Was kann ich tun, damit der Strunk meines Kohls nicht verfault?

Kohl

Kohl

Innere Fäulnis bei Kohl wird meist durch eine Pilzkrankheit namens Schleimbakteriose verursacht. Diese Krankheit ist allgemein als Nassfäule bekannt. Die Infektion kann in jedem Entwicklungsstadium des Kohls auftreten, sogar während des Transports oder der Lagerung. Diese Krankheit ist äußerst gefährlich und kann zum Totalausfall der Ernte führen.

Anzeichen einer Niederlage

Fauler Kohl

Das Anfangsstadium der Krankheit ist sehr schwer zu erkennen. Befallener Kohl im Garten kann sich auf zwei Arten entwickeln:

  1. Die äußeren Blätter verfaulen. Sie verfärben sich dunkel, werden schleimig und verströmen einen fauligen Geruch. Langsam, aber sicher breitet sich die Bakterienkrankheit im gesamten Blütenstand aus und führt unweigerlich zum Absterben der Pflanze.
  2. Die Infektion beginnt im Kohlstiel. In diesem Fall infizieren Krankheitserreger den Stiel über den Boden oder Insekten. Er verfärbt sich dunkel und wird weicher. Die Krankheit schreitet schnell voran, die inneren Blätter nehmen eine schmutzig-cremefarbene Farbe an, werden weich, und schließlich fällt der Kohlkopf ab.

Bei der Lagerung von Kohl kann Fäulnis lange unbemerkt bleiben. Das Innere des Kohlstiels zersetzt sich allmählich und verwandelt sich in eine schleimige Masse mit fauligem Geruch. Bakterielle Fäulnis lässt sich erst erkennen, wenn der größte Teil des Kohlkopfes befallen ist.

Ursachen der Krankheit

Pectobacterium carotovorum subsp. carotovorum (Jones) Waldee ist ein Bakterium, das die Bakterienbrandkrankheit verursacht. Dieser Krankheitserreger ist weltweit verbreitet. Er wird meist aktiv und befällt Nutzpflanzen, wenn deren Immunsystem geschwächt ist. Verschiedene Faktoren können diese Schwächung auslösen.

Nährstoffungleichgewicht im Boden

Überschüssiger Stickstoff im Boden führt zum Wachstum enormer Blätter. Die Blattstruktur wird sehr locker und porös. Mikroorganismen können durch diese Oberfläche leicht in die Pflanzenzellen eindringen.

Ein Kalziummangel verschlimmert die Situation zusätzlich. Das Pflanzenwachstum ist gehemmt, und die Blätter werden dünn und brüchig. Schon ein leichter Windstoß kann den Kohl leicht beschädigen. Infektionen breiten sich schnell über die Wunden aus.

Um Nährstoffungleichgewichte im Boden zu vermeiden, ist eine sorgfältige Bodenvorbereitung für die Pflanzung wichtig. Zu viel frischer oder verrotteter Mist führt zu Übergewicht des Kohls. Die Düngung von Kohl sollte unbedingt nach den Empfehlungen von Agronomen erfolgen. Es gilt, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Überdüngung und Nährstoffmangel zu finden. Mit zunehmendem Wachstum des Kohls sind Stickstoffdünger nicht mehr notwendig, Phosphor-Kalium-Dünger hingegen sehr vorteilhaft.

 

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Holzasche kann als Phosphor-Kalium-Dünger verwendet werden. Neben Kalium und Phosphor enthält die Asche eine große Menge an Mikro- und Makroelementen.

 

Wetterbedingungen

Die Krankheit tritt besonders häufig bei feuchtem und heißem Wetter auf. Lufttemperaturen über 25 °C und hohe Luftfeuchtigkeit bieten günstige Bedingungen für ein schnelles Bakterienwachstum. Bei anhaltendem Regen bildet sich ein Wasserfilm auf der Oberfläche der Kohlblätter. Mikroorganismen vermehren sich im stehenden Wasser und dringen in das Pflanzengewebe ein.

Kohl lässt sich nicht vor hohen Temperaturen schützen, aber man kann versuchen, die Pflanzen vor Staunässe zu bewahren. Dazu kann man bei Regen eine Plastikfolie über das Beet spannen.

Verstoß gegen landwirtschaftliche Technologie

Kohl ist zwar keine besonders anspruchsvolle Pflanze, doch die Nichtbeachtung grundlegender Pflanz- und Pflegehinweise kann zu Krankheiten führen. Häufige Fehler sind:

  • erhöhter Säuregehalt des Bodens;
  • Lage der Gemüsebeete im Schatten;
  • Verletzung des Landemusters;
  • Überwässerung und Bewässerung von oben;
  • Nichteinhaltung der Fruchtfolge;
  • die Bildung einer Oberflächenkruste auf dem Boden ermöglicht;
  • unausgewogene Ernährung.

