So lagern und bereiten Sie köstlichen Ivan-Tee zu Hause zu

Landhausküche

Ivan-TeeUnter allen Kräutern, die zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden, sticht das Weidenröschen besonders hervor. Diese wunderschöne Pflanze mit ihren leuchtenden Blüten findet aufgrund ihrer heilenden Eigenschaften breite Anwendung in der Volksmedizin. Sie können das Kraut selbst ernten und zubereiten, sollten sich aber vorher über die richtige Ernte- und Lagerungsmethode informieren.

Beschreibung der Pflanze

Fermentierter Ivan-TeeDie Pflanze ist auch unter dem Namen Weidenröschen bekannt. Weidenröschen wächst in den meisten Regionen. Man findet es in Zentral- und Südrussland, Sibirien und im Ural. Es ist anspruchslos an Klima und Boden und wächst vorwiegend auf Waldlichtungen oder in der Nähe von Bäumen sowie an Flüssen und Seen.

Interessant!

Wenn das Land wiederholt von Bränden heimgesucht wurde, wird dort im nächsten Jahr mit Sicherheit Weidenröschen wachsen.

Das Weidenröschen wächst in großen Horsten und ist in Blüte unverkennbar. Ein ausgewachsener Stängel erreicht eine Höhe von 30–50 Zentimetern. Der aufrechte Stängel ist mit kleinen, purpurroten Blüten von 5–7 Millimetern Durchmesser geschmückt. Die Blütezeit beginnt im Juli und dauert bis September. Im September reift in den Blüten ein Samenstand, aus dem später Jungpflanzen entstehen.

Heilfähigkeiten

Ivan-TeeDie Pflanze enthält die Vitamine C und B sowie zahlreiche Mineralstoffe: Kalium, Mangan, Eisen, Kupfer, Phosphor und Kalzium. Der Saft enthält Lektine, Pektine, organische Verbindungen und Tannine. All diese Substanzen wirken bei Einnahme entzündungshemmend, lindern Krämpfe in verschiedenen Organen und entfernen Giftstoffe. Weidenröschen wird zur Behandlung folgender Beschwerden eingesetzt:

  • Gastritis;
  • Geschwüre;
  • Magen-Darm-Erkrankungen;
  • Reinigung des Körpers.

Das Weidenröschen wirkt beruhigend, fördert den Schlaf und normalisiert das Nervensystem. Es wird für Menschen empfohlen, die unter Panikattacken und Nervenstörungen leiden.

Die Pflanze enthält Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren. Daher wird Weidenröschen zur Krebsprävention eingesetzt. Sie stärkt das Immunsystem und kann sogar die Lebenserwartung erhöhen. Eine Kur mit dem Kraut ist empfehlenswert, wenn Sie häufig (mehr als einmal im Jahr) an Virusinfektionen leiden oder sich ständig schwach und unwohl fühlen.

Weitere Anwendungsgebiete für Weidenröschen sind:

  • Bindehautentzündung;
  • Mittelohrentzündung;
  • Sinusitis;
  • Anämie;
  • Nierenprobleme;
  • Herpes;
  • Entzündung der Beckenorgane;
  • Bluthochdruck;
  • Arrhythmie.

Bei regelmäßiger und korrekter Anwendung ist Weidenröschen harmlos, in hohen Konzentrationen senkt es jedoch den Blutdruck deutlich und verursacht Magen-Darm-Beschwerden. Bei Männern kann häufiger Gebrauch dieser Heilpflanze zu Erektionsstörungen führen.

Aufmerksamkeit!

Weidenröschen ist kontraindiziert bei Personen, die an Thrombose, Krampfadern oder Thrombophlebitis leiden.

Verfahren zur Sammlung und Verwendung

Ivan-TeepflanzeIvan-Tee wird ausschließlich als Tinktur oder Aufguss getrunken. Seine wertvollen Inhaltsstoffe werden extrahiert, anschließend auf die gewünschte Konzentration verdünnt und auf nüchternen Magen oder über den Tag verteilt getrunken. Die maximale Tagesdosis beträgt zwei Gläser Aufguss. Um die Wirkung des Krauts zu spüren, sollte es mindestens einen Monat lang eingenommen werden. Danach ist eine Pause erforderlich. Die Kur wird nach sechs bis acht Wochen wiederholt.

