Alle Vor- und Nachteile von warmen Betten: Lohnt es sich, Zeit in deren Einrichtung zu investieren?

Interessante Ideen

Warme Betten Diese Beete unterscheiden sich von herkömmlichen Beeten dadurch, dass sich der Boden aufgrund seiner mehreren Schichten schnell erwärmt. Die unteren Schichten wirken wie ein Biomassebrenner und erwärmen die darüber liegenden Schichten, welche wiederum die darunter liegenden Schichten erwärmen usw. Diese Beete eignen sich gut für alle, die ihre Pflanzen früher aussäen möchten. Für eine optimale Wirkung ist die richtige Bodenauswahl entscheidend, da die Pflanzen sonst absterben können.

Womit sind die Strukturen gefüllt?

Die Beete sind Konstruktionen unterschiedlicher Länge, Höhe und Breite. Sie werden mit mehreren Erdschichten gefüllt, um die Samen zu erwärmen und eine frühe Ernte zu gewährleisten.

  1. Die Basisschicht besteht aus langsam verrottenden Bestandteilen: Holz, Holzspänen, Ästen und dicken Pflanzenstämmen. Sie dienen der Drainage, ermöglichen die Luftzirkulation und verhindern Staunässe in den oberen Schichten.
  2. Die zweite Schicht besteht aus feinem organischem Material: Gemüse- und Obstschalen, Grasschnitt und Sägemehl. Papier und Sand werden oft hinzugefügt.
  3. Die dritte Schicht besteht aus Laub, Humus, Pflanzenresten, Stroh, Kreide und Asche.
  4. Die letzte Schicht besteht aus fruchtbarer Erde vom Grundstück oder einer Mischung aus Torf, Sand, Gartenerde und Humus. Alle Komponenten werden zu gleichen Teilen verwendet. Sägemehl kann der Mischung beigemischt werden.

Beim Befüllen wird jede Schicht bewässert.

Wichtig!
Um Mäusebefall vorzubeugen, empfehlen erfahrene Gärtner, den Boden des Beetes mit Drahtgitter auszulegen. Sie vermeiden außerdem die Verwendung großer Baumstämme, da diese Ameisen beherbergen können.

Vorteile

Das Herstellen von warmen Betten ist kein arbeitsintensiver Prozess und sie haben auch Vorteile gegenüber herkömmlichen Betten:

  1. Die Möglichkeit, Nutzpflanzen im Frühherbst anzubauen, wenn sich der Boden am Standort noch nicht erwärmt hat.
  2. Beschleunigte Reifung der Feldfrüchte.
  3. 2-3 Ernten pro Saison.
  4. Minimale Menge an Unkraut.
  5. Auch auf einem unfruchtbaren Grundstück kann man ein Gartenbeet anlegen.
  6. Der Boden muss nicht umgegraben werden – er ist bereits locker.
  7. Keine Überschwemmungsgefahr durch Schneeschmelze und häufige Regenfälle.
  8. Hohe Ausbeute durch Zersetzung organischer Bestandteile.
  9. Schnelle Erwärmung des Bodens.
  10. Durch das Entwässerungssystem besteht keine Gefahr von stehendem Wasser oder Störungen der Luftzirkulation.
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Mängel

Diese Beete haben zwar wenige Nachteile, können aber etwas unpraktisch sein. Da sie sich oberhalb des Bodenniveaus befinden, sind spezielle Bewässerungssysteme oder andere Geräte erforderlich. Aufgrund der erhöhten Lage und des Entwässerungssystems versickert das Wasser schnell, wodurch der Boden, insbesondere bei heißem Wetter, schneller austrocknet.

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Befindet sich das Beet an einem offenen, sonnigen Standort, ist eine schnelle Erwärmung des Bodens nachteilig – die Pflanzen verbrennen. Daher müssen die Beete in heißen Perioden vor der Sonne geschützt werden. Ein weiterer Nachteil ist der Schädlingsbefall: Ameisen, Mäuse und Maulwurfsgrillen können sich in den tieferen Bodenschichten einnisten und die Ernte schädigen. Das Beet ist maximal vier Jahre nutzbar. Danach muss es neu befüllt werden.

In den beheizten Beeten können frühe Ernten ohne Mineraldünger erzielt werden, da die Bodenfruchtbarkeit durch die organischen Bestandteile gewährleistet ist. Die Zersetzung organischer Substanz erzeugt Wärme, und die Bodentemperatur innerhalb der Beete ist 6–8 °C höher als die Außentemperatur.

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