Die Tomatensorte „Crushed Heart“ ist eine mittelfrühe Sorte und eignet sich für den Anbau im Gewächshaus. Eine Ausnahme bilden möglicherweise südliche Regionen mit überwiegend warmem Klima und frühen Spätfrösten im Frühjahr.
Die Sträucher sind unbestimmt und können eine Höhe von etwa 1,5 – 1,8 m erreichen.
Merkmale der Sorte
Das Hauptmerkmal dieser Sorte sind die anmutigen, herzförmigen Früchte mit spitzer Spitze. Die Blätter sind dünn, regelmäßig angeordnet und dunkelgrün. Die Sträucher benötigen einen Ausgeizen der Seitentriebe, sodass nur 1–2 Haupttriebe verbleiben. Jede Fruchtrispe trägt 5–6 Früchte. Mit zunehmender Reife nehmen die Tomaten eine rosaviolette Farbe mit charakteristischen goldenen Reflexen an. Der Geschmack ist ausgewogen und angenehm süß, das Fruchtfleisch fest und das durchschnittliche Gewicht liegt bei etwa 200–400 g.
Der hohe Ertrag der Tomatensträucher ist darauf zurückzuführen, dass etwa 5–6 kg Tomaten pro Quadratmeter geerntet werden können. Zudem ist die Pflanzdichte auf nur drei Pflanzen begrenzt. Reife Tomaten können frisch verzehrt oder zu Säften und Soßen verarbeitet werden. Sie eignen sich auch für Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen.
Empfehlungen für die Anzucht von Sämlingen
Tomatensamen sollten 60–65 Tage vor dem endgültigen Auspflanzen in vorbereitete, gedüngte Erde gesät werden. Die Samen sollten maximal 1 cm tief und mit einem Mindestabstand von 1,5–2 cm gepflanzt werden. Die Erde sollte während der Aussaat feucht, aber nicht nass sein, da Staunässe die Samen mit Sauerstoff unterversorgt. Wichtig ist auch eine ausreichende Bodenlockerung, die durch die Zugabe von grobem Flusssand erreicht werden kann.
Für die Düngung von Anzuchttöpfen wird die Verwendung von frischem Mist oder unverrottetem Kompost nicht empfohlen. Mineralische Komplexe sollten Kalium, Kupfer, Stickstoff und Kalzium enthalten. Während der Keimung und der Stärkung der Stängel sollte auf zusätzliche Düngemittel verzichtet werden, da diese das empfindliche Wurzelsystem der zukünftigen Tomatenpflanzen schädigen können.
Regelmäßig, aber sehr sparsam mit warmem, abgestandenem Wasser von mindestens 28–30 °C gießen. Der Raum selbst sollte hell und warm sein (etwa 23–27 °C). Alle Gefäße mit den zukünftigen Sämlingen werden mit transparentem Glas oder Folie abgedeckt. Dadurch kann sich Kondenswasser auf der Oberfläche bilden und verdunstet nicht, wodurch der Boden vor Austrocknung geschützt wird.
Da die Erde mit den Samen täglich belüftet werden muss, sollte die Schutzfolie für einige Stunden entfernt werden. Sobald die ersten Triebe erscheinen (5–8 Tage nach der Aussaat), wird die Abdeckung vollständig entfernt. Die Sämlinge sollten zum Zeitpunkt des Auspflanzens mindestens 35–40 Tage alt sein. Die Stängel sollten dann 3–4 voll entwickelte Blätter tragen.
Wachstumsregeln
Die Auspflanzung der Setzlinge im Freiland ist nur in warmen Klimazonen mit langen Sommern möglich. Die Sträucher wachsen recht hoch und müssen daher sorgfältig an einer zusätzlichen Stütze oder einem Spalier befestigt werden. Diese Sorte ist sehr wärmeliebend und verträgt keine plötzlichen Temperaturschwankungen. Nachtfröste können ihr schaden.
Die Bodendüngung erfolgt mindestens 3-4 Mal pro Saison und umfasst Folgendes:
- Herbstliche Düngung des Bodens mit verrottetem Kompost, Mist, Vogelkot oder einem anderen organischen Substrat mit obligatorischem Umgraben der Fläche;
- Zugabe von Mineralkomplexen zum Boden während der Pflanzung der vorgezogenen Setzlinge;
- vor dem erwarteten Erscheinen der ersten Blüten an den Sträuchern.
