Pilzsammler stoßen im Wald häufig auf verschiedene rotkappenfarbene Pilze. Sie sehen meist sehr verlockend aus, doch ohne Kenntnis ihrer Namen sollte man sie besser nicht pflücken, da viele ungenießbar oder sogar giftig sind. Am besten unternimmt man eine ruhige Pilzsuche mit einem erfahrenen Pilzsammler, der einem die Vielfalt der Pilze aus erster Hand erklärt. Ist dies nicht möglich, sollte man Fotos und Beschreibungen essbarer und ungenießbarer Pilze mit diesem Aussehen sorgfältig studieren.
Essbare Pilzarten mit roten Hüten
Um echte Pilze von falschen zu unterscheiden, müssen Sie nicht nur deren Namen kennen, sondern auch die Beschreibung und das Foto jedes einzelnen Pilzes genau studieren.
Zu den essbaren Arten mit roter Kappe gehören unter anderem folgende:
- Der Rotäugige Butterpilz hat einen flachen Hut mit einem Höcker in der Mitte. Sein charakteristisches Merkmal ist die schleimige Haut, die sich relativ leicht vom Fleisch lösen lässt. Der Stiel ist orange mit einem gelblichen Schimmer. Das Fleisch verfärbt sich bei Verletzung rot.
- Der Rote Espenpilz zeichnet sich durch seinen kugeligen, eher fleischigen Hut aus, der rot, bräunlich-rot oder orange gefärbt ist. Der weiße Stiel ist mit schuppigen, dunklen Schuppen bedeckt. Im Schnitt ist das Fleisch weiß, mit einem bläulichen Schimmer an der Stielunterseite. An der Schnittstelle verfärbt es sich schnell blau und dann schwarz.
- Der Rote Steinpilz (Boletus ruddenscens) hat einen leuchtend roten Hut, der manchmal einen bräunlichen oder purpurroten Schimmer aufweist. Junge Früchte haben einen gewölbten, kissenförmigen Hut, während der Hut bei reiferen Früchten oft abgeflacht ist und kleine Risse auf der Oberfläche aufweist.
- Der Sumpf-Täubling gilt als exzellenter Speisepilz und lässt sich vielseitig zubereiten. Er gedeiht in feuchten und nassen Gebieten und wächst häufig in Sümpfen. Der Hut des Pilzes ist leuchtend rot, der Stiel weiß, manchmal mit einem rosa Schimmer.
- Pfifferlinge mit zinnoberrotem Farbton wachsen in Eichen- und Laubwäldern. Der Hut ist klein, bis zu 4 cm im Durchmesser, und trichterförmig. Der Stiel erreicht eine Höhe von 2–5 cm.
Bedingt essbare Sorten
Bedingt essbare Pilze sind solche, die erst nach einer Vorbehandlung verzehrt werden können. Sie werden gekocht, eingeweicht, blanchiert oder getrocknet. Nach einer dieser Zubereitungsarten kann mit der Zubereitung des Hauptgerichts begonnen werden. Unter den Pilzen mit roten Hüten werden folgende bedingt essbare Arten unterschieden:
- Der Rote Milchling zeichnet sich durch seinen rotbraunen Hut aus, der bis zu 20 cm Durchmesser erreichen kann. Meist ist die Oberfläche des Pilzes hellbraun, es gibt aber auch tieforange und rote Exemplare. Das Fleisch ist recht brüchig, weiß oder rötlich gefärbt. Die Schnittfläche riecht nach gekochtem Krebs oder Fisch.
- Die Gelbrote Eberesche zeichnet sich durch einen matten, fleischigen Hut von gelb-oranger oder gelb-roter Farbe aus. Der Hut kann einen Durchmesser von bis zu 15 cm erreichen. Auf seiner Oberfläche befinden sich kleine, burgunderrote Schuppen. Das Fruchtfleisch ist gelb, hat einen milden Geschmack und ein säuerliches Aroma.
- Der Ziegelrote Hallimasch gilt als falscher Hallimasch und ist unter bestimmten Bedingungen essbar. Sein fleischiger Hut erreicht einen Durchmesser von 4 bis 12 cm und kann rötlich-braun, ziegelrot oder bräunlich-gelb gefärbt sein. Das Fleisch ist weiß mit einem gelblichen Schimmer und schmeckt leicht bitter. Der Stiel wird bis zu 10 cm lang und ist relativ fest. Hallimasch findet man im Sommer und Herbst auf Totholz und Baumstümpfen von Laubbäumen.
Ungenießbare und giftige Pilze mit roten Hüten
Ungenießbare Pilze werden aufgrund ihres schlechten Geschmacks oft nicht zum Kochen verwendet. Diese Sorten können bitter oder scharf schmecken und einen sehr unangenehmen Geruch haben. Von giftigen Arten wird sogar abgeraten, da ihre Sporen ebenfalls Gift enthalten. Bei der Suche ist äußerste Vorsicht geboten, da manche essbaren Pilze täuschend ähnlich sehen. Es lohnt sich, sich mit den gefährlichen Waldbewohnern vertraut zu machen.
