Aufgrund unzureichenden Lichts wachsen Tomaten im Gewächshaus höher als im Freien. Das ist normal, solange die Pflanzen kräftig und robust sind, gut blühen und keine Knospen oder Früchte abwerfen. Werden die Stängel dünn und brüchig und die Blätter klein und blass, deutet dies auf Pflegefehler oder die Nichteinhaltung grundlegender Anbauregeln hin. Warum wachsen Tomaten im Gewächshaus so hoch? Was tun, wenn sie das Dach erreichen?
Ursachen für Entwicklungsstörungen bei Tomaten in Gewächshäusern
Unbestimmte Sorten und Hybriden zeichnen sich durch unbegrenztes Wachstum aus. Ihre Stängel wachsen während der gesamten Vegetationsperiode weiter und bilden entlang ihrer gesamten Länge Blütenstände. Diese Sorten werden meist in Gewächshäusern angebaut, um eine reiche Ernte zu erzielen. Weitere Gründe für übermäßig lange Tomaten beim Anbau in Innenräumen sind:
- Pflanzen wachsen langsam und strecken sich nach oben, um Licht zu finden, wenn das Gewächshausdach verschmutzt ist, von Baumkronen beschattet wird oder sich das Gewächshaus an einem ungeeigneten Standort befindet. Unter diesen Bedingungen sind die Pflanzen stark geschwächt, ihre Blätter sind blassgrün, die Stängel brüchig und dünn. Ihnen fehlt die Energie, um Früchte anzusetzen, wodurch die Blüten austrocknen oder abfallen.
- Falsche Düngung. Stickstoff (Harnstoff, Carbamid usw.) wird nur im Frühjahr, fast unmittelbar nach dem Auspflanzen der Setzlinge ins Beet, ausgebracht; ausgewogene Mineralmischungen oder organische Substanzen kommen später zum Einsatz. Wird der ganze Sommer über mit Stickstoff gedüngt, wachsen die Sträucher zwar schnell, bilden dichtes Laub und entwickeln kräftige, dicke Stämme, aber die Ernte fällt gering aus.
Werden unbestimmte Tomatensorten nicht regelmäßig kontrolliert, können sie bis zum Hochsommer zu einem undurchdringlichen Dickicht werden. Die Haupttriebe verflechten sich mit zahlreichen Seitentrieben, die schließlich weitere Seitentriebe bilden. Die gesamte Energie der Tomate fließt dann in das Wachstum des Strauchs, und die wenigen Früchte, die sich bilden, sind klein und geschmacklos.
Was tun, wenn Tomatensträucher im Gewächshaus zu lang geworden sind?
Bei ersten Anzeichen von Problemen sollten Sie die Bewässerung normalisieren und Ihre Düngung anpassen. Liegt das Problem an zu wenig Licht, empfiehlt sich die Installation von Lampen; Pflanzen benötigen mindestens 16 Stunden intensives Licht pro Tag. Was tun bei übergroßen Tomaten?
- Schneiden Sie die unteren Blätter bis zum Blütenstand zurück, lösen Sie dann das Seil, das die Tomaten an der Stütze hält, und senken Sie die Pflanze so weit ab, dass der Stängelansatz und die Früchte des ersten Fruchtstandes den Boden nicht mehr berühren. Achten Sie darauf, den Stängel nicht an der Basis abzubrechen.
- Zu lange Stängel können an den Querbalken an der Decke des Gewächshauses befestigt werden, jedoch so, dass die Blätter nicht zu viel Schatten werfen.
- Wenn sich im unteren Teil der Pflanze genügend Tomaten gebildet haben und der Strauch zwei bis drei Triebe gebildet hat, ist es ratsam, die Triebspitzen, die die Decke berühren, abzuknipsen. Dadurch werden die bereits gebildeten Früchte größer und reifen schneller.
- Ein bis zur Decke reichender Trieb kann abgesenkt werden. Sobald die Spitze der Pflanze die Erdoberfläche erreicht, sollte sie fixiert und mit Erde bedeckt werden. Die Blattrosette wird nach oben gerichtet und festgebunden. So kann der Trieb nicht nur weiterwachsen, sondern auch Wurzeln schlagen und kräftiger werden.

Fast alle Probleme lassen sich leicht beheben, doch zu hoch gewachsene Tomaten führen unweigerlich zu einer geringeren Fruchtqualität und einem niedrigeren Gesamtertrag. Die hier beschriebenen Methoden helfen, das bestehende Problem zu lösen. Um zu verhindern, dass zukünftige Gewächshaustomaten zu hoch wachsen, sollten Sie ihr Wachstum begrenzen, indem Sie alle überflüssigen Triebe entfernen und die Triebspitzen rechtzeitig (Ende Juli bis Anfang August) einkürzen.

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