Pilze sind ein sehr gesundes Lebensmittel, das zahlreiche wertvolle Vitamine und Mineralstoffe enthält. Allerdings sind sie auch ein stark allergenes Lebensmittel. Neben allergischen Reaktionen können sie die Verdauung beeinträchtigen und zu Magen-Darm-Beschwerden führen.
Es gibt Kontraindikationen für den Verzehr von Waldpilzen, beispielsweise im Kindesalter. Auch der Verzehr bestimmter Pilzarten während der Stillzeit kann für das Baby schädlich sein.
Mögliche Gefahren von Pilzen für Mutter und Kind
Das größte Risiko beim Verzehr von Pilzen während der Stillzeit besteht in ihrer Fähigkeit, Radionuklide, Schwermetallsalze und andere toxische Substanzen anzureichern. Diese können über die Muttermilch in den Körper des ungeborenen Kindes gelangen und schwere Vergiftungen verursachen. Einige Pilzarten bilden Sporen, die eingeatmet werden und allergische Reaktionen sowie Bronchialkrämpfe auslösen können.

Pilze enthalten Chitin, viele Ballaststoffe und Kohlenhydrate und gelten daher als schwer verdaulich. Sie können die Darmtätigkeit beeinträchtigen und zu vermehrter Gasbildung führen. Bei Säuglingen kann dies die Darmgärung anregen und Blähungen sowie Koliken verursachen.
Das Kind kann unter Magen-Darm-Beschwerden oder Erbrechen leiden. Vergiftungsfälle sind häufig. Die Früchte belasten zudem Leber, Gallenblase und Nieren stark und können bei Mutter und Kind eine Verschlimmerung von entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen (Gastritis, Colitis) auslösen.
Ob man während der Schwangerschaft und Stillzeit Pilze essen sollte oder nicht, entscheidet jede Frau individuell unter Berücksichtigung ihrer körperlichen Gegebenheiten und des Fütterungsrhythmus ihres Babys.
Pilze, die während der Stillzeit verzehrt werden können und ihre Vorteile
Pilze enthalten ein Vielfaches an Protein im Vergleich zu Fleisch und Gemüse, sind aber etwas schwerer verdaulich. Sie enthalten außerdem Aminosäuren, Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe, die in anderen Lebensmitteln nicht vorkommen. Pilze sind reich an Jod, Kalzium, Phosphor und Zink. Aufgrund dieser Zusammensetzung gelten sie als gutes antivirales Mittel. Ihre antioxidativen Eigenschaften können zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs genutzt werden.

Schwangere und stillende Frauen dürfen nach dem Garen kleine Mengen Pilze verzehren. Stillende Mütter können Pilze aus biologischem Anbau und aus unbehandelten Gewächshäusern essen. Am sichersten sind Champignons und Austernpilze.
Pilze werden in speziellen Industrieanlagen gezüchtet und weisen daher einen geringen Schadstoffgehalt auf. Ihr hoher Wassergehalt fördert die Verdauung, hilft, überschüssige Mineralien und Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen und steigert die Muttermilchproduktion.
Pilze sind leicht verdaulich und können die Verdauung regulieren und Verstopfung lindern. Gerichte mit Pilzen sind fett- und kohlenhydratarm. Gekochte Pilze haben einen niedrigen Brennwert (25–40 kcal/100 g), der von der Zubereitungsart abhängt.
Austernpilze sind ebenfalls unbedenklich. Aufgrund ihres hohen Proteingehalts, ihrer leichten Verdaulichkeit und ihres hohen Ballaststoffgehalts werden sie häufig in Diäten integriert. Diese Ballaststoffe regen die Verdauung an, wirken sich positiv auf die Darmflora aus und helfen, Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen.
Wildpilze wie Steinpilze und Pfifferlinge können die Ernährung stillender Mütter bereichern. Steinpilze werden gut vom Körper aufgenommen und können Radionuklide und Nitrate anreichern. Sie eignen sich am besten, wenn sie erst nach der Umstellung auf gemischte Ernährung oder nach Einführung von Beikost in den Speiseplan aufgenommen werden. Sie verlangsamen die Verdauung im Magen, liefern aber gleichzeitig Energie und Kraft und stärken das Immunsystem.
Richtig zubereitet können Pfifferlinge nicht nur für Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen, sondern auch gesundheitliche Vorteile bieten: Sie besitzen adaptogene Eigenschaften, die für die schnelle Erholung einer Frau nach der Geburt und den damit verbundenen Lebensstiländerungen unerlässlich sind.
Sicherer Verzehr von Pilzen während der Stillzeit
Stillende Mütter sollten dieses Produkt erst nach 4–6 Monaten Stillzeit einführen. Es wird empfohlen, es nicht öfter als einige Male im Monat zu konsumieren.
Verarbeitung
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten nur frisch zubereitete Pilze verzehrt werden. Getrocknete oder gefrorene Pilze sowie verdorbene, faule, wurmstichige oder stark beschädigte Pilze dürfen nicht gegessen werden. Geschmorte oder gebackene Pilze sind erlaubt.