Die Ernte beginnt Mitte des Sommers, etwa um den 20. Juli. Die Blütenstände sind dann bereits halb geöffnet, wodurch die wertvollen Inhaltsstoffe der Pflanze optimal zur Geltung kommen. Ende Juli, wenn die Blütenstände vollständig geöffnet sind, bildet sich an der Basis eine flauschige Substanz. Dieses Weidenröschen eignet sich dann nicht mehr zur Ernte; die flauschige Substanz kann im Aufguss landen.

Bevor Sie mit dem Sammeln beginnen, müssen Sie noch einige weitere Faktoren berücksichtigen, die die Qualität der Ernte bestimmen:

  • Wetterbedingungen. Weidenröschen sollte bei trockenem, aber bewölktem Wetter geerntet werden;
  • Abholzeit. Die Abholung beginnt morgens, spätestens mittags, oder abends;
  • Sammelort. Wenn Weidenröschen in der Nähe einer Straße wächst, pflücken Sie es nicht. Wählen Sie Pflanzen, die in der Nähe von Bäumen oder im Halbschatten wachsen. Diese eignen sich besser für die weitere Ernte.

Beginnen Sie mit der Ernte: Pflücken Sie die Blätter und die meisten Blütenstände vom oberen Teil der Pflanze, außer jene, die noch keine Samen gebildet haben. Vermeiden Sie es, das Weidenröschen auszureißen oder stark auf den Stängel zu drücken, da es dadurch zerstört wird und im nächsten Jahr nicht wieder austreibt. Geben Sie die gesammelten Blätter und Blüten anschließend in einen Beutel oder Eimer zur Aufbewahrung.

Vorbereitung zum Trocknen

Vorbereitung zum TrocknenRichtig zubereitet, duftet das Kraut beim Aufbrühen herrlich und schmeckt unglaublich angenehm. Zuerst werden die Blätter von Hand zu sogenannten „Würstchen“ – länglichen, dünnen Röhrchen – gerollt. Dadurch tritt der Saft aus den Blättern aus.

Aufmerksamkeit!

Sobald die Blätter dunkler werden, hören sie auf, sie einzurollen.

Statt die Blätter zu rollen, können Sie sie auch mit einem Nudelholz ausrollen. Drücken Sie das Nudelholz mehrere Minuten lang auf die gesammelten Kräuter, bis sich das Weidenröschen dunkler färbt.

Eine andere Zubereitungsmethode erfordert Kraft. Das Weidenröschen wird gleichmäßig auf einem Stück Stoff ausgebreitet und anschließend fest zu einer Schnur aufgerollt. Dabei sollte der Stoff durch die von der Pflanze abgegebene Flüssigkeit leicht feucht werden.

Fermentationsmethode

trocknender TeeDie Zubereitung von Weidenröschen wird als Fermentation bezeichnet. Luft oxidiert die Blätter und Blüten und löst so die Gärung aus. Bei der Oxidation entstehen anaerobe Mikroorganismen, die durch Hitze abgetötet werden. Die Fermentation verbessert die medizinischen Eigenschaften und den Geschmack des Krauts deutlich, daher sollte sie nicht vernachlässigt werden.

Der Prozess wird anhand der Dauer in verschiedene Typen unterteilt. Je nach Fermentationszeit entsteht grüner, roter oder schwarzer Tee.

Leichte Gärung

Dabei wird der Tee 3-6 Stunden lang fermentiert. Das fertige Produkt ist grün, hat einen milden Geschmack und ein feines Aroma;

Mittlere Fermentation

Die Fermentation dauert mindestens 12 bis 16 Stunden. Der Tee entwickelt einen säuerlichen Geschmack und färbt sich rot;

Tiefe Gärung

Der Prozess dauert mindestens 24 Stunden. Der Tee schmeckt kräftig und hat eine dunkelbraune Farbe.

Die vorbereiteten Blätter (mit dem ausgetretenen Saft) werden in einen Topf gegeben und fest zusammengepresst, um die Saftmenge zu erhöhen. Anschließend werden sie fest mit einem Teller abgedeckt und mit einem Gewicht beschwert. Die Fermentationszeit ist optional. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Tee seine heilenden Eigenschaften und sein Aroma vollständig verliert, wenn er länger als 36 Stunden zieht.

Arten der Trocknung

Der letzte Schritt bei der Produktherstellung ist das Trocknen. Dabei werden die Blätter und Blüten erhitzt. Das Trocknen kann im Backofen oder in einem elektrischen Dörrgerät erfolgen, ähnlich wie bei Geräten, die zum Konservieren von Gemüse und Beeren verwendet werden. Das Ergebnis ist bei beiden Methoden dasselbe; der einzige Unterschied liegt in der Trocknungszeit.

