Heimische Züchter erfreuen uns immer wieder mit originellen und köstlichen Tomatensorten. Die von Sedek gezüchtete Tomate Zolotoy begeistert uns seit Jahren mit ihrem Geschmack und ihrer ungewöhnlichen Farbe. Daher sollten Sie sich mit seiner Beschreibung und Anbautechnik vertraut machen.
Merkmale der Goldenen Tomate
Diese mittelfrühe Sorte reift in 90 bis 100 Tagen. Die Sträucher erreichen eine Höhe von 70–75 cm und wachsen buschig. Die Blätter sind normalgroß und dunkelgrün. Die Sträucher benötigen eine Stütze und müssen regelmäßig ausgegeizt werden.
Die Tomate hat, ihrem Namen entsprechend, eine unverwechselbare goldgelbe Farbe. Sie ist recht groß und wiegt zwischen 100 und 200 Gramm. Sie ist reich an Pflanzenzucker, Vitaminen und Ballaststoffen. Das Fruchtfleisch ist fest, saftig und fleischig mit einem ausgeprägten Tomatengeschmack und einer leichten Süße. Bei guter Pflege können Sie etwa 10 kg Tomaten pro Quadratmeter ernten.
Diese Sorte wurde 2008 in das staatliche Sortenregister der Russischen Föderation aufgenommen. Sie eignet sich sowohl für den Anbau im Freiland als auch im Gewächshaus und ist daher in nahezu allen Regionen Russlands beliebt. Sie wird hauptsächlich als Salatsorte vermarktet, eignet sich aber auch für andere Zubereitungen, zum Entsaften und Einmachen. Sie ist hypoallergen.
Vor- und Nachteile der Sorte
Zu den positiven Eigenschaften der Sorte „Golden“ gehören:
- mittlere bis frühe Reifezeit;
- originelle und ansprechende Präsentation der Früchte;
- Die Früchte sind reich an Vitaminen, Pflanzenzucker und Ballaststoffen;
- besitzt hervorragenden Geschmack und gastronomische Eigenschaften;
- beständig gegenüber widrigen Bedingungen.
Laut Verbraucher- und Gärtnerbewertungen weist diese Sorte keine nennenswerten Nachteile auf; viele loben sogar ihre Pflegeleichtigkeit. Die einzigen etwas aufwendigeren Pflegeschritte bei der Sorte „Golden“ sind der regelmäßige, moderate Rückschnitt und das Anbinden.
Technologie zum Anbau der Tomatensorte "Golden"
Selbst winterharte Tomatensorten werden in Russland aus Jungpflanzen gezogen, da die Pflanzen insbesondere während der Keimung und bis zum Erreichen des Jungstadiums optimale Temperaturen benötigen. Insgesamt sind die Anbautechniken für diese Sorte jedoch nicht kompliziert und auch für Anfänger geeignet.
Baustellenvorbereitung
Zunächst müssen Sie den richtigen Standort für Ihre zukünftigen Tomatenpflanzen auswählen. Ermitteln Sie, nach welchen Vorfrüchten Sie keine Tomaten anbauen sollten – Paprika, Kartoffeln und Auberginen. Pflanzen Sie Tomaten auch nicht im zweiten Jahr hintereinander am selben Standort. Denn erstens haben die Nachtschattengewächse die benötigten Nährstoffe bereits verbraucht, und zweitens könnten sie infiziert sein und Krankheitserreger hinterlassen haben. Daher steigt das Krankheitsrisiko bei einer Neuanpflanzung deutlich an.
Das ausgewählte Grundstück muss großzügig mit Humus gedüngt und gepflügt werden, um Krankheitserreger und Unkrautkeimlinge über den Winter abzutöten. Im Frühjahr wird der Boden gründlich aufgelockert, um ein optimales Wachstum der nachfolgenden Pflanzen zu gewährleisten.
Was tun mit den Samen?
Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass gekaufte, industriell hergestellte Samen bereits verarbeitet verkauft werden, sodass der Gemüsebauer die Vorbereitungsschritte nicht noch einmal durchführen muss.
Wenn Sie Ihr Pflanzmaterial selbst gesammelt haben, sortieren Sie es zunächst: Beschädigte oder offensichtlich verdorbene Samen sollten aussortiert werden. Die Samen werden außerdem mithilfe einer 5%igen Salzlösung kalibriert, in die sie eingelegt werden: Gute Samen sinken, schlechte schwimmen.
Es empfiehlt sich, selbst gesammeltes Saatgut in einer Holzaschelösung zu behandeln, da diese zusätzliche Nährstoffe für Keimung und Wachstum liefert. Eine ähnliche Behandlungsmethode ist die Verwendung von Wachstumsstimulanzien, in denen die Samen etwa 5–6 Stunden eingeweicht werden. Nach dieser Behandlung sollten sie nicht gewaschen, sondern einfach an der Luft getrocknet werden.
Die gesammelten Samen sollten außerdem mit einer 2%igen Kaliumpermanganatlösung behandelt werden, die gute desinfizierende Eigenschaften besitzt. Alternativ können auch Fungizide zur Saatgutbehandlung verwendet werden.
Der letzte Schritt der Saatgutvorbereitung ist die Abhärtung, bei der die Kälteeinwirkungszeit schrittweise erhöht wird. Pflanzen, die aus behandeltem Saatgut gezogen werden, sind nachweislich kräftiger und ihre Früchte schmackhafter.
