Noch vor 20 Jahren pflanzten die Leute einfach die Samen, die sie im Laden finden konnten, und die Auswahl war dementsprechend begrenzt. Heute haben Züchter so viele neue Sorten entwickelt, dass Gärtner bei der Samenauswahl schlichtweg überfordert sind.
Die Auswahl ist sehr groß, und natürlich hat jede Sorte ihre eigenen Eigenschaften und Pflegeansprüche. Sie können die am besten geeignete Sorte anhand des Anbaugebiets, der Reifezeit, des Ertrags und der Krankheitsresistenz auswählen.
Beschreibung
Die Tomatensorte Casanova ist ertragreich und wurde 2017 in das staatliche Sortenregister der Russischen Föderation aufgenommen. Bei guter Pflege können bis zu 12 kg köstliche Früchte pro Quadratmeter geerntet werden. Die Sträucher wachsen unbegrenzt und erreichen eine Höhe von bis zu zwei Metern. Der Stamm ist robust und mäßig belaubt. Die Früchte wachsen in Trauben, die jeweils 4–6 Tomaten enthalten.
Tomaten haben eine ungewöhnliche, längliche Form mit einer Gabelung am Ende. Sie erreichen eine Länge von 20 Zentimetern und wiegen zwischen 150 und 200 Gramm. Reife Tomaten sind leuchtend rot. Ihre Haut ist recht fest, und das Fruchtfleisch ist süß und fleischig mit dem typischen, unverwechselbaren Tomatengeschmack.
Diese Sorte eignet sich für den Anbau im Gewächshaus im ganzen Land, außer in den südlichen Regionen. Die Tomaten werden frisch verzehrt, können aber auch eingefroren und für den Winter konserviert werden. Sie eignen sich sogar zum Einkochen als ganze Frucht, da die Haut bei der Hitzebehandlung nicht aufreißt.
Vorteile
- Interessante Form der Früchte.
- Attraktive Präsentation.
- Ausgezeichneter Geschmack.
- Hervorragende Ertragsleistung.
- Universelle Anwendung.
Mängel
- Arbeitsintensive Pflanzenpflege, einschließlich Stützen, Entfernen von Seitentrieben und regelmäßiges Düngen.
- In Zentralrussland erfolgt die Anpflanzung in Gewächshäusern.
Krankheits- und Witterungsresistenz
Casanova liebt Licht und Wärme, aber die Sträucher vertragen schlechtes Wetter nicht gut. Sollten Schädlinge auftreten, gehen Sie wie folgt vor:
- "Bazudin" schützt vor Drahtwürmern.
- Ein Medikament namens „Thunder“ hilft dabei, die Maulwurfsgrille loszuwerden.
- Gelöschter Kalk, der dem Boden unter den Wurzeln beigemischt wird, tötet Schnecken.
- Mit einem Medikament wie Karbofos werden Spinnmilben beseitigt.

Vorbereitung auf die Aussaat und das Pflanzen von Samen
Säen Sie die Samen durchschnittlich 60 Tage vor dem Auspflanzen an ihren endgültigen Standort. Sie benötigen Pflanzgefäße mit einer Tiefe von mindestens 10 cm; herkömmliche Holzkisten sind ausreichend. Bereiten Sie die Erde vor, indem Sie zu gleichen Teilen Rasenerde und Kompost mischen; für optimale Ergebnisse geben Sie Torf und Sägemehl hinzu. Bereiten Sie anschließend die Samen vor und wählen Sie zuerst die größeren aus. Weichen Sie sie 20 Minuten lang in einer Desinfektionslösung aus 1 g Mangan und 200 ml Wasser ein und spülen Sie sie anschließend ab. Legen Sie die Samen am Tag vor der Aussaat auf ein feuchtes Baumwolltuch.
Die Samen werden in gut angefeuchtete Erde, etwa einen Zentimeter tief, mit mindestens zwei Zentimetern Abstand zwischen ihnen ausgesät. Nach der Aussaat wird das Gefäß abgedeckt (z. B. mit Klarglas oder Folie) und an einen warmen Ort gestellt. Sobald die ersten Keimlinge aus der Erde sprießen, wird die Abdeckung entfernt und das Gefäß auf eine Fensterbank gestellt. Die Sämlinge sollten bei einer Temperatur von 20 °C bis 23 °C kultiviert werden. Besprühen Sie die jungen Pflanzen alle 5–7 Tage sparsam mit warmem Wasser aus einer Sprühflasche.
