Giftpilze, die den Hallimasch ähneln: Unterschiede und Unterscheidungsmerkmale (+27 Fotos)

Pilze

Hallimasch zählt zu den häufigsten Pilzen in gemäßigten Klimazonen. Sie können essbar oder ungenießbar sein und wachsen in Kolonien, meist um Baumstümpfe herum. Diese Gruppe umfasst Vertreter von fünf Gattungen aus drei verschiedenen Familien. Darüber hinaus sind auch dem Hallimasch sehr ähnliche Pilze sowie giftige Hallimascharten recht häufig.

Unter den zahlreichen Pilzen, die Pilzen ähneln, finden sich häufig giftige Arten, deren Gefahr sich weder durch Einweichen noch durch Erhitzen mindern lässt. Besonders hervorzuheben sind hier der Falsche Pilz, der Schwefelgelbe und der Ziegelrote Pilz. Zu den Unterscheidungsmerkmalen dieser Sorten zählen eine intensivere, leuchtendere Färbung, die Oberflächenstruktur sowie Unterschiede in der Stielstruktur.

Merkmale der Art und Fotos

Die meisten Pilze, die in der Nähe von Baumstümpfen große Kolonien bilden, werden gemeinhin als Hallimasch bezeichnet. Zu dieser Gruppe gehören auch Arten, die auf offenen Flächen im Gras wachsen. Es gibt saisonale Hallimasch-Varianten, und die meisten sind vollständig essbar.

Die Sommerart ist vom mittleren Frühling bis zum späten Herbst in Laubwäldern der gemäßigten Zone anzutreffen. Der glatte, leicht schleimige Hut ausgewachsener Exemplare kann bis zu 6 cm groß werden. Seine konvexe Form verändert sich mit zunehmendem Alter, er verbreitert sich und bildet in der Mitte einen breiten Höcker.

Die Färbung variiert von Hellgelb bis Dunkelbraun. Der dicke Stiel mit einem Ring am oberen Ende erreicht eine Höhe von 7 cm. Die untere Hälfte des Stiels ist mit dunklen Schuppen bedeckt, die obere Hälfte weist einen Ring auf.

Der Hallimasch wächst auf Baumstümpfen, Wurzeln und Stämmen. Man findet ihn meist in großen Gruppen in feuchten Herbstwäldern von Ende August bis zum Frühwinter bei Temperaturen über 100 °C. Zu seinen charakteristischen äußeren Merkmalen gehören schuppige Stiele und braune Hüte mit einem Durchmesser von bis zu 17 cm.

Der Winterhallpilz ist ein Parasit, der auf Laubbäumen und Totholz lebt. Er wächst in der kalten Jahreszeit in dichten Kolonien und ist oft sogar unter Schnee zu finden. Die Wintervariante des Pilzes zeichnet sich durch einen kleinen, hellbraunen Hut und einen bis zu 7 cm langen Stiel aus.

Essbare und bedingt essbare Pilze, ähnlich den Honigpilzen

Die Fähigkeit, „gute“ Gaben des Waldes von „schlechten“ zu unterscheiden, ist von entscheidender Bedeutung, da die Gesundheit und das Leben der Menschen, die sie verzehren, davon abhängen.

Essbare Schuppen

Diese Art ist am häufigsten in gemäßigten Klimazonen anzutreffen. Ihr mit dunklen Schuppen bedeckter Hut kann einen Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen, und ihr Stiel erreicht oft eine Länge von 15 cm.

Junge Exemplare zeichnen sich durch eine kräftige rötliche Farbe aus. Das feste Fruchtfleisch behält seine Farbe auch bei Beschädigung. Diese Früchte wachsen einzeln oder in Gruppen in Laub- oder Mischwäldern vom Hochsommer bis zum Spätherbst.

Der Schuppenpilz ist eine halb essbare Pilzart und enthält Substanzen mit positiven Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Er wird medizinisch zur Behandlung von Gicht und anderen Gelenkerkrankungen eingesetzt.

Andere

Die gelbrote Eberesche findet man vom Spätsommer bis zur ersten Herbsthälfte auf Totholz in Nadelwäldern. Ihr Hut ist mit Schuppen bedeckt. Neben der leuchtenden Farbe ist ein charakteristisches Merkmal das Fehlen eines Rings unter dem Hut. Dieser Pilz muss vor dem Verzehr eingeweicht und gekocht werden.

Gelb-rote Eberesche
Gelb-rote Eberesche

Essbare Wiesen-Honigpilze können in fast jeder Form bedenkenlos verzehrt werden. Vom Sommer bis zum Spätherbst findet man sie auf Waldlichtungen, Wiesen und in Gärten. Diese kleinen Pilze mit hellbraunem Hut und dünnem Stiel verströmen einen charakteristischen Pilzduft.

Der Wiesenhallpilz ist vom Frühsommer bis Ende Oktober auf offenen Flächen, an Wegrändern, auf Waldlichtungen und in Gärten zu finden. Dieser kleine Pilz (ca. 6 cm hoch) hat einen ausgezeichneten Geschmack und ist daher bei Pilzsammlern sehr beliebt.

Giftige und ungenießbare Doppelgänger

Anfänger im Pilzesammeln sollten die wichtigen Unterscheidungsmerkmale der einzelnen Vertreter der giftigen Doppelgängergruppe kennenlernen, um Vergiftungen zu vermeiden.

Ungenießbare Schuppen

Der klebrige, schuppige Hut wächst auf Totholz und Baumstümpfen. Während des Wachstums verändert sich seine Hutform von halbkugelförmig zu ausladend, in der Mitte gewölbt mit herabhängenden, glatten Rändern und wenigen Schuppen. Der Pilz ist hellbraun oder beige. Sein sich verjüngender Stiel mit dichtem, gelbem Fleisch ist zylindrisch. Wie bei den meisten ungenießbaren Pilzen ist das Fleisch bitter.

