Nicht jeder Gärtner weiß, dass die Heimat der scharfen Chilischote die mexikanischen Prärien sind. Dort heißt sie „Chili“, was so viel wie „bitter“ bedeutet. Europäer entdeckten den pikanten Geschmack dieser exotischen Frucht erst nach der Entdeckung des amerikanischen Kontinents (Mexiko).
Die aus Übersee importierte Pflanze wurde aufgrund dieser Ähnlichkeit als Chilischote bezeichnet. Seitdem erfreut sie sich großer Beliebtheit. Indien und Thailand gelten als die führenden Anbauländer und erzielen die höchsten Erträge an Chilischoten.
Merkmale der Sorte
Grüne Chilischoten wachsen als niedrige (ca. 50 cm) und ausladende Sträucher mit glänzenden Blättern. Die Blüten sind je nach Sorte weiß oder gräulich-violett mit leichten Tropfen, wobei die Sortenvielfalt sehr groß ist. Diese Sorte kann in ganz Russland und der Ukraine angebaut werden. Die Früchte wiegen 100–300 Gramm und reifen innerhalb von 3–4 Monaten. Ihre Formen variieren: länglich und schmal, klein und kugelförmig sowie breit und halbkreisförmig. Um eine reiche Ernte zu erzielen, pflanzen Gemüsegärtner 20–26 Pflanzen pro Quadratmeter, zwei Pflanzen pro Pflanzloch. Darüber hinaus sind einfache Anbaumethoden zu beachten:
- Auskneifen der Triebe an jedem Strauch (Entfernen der Triebe aus den Achseln der Stängel);
- die Spitze der Pflanze einklemmen;
- Entfernung einiger Blüten während der üppigen Blüte.

Wie man eine exotische Pflanze anbaut
Damit Ihre Gartenernte nicht enttäuscht, ist die Auswahl hochwertiger Chilisamen entscheidend. Viele säen Samen aus dem eigenen Garten, die sie im Herbst geerntet haben. Das ist jedoch nicht immer praktikabel, da für die Samenernte Früchte benötigt werden, die den Sortenstandards hinsichtlich Form und Größe entsprechen. Werden die Samen nicht richtig getrocknet und gelagert, können sie ihre Keimfähigkeit verlieren. Da Chilisamen lange zum Keimen brauchen, ist es ratsam, die Setzlinge Anfang Februar vorzuziehen.
- Auf den Boden des Behälters werden angefeuchtete Wattepads gelegt, auf die die Samen gestreut werden; der Behälter wird mit einem feuchten Tuch oder Glas abgedeckt, um das Verdunsten von Feuchtigkeit zu verhindern, und an einen warmen Ort gestellt;
- Eine Bodenmischung wird aus Humus, Sand und Lauberde im Verhältnis 2:1:1 hergestellt;
- Die gekeimten Sämlinge werden direkt in kleine, mit vorbereiteter Erde gefüllte Becher gepflanzt, jeweils einer pro Becher; bei der Pflanzung in Kisten müssen sie pikiert werden, da sich die jungen Triebe gegenseitig behindern.
- Sobald die ersten Blätter erscheinen, sollten die Pflanzgefäße an einen sonnigen Platz gestellt werden.
- Nach zwei Wochen beginnt die Aushärtung, deren Dauer sich allmählich verlängert;
- Sobald die Gefahr von Maifrösten vorüber ist, werden die Setzlinge an einem windgeschützten Ort ausgepflanzt.

Eine weitere interessante Anbaumethode: Obststräucher werden auf 10–15 cm über der Wurzel zurückgeschnitten und in Töpfe umgepflanzt, die anschließend in den Keller gestellt werden. Im Winter müssen die Sträucher regelmäßig gegossen werden, damit die Erde nicht austrocknet. Sobald die Aussaatzeit beginnt, werden die Pflanzen gedüngt und ins Freiland gepflanzt: Entwicklung und Fruchtbildung erfolgen dann deutlich schneller. Gemüsegärtner berichten, dass ein einzelner Strauch bis zu fünf Jahre alt werden kann.
Pflege von Feldfrüchten im Freiland
Agronomen behaupten, die im Boden vorhandenen Nährstoffe reichten für das Pflanzenwachstum aus. Gemüsebauern widersprechen: Dies sei nur wirksam, wenn im Herbst organische Düngemittel eingearbeitet würden. Andernfalls würden zur Verbesserung von Wachstum und Entwicklung Mehrnährstoffe, üblicherweise vor dem Gießen, ausgebracht. Bei kleinen Flächen könne man mit aufgelöstem und fermentiertem Hühnermist düngen. Der zweite Schlüssel zu einer reichen Ernte sei das rechtzeitige Gießen. An heißen Sommertagen sollten die Setzlinge jeden zweiten Tag gegossen werden, am besten abends. Bei kleinen Flächen empfiehlt sich warmes, abgestandenes Wasser, um den Boden zu erwärmen und mit Sauerstoff anzureichern. Sobald der Boden trocken sei, sollte er aufgelockert werden.
Besonderheiten beim Anbau von Chilischoten
Paprika ist eine sehr wärmeliebende Pflanze, die viel Sonnenlicht benötigt. Daher eignen sich südliche Regionen am besten für den Anbau im Freien. In nördlichen Regionen fehlt es Chilischoten an Wärme und Farbe der Sonne, weshalb sie in Gewächshäusern angebaut werden sollten, zumal sie auch ohne vollständige Reife verzehrt werden können. Bewohner nördlicher Regionen ziehen Paprika oft auf Fensterbänken. Mit langen, grünen Schoten behängte Sträucher haben auch einen dekorativen Zweck. Allerdings müssen dafür einige Bedingungen erfüllt sein:
- Stellen Sie die Töpfe auf Fensterbänke mit Ausrichtung nach Süden und Südosten, damit die Pflanzen ausreichend Licht erhalten. Bei bewölktem Wetter verwenden Sie weiße Lampen oder Leuchtstoffröhren (die Anzahl der Lampen hängt von der Wattzahl ab: Eine 150-Watt-Lampe beleuchtet idealerweise einen Quadratmeter Fläche). Die Lampen sollten 30–40 cm von den Pflanzen entfernt aufgestellt werden.
- Auch die richtige Temperatur ist wichtig. Denken Sie daran, dass Milchglas einen kalten Luftzug erzeugt und die Temperatur um 3–5 °C senkt. Blumentöpfe sollten möglichst an den Rand der Fensterbank gestellt und nachts ganz entfernt werden.
- Befinden sich Heizkörper direkt unter der Fensterbank, können Paprikapflanzen überhitzen. In diesem Fall ist reichliches Gießen und regelmäßiges Besprühen der Blätter notwendig. Um die heiße Luft abzuhalten, können entlang der gesamten Fensterfront Lamellen aus Sperrholz angebracht werden.
- Zum Gießen Wasser mit Zimmertemperatur verwenden. Ist der Raum kalt, das Wasser erwärmen. Im Winter nur morgens gießen.