- Der Rote Täubling ist im Frühherbst in Nadelwäldern zu finden. Sein Hut ist klein und erreicht einen maximalen Durchmesser von 6 cm. Er ist flach gewölbt und dunkelrot. Bei Beschädigung verströmt er einen angenehmen Duft, und das rohe Fleisch hat einen scharfen Geschmack.
- Der Täubling (Russula kelei) bildet einen kleinen Hut mit einem Durchmesser von bis zu 8 cm. Der Pilz ist dunkel gefärbt: bordeauxrot, violett oder rot. Der Stiel ist rot mit einem violetten Schimmer. Angeschnitten verströmt der Pilz ein angenehmes Aroma und hat einen eher scharfen Geschmack.
- Der stechend riechende Täubling ist häufig in feuchten Nadelwäldern anzutreffen. Sein roter oder rosaroter Hut kann einen Durchmesser von bis zu 10 cm erreichen. Junge Pilze haben flachgewölbte Hüte, die sich mit zunehmendem Alter ausbreiten. Geschmack und Geruch dieses Pilzes sind recht unangenehm. Er gilt als einer der giftigsten Speisepilze, da sein Fleisch das Toxin Muskarin enthält, das bereits in geringen Mengen schwere Vergiftungen hervorrufen kann.
- Der Rote Fliegenpilz ist von einer leuchtend roten Haut umgeben, die dicht mit weißen, warzenähnlichen Schuppen bedeckt ist. Sein Fleisch duftet dezent. Es ist weiß, kann aber unter der Haut hellgelb oder orange sein. Der zylindrische Stiel erreicht eine Höhe von bis zu 20 cm und einen Durchmesser von bis zu 2,5 cm.
Regeln, Treffpunkte und Vorsichtsmaßnahmen
Bei der Suche nach essbaren Pilzen ist der Fundort das A und O. Wälder und Gebirge eignen sich hervorragend zum Sammeln. Wichtig ist, staubige Straßen und Industriegebiete zu meiden.
Sind Kinder bei der Suche anwesend, ist es ihnen strengstens untersagt, Beeren und Pilze zu berühren oder zu probieren. Ein Weidenkorb oder Rucksack eignet sich gut als Behälter für die Waldfrüchte, da diese so an der frischen Luft trocknen können.
Pilze sammelt man am besten früh morgens. Es empfiehlt sich, die Fruchtkörper nicht aus der Erde zu ziehen, sondern sie vorsichtig abzuschneiden oder zu drehen, um das Myzel so wenig wie möglich zu beschädigen. Bei starker Beschädigung stirbt das Myzel ab, und an dieser Stelle wachsen keine neuen Pilze mehr. Bevor Sie die Fruchtkörper in den Korb legen, untersuchen Sie sie sorgfältig auf Würmer.
Zu Hause sollte die Ernte nochmals sorgfältig geprüft, gewaschen, geschält und ordnungsgemäß verarbeitet werden. Nach dem Kochen der Früchte muss das Wasser weggeschüttet werden, da es schädliche oder sogar giftige Substanzen enthält.
Antworten auf häufig gestellte Fragen
Die meisten ungenießbaren und giftigen Pilze verfärben sich an der Schnittstelle, die Farbe des Fruchtkörpers ist jedoch kein Indikator für Giftigkeit. Die Farbe des Fruchtkörpers hängt im Allgemeinen von den Wachstumsbedingungen, dem Klima, dem Licht und dem Boden ab.
Dies lässt sich durch den Lebensraum erklären: In Mischwaldgebieten hat die Kappe eine orange oder gelbrote Farbe, in Wäldern mit einer überwiegenden Anzahl von Pappeln hat sie einen grauen Schimmer, und in reinen Espenwäldern ist die Oberfläche dunkelrot.
Unter den Pilzen mit roten Hüten finden sich sowohl essbare als auch giftige Arten. Vor der Suche ist es wichtig, sich mit den essbaren und giftigen Sorten vertraut zu machen. Denn wer seinen Feind kennt, kann ihn gefahrlos meiden.

























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Du musst Espenpilze und Birkenröhrlinge sammeln.
Alex1
Ich war auf einer Mission in der Region Wologda. In einem Fichtenwald wuchsen wunderschöne, rot-orangefarbene „Untertassen“ über den Nadeln. Was waren das wohl? Natürlich habe ich sie nicht gesammelt. Das Essen in der Bordkantine war sehr gut.
Andrey
Hirschpilz. Er ist sehr salzig und muss daher lange (etwa 24 Stunden) in Wasser eingeweicht werden, wobei das Wasser zweimal gewechselt werden muss. Hirschpilze werden oft mit dem Täubling verwechselt.
Leonid..
Das erste Bild zeigt keine Butterpilze! Wir nennen sie Weidepilze... ungenießbar...
Ruhig
Die Autorin ist eine von Trauer gezeichnete Schriftstellerin.
Alle Pilze sind essbar, manche jedoch nur einmal.
M.N.
Der Rotrote Steinpilz ist ein typischer Lärchenpilz, der in der gemäßigten Zone sehr selten vorkommt. Steht er nicht im Roten Buch? Übrigens werden Lärchensteinpilze (von denen es neben dem Schuppenfuß-Steinpilz noch zwei weitere Arten gibt) vielerorts als Giftpilze betrachtet.