Bodenvorbereitung für Sämlinge
Tomaten gedeihen in normaler Gartenerde schlecht, daher empfiehlt es sich, ein eigenes Substrat herzustellen. Dazu mischt man gleiche Teile Laub- oder Rasenerde, Humus, Sand und Torf. Das vorbereitete Substrat wird, wie auch das Saatgut, mit einer Kaliumpermanganatlösung oder einem Fungizid desinfiziert oder bei niedriger Temperatur im Backofen getrocknet.
Behälter für Sämlinge
Abgeschnittene Plastikflaschen, Einwegbecher und Plastik- oder Keramiktöpfe eignen sich als Anzuchtgefäße für Setzlinge. Wichtig ist, dass sie ein Abflussloch haben. Vor Gebrauch sollten die Gefäße gründlich gewaschen und mit Kaliumpermanganatlösung behandelt werden. Keramiktöpfe können im Backofen ausgehärtet werden.
Aussaat von Setzlingen und deren weitere Pflege
Die Samen der Sorte „Golden“ werden etwa Mitte März für die Anzucht von Jungpflanzen ausgesät, sodass diese Ende Mai ins Freiland gepflanzt werden können. Die Erde sollte mit warmem Wasser angegossen und die Samen in ein flaches Loch oder eine Rinne gesät werden. Anschließend werden die Töpfe mit Glas oder Plastik abgedeckt.
Sobald die ersten Keimlinge erscheinen, entfernen Sie die Folie und das Glas. Achten Sie dabei auf die richtige Temperatur. Die gekeimten Sämlinge werden pikiert, sobald sie ein oder zwei echte Blätter entwickelt haben. Die Pflanzen werden entweder in einen tieferen Topf umgepflanzt oder im bestehenden Topf etwas tiefer gesetzt.
Nach zwei bis drei Wochen die Sämlinge mit einem mineralischen Volldünger düngen. Die Sämlinge regelmäßig mit warmem Wasser befeuchten und die Erde dabei auflockern.
Transplantation
Tomatenpflanzen der Sorte „Golden“ werden Ende Mai ins Freiland gepflanzt, sobald die letzten Fröste des Frühjahrs sicher vorüber sind. Der Pflanzabstand beträgt 70 cm zwischen den Reihen und 40 cm zwischen den Pflanzen. Es empfiehlt sich, die Pflanzlöcher versetzt anzulegen. Vor dem Pflanzen die Setzlinge mit warmem Wasser gießen und mit einer Tasse Kompost düngen. Nach dem Pflanzen die Erde um die Setzlinge mit Stroh oder Sägemehl mulchen.
Pflege von Goldtomatensträuchern
Die Anbauanleitung für diese Sorte weist darauf hin, dass sie Stützpfähle benötigt. Daher ist es ratsam, wenn möglich, die Holzpfähle zum Stützen gleichzeitig mit den Setzlingen zu pflanzen. Alternativ können Sie auch Bindfaden entlang der Reihen spannen, um die Stützpfähle zu befestigen.
Das Entfernen der Seitentriebe sollte sparsam erfolgen. Man sollte 2–3 kräftige Triebe stehen lassen und die Seitentriebblätter am unteren Ende des Strauchs vor dem ersten Fruchtansatz entfernen. In heißen Regionen sollte das Entfernen der Seitentriebe minimiert oder ganz vermieden werden, da diese die Früchte vor Sonnenbrand schützen.
Während der Wachstumsperiode ist etwa dreimaliges Düngen erforderlich. Vor und während der Blüte eignen sich am besten komplexe Mineraldüngerlösungen, während der Fruchtbildung hingegen Aufgüsse aus Kuhmist, Einstreu oder Unkraut.
Gießen Sie die Sträucher mindestens zweimal wöchentlich, bei Regenwetter jedoch weniger. Lockern Sie den Boden zwischen den Wassergaben regelmäßig auf und jäten Sie Unkraut. Da Tomaten selbstbefruchtend sind, schütteln Sie die Sträucher alle drei Tage, um die Fruchtbildung anzuregen.
Widerstandsfähigkeit gegenüber widrigen Bedingungen und Krankheiten
Die Tomatensorte „Golden“ ist pflegeleicht, temperaturunempfindlich und anfällig für viele Tomatenkrankheiten wie Krautfäule, Fusariumwelke, Blattwelke und andere. Vorbeugend sollten Tomatenpflanzen zwei- bis dreimal vor dem Fruchtansatz mit Fungiziden und Insektiziden behandelt werden. Zudem ist die richtige Bewässerung und Unkrautbekämpfung unbedingt zu beachten.
Die Sorte „Zolotoy“ ist somit ein hervorragendes Beispiel russischer Züchtungskunst und zeichnet sich durch ein breites Spektrum an agronomischen und kulinarischen Eigenschaften aus. Dies macht sie bei Gemüseanbauern sehr beliebt.
Rezensionen
Yana, Ryazan
Die Sorte „Golden“ gehört zu meinen Favoriten, da sie köstliche und saftige Früchte hervorbringt. Sie ist außerdem sehr ertragreich und pflegeleicht. Ich empfehle, sie während der Wachstumsperiode regelmäßig zu düngen, da dies den Ertrag deutlich steigert. Allerdings rate ich davon ab, sie in der Nähe anderer Tomatenpflanzen anzubauen, da sie sich gegenseitig bestäuben und dadurch ihre besonderen Eigenschaften verlieren.
Alexandra, Perm
Um Abwechslung zu haben, baue ich in meinem Garten die Sorte Zolotoy an, da man im Handel meist nur rote Sorten findet. Zolotoy hat außerdem einen hervorragenden Geschmack, besonders in Salaten. Da ich Hobbygärtner bin, ist die Pflegeleichtigkeit dieser Sorte ein großer Vorteil für mich.

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Wladimir
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