Der Schuppenpilz zeichnet sich durch einen gewölbten, halbkreisförmigen, beigefarbenen Hut mit einem Durchmesser von 6–15 cm aus, der mit breiten, weißen Schuppen bedeckt ist. Der dicke, sich an der Basis verbreiternde Stiel ist mit hellen, flockenartigen Schuppen besetzt. Das weißliche, korkige Fleisch hat einen starken, unangenehmen Geruch und einen bitteren Geschmack. Dieser Pilz wächst meist an den Stämmen von Laubbäumen.

Falsche Honigpilze

Im Herbst, zur Hauptsaison der Pilze, kann man neben echten Hallimasch auch Doppelgänger finden. Der Falsche Ziegelrote Hallimasch ähnelt dem Sommerhallimasch mit seinem glatten Hut, hat aber weder den typischen Rand noch die Schuppen am Stiel. Er trägt von August bis Oktober Früchte und landet daher oft versehentlich in den Körben von Pilzsammlern. Wegen seiner Giftigkeit sollte man diese rötlichen Früchte besser meiden.

Falscher ziegelroter Hallimasch
Falscher ziegelroter Hallimasch

Der Weiße Knollenblätterpilz ähnelt dem Wiesen-Halluspilz sehr. Auch dieser Pilz wächst im Freien. Sein flacher oder eingedrückter, weißlicher Hut mit weißlichem Schimmer wird bei feuchtem Wetter schleimig. Das Fehlen einer Wölbung in der Mitte des Hutes ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Zudem deuten die enger beieinander stehenden, gelblichen Lamellen darauf hin, dass dieser Pilz zu dieser Art gehört.

Weißer Redner
Weißer Redner

Giftige schwefelgelbe Honigpilze

Im frühen Stadium ähnelt der Hallimasch einer Glocke mit einem Ring am Stiel. Ausgewachsene Hallimasch-Hüte sind glatt und trocken und erreichen einen Durchmesser von bis zu 7 cm. In der Mitte befindet sich ein Warzenhöcker. Die gelben, glatten, hohlen Stiele werden bis zu 10 cm lang. Charakteristisch ist der gefranste Hutrand und das Fehlen von Schuppen.

Die schwefelgelbe Sorte zeichnet sich durch einen starken, unangenehmen Geruch aus. Ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen giftigen „Geschenken des Waldes“ und essbaren Pilzen sind die leuchtend gelben Lamellen unter dem Hut, die sich bei ausgewachsenen Exemplaren olivschwarz färben. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist der braune Fleck in der Mitte des Hutes.

Regeln für das Sammeln essbarer Hallimaschpilze

Bei der „stillen Pilzsuche“ ist Vorsicht geboten, um nicht versehentlich giftige Pilze zu pflücken. Hallimasch findet man in Laubwäldern, beispielsweise auf Baumstümpfen oder umgestürzten Baumstämmen.

Beim Sammeln von Hallimasch-Pilzen sind folgende Regeln zu beachten:

  • Essbare Pilze wachsen ausschließlich auf Holz;
  • Bei echten Hallimaschen sollte am Stiel unter dem Hut ein deutlicher Ring zu sehen sein;
  • Hut und Stiel sind mit vielen Schuppen bedeckt;
  • Leuchtend gefärbte Hüte und dunkle Platten darunter sind Anzeichen für falsche Hallimasche;
  • Giftige Arten verströmen einen starken, unangenehmen Geruch;
  • Das Fleisch ungenießbarer Pilze schmeckt bitter.

Für die Pilzsuche im Wald empfiehlt sich ein Korb statt eines Eimers, um die Ernte besser belüften zu können. Am besten lagert man die Pilze mit dem Hut nach unten oder seitlich. Untersuchen Sie jeden Pilz sorgfältig und wählen Sie unbeschädigte und junge Exemplare aus.

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Kann man falsche Honigpilze essen?
Viele Scheinpilze haben einen unangenehmen Geschmack und Geruch und werden daher nicht gegessen. Einige sind giftig. Manche Scheinpilze sind unter bestimmten Bedingungen essbar. Bei richtiger Verarbeitung und Zubereitung sind sie unbedenklich.
Sind alle Arten von Hallimasch essbar?
Echte Hallimasche sind essbar, viele ihrer Doppelgänger stellen jedoch eine Gefahr für die menschliche Gesundheit und das Leben dar und sollten daher ignoriert werden.
Kann man giftige Hallimaschpilze beim Kochen erkennen, und wie geht das?
Es gibt mehrere Möglichkeiten, giftige Pilze beim Kochen zu erkennen:

  • Wenn man Silber in Wasser gibt, wird es dunkel.
  • Eine geschälte Zwiebel verfärbt sich beim Kochen in der Pfanne braun oder blau;
  • Die hinzugefügte Milch gerinnt.

Allerdings sind all diese Methoden nicht hundertprozentig zuverlässig.

Worin besteht der Unterschied zwischen einem einfachen Hallimasch und einem falschen Hallimasch?
Falsche Honigpilze erkennt man an ihrer leuchtenden Färbung und den dunklen Lamellen unter dem Hut. Sie haben außerdem einen unangenehmen Geruch, ihr Fleisch schmeckt deutlich bitter, und Hut und Stiel sind unbeschuppt.

Trotz oberflächlicher Ähnlichkeit weisen viele Pilze, die dem Hallimasch ähneln, deutliche Unterschiede auf. Erfahrene Pilzsammler raten dazu, nur bekannte Arten zu sammeln. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, verdächtige Pilze im Wald zu lassen.

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