Merkmale und Beschreibung der Tomatensorte "Chernomor"

Tomaten

Die Sammlung jeder Pflanzenart umfasst ungewöhnliche Sorten, die sich durch ihre besondere Form oder Farbe von den übrigen unterscheiden. Auch bei den Tomaten gibt es eine solche Sorte: die dunkelfrüchtige Sorte „Chernomor“. Im Jahr 2007 wurde Chernomor in das staatliche Sortenregister für den Freilandanbau in der Zentralen Schwarzerderegion aufgenommen.

Chernomor-Tomate: Fruchteigenschaften

Die Tomatensorte Chernomor ist eine mittelfrühe, ertragreiche Sorte. Ein unverwechselbares Merkmal dieser Sorte ist ihre Farbe: Reife Früchte weisen einen violetten Farbton mit einem dunklen Burgunderrot auf, was für Tomaten ungewöhnlich ist.

Bei richtiger Pflege kann eine reife Frucht durchschnittlich 300 g wiegen. Die Früchte sind rund, leicht abgeflacht und weisen in der Nähe des Stiels schwache Rippen auf. Unreife Tomaten sind hellgrün mit einem weißlichen Hof am Stiel.

Dank ihrer dichten Schale sind die Früchte platzfest und behalten auch beim Transport lange ihr ansprechendes Aussehen. Die Chernomor-Tomate hat einen vollmundigen, süßen Geschmack mit einer angenehmen Säure. Ihr Fruchtfleisch ist saftig und fest.

Tomaten dieser Sorte sind vielseitig verwendbar: Sie eignen sich hervorragend für frische Salate und sind auch ideal für die Herstellung von Ketchup, Tomatenmark und Saft. Diese exotischen Tomaten sind nicht zum Einkochen geeignet.

Beschreibung der Sorte

Die Sorte Chernomor erreicht ihre Reife 115–120 Tage nach dem Austrieb. Der Strauch wird bis zu 1,5 Meter hoch und benötigt eine Rankhilfe. Der höchste Ertrag wird erzielt, wenn die Pflanze auf 2–3 Triebe erzogen und regelmäßig ausgegeizt wird. Blätter und Stängel der Sorte Chernomor sind grün. Die Blätter ähneln Kartoffelblättern, und der Blütenstand ist einfach und bildet 2–6 Fruchtknoten. Die Pflanze ist halbstämmig.

Tomaten können im Stadium der technischen Reife von den Sträuchern geerntet werden. Sie erreichen ihre endgültige Reife während der Lagerung bei Zimmertemperatur.

Vor- und Nachteile der Chernomor-Sorte

Zu den Vorteilen des Wachstums zählen folgende Faktoren:

  • wunderschöne, exotische, große Tomaten mit hervorragendem Geschmack.
  • hoher Ertrag
  • Wächst im Freiland, in Gewächshäusern und unter Folienschutz.

Zu den Nachteilen zählen möglicherweise die hohe Empfindlichkeit der Tomaten gegenüber dem Nährstoffgehalt des Bodens und die Notwendigkeit einer regelmäßigen Düngung. Beim Anbau sind zudem ein sorgfältiger Formschnitt der Sträucher und der Schutz vor Krautfäule unerlässlich.

Merkmale der Agrartechnologie

Für die Aussaat verwendet man am besten gleiche Teile Gartenerde und Kompost. Fertigmischungen aus dem Fachhandel sind für diese Sorte nicht geeignet.

Vorbereitung und Aussaat von Samen

Säen Sie die Samen für die Anzucht in den ersten zehn Märztagen aus, 65 Tage vor dem Auspflanzen ins Freiland. Zuerst müssen die Samen zum Keimen gebracht werden, indem man sie einige Tage lang in ein feuchtes Tuch wickelt. Sobald die Samen gekeimt sind, können sie in einem Keimungsstimulator eingeweicht werden, um die Keimung zu beschleunigen. Der letzte Schritt ist die Desinfektion: Weichen Sie die gekeimten Samen eine halbe Stunde lang in einer sehr schwachen Kaliumpermanganatlösung ein. Trocknen Sie die Samen nach all diesen Schritten gründlich ab und säen Sie sie aus.

