Wann, wie viel und wie man Kartoffeln gießt: Tipps und Regeln

Kartoffel

Unzureichende Bodenfeuchtigkeit hat erhebliche Auswirkungen auf Kartoffeln. Knollen- und Blattbildung erfordern einen normalen Stoffwechsel, der nur bei ausreichender Feuchtigkeit möglich ist. Zu viel Wasser ist jedoch ebenfalls schädlich. Daher ist es für eine gute Ernte unerlässlich zu wissen, wie und wann man die Pflanzen gießt.

Müssen Kartoffeln gegossen werden?

Die Wurzeln dieser Pflanze sind kräftig, aber nicht besonders lang: Im Durchschnitt dringen sie 30 Zentimeter tief in den Boden ein. Die Wasseraufnahme aus dieser Schicht ist recht schwierig, daher muss der Boden gut durchfeuchtet sein. Regen spendet zwar etwas Feuchtigkeit, aber das Bewässern der Beete ist besonders in Trockenperioden wichtig. Dies gilt für alle Kartoffelsorten, sowohl für früh- als auch für spätreifende. Den Gesundheitszustand der Pflanzen können Sie anhand ihrer äußeren Merkmale beurteilen.

Obwohl Kartoffeln relativ trocken erscheinen, besitzen sie üppiges grünes Laub, das für einen gesunden Stoffwechsel und die Photosynthese Wasser benötigt. Selbst die scheinbar dichten Knollen enthalten viel Saft. Ist der Boden ausgetrocknet, entziehen die Kartoffelpflanzen, ähnlich wie Unkraut, den Wurzeln Nährstoffe, wodurch die Knollen schlaff und klein bleiben. Wassermangel kann zu verlangsamtem Wachstum und manchmal sogar zum vollständigen Wachstumsstopp führen. Daher ist die Bewässerung für eine reiche Ernte unerlässlich.

Wichtig!
Nach Wachstumsstillstand können Kartoffeln, selbst bei erneuter Bewässerung, unter Umständen nicht richtig wachsen. Die Knollen wachsen ungleichmäßig und können sich verformen.

Unter günstigen Bedingungen gedeihen manche Sorten auch ohne zusätzliche Bewässerung. Lesen Sie dazu die Informationen zur jeweiligen Sorte und berücksichtigen Sie dabei das regionale Klima, die Bodenbeschaffenheit und die Niederschlagsmenge. Mulchen hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und den Gießbedarf zu reduzieren. Dadurch wird ein Teil des Bodens geschützt, sodass Sie eine Zeit lang aufs Gießen verzichten können.

Wenn es in Ihrer Region häufig regnet, können Sie auf das Gießen verzichten und den Boden einfach auflockern. Vermischen Sie die feuchten und trockenen Schichten, um den Boden gründlich zu durchfeuchten. Das Auflockern verbessert die Belüftung und hilft den Wurzeln, Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen. Der Boden sollte fruchtbar und nährstoffreich sein; sandige Böden benötigen Wasser. Wichtig ist, den Boden bis in eine Tiefe von 5 bis 7 Zentimetern feucht zu halten, dann brauchen Sie sich um die Kartoffeln keine Sorgen zu machen.

Kartoffeln reagieren wie anderes Gemüse empfindlich auf plötzliche Schwankungen der Luftfeuchtigkeit. Passen Sie die Bedingungen dem Klima Ihrer Region an. In manchen Gegenden ist Gießen unerlässlich, in anderen kann es aufgrund von Wasserspeicherung sogar schädlich sein. Ob Kartoffeln gegossen werden müssen oder nicht, hängt also von Bodenbeschaffenheit und Klima in Ihrer Region ab.

Kartoffeln gießen: Zeitpunkt

Unmittelbar nach dem Pflanzen ist kein Gießen nötig. Der Boden speichert noch etwas Feuchtigkeit aus der kalten Jahreszeit. Das Wasser reicht lange: Bis die Pflanzen 10–12 Zentimeter hoch sind, brauchen Sie nicht zu gießen. Die Kartoffeln beziehen ihre Feuchtigkeit aus dem Boden und der Luft, sofern das Klima es zulässt. Der Wasserbedarf steigt während der Wachstumsphase stark an; dann sollten Sie mit dem Gießen beginnen.