Rechtzeitiges Mulchen – das Abdecken der Wurzelzone mit einem Material, das Sonnenlicht abhält und die Verdunstung von Feuchtigkeit verhindert – beugt dem Austrocknen des Bodens vor. Unkraut jäten und den Boden auflockern ist ebenfalls unerlässlich, um eine ausreichende Sauerstoffversorgung zu gewährleisten. Zehn bis zwölf Tage nach dem Pflanzen sollten die Sträucher vorsichtig angehäufelt werden. Der Pflanzabstand sollte mindestens 40 bis 50 cm betragen. Die maximale Ausbeute an Sämlingen lässt sich durch die Anzucht im Gewächshaus erzielen.
Schädlinge und Krankheiten
Zu den größten Gefahren beim Anbau von Crushed Heart-Tomaten zählen die Fusarium-Welke, die Wurzel- und Halsfäule verursacht, sowie die Kraut- und Blattlaus, die braune Flecken und eine rasche Zerstörung nicht nur der Blätter und Stängel, sondern auch der Früchte selbst zur Folge haben.
Zur Vorbeugung gefährlicher Krankheiten können Sie eine Natronlauge (250 g auf 8–9 Liter Wasser) oder einen zweitägigen Knoblauchaufguss (250–300 g zerdrückter Knoblauch auf 7–8 Liter Wasser) verwenden. Besprühen Sie die Pflanzen frühestens 12–15 Tage nach dem Auspflanzen an ihren endgültigen Standort. Eine Woche später wiederholen Sie den gesamten Vorgang. Alternativ empfiehlt sich ein zweitägiger Schöllkrautaufguss. Dafür benötigen Sie 10 Liter Wasser und mindestens 1–1,5 kg gehacktes frisches Schöllkraut.
Fungizide werden häufig zur Bekämpfung von Schadinsekten eingesetzt. Dabei ist persönliche Schutzausrüstung unerlässlich, und die Behandlung sollte spätestens zwei Wochen vor der ersten Ernte erfolgen. Bei Pflanzen im Gewächshaus stellen Spinnmilben einen gefährlichen Schädling dar. Um dem vorzubeugen, ist es wichtig, den Raum regelmäßig und gründlich zu lüften und eine optimale Luftfeuchtigkeit (etwa 50–60 %) aufrechtzuerhalten. Eine dreitägige Aschebehandlung mit gesiebter Holzasche und sauberem Wasser im Verhältnis 1:10 ist empfehlenswert.
Rezensionen
Fedor Ivanovich, 68 Jahre alt
Die Tomatensorte „Crushed Heart“ verträgt das Anpinnen beim Umpflanzen aus dem Topf ins Freiland nur schwer. Dieser Vorgang muss äußerst vorsichtig durchgeführt werden. Alternativ können Sie kleine Einzeltöpfe verwenden und jedes Samenkorn einzeln aussäen. Wichtig ist außerdem, Zugluft am Standort der Tomatenpflanzen unbedingt zu vermeiden, da diese das Wachstum hemmt und schließlich zum Absterben der Pflanzen führt.
Ekaterina Vasilievna, 48 Jahre alt
Zwiebel- und Knoblauchschalen, die in das Wurzelloch in der Nähe der Tomatenpflanzen gegeben werden, können Fusarium und Krautfäule vorbeugen. Die Sämlinge sollten an einem warmen, hellen Standort, aber nicht in der direkten Sonne, vorgezogen werden. Beim Anbinden ist besonders auf die reifenden Fruchtstände zu achten; gegebenenfalls können Rankgitter verwendet werden. Sowohl die ausgepflanzten Tomatenpflanzen als auch die Sämlinge sollten ausschließlich mit warmem Wasser gegossen werden.

Tomaten mit Salz düngen
Wie man Gemüsesetzlinge mit normalem Jod düngt
Wann und wie man Tomatensämlinge im März 2024 aussät – einfach und verständlich für Anfänger
Katalog der schwarzen Tomatensorten