche Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht schaden der Pflanze. Um diese Bedingungen zu gewährleisten, wird tagsüber für Belüftung gesorgt.

Zur Temperaturregelung werden Thermostate auf verschiedenen Ebenen im Inneren des Gewächshauses installiert:

  • ebenerdig;
  • unter dem Dach des Gewächshauses;
  • in einer Höhe von 1,2 m.
Wichtig!
Um das Wachstum von Tomatensämlingen zu fördern, sollte die Temperatur tagsüber und nachts zwischen 18 und 22 Grad Celsius liegen. Ein Temperaturabfall von 1–2 Grad in der Nacht ist unproblematisch. Steigt die Temperatur auf 36 Grad Celsius, sterben die Tomaten durch die Hitze ab.

Extrem hohe Temperaturen lösen bei Pflanzen einen Schock aus. Sie stellen ihr Wachstum und ihre Entwicklung ein und verwenden ihre gesamte Energie für die Atmung. Die Überhitzung verringert die Photosyntheserate und beeinträchtigt die Bestäubungsfähigkeit des Pollens. Infolgedessen können sich bei Tomaten keine Fruchtknoten bilden.

Die grünen Teile von Tomatenpflanzen werden durch hohe Temperaturen verbrannt. Die Blätter werden schlaff und blass und hängen leblos herab. Werden Wurzeln und Stängel durch Überhitzung geschädigt, sterben die Sämlinge ab. Einzelne verbrannte Blätter werden entfernt. Bei größeren Mengen beschädigten Laubs wird dieses in mehreren Etappen entfernt, um weiteren Stress für die Pflanze zu vermeiden. Nach der Erholung der betroffenen Pflanzen verzögert sich die Fruchtbildung um mehrere Wochen. Daher ist es ratsam, diese Situation zu vermeiden.

Tomaten im Gewächshaus vor Überhitzung schützen

Die negativen Auswirkungen von Überhitzung auf Wachstum und Entwicklung von Gewächshaustomaten werden sehr schnell sichtbar. Bereits nach fünf Stunden Einwirkung hoher Temperaturen welkt das Laub und verliert seine normale Farbe. Blüten und Fruchtknoten welken anschließend und fallen ab. Der Schutz der Pflanzen vor Überhitzung sollte unmittelbar nach dem Welken des Laubs beginnen.

Feuchtigkeitsspeicherung

Wenn die Luft im Gewächshaus ihre maximale Temperatur erreicht, ist es wichtig, die Bodenfeuchtigkeit hoch zu halten, um die Pflanzen zu schützen. Tomaten vertragen jedoch keine häufige und starke Bewässerung. Diese Art der Bewässerung führt zu Bodenerosion, legt das Wurzelsystem frei und spült wichtige Nährstoffe für das Pflanzenwachstum weg.

Das wichtigste Ziel eines Gärtners für das Überleben der Pflanzen ist die Reduzierung der Feuchtigkeitsverdunstung. Um dies zu erreichen, wird der Boden mit gemähtem Gras oder geerntetem Heu gemulcht. Dickes Papier oder Abdeckmaterial aus dem Gartencenter eignen sich ebenfalls als Mulch.

Um die Feuchtigkeit im Boden zu erhalten, wird dieser aufgelockert:

  1. Die Sträucher werden bis zu einer Tiefe von maximal 5 cm angehäufelt, um das Wurzelsystem nicht zu beschädigen. Dadurch bleibt die Feuchtigkeit in Luft und Boden erhalten.
  2. Bei heißen Perioden hilft das Auflockern, die Wurzeln vor Überhitzung zu schützen.
  3. Dieses Verfahren regt die seitliche Verzweigung des Wurzelsystems an, was die Qualität der späteren Ernte verbessert.

Schattierung

Gärtner nutzen vorhandene Werkzeuge, um Schatten zu spenden. Wenn um das Gewächshaus herum Platz ist, können Pflanzen gesetzt werden. Diese sollten jedoch nicht zu hoch wachsen, um das Sonnenlicht nicht zu blockieren. Es empfiehlt sich, den Standort des Gewächshauses im Voraus zu planen und es zunächst in der Nähe bereits vorhandener, geeigneter Pflanzen zu errichten. Vermeiden Sie es, das Gewächshaus in der Nähe von Obstbäumen aufzustellen, da diese dichten Schatten spenden und das Sonnenlicht blockieren. Abgebrochene Äste oder herabfallende Früchte können die Gewächshausabdeckung beschädigen.

Wichtig!
Die Hecke sollte so gestaltet sein, dass sie das Gewächshaus mittags, wenn die Temperaturen am höchsten sind, beschattet. Es ist wichtig, dass die Beleuchtungsdauer für den Überdachungsbereich mindestens vier Stunden beträgt.

Eine weitere Möglichkeit, Pflanzen im Gewächshaus zu beschatten, besteht darin, das Dach mit einer Kreidelösung zu besprühen. Die Feuchtigkeit verdunstet schnell und hinterlässt eine dünne Kreideschicht, die die Pflanzen vor der starken Hitze schützt. Der Kreidestaub lässt sich leicht abwaschen. Farbe ist hierfür nicht geeignet, da sie schwer zu entfernen ist. Alternativ können Sie auch abgeschnittene Äste als Abdeckung verwenden und diese auf dem Gewächshausdach verteilen.

Große Gewächshäuser lassen sich bequem mit speziellen Netzen beschatten. Je nach Maschenweite filtern diese Netze zwischen 25 % und 75 % des Sonnenlichts. Alternativ kann auch eine spezielle, leicht abwaschbare Farbe auf das Gewächshausdach aufgetragen werden. Vorhänge mit Lichtsensoren sind eine komfortable Option. Steigt die Temperatur über einen voreingestellten Wert, schließen sie das Gewächshaus automatisch.

Belüftung

Die Temperaturregulierung in einem Gewächshaus ist am einfachsten durch regelmäßiges Lüften. Bei einfachen Gewächshäusern mit Polyethylenfolie wird zu diesem Zweck eine seitliche Lüftungsöffnung offengelassen. Diese wird bei hohen Temperaturen geöffnet, um die Pflanzen vor Überhitzung zu schützen. In größeren Gewächshäusern werden mehrere seitliche Lüftungsöffnungen in regelmäßigen Abständen installiert. Dadurch wird verhindert, dass sich verbrauchte, warme Luft im Inneren staut.

Natürliche Belüftung hat jedoch auch ihre Nachteile:

  • Durch den offenen Fensterflügel können Insekten und Vögel hineinfliegen;
  • Belüftung schützt Pflanzen nicht vor ultravioletter Strahlung.

In großen Gewächshäusern für den kommerziellen Pflanzenanbau ist eine Zwangslüftung sinnvoll. Hierfür werden Ablufthauben und Ventilatoren installiert und der Raum mit Temperatursensoren ausgestattet. Diese Sensoren aktivieren die Zwangslüftung bei Bedarf. Für ein privates Gewächshaus ist die Installation eines solchen Systems eine unnötige Ausgabe. Hier genügen herkömmliche Lüftungsöffnungen.

Die Einhaltung der richtigen Temperatur ist für einen hohen Ertrag an Gewächshaustomaten unerlässlich. Vor dem Auspflanzen der Setzlinge ist für ausreichende Belüftung zu sorgen und die Pflanzen vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.

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