Wasser ist besonders wichtig:

  • zwei Wochen nach der Pflanzung, während der aktiven Wachstumsperiode;
  • nach der Bildung der ersten Blütenstände, wenn sich Knollen bilden;
  • wenn Kartoffeln an Masse zunehmen.

Fünf Wochen nach dem Keimen benötigen die Pflanzen Wasser. Wasser ist notwendig, um die Früchte zu nähren, Knospen zu bilden und das Wurzelsystem zu stärken. Besonders wichtig ist die Bewässerung während der Blütezeit. In dieser Phase benötigt jede Pflanze zwischen 4 und 12 Liter Wasser. Die Bewässerungsmenge hängt vom Zustand des Beetes und der Außentemperatur ab. Das aktive Knollenwachstum beginnt in der Regel zwischen dem 10. und 20. August. Dieser Zeitpunkt kann je nach Pflanzdatum und Klima variieren.

Wichtig!
Verwenden Sie zum Gießen ausschließlich Wasser mit Zimmertemperatur. Lassen Sie es gegebenenfalls in den Töpfen stehen, bis es sich erwärmt hat. Zu kaltes Wasser kann die Abwehrkräfte der Pflanze schwächen und zu Fäulnis führen.

Sobald das Kraut der Kartoffeln allmählich antrocknet, sollten Sie das starke Gießen einstellen. Ist die Pflanze ansonsten gesund, deutet dies auf die bevorstehende Reife hin. Überschüssige Feuchtigkeit ist in diesem Stadium nicht mehr nötig, reduzieren Sie die Wassergabe daher auf ein Minimum. Zwei Wochen vor der Ernte können Sie das Gießen der Kartoffeln vollständig einstellen.

Wie oft sollte ich Kartoffeln im Freiland gießen?

Die Bewässerung spielt in jeder Wachstumsphase eine wichtige Rolle. Durch das Befeuchten während der Pflanzung treiben die ersten Triebe schneller aus und das Grün entwickelt sich besser. Während der Blütezeit steigert ausreichend Wasser den Ertrag: Die Pflanze hat die Kraft und die Ressourcen, Knollen zu bilden. In späteren Wachstumsphasen verbessert die Feuchtigkeit den Zustand der Knollen und sorgt für deren Größe und Fülle.

Unter optimalen Bedingungen reicht es, alle 10 Tage zu gießen. In diesem Zeitraum beträgt die durchschnittliche Wassermenge 8–12 Liter. Bei ersten Anzeichen von Trockenheit kann die Wassermenge erhöht werden. Wichtig ist, die Kartoffeln nicht zu übergießen, da dies schädlich sein kann. Sobald sich die Knollen bilden, sollten einige Liter mehr Wasser hinzugegeben und mehrmals wöchentlich gegossen werden.

Pflanzen benötigen stets Feuchtigkeit, besonders aber in heißen und trockenen Perioden. Ausbleibender Regen entzieht dem Boden Feuchtigkeit, gerade wenn die Pflanzen in die Fruchtbildungsphase eintreten. Direkte Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen beschleunigen die Verdunstung. Daher ist regelmäßiges Gießen wichtig. Wässern Sie die Pflanzen alle fünf Tage oder öfter. Prüfen Sie den Boden: Er sollte in der gesamten obersten Schicht feucht sein. Gießen Sie die Pflanzen am besten abends oder morgens.

Frühkartoffeln

Frühkartoffelsorten benötigen aufgrund ihres schnelleren Wachstums besondere Bedingungen. Wassermangel kann sich negativ auswirken und den Ertrag sowie die Knollengröße drastisch reduzieren. Überwachen Sie die Wachstumsperiode und gleichen Sie die Nährstoffzufuhr rechtzeitig aus. So stellen Sie sicher, dass auch die frühesten Kartoffelsorten ohne Verluste gedeihen.

