
Obwohl Rote Bete zu den anspruchslosesten Gemüsesorten zählt, ist auch ihre Ernte nicht immer optimal. Oft wachsen statt leuchtend süßer Knollen harte, fast ungenießbare Exemplare. Woran liegt das? Welche Richtlinien für Anbau, Pflege und Pflanzenpflege sollten befolgt werden, um sicherzustellen, dass Rote Beete im Freiland prächtig gedeiht und köstlich schmeckt?
Samen kaufen und einweichen
Nehmen Sie sich die Zeit, Saatgut in einem Fachgeschäft zu kaufen, das schon seit Jahren Saatgut verkauft. Dort finden Sie eine größere Auswahl und die Wahrscheinlichkeit, minderwertiges Saatgut zu kaufen, ist geringer.
Vor der Aussaat die Samen prüfen und beschädigte Samen aussortieren. Um die Keimung zu verbessern, die Samen in einer Düngelösung einweichen. Dazu 1 Teelöffel Superphosphat, 1 Esslöffel Asche und 1 Liter Wasser vermischen, 24 Stunden ziehen lassen und anschließend abseihen. Ein etwa 25 x 25 cm großes Stück Stoff mit der Lösung befeuchten und die Samen darin einwickeln. 24 Stunden einwirken lassen und dabei gelegentlich befeuchten.
Auswahl eines Standorts
- Sonne. Rote Bete ist hinsichtlich des Lichts nicht besonders anspruchsvoll, aber an einem sonnigen Standort wird sie süßer.
- Boden. Ein fruchtbarer, lockerer Boden ist vorzuziehen.
- Bodenazidität. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6,5 und 7,5. Ist der pH-Wert zu hoch, geben Sie Asche oder Eierschalen hinzu; ist er zu niedrig, fügen Sie Torf oder saure Düngemittel hinzu.
Aussaat
Rüben können bereits im Mai direkt ins Freiland gesät werden, sofern die Lufttemperatur auf +6 Grad gestiegen ist.
Ziehen Sie in den für Rote Bete vorgesehenen Beeten bis zu 4 cm tiefe Furchen. Legen Sie die Samen in diese Furchen, mit einem Abstand von 10 cm bei kleinen und bis zu 30 cm bei großen Sorten. Bedecken Sie die Samen mit Erde und decken Sie sie mit einem Vlies ab. Lassen Sie die Abdeckung so lange drauf, bis die Keimlinge 3–4 Blätter haben.
Bei günstigen Wetterbedingungen keimen die Samen innerhalb einer Woche oder sogar noch schneller. Bis die ersten Triebe erscheinen, kann es jedoch bis zu 14 Tage dauern.
Pflege
- Verdünnung. Das erste Ausdünnen sollte erfolgen, sobald das erste richtige Blatt erscheint. Entfernen Sie dazu vorsichtig alle Triebe, die zu dicht beieinander stehen, da sie sich sonst nicht vollständig entwickeln können. Das nächste Ausdünnen kann im Juli erfolgen, sobald sich die Wurzeln zu bilden beginnen. Dies ist notwendig, wenn die Pflanzen weniger als 10 cm Abstand haben. Übrigens: Die jungen Rüben, einschließlich des Grüns, eignen sich hervorragend für die Zubereitung von Borschtsch oder Salaten.
- Bewässerung. Rote Beete verträgt Trockenheit gut, daher genügt es, sie nur ein paar Mal pro Woche zu gießen.
- Lockerung. Nach dem Bewässern sollte der Boden zwischen den Reihen aufgelockert werden, um Verkrustungen zu vermeiden. Hierfür kann auch eine Mulchschicht aus Stroh oder Gras verwendet werden.
- Unkraut jäten. Um zu verhindern, dass Unkräuter den Rüben Nährstoffe entziehen, sollten sie umgehend entfernt werden.
- Topping. Anfang und Ende Juni sollten Rote Bete mit Brennnesseltee gedüngt werden. Ein paar Wochen nach dem ersten Ausdünnen gibt man eine Lösung aus 2 Tassen Asche und 1 Esslöffel Salz in 10 Litern warmem Wasser. Zur Geschmacksverbesserung kann man den Rüben Bor zuführen: Dazu löst man 10 Gramm Borsäure in 10 Litern Wasser auf.
- Ernte. Wenn Ihnen die Qualität Ihrer Rote Bete wichtiger ist als ihre Größe, ernten Sie Knollen mit einem Durchmesser von 5–6 cm. Manche Sorten bleiben jedoch auch bei größeren Knollen süß. Am besten informieren Sie sich auf der Verpackung darüber.
Pflanzen Sie unbedingt Rote Beete in Ihrem Garten an. Sie benötigen nur sehr wenig Pflege, aber der Ertrag ist überaus lobenswert!

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