Gibt es weiße Erdbeeren und wie kann man sie anbauen?

Erdbeere

Weiße Erdbeeren sind das Ergebnis einer Kreuzung zweier Erdbeersorten: der Virginia-Erdbeere und der Chilenischen Erdbeere. Diese ungewöhnlichen Früchte sind cremefarben, manchmal mit einem leichten rosa oder gelblichen Schimmer. Züchter haben bei dieser Beere konstante Erträge, Schädlingsresistenz, Trockenheits- und Frostbeständigkeit sowie Hypoallergenität vereint, was sie zu einer beliebten Wahl unter Hobbygärtnern macht.

Worin besteht der Unterschied zwischen weißen und normalen Erdbeeren?

Die rote Farbe der uns vertrauten Gartenerdbeeren ist auf das Fragaria-Allergen 1 (Fra a1) zurückzuführen. Dieses Protein kann auch allergische Reaktionen auslösen. Der Hauptunterschied zu weißen Erdbeeren ist genetisch bedingt: Der Sorte fehlt das färbende Enzym. Reife grüne Beeren werden schneeweiß oder leicht cremefarben. Einige Sorten weisen jedoch aufgrund des geringen Pigmentgehalts einen kaum wahrnehmbaren, zarten Schimmer auf.

Weiße Erdbeeren bringen kleinere Beeren (bis zu 25 g) hervor, die aber sehr saftig und nahrhaft sind. Sie weisen außerdem weitere besondere Merkmale auf:

  • Es bestehen keine Gegenanzeigen für die Anwendung;
  • ungewöhnliches Aroma und Geschmack mit Noten von Walderdbeere, Ananas, Maulbeere und sogar Lindenhonig;
  • für Vögel nicht attraktiv;
  • gute Toleranz gegenüber Hitze und Kälte
  • Pflegeleichtigkeit;
  • hohe und stabile Erträge;
  • Resistenz gegen viele spezielle Krankheiten;
  • Remontanz der meisten Sorten.

Merkmale des Anbaus

Für eine reiche Ernte weißer Früchte mit einzigartigem Geschmack sollten Sie zunächst den Standort Ihrer Beerensträucher bestimmen. Fruchtfolge ist dabei entscheidend: Nachtschattengewächse, Gurken und Himbeeren eignen sich nicht als Vorpflanzen. Da Erdbeerpflanzen erst nach fünf Jahren neu gepflanzt werden müssen, ist es am besten, fruchtbaren Boden zu verwenden, auf dem zuvor Leguminosen oder Gründüngung angebaut wurden.

Pflanznuancen

Weiße Erdbeeren sollten an sonnigen Standorten mit tiefem Grundwasser gepflanzt werden. Die Nähe zum Grundwasser kann zu Staunässe an den Wurzeln und Fäulnis führen. Die Beete sollten sowohl Morgen- als auch Nachmittagssonne erhalten, um Verbrennungen der Triebe zu vermeiden. Erdbeeren gedeihen am besten in neutralem bis leicht saurem Boden. Liegt der pH-Wert über 6,5, sollte der Boden gekalkt werden. Dies geschieht im Herbst, indem der Boden etwa eineinhalb Spatentiefen umgegraben und gleichzeitig organische Substanz (Humus und Kompost) eingearbeitet wird.

Zu Ihrer Information!
In warmen Klimazonen wartet man am besten bis zum Herbst mit dem Pflanzen. Wenn man sechs Wochen vor dem Einsetzen der kalten Jahreszeit pflanzt, können die Setzlinge gut anwurzeln und in der folgenden Saison eine reiche Ernte liefern.

In gemäßigten Klimazonen werden Sträucher im Mai/Juni ins Freiland gepflanzt. Folgende Pflanzschritte werden empfohlen:

  1. Die Löcher sind 10 cm tief und haben einen Abstand von 20 cm zueinander, der Reihenabstand beträgt 40 cm.
  2. Gießen Sie einen halben Liter Wasser in jedes Loch, setzen Sie die Sträucher ein und richten Sie die Wurzeln aus.
  3. Die Erdbeeren werden sorgfältig bis zum Wurzelhals mit Erde bedeckt, und die Beete werden gemulcht, um eine schnelle Verdunstung der Feuchtigkeit zu verhindern und die Lockerung des Bodens im Stammbereich zu erhalten.

So pflegen Sie weiße Erdbeeren

Die Pflanze besitzt ein flaches, faseriges Wurzelsystem, das Feuchtigkeit benötigt, diese aber nicht aus einer metertiefen Bodenschicht aufnehmen kann. Optimal ist die Tropfbewässerung, die den Wurzeln eine genau dosierte Menge Wasser zuführt. Nach dem Bewässern wird der Reihenabstand aufgelockert und gleichzeitig Unkraut entfernt. Dies sorgt für lockeren Boden und eine größere Wurzeloberfläche. In heißen Regionen, wo Feuchtigkeit schnell verdunstet, wird der Bereich um die Baumstämme gemulcht.

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Um eine reiche Fruchtbildung zu gewährleisten, müssen Erdbeeren gedüngt werden. Diese wichtige landwirtschaftliche Maßnahme wird dreimal pro Saison durchgeführt:

  1. Im Frühjahr wird der Beerenstrauch mit Harnstoff oder einer Lösung aus Vogelkot im Verhältnis 1:20 gedüngt.
  2. Während der Knospenphase werden die Sträucher mit Superphosphat gedüngt.
  3. Bei der Vorbereitung auf den Winter wird der Düngemittelmischung Kaliumsulfat beigemischt, was das Immunsystem stärkt und den Pflanzen ermöglicht, den Winter erfolgreich zu überstehen.

Nach der Fruchtreife werden Erdbeerpflanzen zurückgeschnitten, wobei nur ein Drittel der Blattlänge stehen bleibt und alle Ausläufer entfernt werden. Pflanzenreste werden zusammengeharkt, da sie Schädlingen im Winter ideale Bedingungen bieten können. In gemäßigten und nördlichen Klimazonen werden weiße Erdbeeren abgedeckt, um sie vor Kälteschäden zu schützen. Hierfür werden abgefallene Gartenblätter verwendet, und in strengen Wintern kommen Fichtenzweige zum Einsatz.

Zu Ihrer Information!
Trotz der ausgezeichneten Immunität der Beere wird sie im Frühjahr vorsorglich mit einer Tankmischung besprüht, die Insektizide und Fungizide enthält.

Weiße Erdbeeren sind eine Unterart, die durch die Kreuzung zweier typischer Sorten entstanden ist. Dank der Bemühungen von Züchtern können einzigartige Beeren auf einem Feld angebaut werden, die bei Menschen mit einer Empfindlichkeit gegenüber dem roten Farbstoff keine Allergien auslösen.

Weiße Erdbeere
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