Die Tomatensorte Barbos ist frühreif und kann sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland angebaut werden. Der Anbau im Freiland eignet sich besser für warme südliche Regionen, während in gemäßigten Klimazonen der geschützte Anbau im Gewächshaus empfehlenswert ist.
Die Nachfrage nach Tomaten unter erfahrenen Hobbygärtnern beruht auf der Möglichkeit, schmackhafte Früchte mit einer leuchtend orangefarbenen Farbe zu erhalten.
Merkmale der Sorte
Die Früchte dieser Sträucher reifen innerhalb von etwa 95 bis 105 Tagen nach dem Auflaufen der ersten Sämlinge vollständig aus. Da die Sträucher unbegrenzt wachsen, müssen die Triebspitzen sorgfältig ausgegeizt werden. Dies geschieht üblicherweise Anfang Juli, wenn die Pflanze eine Höhe von 1,6 bis 1,8 m erreicht hat oder sich die Fruchtknoten der zukünftigen Früchte zu entwickeln beginnen. Eine optimale Ernte erzielt man mit Sträuchern, die ein bis zwei Stämme haben. In diesem Fall müssen die Pflanzen jedoch sorgfältig an einer zusätzlichen Stütze angebunden und Seitentriebe ausgegeizt werden.
Die Sträucher zeichnen sich durch dichtes, dunkelgrünes, mittelgroßes Laub aus. Jede Traube trägt 5–6 runde, ungerippte Früchte. Diese Früchte haben einen charakteristisch säuerlichen Geschmack und sind daher bei Feinschmeckern besonders beliebt. Das durchschnittliche Fruchtgewicht liegt bei etwa 100–120 g. Bei richtiger Pflege können Sie mit einer Ernte von 7–8 kg vollmundigen, köstlichen Tomaten rechnen. Die Tomaten eignen sich zum Frischverzehr in Salaten oder als Hauptzutat für Säfte, Soßen und Konserven für den Winter.
Merkmale des Anbaus
Es wird empfohlen, die Samen 55 bis 60 Tage vor dem Auspflanzen der Sämlinge in ihren endgültigen Garten auszusäen. Dadurch haben die Stängel genügend Zeit, sich zu kräftigen, und das Wurzelsystem kann das Umpflanzen leichter und mit weniger Belastung überstehen.
Lockerer, leichter Boden mit organischem Dünger eignet sich für die Anzucht von Sämlingen. Gießen Sie, sobald die oberste Erdschicht trocken ist. Der erste Umpflanzvorgang sollte frühestens erfolgen, wenn die Stängel 2–3 voll entwickelte Blätter haben. Um den Boden zu desinfizieren und die Pflanzen vor möglichen Pilzinfektionen wie Schwarzbeinigkeit zu schützen, behandeln Sie ihn vorab mit einer kochenden, hellrosa Kaliumpermanganatlösung.
Während des Prozesses wird der Behälter mit Erde zusätzlich mit Folie oder Glas abgedeckt. Dies sorgt für einen effektiveren Treibhauseffekt. Die Samen können erst ausgesät werden, wenn die Erde vollständig abgekühlt ist. Um die Bildung von Pilzen und Schimmel zu verhindern, ist es wichtig, Staunässe in der Erde zu vermeiden.
Sträucher sollten nach den letzten Nachtfrösten im Frühjahr ins endgültige Beet umgepflanzt werden. Bei der Auspflanzung im Freien empfiehlt es sich, die Pflanzen in den ersten 1–1,5 Wochen mit einer Schutzfolie abzudecken. Dadurch können sich die Wurzeln schneller und leichter an die neuen Wachstumsbedingungen anpassen. Der zweite wichtige Schritt bei der Vorbereitung der Sämlinge auf das Umpflanzen ist das Abhärten. Dazu stellt man den Topf zunächst für maximal 15–20 Minuten ins Freie und verlängert die Zeit im Laufe einer Woche allmählich. Werden die Sämlinge den ganzen Tag der Außenluft ausgesetzt, kann das Laub Sonnenbrand bekommen.
