Zwiebelanbau: Empfehlungen zur Saatgutauswahl und zum Schutz der Pflanzen

Zwiebel

Die Aussaat winterharter Zwiebeln erfolgt je nach Verwendungszweck zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Werden wichtige Pflanzschritte nicht beachtet, kann dies zu einer enttäuschenden Ernte führen. Das Auftreten von dicken Hälsen ist das Hauptanzeichen dafür, dass die Aussaat zum falschen Zeitpunkt erfolgte. Für eine reiche Zwiebelernte ist die sorgfältige Auswahl des richtigen Pflanzguts und die Anwendung wirksamer Unkrautbekämpfungsmaßnahmen unerlässlich. Dieser Artikel behandelt diese Themen.

Auswahl eines Pflanzgrundes

Große und kleine Steckzwiebeln eignen sich am besten als Ausgangsmaterial für den Anbau von Frühlingszwiebeln. Die Pflanzknospe wiegt zwischen 20 und 30 Gramm und hat einen Durchmesser von bis zu 3 cm. Für die Ernte im Juni und Juli sät man die Samen direkt ins Freiland. Erfahrene Gemüsegärtner bevorzugen mehrkeimige Sorten, da diese besonders viele Blätter bilden.

Die Pflanzung kann entweder im Herbst oder im Frühjahr erfolgen. Geerntet werden sollte erst, wenn die Blätter ein marktfähiges Aussehen erreicht haben und die Stängel austreiben, da diese die Qualität des Blattgemüses beeinträchtigen können.

Die Vorbereitung für die Anzucht von Frühlingszwiebeln aus Samen unterscheidet sich nicht von der für die Zwiebelernte. Erfahrene Gemüsegärtner beginnen mit der Aussaat im frühen Frühling.

Die optimale Aussaatmenge beträgt 20 bis 25 kg pro Hektar. Für einen hohen Ertrag an Frühlingszwiebeln wählen Sie einen sonnigen und warmen Standort. Leichter Lehmboden ist am besten geeignet.

Folgende Pflanzenarten können Vorläufer von Frühlingszwiebeln sein:

  • frühe Kohlsorten;
  • Erbsen;
  • Gurke;
  • Kartoffel.

Nach der Ernte der oben genannten Pflanzen sollte unverzüglich mit der Bodenvorbereitung begonnen werden. Diese umfasst folgende Schritte:

1. Schälen.
2. Herbstpflügen.
3. Planung.
4. Anbau.

Darüber hinaus ist es wichtig, die Nacherntemaßnahmen umgehend zu planen und die nächsten Anbaukulturen festzulegen. Dies hilft Ihnen bei der Auswahl der richtigen Düngemittel und deren Dosierung.

Um im Winter Frühlingszwiebeln zu erhalten, beginnt die Pflanzung von „Auslese“- oder „Setzlingen“ bereits im Oktober.

Wer die Zwiebeln wurzeln lässt, kann eine gute Ernte einfahren. Am besten pflanzt man sie einen Monat vor dem ersten starken Frost.

Beliebte Techniken sind:

  • Band (20x50 cm);
  • Reihenabstand (45 cm).

Die Pflanzmenge hängt von den Eigenschaften der Zwiebel ab. Sie liegt zwischen 2 und 4 Tonnen pro Hektar. Im Herbst werden die Zwiebeln 4–5 cm tief gepflanzt, im Frühjahr 2–3 cm tief.

Chemischer Schutz von Zwiebelkulturen

Insektizide sind für viele Gemüsebauern das Mittel der Wahl, um Schädlinge auf ihren Feldern zu bekämpfen und vorzubeugen. Um große, saftige Knollen zu ernten, setzen Landwirte außerdem Vor- und/oder Nachauflaufherbizide ein. Manche glauben, dass Chemikalien den Geschmack und Nährwert von Gemüse beeinträchtigen, und bevorzugen daher Bioinsektizide und Biofungizide. Was ist die richtige Wahl? Am besten beides.

Wer auf Chemikalien setzt, wird Unkraut schnell und effektiv bekämpfen können, während diejenigen, die darauf verzichten, einen schwierigeren Weg gehen müssen, dafür aber 100% umweltfreundliche Produkte erhalten.

Werfen wir einen Blick auf einige biologische Schädlingsbekämpfungsmittel:

1. Vegeton ist ein antibakterielles und immunmodulierendes Fungizid. Es schützt Pflanzen wirksam vor Fäulnis und Falschem Mehltau. Es enthält Chitosan-Oligosaccharide, Rhizobakterien des Bakteriums Pseudomonas auerofaciens, Cytokinin und Heteroauxin. Die Anwendung mittels Sprühen in Kombination mit Tropfbewässerung erzielt hervorragende Ergebnisse. Diese Behandlungsmethode ist sehr kostengünstig. Das Produkt ist vollständig wasserlöslich und dringt in den Boden und das Innere der Pflanze ein. Es beschleunigt das Wachstum und die Entwicklung der Zwiebeln und stärkt die natürliche Schädlingsresistenz. Anwender von Vegeton berichten von einer verbesserten Erntequalität.

2. „Akkar“. Dieses Produkt dient der Bekämpfung von Motten, Zwiebelfliegen und Thripsen. Es besteht aus vier mikrobiologischen Elementen (Hyphen und Sporen). Die Hersteller von Akkar versichern, dass es sicher und 100 % natürlich ist.

Biologische Schädlingsbekämpfung ist gut, aber nur unter bestimmten Umständen wirksam. Natürliche Pestizide sind gegen hartnäckige Unkräuter und Insekten manchmal wirkungslos.

Herbizide und Insektizide haben sich ihrerseits als hochwirksam erwiesen. Welche Schutzmethoden sind die besten? Das muss jeder selbst entscheiden!

 

Einen Kommentar hinzufügen

Apfelbäume

Kartoffel

Tomaten