Im Ofen

im Ofen trocknenAm schnellsten trocknet man Weidenröschen, indem man es einige Minuten in einen vorgeheizten Backofen legt. Dazu schneidet man die fermentierten Blätter zunächst in kleine Stücke von maximal einem Zentimeter Länge und Breite. Anschließend verteilt man sie auf einem Backblech und schiebt dieses in den auf maximal 100 Grad Celsius vorgeheizten Backofen. Die Ofentür wird einen Spalt geöffnet, und das Weidenröschen lässt man zwei Stunden trocknen. Dabei wendet man es regelmäßig, damit es nicht verbrennt.

Sobald die Blätter anfangen zu knacken und zu zerbrechen, die Hitze reduzieren und das Backblech mit den Blättern entfernen. Mehrere Lagen Mulltuch auf den Tisch legen und das Weidenröschen darauf streuen. Anschließend einen Beutel formen, zubinden und im Eingangsbereich oder in einem Zimmer im Haus aufhängen. Es dauert mehrere Tage, bis die Blätter vollständig getrocknet sind.

Wichtig!

Für das Trocknen im Freien ist trockenes Wetter unerlässlich. Wenn Sie den Tee drinnen trocknen, können Sie den Teebeutel auf eine sonnige Fensterbank legen.

Verwendung eines elektrischen Trockners

Das Trocknen der Blätter erleichtert die Zubereitung erheblich. Breiten Sie die Blätter in einer Schüssel aus und stellen Sie die Temperatur auf 80 bis 100 Grad Celsius ein. Trocknen Sie die Blätter eineinhalb bis zwei Stunden lang. Prüfen Sie anschließend die Festigkeit der Blätter durch Berührung. Brechen sie leicht, entfernen Sie die Blätter und geben Sie sie in einen Stoffbeutel. Trocknen Sie die Blätter zu Hause weitere zwei bis drei Tage und lagern Sie sie dann ein.

In der Sonne

Richtiges Trocknen in der SonneDie älteste Methode dauert auch am längsten. Suchen Sie sich den sonnigsten Platz in Ihrer Wohnung. Es muss nicht unbedingt ein Fensterbrett sein. Ein Tisch oder Schrank in einem hellen Raum genügt. Legen Sie Zeitungspapier oder Küchenpapier darauf und streuen Sie Weidenröschen darüber. Verteilen Sie es dünn und lassen Sie es eine Woche lang trocknen.

Die Trocknungszeit hängt von Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung ab. Bei bewölktem Wetter benötigt das Weidenröschen mindestens zwei Wochen zum Trocknen. Wenden Sie die Blätter regelmäßig, mindestens alle drei Tage. Sobald sie ausreichend trocken sind, können Sie sie einlagern.

Wie man mit einem Fleischwolf Tee zubereitet

Um Zeit beim manuellen Zerkleinern der Kräuter zu sparen, können Sie einen Küchenwolf verwenden. Die gesammelten Blätter werden sofort durch den Wolf gegeben. Damit sie leicht durchkommen und sich nicht in den Klingen verfangen, werden sie vorher zu kleinen Stücken zerdrückt.

Die entstandene Masse wird leicht geknetet, bis Flüssigkeit austritt. Anschließend werden die verdrehten Kräuter in einen Topf gegeben und angedrückt. Der Vorgang wird dann wie oben beschrieben fortgesetzt.

Wie man kocht

wie man brautGetrocknete Kräuter müssen richtig aufgebrüht werden. Die benötigte Menge hängt von der Art der Erkrankung ab. Für jede Erkrankung gelten spezifische Dosierungs- und Verdünnungsrichtlinien.

  1. Bei Magen-Darm-Beschwerden, Geschwüren und Gastritis 20 Gramm des Krauts in einer Tasse kochendem Wasser aufbrühen. Den Aufguss maximal eine Stunde ziehen lassen, dann durch ein Mulltuch abseihen und in 3–4 Portionen zum Mittag- oder Abendessen trinken. Die Behandlungsdauer beträgt einen Monat.
  2. Bei Anämie, geschwächtem Immunsystem und allgemeinem Unwohlsein einen Esslöffel Weidenröschen in 200 ml heißem Wasser auflösen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Die Mischung zwei- bis dreimal täglich trinken. Die Behandlungsdauer beträgt drei bis vier Wochen.
  3. Bei Halsschmerzen kann man Weidenröschen als Gurgelmittel verwenden. Geben Sie 2 Esslöffel getrocknetes Pulver in ein Glas heißes Wasser und lassen Sie es 10–15 Minuten ziehen. Gurgeln Sie anschließend 2–3 Mal täglich über 5–7 Tage.
  4. Zur Verbesserung des Schlafs und zur Normalisierung von Blutdruck und Herzfrequenz bereiten Sie einen Sud zu: Geben Sie einen Esslöffel Weidenröschen in 200 Milliliter Wasser. Erhitzen Sie die Mischung über dem Feuer, bis sie kocht, und lassen Sie sie anschließend 10 Minuten köcheln. Lassen Sie den Sud abkühlen und trinken Sie ihn zwei Wochen lang abends in zwei Dosen.

