Wie Ammoniak Ihnen bei der Bekämpfung von Kohlschädlingen helfen kann

Kohl

Kohl

Ammoniak findet in vielen Lebensbereichen Anwendung, unter anderem in der Pflanzenpflege. Dieses Wundermittel kann zur Bekämpfung verschiedener Schädlinge an Kohl eingesetzt werden.

Kohl mit Ammoniak behandeln, um Schädlinge abzutöten

Kohlverarbeitung

 

Ammoniak ist ein Arzneimittel mit stechendem, unangenehmem Geruch. Es kann zur Wiederbelebung, zur Auslösung des Würgereflexes und auch bei Neuralgien eingesetzt werden. Im Garten kann Ammoniak auf die meisten Nutzpflanzen, einschließlich Kohl, gesprüht werden. Es reichert den Boden mit Stickstoff an und hilft, Insektenbefall zu bekämpfen. Ammoniak ist in privaten und öffentlichen Apotheken erhältlich.

Ammoniak vor Gebrauch gemäß der Gebrauchsanweisung verdünnen. Dabei äußerst sorgfältig vorgehen. Zu hohe Konzentrationen können zu Nitratanreicherungen im Kohl führen und die Ernte unter Umständen sogar vernichten. Ammoniak wird zur Wurzeldüngung oder zum Besprühen der oberirdischen Pflanzenteile verwendet.

Wie man Kohl mit Ammoniak behandelt, um Insekten abzutöten

Schädlinge befallen die Pflanzen vom Keimling bis zur Reife. Saftige Blätter locken Insekten an, und Raupen, Schnecken und Maulwurfsgrillen laben sich gierig daran. Eine einmalige Behandlung des Kohls reicht nicht aus, um Schädlinge vollständig zu beseitigen; sie muss mehrmals wiederholt werden, wobei die Anzahl der Anwendungen vom Befallsgrad abhängt. Nur durch genaues Befolgen der Empfehlungen lassen sich die gewünschten Ergebnisse erzielen.

Interessant!

Ammoniak enthält 82% Stickstoff.

Schnecken und Nacktschnecken

Nacktschnecken

Schädlinge sind vorwiegend nachtaktiv und können erhebliche Ernteschäden verursachen. Bleibt die Bekämpfung aus, kann die gesamte Ernte verloren gehen. Gärtner stehen vor einer schwierigen Aufgabe, da sich die Schädlinge tagsüber in ihren Erdlöchern verstecken. Ein Wundermittel könnte hier Abhilfe schaffen.

Zutaten:

  • Ammoniak;
  • Wasser.

Zubereitung und Anwendung:

Füllen Sie einen Eimer mit stehendem Wasser, geben Sie 40 ml Ammoniak hinzu und rühren Sie um. Besprühen Sie die Blattunterseiten mit der Lösung und anschließend die Wurzelbereiche mit etwas Lösung. Wiederholen Sie den Vorgang nach einer halben Stunde. Die Insekten kriechen dann an die Oberfläche und können dort eingesammelt werden.

Bekämpfung von Blattläusen

Blattlaus

Blattlausbefall betrifft meist Jungpflanzen. Anfangs sind die Insekten schwer zu erkennen, da sie hellgrün sind, genau wie die Sämlinge. Sie vermehren sich sehr schnell und befallen innerhalb kurzer Zeit alle Pflanzen. Ihr Befall lässt sich an den charakteristischen Löchern erkennen, die sie im Kohl verursachen, sowie an den eingerollten Blättern. Wird das Problem ignoriert, können die Jungpflanzen absterben. Eine Seifenlösung mit Ammoniak hilft, die Schädlinge zu bekämpfen.

Verbindung:

  • Waschmittel;
  • Ammoniak;
  • Wasser.

Zubereitung und Anwendung:

100 Gramm Waschmittel zermahlen, einen Liter heißes Wasser hinzufügen und rühren, bis es sich aufgelöst hat. Anschließend weitere neun Liter warmes, abgestandenes Wasser und drei Esslöffel Ammoniak dazugeben. Die Lösung erneut gründlich verrühren und den Kohl damit besprühen. Das Waschmittel bildet einen dicken Film auf den Blättern und schützt die Pflanzen so vor Schädlingen. Die Behandlung nach 14 Tagen wiederholen; bis dahin schlüpft aus den abgelegten Larven eine neue Schädlingsgeneration.

Interessant!

Ammoniak ist eine 10%ige Ammoniaklösung.

Kohlweißling: Bekämpfungsmethoden

Kohlweißling

Schmetterlinge sind hübsch und klein. Die Gefahr dieser geflügelten Insekten liegt darin, dass sie ihre Eier auf Kohl ablegen. Aus diesen Eiern schlüpfen gefräßige Raupen, die den Pflanzen erheblichen Schaden zufügen können. Eine Ammoniaklösung hilft, diese Schädlinge zu bekämpfen.

Verbindung:

  • Ammoniak;
  • Essigsäure;
  • Wasser.

Zubereitung und Anwendung:

Geben Sie 50 ml Ammoniak und 3 Esslöffel Essigsäure in einen Eimer mit abgestandenem Wasser bei Zimmertemperatur und verrühren Sie alles gut. Wischen Sie die oberirdischen Pflanzenteile gründlich mit der Lösung ab. Am besten tun Sie dies abends nach Sonnenuntergang oder früh morgens. Da im Sommer mehrere Schmetterlingsgenerationen schlüpfen, behandeln Sie den Kohl alle 20–25 Tage.