Frühkartoffeln benötigen häufigeres, aber weniger Wasser. Achten Sie darauf, dass der Boden nicht austrocknet, da die Knollen sonst nicht ausreichend Zeit zum Wachsen haben. Die Sträucher benötigen während der Blüte und Fruchtbildung die meiste Feuchtigkeit. Die Bewässerungsmethoden sind vielfältig und reichen von der automatischen Bewässerung über die Bewässerungsanlage bis hin zur traditionellen Wurzelbewässerung. Frühsorten gedeihen am besten in vorbereiteter Erde. Nährstoffmängel können durch Düngung und Besprühen mit speziellen mineralstoffhaltigen Lösungen ausgeglichen werden.

Anzeichen für Überschuss und Mangel an Wasser

Bewässerungsfehler beeinträchtigen die Gesundheit Ihrer Pflanzen. Probleme sind äußerlich sichtbar, daher sollten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig kontrollieren, um unangenehme Folgen zu vermeiden. Sowohl zu wenig als auch zu viel Wasser sind schädlich. Zu wenig Wasser führt zu ausgetrockneten, schlaffen Früchten, zu viel Wasser zu Staunässe oder sogar Krankheiten. Bei Wassermangel:

  • Der Wachstumsprozess verlangsamt sich;
  • Die Blätter werden heller und beginnen zu hängen;
  • Die Kartoffeln blühen nicht.;
  • Die Knospen bleiben ungeöffnet;
  • Die Stängel werden schwach und trocknen aus.

Staunässe ist schwerer zu erkennen. Meist beginnen die Knollen in einem fortgeschrittenen Stadium zu faulen, und die Kartoffeln werden von Krankheiten und Pilzinfektionen befallen. Aber auch hier gibt es häufige äußere Anzeichen, die helfen können, das Problem zu identifizieren:

  • wässriges Laub;
  • das Auftreten von Flecken in der Nähe des Stängels;
  • Entwicklung und Verbreitung von Pilzen;
  • Verdunkelung des unteren Teils der Blätter in Bodennähe.
Wichtig!
Um die Bodenbeschaffenheit zu prüfen, stecken Sie Ihre Hand in die Erde in der Nähe des Strauchs. Fühlt sie sich trocken an, erhöhen Sie die Gießhäufigkeit und die Wassermenge.

Bewässerungsarten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Nutzpflanzen zu bewässern. Man kann sie an den Wurzeln, in Furchen oder über die Beete gießen. Trockenbewässerung, das Auflockern des Bodens oder das Mulchen mit organischen und anorganischen Materialien helfen, die Feuchtigkeit unter schwierigen Bedingungen zu bewahren. Die Wahl der Methode hängt von der Niederschlagsmenge, der Größe des Gartens und den Möglichkeiten Ihrer Bewässerungsanlage ab. Wenn Sie oft abwesend sind und den Boden nicht regelmäßig kontrollieren können, sollten Sie Mulchen oder die Installation eines automatischen Bewässerungssystems in Betracht ziehen.

Wurzel

Die klassische Methode eignet sich für kleine Anbauflächen. Ihr Hauptvorteil liegt in der rein manuellen und individuellen Bewässerung, die es ermöglicht, die Wassermenge für jede Pflanze selbst zu bestimmen und ihren Zustand zu beurteilen. Auf größeren Flächen wird diese Methode selten angewendet. Vermeiden Sie es, Stängel und Blätter zu stark zu gießen; befeuchten Sie nur die Erde. Häufiges Gießen ist für Kartoffeln nicht empfehlenswert, da es ihnen schaden kann.

Rillen

In großen Gärten kommt häufig die Furchenmethode zum Einsatz. Dabei wird Wasser in tiefe Rinnen zwischen den Beeten gegossen, deren Abfluss verschlossen wird, um ein Überlaufen zu verhindern. Nach einigen Tagen lockert sich der Boden in den ausgespülten Bereichen. Der Wasserverbrauch ist zwar hoch, aber man muss sich keine Sorgen um eine lange Bewässerungsdauer machen: Der Boden wird nach und nach durchfeuchtet. Diese Bewässerungsmethode eignet sich gut für Kartoffeln in der mittleren Wachstumsphase, bevor die Pflanze Früchte trägt. Danach ist zu viel Wasser schädlich.