Ivan-Tee kann nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Alkohol zubereitet werden. Die alkoholische Tinktur eignet sich besonders gut zur Stärkung der allgemeinen körperlichen Fitness und zur Entgiftung des Körpers. Wodka oder Isopropylalkohol können als Zutat verwendet werden. Geben Sie pro Glas Wodka zwei gehäufte Esslöffel Weidenröschen hinzu und stellen Sie die Tinktur in einen verschließbaren Schrank. Nach zehn Tagen seihen Sie die Tinktur ab, um die Kräuter zu entfernen, und nehmen Sie ein- bis zweimal täglich einen Esslöffel ein. Für optimale Ergebnisse trinken Sie die Tinktur vier Wochen lang ununterbrochen.

Aufmerksamkeit!

Die Tinktur wird an einem dunklen, trockenen Ort bei Raumtemperatur aufbewahrt.

Kochgeheimnisse

Tasse TeeEine normale Teekanne eignet sich zum Aufbrühen des Kräutertees. Waschen und spülen Sie sie vorher gründlich mit kochendem Wasser aus. Auch eine Teetasse ist praktisch, da sich die Kräuter so leicht entnehmen lassen. Beim Zubereiten von Ivan-Tee sind noch einige weitere Punkte zu beachten:

  • Sie müssen gefiltertes Wasser oder Quellwasser verwenden;
  • Das Kraut sollte portionsweise aufgebrüht werden: Zuerst füllt man die Teekanne mit Wasser, höchstens zu einem Drittel ihres Volumens. Nach 2-3 Minuten gibt man Wasser bis zur Hälfte des Volumens hinzu und erst nach der fünften Minute wird kochendes Wasser vollständig hinzugefügt.
  • Fügen Sie Ihrem Tee keinen Zucker, Honig, Sirup oder Milch hinzu. Diese Produkte verfälschen nur den Geschmack des Tees und mindern seine positiven Eigenschaften.

Nach der Zubereitung sollte der Sud oder Aufguss sofort am selben Tag getrunken werden, da ein Teil der Heilwirkung über Nacht verloren geht. Außerdem verfliegen Geschmack und Aroma. Bereits verwendete Kräuter eignen sich nicht mehr zur Weiterverarbeitung und können entsorgt werden.

https://youtu.be/3vU-EDHtznM

So lagern Sie

Optimale Lagerbedingungen für das getrocknete Produkt sind ein luftdichter Behälter, geschützt vor Sonnenlicht und Feuchtigkeit, bei einer Temperatur zwischen 10 und 25 Grad Celsius. Das getrocknete Kraut wird in ein Einmachglas mit Deckel oder ein Glasgefäß umgefüllt. Das Gefäß kann beschriftet werden, um Verwechslungen mit anderen Kräutern oder Teesorten zu vermeiden. Auch wiederverschließbare Stoffbeutel eignen sich zur Aufbewahrung; alternativ kann das Weidenröschen in einen Stoffsack gefüllt und fest zugebunden werden.

Stellen Sie das Teeglas an einen dunklen, lichtgeschützten Ort mit einer Luftfeuchtigkeit von maximal 50 %. Sie können den Tee auch in der Speisekammer oder im Keller lagern, solange es dort nicht feucht oder kalt ist. Ivan-Tee ist in der Regel gut haltbar und behält seine heilenden Eigenschaften bis zu drei Jahre lang.

Als kraftvolles Naturheilmittel erfreut sich das Weidenröschen auch heute noch großer Beliebtheit. Seine Wirkung ist deutlich spürbar, wenn alle Schritte des Sammelns, Zubereitens und Aufbrühens korrekt befolgt werden. Es ist wichtig, die wohltuende Wirkung dieser Pflanze selbst zu erfahren, um neue Kraft zu schöpfen und die Gesundheit zu verbessern.

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