Wählen Sie für die Auspflanzung an einen festen Standort einen offenen, sonnigen Platz, der vor Zugluft und starkem Wind geschützt ist. Gießen Sie die Pflanzen 2-3 Mal pro Woche. Düngen Sie maximal 3-4 Mal pro Saison mit mineralischen oder organischen Mitteln. Dies ist üblicherweise beim Umpflanzen, zu Beginn der Blüte und während der Entwicklung der Tomatenpflanzen erforderlich.
Wichtige Empfehlungen zur Bodenvorbereitung
Für den erfolgreichen Anbau von Tomaten eignet sich am besten eine Mischung aus gleichen Teilen normaler Gartenerde, Torf, Kompost und grobem Flusssand. Der Boden sollte in jedem Fall locker sein, damit die Wurzeln ausreichend Sauerstoff erhalten. Ebenso wichtig ist der pH-Wert des Bodens, der neutral sein sollte. Schachtelhalm und Wegerich gedeihen meist in stark sauren Böden. Dieses Problem lässt sich durch die Zugabe von Kalk oder gesiebter Holzasche beheben. Hierfür werden etwa 15–20 kg des jeweiligen Materials pro 100 Quadratmeter Beetfläche verwendet. Die Arbeiten sollten am besten im Herbst durchgeführt werden, anschließend sollte der Boden umgegraben werden.
Die beste Vorbeugung gegen Krankheiten ist die Aussaat von Senf oder Rüben im Herbst. Im Frühjahr werden die Sämlinge abgemäht und der Boden erneut umgegraben. Erfahrene Gärtner haben gezeigt, dass dieser Trick das Krankheitsrisiko um das Zwei- bis Dreifache reduziert.
Schädlingsbekämpfung
Die Tomatensorte Barbos gilt als recht resistent gegen die meisten Krankheiten. Vorbeugend können die Sträucher jedoch zweimal mit einer Natronlauge oder einem zweitägigen Schöllkrautaufguss besprüht werden. Für die erste Methode verwenden Sie 8–9 Liter Wasser und 250–300 g Trockenmasse. Für die zweite Methode geben Sie mindestens 1–1,5 kg frisch gehacktes Schöllkraut auf 10 Liter Wasser. Die erste Behandlung sollte frühestens zwei Wochen nach dem Auspflanzen der Sträucher an ihrem endgültigen Standort erfolgen. Die zweite Behandlung ist nach einer Woche Pause erforderlich.
Zur Bekämpfung von Insektenschädlingen empfiehlt sich der Einsatz von Fungiziden oder Insektiziden. Achten Sie vor Arbeitsbeginn auf Ihre eigene Sicherheit. Die Spritzung sollte spätestens 2 bis 2,5 Wochen vor der geplanten ersten Ernte erfolgen.
Rezensionen
Veronica Anatolyevna, 39 Jahre alt
Zur Vorbeugung von Krankheiten empfiehlt sich die Anwendung einer Molkelösung. Verwenden Sie dazu 1 Liter Molke auf einen Eimer Wasser. Nach dem Besprühen der Sträucher bildet sich ein nahezu unsichtbarer Schutzfilm auf den Blättern. Alternativ können Sie anstelle von Molke auch einen zweitägigen Knoblauchaufguss verwenden. Dafür mischen Sie 250–300 Gramm zerdrückten frischen Knoblauch mit 10 Litern Wasser.
Anatoli Iwanowitsch, 62 Jahre alt
Barbos-Tomatenpflanzen wachsen recht groß und breiten sich stark aus. Daher empfiehlt es sich, sie in einem Abstand von 50–60 cm zu pflanzen oder nicht mehr als 3–4 Pflanzen pro Quadratmeter. Zum zusätzlichen Schutz der Wurzeln können Sie beim Pflanzen etwas Zwiebel- oder Knoblauchschalen in das Pflanzloch geben.

Tomaten mit Salz düngen
Wie man Gemüsesetzlinge mit normalem Jod düngt
Wann und wie man Tomatensämlinge im März 2024 aussät – einfach und verständlich für Anfänger
Katalog der schwarzen Tomatensorten