Sprühen und Tropfen

Um Wasser zu sparen, werden Methoden angewendet, die Regen simulieren. Der Wasserstrahl wird sehr sanft gehalten, oft mithilfe einer Brause. Diese Methode ist schonend für das Wurzelsystem und spült die Erde nicht weg. Regelmäßiges Auflockern der Erde ist wichtig, da sie sonst zu stark verdichtet. Überwässerung ist leicht möglich und kann zu Pilzbefall und Infektionen führen. Kartoffeln sollten nicht mit kaltem Wasser gegossen werden, da dies ihre Krankheitsresistenz verringert.

Automatische Tropfbewässerung ist wirtschaftlich und praktisch. Bewässerungssysteme tragen zwar zur Aufrechterhaltung der Bodenfeuchtigkeit bei, sind aber teuer und werden daher oft nur in großen Betrieben eingesetzt. Die Beregnung mit Sprinklern kommt der natürlichen Bewässerung bei Kartoffeln am nächsten. Sie kann nach der Blüte zur Erhaltung der Bodenfeuchtigkeit verwendet werden.

Wichtig!
Salzwasser kann zur Schädlingsbekämpfung im Garten eingesetzt werden. Man sollte es jedoch nicht übertreiben, da zu viel Salz dem Garten Feuchtigkeit entzieht.

Trockenes Bewässern

Diese Methode beinhaltet das Auflockern und Anhäufeln des Bodens. Dadurch wird die Bodenbelüftung verbessert. Regelmäßiges Auflockern ist vorteilhaft für das Wurzelsystem und trägt letztendlich zur allgemeinen Pflanzengesundheit bei. Um diesen Effekt zu erzielen, sollten Sie folgende Regeln beachten:

  1. Berg hinauf Die Beete unmittelbar nach dem ersten Gießen.
  2. Den gewachsenen Teil der Kartoffel vollständig mit Erde bedecken.
  3. Bevor die Blumen erscheinen, müssen Sie dies dreimal wiederholen.
  4. Nach der Blüte sollte der Abstand zwischen den Reihen gelockert werden, ohne die wachsenden Knollen zu beschädigen.

Trockenes Gießen ist eher eine Ergänzung zur Pflege. Um eine gute Ernte zu erzielen, sollten Sie Ihre Kartoffeln nach dem Pflanzen mindestens ein paar Mal gründlich wässern.

Mulchen

Wenn Sie selten in Ihrer Datscha sind und Ihre Pflanzen nicht regelmäßig gießen können, mulchen Sie den Boden. Das hilft, die Feuchtigkeit zu speichern. Organisches Material eignet sich gut als Bodenbedeckung. Stroh oder Sägemehl erzielen ebenfalls den gewünschten Effekt. Beim Verrotten wird der Mulch zu Humus und befeuchtet den Boden zusätzlich. Sie können das Stroh einfach beiseite schieben, um den Zustand des Bodens zu überprüfen. Wenn Sie feststellen, dass er an Feuchtigkeit verliert, gießen Sie die Beete.

Die Frage, ob Kartoffeln gegossen werden müssen, ist umstritten. Es hängt alles vom Klima, der Region, der Bodentemperatur und der Bodenbeschaffenheit ab. In manchen Regionen ist regelmäßiges Gießen notwendig; ohne es keimen die Kartoffeln nicht. In anderen Regionen reicht trockenes Gießen oder die natürliche Feuchtigkeit durch regelmäßige Regenfälle aus. Mulchen kann helfen, den Feuchtigkeitsgehalt auszugleichen. Diese Schutzschicht hält den Boden nicht nur lange feucht, sondern erhöht auch seinen Nährstoffgehalt. Nach dem Pflanzen müssen Kartoffeln nicht gegossen werden. Idealerweise gießt man sie mehrmals pro Saison, sobald die ersten Blätter erscheinen.

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