Bereiten Sie zur Aussaat kleine Gefäße vor und füllen Sie diese mit Erde. Säen Sie die Samen 2 cm tief und mit etwas Abstand aus, besprühen Sie sie mit Wasser und decken Sie sie mit einem transparenten Material (Folie oder Glas) ab. Stellen Sie die Gefäße an einen hellen Ort in einem warmen Raum. Entfernen Sie das transparente Material, sobald die ersten Keimlinge erscheinen.

Sämlinge auswählen

Sobald die Sämlinge kräftig genug sind und die ersten beiden Laubblätter gebildet haben, werden sie pikiert und in einzelne Töpfe gepflanzt. Dieses Verfahren ist für Tomaten zwar recht schmerzhaft, aber notwendig, da das Pikieren die Widerstandsfähigkeit der Pflanze stärkt und sie kräftiger macht.

Bereiten Sie die Pflanzgefäße erneut mit Gartenerde vor. Heben Sie die Erde vorsichtig mit einer Kelle unter den Keimlingen hervor und entfernen Sie die Keimlinge samt Erdklumpen. Pflanzen Sie sie an einem neuen Standort ein und drücken Sie vorher kleine Vertiefungen in die Erde. Drücken Sie die Erde leicht mit den Fingern an und besprühen Sie sie mit warmem, abgestandenem Wasser. Stellen Sie die Pflanzgefäße an einen sonnigen Platz.

Setzlinge in ein Gartenbeet pflanzen

Tomaten werden Anfang Juni ins Freiland gepflanzt. Wer die Setzlinge im Gewächshaus oder Frühbeet vorziehen möchte, kann dies drei Wochen früher tun. Der Boden für die Tomatensetzlinge sollte vorher aufgelockert werden. Machen Sie kleine Löcher in die Erde und geben Sie in jedes Loch einen Esslöffel Superphosphat oder Holzasche. Setzen Sie vier Setzlinge pro Quadratmeter. Drücken Sie die Erde leicht an und gießen Sie die Wurzeln.

Pflanzenpflege

Die weitere Pflege umfasst das Jäten von Unkraut, regelmäßiges Wässern der Wurzeln und Auflockern des Bodens. Mit zunehmendem Wachstum der Pflanze können einige untere Blätter und Seitentriebe entfernt werden. Zweige mit Fruchtknoten werden an Stützen angebunden.

Düngung

Düngen Sie den Boden mit flüssigem Komplexdünger beim Pflücken der Setzlinge, beim Auspflanzen ins Freiland und anschließend alle zwei Wochen im Gartenbeet.

Produktivität

Bei sachgemäßer und sorgfältiger Pflege, einschließlich rechtzeitigem Auflockern des Bodens, Bewässerung, Anwendung organischer und mineralischer Düngemittel sowie Krankheitsvorbeugung, kann diese exotische Tomatensorte 6–7 kg pro Pflanze erbringen. Im Gewächshaus reift die Ernte bis Mitte Oktober.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Krankheiten und Schädlinge

Das Hauptproblem der Sorte Chernomor ist ihre extreme Anfälligkeit für Krautfäule. Um dem vorzubeugen, sollten Gewächshäuser regelmäßig belüftet, Seitentriebe umgehend entfernt und Unkraut gejätet werden. Zur zusätzlichen Vorbeugung können die Pflanzen mit kupferhaltigen Produkten besprüht werden.

Tomaten sind außerdem anfällig für Graufäule oder Wurzelfäule. Dies lässt sich durch die Behandlung der Pflanzen mit Phytosporinen oder anderen Fungiziden verhindern.

Durch das Mulchen des Bodens mit Torf oder Stroh wird die Pflanze vor Insektenschädlingen geschützt.

Blattläuse lassen sich bekämpfen, indem man die Büsche mit einer Lösung aus Waschmittel besprüht.

Wenn Tomaten mit Insektiziden behandelt werden, verlassen fliegende Insekten ihren Lebensraum.

Rezensionen

Laut Erfahrungsberichten von Hobbygärtnern, die die Tomatensorte Chernomor in ihren Gärten angebaut haben, liefert sie sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland eine hervorragende Ernte. Ein einzelner Strauch kann bis zu 48 Tomaten in ungewöhnlichen Farben tragen. Selbstverständlich sollten Maßnahmen gegen Krautfäule ergriffen werden.

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