Um auf chemische Düngemittel und diverse Zusatzstoffe zu verzichten, greifen Gärtner auf Gründüngungspflanzen zurück. Diese Methode verbessert die Bodengesundheit und -struktur und reichert den Boden mit Mineralien an. Diese Bodendecker werden auch Zwischenfrüchte genannt, da sie vor der Hauptsaat ausgesät werden und so den Boden vorbereiten. Die Verwendung von Gründüngungspflanzen birgt jedoch einige Besonderheiten, die beachtet werden müssen, da sie sonst die Ernte beeinträchtigen können.
Vor der Blüte entfernen
Die Verwendung solcher Bodendecker bietet viele Vorteile: Sie lockern den Boden mit ihrem Wurzelsystem, reichern ihn mit Mineralien an und verhindern das Austrocknen der obersten Bodenschicht. Außerdem reduzieren sie den Säuregehalt, festigen lockeren Boden, verdrängen Unkraut und beugen Pilzkrankheiten vor.
Gründüngungspflanzen müssen jedoch zeitnah geerntet werden, um die Blüte zu verhindern. Wird dieser Zeitpunkt versäumt, kann dies zu Schäden an der Fläche führen.
- Die Samen werden verstreut und überleben auch nach dem Winter, wachsen dicht und bedecken den ganzen Garten;
- Überreife Pflanzen haben zähe Stängel, die sich im Boden nur schlecht zersetzen.
Das könnte Sie auch interessieren:Das Ergebnis ist statt lockerem, mineralreichem Boden ein mit Wurzeln verstopfter Boden, der für den Anbau von Gartenpflanzen ungeeignet ist. Dies ist der wichtigste Punkt, den Sie bei der Anwendung dieser Methode auf Ihrem Grundstück beachten sollten. Noch ein Hinweis: Geschnittene und getrocknete Gründüngungspflanzen müssen nicht eingegraben werden; gießen Sie sie einfach mit der EM-Lösung.
Herbst oder Frühling aussäen?
Wichtig bei der Verwendung von Gründüngung ist, dass sie nach der Gartenernte im Herbst oder im Frühjahr ausgesät werden sollte, falls auf der betreffenden Fläche in diesem Jahr keine Hauptkulturen angebaut werden sollen. Der Grund dafür ist, dass die Pflanzen Zeit zum Wachsen benötigen, gemäht, getrocknet und in den Boden eingearbeitet werden müssen. Außerdem brauchen sie Zeit, damit die Bodenmikroorganismen sie zersetzen können.
So profitieren die Pflanzen tatsächlich vom Garten, da sie den Boden düngen und auflockern. Manche Gärtner säen Gründüngungspflanzen im Frühjahr aus; während ihres Wachstums entziehen sie dem Boden wertvolles Kohlendioxid und Nährstoffe. Die nachfolgend angebauten Kulturpflanzen erhalten dadurch weniger Nährstoffe, was sich negativ auf die Ernte auswirkt. Außerdem können sie Krankheitserreger übertragen, wie zum Beispiel:
- Senf kann Erdflöhe beherbergen;
- Drahtwürmer fühlen sich im Roggen wohl;
- Nematoden vermehren sich in Rapsbeständen.
Das könnte Sie auch interessieren:Nicht zu dicht pflanzen
Manche Gärtner glauben, je dichter die Bepflanzung, desto besser. Das stimmt nicht. Diese dichte Vegetation, die den Boden wie ein dichter Teppich bedeckt, setzt viel Stickstoff frei. Gemüsepflanzen, die danach gepflanzt werden, beginnen dann, ihre grüne Masse auszubilden, was die Blüten- und Fruchtbildung beeinträchtigt. Stickstoff ist nur für Kräuter wie Petersilie, Koriander, Basilikum und Dill von Vorteil. Für Tomaten, Gurken und Auberginen ist er ein unnötiger und sogar schädlicher Luxus, der den Ertrag mindert.
Pflanzen Sie solche Pflanzen nur sparsam und nur dann, wenn der Boden wirklich ausgelaugt ist, Sie keine chemischen Düngemittel verwenden möchten und es an natürlichem organischem Material (Heu, Laub, Stroh) mangelt.
Zusammenfassend lässt sich Folgendes festhalten: Gründüngungspflanzen sind vorteilhaft, wenn sie richtig angebaut, zeitnah geerntet und die Pflanzenreste in den Boden eingearbeitet werden. Dann nützen sie dem Garten und steigern den Gemüseertrag.

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