Sobald die Sämlinge zwei Laubblätter entwickelt haben, werden sie pikiert. Am besten verwendet man 500-ml-Töpfe, damit die Wurzeln genügend Platz zum Wachsen haben. Mit dem dritten Blatt kann mit dem Düngen begonnen werden; für die erste Düngung eignet sich „Agricola Nr. 3“. Die zweite und dritte Düngung erfolgen im Abstand von zwei Wochen; hierfür kann eine Komplexdüngerlösung verwendet werden. Zur Zubereitung wird 1 Esslöffel Dünger in 5 Litern Wasser verdünnt; 100 ml reichen für eine Pflanze. Zehn Tage vor dem Auspflanzen empfiehlt es sich, die Sämlinge täglich an die Außenbedingungen zu gewöhnen und die Zeit im Freien dabei schrittweise zu verlängern.
Anpflanzen im Gewächshaus oder in Beeten
Da sich der Boden im Gewächshaus viel schneller erwärmt, werden die Setzlinge dort früher, etwa Anfang Mai, ausgepflanzt. Bereiten Sie den Boden im Herbst vor, indem Sie ihn mit Kalium- und Phosphordünger (jeweils 30 Gramm pro Quadratmeter) düngen. Im Frühjahr bringen Sie stickstoffhaltige Düngemittel mit einer Menge von 15 Gramm pro Quadratmeter aus.
Die Eignung von Sämlingen für die Verpflanzung kann anhand folgender Kriterien bestimmt werden:
- Das Vorhandensein eines Blütenpinsels.
- Größe 27-30 Zentimeter.
- Verkürzte Internodien.
Die Löcher werden im Abstand von 50 Zentimetern gegraben, ihre Tiefe sollte etwa der des Bechers mit den Setzlingen entsprechen. Für 1 m²2 Man sollte nicht mehr als 4 Sträucher pflanzen, da dies den Ertrag verringern kann.
Da Tomatenpflanzen hoch wachsen und eine Stütze benötigen, können Sie in jedes Pflanzloch einen Stab stecken oder ein Rankgitter aufstellen. Die Pflanzen müssen außerdem erzogen werden; lassen Sie in der Regel zwei Haupttriebe stehen und entfernen Sie wöchentlich die Seitentriebe. Die Sorte Casanova ist recht anspruchsvoll, was die Feuchtigkeit betrifft; gießen Sie die Pflanzen mindestens zweimal pro Woche und lockern Sie anschließend die Erde auf.
Für optimale Ergebnisse sollten die Pflanzen mit organischen Düngemitteln (Kompost, Vogelkot, Eierschalen) oder Mineralien versorgt werden. Um die Blütenbildung anzuregen, kann eine Boraxlösung mit 1 g Borax pro 5 Liter Wasser verwendet werden.
Ernte
Braune, fast reife Tomaten können geerntet und zum Nachreifen in Kisten gelegt werden. Sie sollten kühl und gut belüftet gelagert werden. Am besten schichtet man die Tomaten zwischen den einzelnen Lagen mit Stroh. Die Früchte lassen sich gut transportieren und lagern. Tomaten sollten vor dem ersten Frost geerntet werden, da sie sonst erfrieren und verderben.
Abschluss
Die Sorte „Casanova“ ist recht ertragreich, benötigt aber die richtige Pflege; andernfalls sinkt der Ertrag. Ihre Vielseitigkeit ist ein weiterer großer Pluspunkt. Wer sie einmal angebaut hat, wird sie garantiert wieder pflanzen.
Rezensionen
Ivan, 39 Jahre alt
Ich habe mein ganzes Leben lang drinnen gewohnt und schon als Kind meinen Eltern im Garten geholfen. Daher verfüge ich über mehr als 30 Jahre Erfahrung. Natürlich gab es damals noch nicht so viele verschiedene Sorten, aber immerhin. Ich versuche, ertragreiche Sorten für mich auszuwählen, und letztes Jahr habe ich unter anderem die Sorte „Casanova“ neu in meinem Garten angepflanzt. Sie ist zwar pflegeintensiv, aber die Früchte sind es wert: Sie sind süß und köstlich und lassen sich gut einmachen oder frisch essen. Der Ertrag ist hervorragend und liegt sogar über 12 kg pro Quadratmeter.
Alexey, 60 Jahre alt
Dieses Jahr habe ich mehrere neue Sorten gepflanzt, und alle sind gut gewachsen. Besonders die Sorte 'Casanova' hat mir gefallen; sie schmeckte fantastisch und der Ertrag war hervorragend. Ich habe sie wie immer gepflegt: gegossen, umgegraben, gedüngt und natürlich angebunden und beschnitten. Ich war sehr zufrieden und werde noch mehr davon pflanzen.


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