Krankheitsresistenz
Chilischoten sind dank ihrer bakteriziden Eigenschaften resistent gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge, aber wenn keine geeigneten Anbaumethoden angewendet werden, können verschiedene Probleme auftreten:
- Übermäßiges Gießen führt zur Entwicklung eines ansteckenden Pilzes (umgangssprachlich „Schwarzbeinigkeit“).
- Beim Anbau von Chilischoten in Gewächshäusern können unzureichende Belüftung und Bewässerung zu einer verstärkten Aktivität von Spinnmilben und Blattläusen führen.
Experten raten von der Verwendung chemischer Insektizide ab, da diese bakterielle Krankheitserreger abtöten und den Geschmack der Paprika beeinträchtigen. Biologische und traditionelle Heilmittel können helfen, die Pflanzen zu behandeln und sie zukünftig zu schützen.
- Holzasche;
- Kräuterabkochungen;
- Tabakaufguss;
- eine starke Lösung aus Waschmittel oder Teerseife.
Ernte und Lagerung
Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften der Paprika ist ihre allmähliche Reifung, sodass die Schoten auch unreif verzehrt werden können. Wer es gerne etwas schärfer mag, sollte warten, bis die Paprika vollreif sind, denn dann sind die am Stiel befindlichen Samen besonders scharf. Leicht unreife Chilis können Ende August geerntet werden: Die Früchte reifen drinnen nach. An den freigelegten Trieben bilden sich neue Fruchtknoten. Die letzte Ernte erfolgt kurz vor dem ersten Frost.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, grüne Paprika zu lagern:
Früchte trocknen
Auf einen groben Faden aufgefädelt, trocknen die Schoten und können den ganzen Winter über gelagert werden, ohne dass sie an Qualität und Aroma verlieren.
Erhaltung
Grüne Schoten können durch Kaltkonservierung haltbar gemacht werden:
Die Paprikaschoten sollten samt Stiel gewaschen und geschichtet in ein Tongefäß gegeben werden. Jede Schicht wird mit grobem Salz bestreut. Die oberste Schicht wird beschwert. Nach zwei bis drei Wochen ist die Würzmischung fertig. Die Paprikaschoten können mehrere Monate im Glas aufbewahrt werden, ohne zu schimmeln. Manche Hausfrauen füllen das Glas mit einer starken Salzlösung, die sie wie ein Ei zubereiten, und verschließen es mit einem Deckel. Eingelegte Paprika schmecken ebenfalls sehr gut.
Einfrieren
Die Ernte kann auch durch Gefriertrocknung haltbar gemacht werden. Bevor die Früchte eingefroren werden, empfiehlt es sich, sie einige Minuten in kochendem Wasser einzuweichen.
Grüne Schoten verleihen Gerichten in jeder Form eine pikante Note.
https://youtu.be/a4cXteg6YUI
Rezensionen der Kultur
In Gartenforen tauschen viele Nutzer ihre Erfahrungen über den Anbau von grünen Chilischoten aus:
- Die Frau erzählt, dass sie in ihrem Garten schon seit vielen Jahren grüne Chilischoten anbaut. Diese pflegeleichte Pflanze bringt jedes Jahr eine reiche Ernte. Einen Teil der Ernte verschenkte sie an Gäste aus dem Norden. Die Chilischoten haben die lange Reise mit Bravour überstanden.
- Eine junge Frau berichtet, dass sie und ihr Mann grüne Chilischoten in einem Gewächshaus angebaut haben. Sie bewässerten die Pflanzen zweimal wöchentlich und düngten sie mit Kaliumdünger. Die Ergebnisse übertrafen alle Erwartungen.
- Ein junger Mann mit einer Vorliebe für scharfes Essen pflanzte mehrere Paprikapflanzen in Töpfe und stellte sie auf seinen Balkon. Er goss sie regelmäßig und lockerte die Erde mit einem kleinen Spaten auf. Er freute sich sehr über die Ernte und plant, seine Anbauversuche im nächsten Jahr fortzusetzen.
Der Anbau von grünen Paprika macht allen Spaß. Die Ernte ist zwar schwer vorherzusagen, aber die Mühe und die Kosten lohnen sich immer. Hausfrauen können damit eine Vielzahl pikanter Saucen und Gewürzmischungen für verschiedene Gerichte zubereiten. Mit zunehmender Erfahrung entwickeln sich einzigartige Anbaumethoden für diese feurige Pflanze, die besonders für Gemüseanfänger interessant sein dürften.




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