Vor dem Kochen die Pilze sorgfältig verlesen. Anschließend gründlich waschen und Wurzeln oder Moos entfernen. Nochmals abspülen. Um sicherzustellen, dass die Pilze gar oder gebraten werden, die Hüte in kleine, gleichmäßige Stücke schneiden.
Verwenden Sie für das Dressing ausschließlich hochwertiges Pflanzenöl oder fettarme saure Sahne. Mit Salz, gemahlenem schwarzen Pfeffer oder anderen Gewürzen abschmecken, um Geschmack und Aroma zu verleihen. Unter keinen Umständen sollten Sie Mayonnaise, Ketchup oder scharfe Gewürze (Chili, Paprika) zu dem Gericht hinzufügen.
Gesunde Pilzrezepte
Eine stillende Frau kann folgende gesunde Pilzgerichte essen:
- Porridge mit Pilzen:
- Champignons – 150 g;
- Getreide (Reis, Buchweizen) – 1 Tasse (100 Gramm);
- eine halbe Karotte.
- eine halbe Zwiebel;
- Sonnenblumen- oder Olivenöl – 15 ml.

Porridge mit Champignons
Das Gemüse klein schneiden und in Pflanzenöl leicht anbraten. Die fein gehackten Champignons in die Pfanne geben und 10–15 Minuten köcheln lassen. Das Müsli hinzufügen, salzen und mit kochendem Wasser übergießen. Zugedeckt bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis das Müsli weich ist.
- Kasserolle:
- Austernpilze (können durch Champignons ersetzt werden) – 400 g;
- Truthahn – 600 g;
- Sahne – 250 g;
- 2 mittelgroße Zwiebeln;
- Hüttenkäse – 250 g;
- Sonnenblumenöl (oder Olivenöl oder Leinsamenöl) – 2 EL.

Pilzauflauf
Die Austernpilze und das Putenfleisch fein hacken. Eine Auflaufform mit Pflanzenöl einfetten. Alle Zutaten außer dem Hüttenkäse vermengen. Saure Sahne, Salz und Pfeffer hinzufügen und alles in die Form geben. Den Hüttenkäse mit der restlichen sauren Sahne verrühren und auf dem Auflauf verteilen. 45 Minuten bei 200 Grad Celsius backen.
- Champignonsalat:
- Champignons – 250 g;
- Hähnchenbrust – 300 g;
- Hühnerleber – 100 g;
- Käse;
- Gurke – 1 Stück;
- Saure Sahne – 100 g;
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Hühnersalat mit Pilzen und Käse
Champignons, Hähnchenbrust und Leber separat kochen. Alles in Streifen schneiden. Mit saurer Sahne vermengen und würzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit geriebenem Käse bestreuen.
Einschränkungen und Kontraindikationen
Wenn eine Frau sich bezüglich der Qualität und Sicherheit von Pilzen unsicher ist, sollte sie diese besser meiden. Während der Stillzeit sollten halbrohe, rohe und eingelegte Pilze gänzlich vermieden werden; stattdessen sollten nur ordnungsgemäß zubereitete Speisen verzehrt werden. Eingelegte Pilze können bei Säuglingen Vergiftungen, Sodbrennen, Magenbeschwerden und sogar Koliken hervorrufen.
Antworten auf häufig gestellte Fragen
Es gibt viele Fragen zum Verzehr von Pilzen während der Stillzeit. Hier sind einige davon und ihre Antworten:
Ein Einlauf zur Darmreinigung entfernt eventuelle Reste aus dem Darm. Anschließend sollten Adsorptionsmittel wie Aktivkohle, weiße Kohle oder Polysorb eingenommen werden. Bei Fieberanstieg oder anhaltenden Symptomen ist eine stationäre Aufnahme erforderlich. Beim Auftreten erster Symptome sollte das Stillen beendet werden.
Ob stillende Mütter Pilze essen dürfen, ist weiterhin umstritten, da diese aufgrund ihrer Giftigkeit sowohl nützlich als auch schädlich sein können. Wenn sich eine Frau entscheidet, Pilze in ihren Speiseplan aufzunehmen, ist es wichtig, nur unbedenkliche Sorten und die geeignetsten Zubereitungsmethoden auszuwählen.
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