Schädlingsbefall

Schädlingsbefall schwächt die Pflanze und ihr Immunsystem. Schädlinge wie Kohlblattläuse und Kohlmotten beschädigen die Blätter des Kohls. Infektionen breiten sich schnell über die beschädigten Blätter geschwächter Pflanzen aus. Besonders gefährlich ist die Kohlfliege, die die Krankheit überträgt. Um Gemüse vor Schädlingsbefall zu schützen, sind vorbeugende Behandlungen notwendig.

 

Beratung!

Um Schädlinge vom Kohlbeet fernzuhalten, kann man stark duftende Pflanzen wie Ringelblumen oder Knoblauch zwischen die Kohlköpfe pflanzen.

 

Späte Ernte

Viele Gärtner glauben, Kohl solle erst nach dem ersten Frost geerntet werden. Das ist ein Irrtum; gefrorener Kohl eignet sich nicht zur Langzeitlagerung. Selbst bei geringem Frost ist das Risiko von Bakterienbrand sehr hoch. Daher ist es wichtig, die Wettervorhersage für die kommenden Tage im Auge zu behalten und den Kohl erst zu ernten, wenn die Temperaturen deutlich sinken.

Behandlung und Prävention

Ich bin gerade dabei, frischen Kohl einzulegen.

 

Eine von Bakterienschleim befallene Ernte ist nicht mehr zu retten. Kohl mit Krankheitsanzeichen ist ungenießbar. Die Krankheit kann sich zudem auf andere Kulturpflanzen ausbreiten. Daher werden befallene Kohlköpfe sofort aus den Beeten entfernt, wobei alle Pflanzenreste sorgfältig eingesammelt werden.

Sie können Kohl vor dieser heimtückischen Krankheit schützen, indem Sie regelmäßig vorbeugende Maßnahmen ergreifen und die richtigen Anbau- und Pflegeverfahren befolgen.

Vorbeugende Behandlungen

Vorbeugende Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt, um Kohl vor bakteriellen Infektionen und Schädlingen zu schützen. Sie können sowohl im Handel erhältliche chemische Mittel als auch Hausmittel verwenden.

Chemikalien und ihre Verwendung

  • Vor dem Auspflanzen der Kohlsetzlinge ins Freiland sollten die Wurzeln zwei Stunden lang in einer Fitosporin-M-Suspension eingeweicht werden. Dazu werden 40 ml der Lösung auf 10 Liter abgestandenes Wasser verdünnt.
  • Während des fünften Blattbildungsstadiums wird der Kohl mit einer Gamair-Lösung besprüht. Eine Tablette wird in einem Liter Wasser aufgelöst. Die Aufwandmenge der zubereiteten Lösung beträgt 1 Liter pro 10 m².
  • Während der aktiven Wachstumsphase die Blätter alle 15 Tage mit einer 0,1%igen Arbeitslösung von „Sporobacterin“ besprühen. 1 Liter pro 10 m² anwenden.

Bei der Behandlung von Kohl mit verschiedenen Verbindungen ist zu beachten, dass sich der essbare Teil über der Erde befindet und daher chemische Verbindungen spätestens 30 Tage vor der Ernte eingesetzt werden dürfen.

Volksrezepte

Kohl füttern

Volksheilmittel zielen in erster Linie darauf ab, Schädlinge zu bekämpfen, die Kohlblätter beschädigen, Pflanzen schwächen und Infektionen verbreiten.

  • Schachtelhalm-Sud

Für den Aufguss 200 Gramm getrocknete Kräuter mit 10 Litern kochendem Wasser übergießen und 24 Stunden ziehen lassen. Den fertigen Aufguss anschließend im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnen und den Kohl damit besprühen.

  • Zwiebel-Knoblauch-Cocktail

Übergießen Sie 1 Tasse Zwiebelschalen und 3 Tassen Knoblauchschalen mit 10 Litern kochendem Wasser und lassen Sie den Sud 24 Stunden ziehen. Anschließend abseihen und alle sieben Tage das Gemüse damit besprühen.

  • Lösung auf Basis ätherischer Öle

Verdünnen Sie 20 Tropfen Tannen- oder Eukalyptusöl auf 10 Liter Wasser. Besprühen Sie die Kohlbeete mit der aromatischen Lösung.

  • Essiglösung

Lösen Sie zwei Esslöffel 9%igen Essig in 10 Litern Wasser auf. Besprühen Sie den Kohl mit der entstandenen Mischung.

 

Das solltest du wissen!

Die Schleimbakteriose hält sich lange auf den Pflanzenresten der befallenen Pflanzen, daher werden diese verbrannt oder weit entfernt vom Standort entfernt.

