
Die meisten Gärtner glauben, dass eine gute Kartoffelernte auch ohne Blattdüngung möglich ist. Trotz der geringen Pflegebedürftigkeit der Kartoffelpflanze ist eine zusätzliche Nährstoffzufuhr dennoch notwendig.
Die Blattdüngung von Kartoffeln gilt als entscheidend für die Pflanzenentwicklung. Durch dieses Verfahren lassen sich die Erträge um ein Vielfaches steigern. Vor der Düngung ist es wichtig, sich über die korrekte Anwendung und die optimale Dosierung zu informieren.
Beschreibung der Blattdüngung
Bei der Blattdüngung wird der Dünger über die Blätter zugeführt. Während der aktiven Wachstumsphase der Pflanze ist diese Methode vorzuziehen, da der Dünger sofort aufgenommen wird.
Die Anwendung sollte am besten morgens oder abends erfolgen. Trockenes, bewölktes Wetter ist ideal. Direkte Sonneneinstrahlung auf die Blätter kann Sonnenbrand verursachen. Auch bei Regenwetter ist die Anwendung nicht empfehlenswert, da diese Art der Düngung dann wirkungslos ist.
Düngen vor dem Pflanzen
Alle Düngemittel werden üblicherweise vor dem Pflanzen in den Boden eingearbeitet. Wird dies nicht durchgeführt, kommt die Blattdüngung zum Einsatz. Ein wichtiges Merkmal der Blattdüngung ist, dass der Dünger direkt auf die Pflanzen gesprüht wird. Die Nährstoffe dringen durch die Blätter ein und erreichen so unmittelbar das Wurzelsystem.
Düngung nach der Pflanzung
Die erste Blattdüngung von Kartoffeln im Freiland erfolgt zwei Wochen nach dem Austrieb. In dieser Zeit benötigen die Pflanzen Stickstoff. Daher empfiehlt sich die Verwendung stickstoffhaltiger Düngemittel. Harnstoff eignet sich als Dünger.
Komplexe Düngung vor der Blüte
Sobald die ersten Blüten an den Pflanzen erscheinen, ist es Zeit, sich mineralischen Düngemitteln zuzuwenden. Zur Herstellung einer Düngelösung benötigen Sie folgende Komponenten:
- Ammoniumnitrat;
- Kaliumchlorid;
- Superphosphat;
- Kupfersulfat.
Alle Zutaten in Wasser verdünnen und drei Stunden ziehen lassen. Anschließend einen weiteren Liter Wasser hinzufügen und die Pflanzen mit der Mischung besprühen. Dieses Verfahren beschleunigt das Pflanzenwachstum und schützt die Pflanzen vor Pilzkrankheiten.
Düngung während der Wachstumsperiode
Die Blattdüngung von Kartoffeln während der Wachstumsperiode gilt als unerlässlich. Sie versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen und führt so zu schmackhaften, großen Früchten.
Das Verfahren muss in zwei Schritten durchgeführt werden:
- Knollenbildungsphase. Düngen Sie mit Mangan und Brom. Mangan ist für den Geschmack der Wurzeln verantwortlich, während Brom die Knollen vor Hohlräumen schützt. Mag-Bor hat sich als hervorragender Dünger bewährt. Er ist im Fachhandel erhältlich.
- Dreißig Tage vor der Ernte sollte Phosphor als Dünger verwendet werden. Superphosphat ist besonders wichtig. Das Düngen ist sehr einfach: Streuen Sie einfach das Granulat in die Nähe der Sträucher.
Zusammensetzung und Dosierung der Blattdüngung
Sobald die Keimlinge erscheinen, sollten Kartoffeln mit Harnstoff gedüngt werden.
Während der Wachstumsperiode benötigen Pflanzen Humatdüngung. Sie können das gebrauchsfertige Produkt Humate +7 verwenden. Das Produkt wird im Verhältnis 2 Gramm auf 10 Liter Wasser verdünnt.
Während der Blütezeit ist Bordeauxbrühe erforderlich. Am besten eignen sich Produkte mit Kupfersulfat. Das Besprühen mit solchen Produkten schützt die Pflanzen vor Schädlingen und gewährleistet eine ausreichende Nährstoffversorgung des Wurzelgemüses.
Mineralische Düngemittel zur Fütterung
Mineralische Blattdünger für Kartoffeln sind ebenfalls sehr beliebt. Folgende Formulierungen gelten als besonders wirksam:
- Stickstoff und Kalium. Zur Herstellung der Lösung benötigt man 5 Liter Wasser, 100 Gramm Harnstoff, 150 Gramm Monophosphat und 5 Gramm Borsäure. Optional können Bor, Zink und Kobalt hinzugefügt werden. Diese Komponenten werden im Verhältnis von 0,5 Gramm pro 5 Liter Wasser verwendet.
- PhosphorUm den Ertrag und den Geschmack von Wurzelgemüse zu steigern, sollte Phosphordünger ausgebracht werden. Zur Herstellung der Lösung 20 Gramm Dünger in 10 Litern Wasser auflösen. Die Lösung zwei Tage lang stehen lassen.
Düngung mit Superphosphat
Phosphor ist für die normale Pflanzenentwicklung unerlässlich. Dennoch empfiehlt sich eine umfassende Düngung. Erfahrene Gärtner raten zu folgender Zusammensetzung: ein Eimer Wasser, 15 Gramm Ammoniumnitrat, 30 Gramm Harnstoff, 150 Gramm Superphosphat und 50 Gramm Kaliumsulfat.
Rezensionen
Anastasia, 38 Jahre alt:
„Ich habe meine Kartoffeln mit Superphosphat als Blattdünger gedüngt. Das Ergebnis war erstaunlich, und ich war mit der Ernte sehr zufrieden. Außerdem ist die Anwendung des Düngers kinderleicht. Man verdünnt einfach die benötigten Komponenten in Wasser und besprüht die Pflanzen. Wichtig ist, dass es bei dieser Methode trocken ist. Andernfalls sind keine positiven Ergebnisse zu erwarten.“
Victor, 36 Jahre alt:
„Ich bin der Ansicht, dass Kartoffeln, wie alle anderen Nutzpflanzen auch, zusätzliche Nährstoffe benötigen. Zu diesem Zweck wende ich die Blattdüngung an. Diese Behandlungen müssen jedoch zeitnah und mit der richtigen Dosierung durchgeführt werden.“
Die Blattdüngung ist sehr effektiv. Viele Gärtner nutzen sie, um den Ertrag zu steigern und die Fruchtqualität zu erhalten. Das Ergebnis ist eine reiche Ernte.

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