 

Empfehlungen und Ratschläge

Kohl

Neben vorbeugenden Maßnahmen hilft Ihnen die Einhaltung einfacher Regeln dabei, eine Infektion mit Schleimbakterien auf Ihrem Grundstück zu vermeiden:

  • Wählen Sie möglichst krankheitsresistente Kohlsorten. Kohlsorten, die vollständig gegen Bakterienpilze immun sind, wurden bisher nicht gezüchtet. Die Wahl einer gegen die meisten Pilzkrankheiten resistenten Sorte verringert jedoch das Infektionsrisiko.
  • Behandeln Sie die Samen vor der Aussaat. Vorbehandelte Samen bringen kräftige Keimlinge hervor, die zu Pflanzen mit einem stärkeren Immunsystem heranwachsen. Sie können fertige Lösungen wie z. B. „Epin“ zur Behandlung verwenden. Verdünnen Sie zwei Tropfen der Lösung in 100 ml Wasser. Weichen Sie die Samen 5 Stunden lang in dieser Lösung ein. Ein bewährtes Hausmittel ist das Einweichen der Samen für 24 Stunden in Aloe-vera-Saft, der 1:1 mit Wasser verdünnt ist.
  • Desinfizieren Sie den Boden. Um Krankheitserreger im Boden abzutöten, können Sie Kupfersulfat verwenden. Ein Esslöffel der Lösung auf zehn Liter Wasser ist ausreichend. Lockern Sie den Boden vor der Anwendung der Lösung auf. Die Desinfektion erfolgt im Frühjahr zwei bis drei Wochen vor dem Pflanzen des Kohls und im Herbst nach der Ernte.
  • Achten Sie auf den Säuregehalt des Bodens. Kohl verträgt keine stark sauren Böden; saure Bedingungen bieten zudem ideale Wachstumsbedingungen für Bakterien. Daher ist es wichtig, den pH-Wert des Bodens zu überwachen und ihn gegebenenfalls zu entsäuern. Natron eignet sich hervorragend dafür. Es kann trocken oder verdünnt unmittelbar vor der Pflanzung ausgebracht werden.
  • Beachten Sie die Regeln der Fruchtfolge. Grundprinzip der Fruchtfolge ist, nicht zwei Jahre hintereinander dieselbe Kulturpflanze am selben Standort anzubauen. Am besten wechseln Sie jährlich zwischen verschiedenen Kulturpflanzengruppen. Ideale Vorfrüchte für Kohl sind Kartoffeln, Tomaten, Knoblauch und Zwiebeln.
  • Halten Sie sich an das Pflanzmuster. Das Pflanzmuster für Kohl sollte genau den Empfehlungen des Sortenzüchters entsprechen. Vermeiden Sie es, die Pflanzen zu dicht zu setzen, um Platz zu sparen. Zu dichtes Pflanzen führt zu schlechter Luftzirkulation und Wasseransammlungen auf den Blättern, was die Ausbreitung von Bakterienbrand begünstigt.
  • Beachten Sie die Hinweise zur Gemüselagerung. Desinfizieren Sie den Keller oder das Untergeschoss einen Monat vor der Einlagerung des Kohls. Sie können fertige Desinfektionsmittel oder eine verdünnte Kaliumpermanganatlösung verwenden. Alle Oberflächen sollten mit antiseptischen Lösungen behandelt werden. Die Lufttemperatur im Lagerraum sollte zwischen 3 und 4 °C liegen. Kohlköpfe können auf Rosten platziert oder am Stiel aufgehängt werden. Achten Sie auf ausreichend Abstand zwischen den Köpfen, damit die Luft gut zirkulieren kann.

 

Beratung!

Um eine bessere Lagerung des Kohls zu gewährleisten, lässt man ihn am Tag der Ernte 8-9 Stunden an der frischen Luft liegen.

 

Rezensionen

Kohl gießen

Ekaterina Wassiljewna, Tscheljabinsk

Wir hatten vor zwei Jahren dasselbe Problem. Der Sommer war sehr heiß und regnerisch, was zu einem starken Befall mit Bakterienschleimpilzen in unserem Beet führte. Zur Erntezeit war nichts mehr zu ernten; alle 30 Kohlköpfe waren an der Pflanze verfault. Wir hatten fünf verschiedene Sorten angebaut. Wir haben den gesamten Kohl außerhalb des Beetes verbrannt. Seitdem besprühen wir das gesamte Beet zweimal jährlich mit Kupfersulfat. In den folgenden zwei Jahren konnten wir problemlos Kohl anbauen.

 

Olga, Gebiet Kirow

Die Kohlköpfe im Keller verfaulten immer wieder. Wir suchten nach der Ursache und kamen zu dem Schluss, dass wir zu spät ernteten. Wir hatten immer auf unsere Großmutter gehört, die sagte, Frost bleiche den Kohl. Wir dachten, das sei gut so. Sobald wir die Kohlköpfe vor dem ersten Frost schnitten, verschwand die Krankheit.

Abschluss

Mehr als 80 % der Kohlkrankheiten sind bakteriell bedingt. Derzeit gibt es keine sicheren Behandlungsmethoden für diese heimtückischen Krankheiten. Um die Pflanzen vor Infektionen zu schützen und eine gute Ernte zu sichern, ist daher eine sachgemäße Pflanzenpflege und regelmäßige vorbeugende Maßnahmen unerlässlich.

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