Medvedka (kapustyanka)

Maulwurfsgrille

Viele Gärtner fürchten diese Insekten, da sie Kohl und andere Gartenpflanzen irreparabel schädigen. Die Maulwurfsgrille ist etwa 5 cm lang und braun bis rotbraun. Diese Insekten besitzen kräftige Kiefer, mit denen sie Pflanzenwurzeln beschädigen und auch junge Sämlinge vernichten können. Maulwurfsgrillen lassen sich mit einer Ammoniaklösung bekämpfen.

Verbindung:

  • Ammoniak;
  • Wasser.

Zubereitung und Anwendung:

Die Lösung ist schnell und einfach zubereitet: 10 ml der Lösung in 10 Liter Wasser geben und umrühren. Anschließend die Pflanzenwurzeln mit 500 ml pro Pflanze besprühen. Die Behandlung nach 7 Tagen wiederholen; die Anzahl der Behandlungen hängt vom Schädlingsbefall ab.

Schirmblattfloh

Zikade

Diese kleinen Insekten ernähren sich vom Saft der Kohlblätter. Nach dem Überwintern erwachen sie recht früh und können sehr junge, empfindliche Sämlinge zerstören. Ein typisches Anzeichen für den Schädlingsbefall sind eingerollte Kohlblätter. Zur Vorbeugung spannen manche Gärtner ein mit Ammoniak getränktes Seil über die Pflanzen; der charakteristische Geruch schreckt die Insekten ab. Alternativ können die Pflanzen auch mit einer wässrigen Ammoniaklösung besprüht werden.

Verbindung:

  • Ammoniak 50 ml;
  • Wasser 10 l.

Zubereitung und Anwendung:

Die Zutaten vermischen und die entstandene Flüssigkeit auf die Pflanzen sprühen. Dies sollte bei bewölktem Wetter oder abends erfolgen.

Verarbeitung von Chinakohl

Chinakohl

Immer mehr Hobbygärtner bauen Chinakohl an, da er nährstoffreich und kalorienarm ist. Leider ist er auch anfällig für Schädlinge. Am häufigsten wird er vom Kohlfloh befallen, einem kleinen, schwarzen Insekt von bis zu 3 mm Länge. Die Schädlinge sind leicht zu erkennen und können, wie auch beim Weißkohl, mit Ammoniak bekämpft werden.

Eine Arbeitslösung wird aus 20 ml Ammoniak und einem Eimer Wasser hergestellt. Die Pflanzen werden anschließend damit besprüht. Falls sich bereits ein Kohlkopf gebildet hat, sollte dieser entfernt werden, da sich möglicherweise auch Insekten darin befinden. Sollten die Schädlinge nach der Behandlung weiterhin vorhanden sein, wiederholen Sie den Vorgang nach 7–10 Tagen.

Wie besprüht man Kohl?

Düngen Sie am besten morgens oder abends. Vermeiden Sie die Düngung tagsüber bei starker Sonneneinstrahlung, da die empfindlichen Blätter der Pflanzen verbrennen können.

Wichtig!

Ammoniak ist in großen Mengen giftig.

Verfahren

  1. Zuerst wird die Lösung unter Beachtung der Proportionen zubereitet.
  2. Gießen Sie es tropfenweise in eine Sprühflasche.
  3. Die Pflanzen sorgfältig behandeln und dabei den gesamten oberirdischen Teil der Pflanze bedecken. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die Blattunterseiten gelegt werden.
  4. Wiederholen Sie den Vorgang gegebenenfalls nach 7-14 Tagen.

Wie man Ammoniak verdünnt, um Schädlinge im Kohl zu bekämpfen

Ammoniak für Kohl

Bei diesem Verfahren ist äußerste Vorsicht geboten, da Ammoniak giftig und gesundheitsschädlich sein kann. Um Probleme zu vermeiden, sollten Sie einige einfache Regeln beachten:

  • Vor dem Eingriff muss der Atemtrakt mit einem Verband oder einer Atemschutzmaske vor Dämpfen geschützt werden;
  • Um zu verhindern, dass während der Zubereitung und Handhabung Flüssigkeit auf Ihre Haut gelangt, ist es ratsam, Handschuhe zu tragen;
  • Es wird empfohlen, die Lösung an der frischen Luft zuzubereiten; ist dies nicht möglich, sollte der Raum gut belüftet werden.
  • Ammoniak muss an einem dunklen Ort und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden;
  • Das Präparat darf unter keinen Umständen mit chlorhaltigen Substanzen vermischt werden.

Rezensionen

Ljudmila

Meine Mutter verwendete auch Ammoniak, ein preiswertes und wirksames Mittel zur Schädlingsbekämpfung. Eine Ammoniaklösung tötet Insekten nicht nur auf Kohl, sondern auch auf anderem Gemüse. Außerdem reichert sie die Pflanzen mit Stickstoff an, was ein zusätzlicher Vorteil ist.

 

Dmitry

Letzte Saison bemerkte ich Löcher in meinem Kohl. Ich untersuchte alle Blätter, konnte aber nicht herausfinden, was los war. Ich sah keinen einzigen Schädling. Ich fragte eine Nachbarin um Rat, und sie vermutete Schnecken. Da diese nachtaktiv sind, sah ich keine. Sie empfahl mir, die Pflanzen mit Ammoniak zu behandeln. Ich folgte ihrem Rat, und zu meiner Überraschung krochen die Schnecken nach dem Besprühen heraus. Nach vier bis fünf Behandlungen waren die Schädlinge verschwunden.

Abschluss

Ammoniak ist ein völlig unschädliches und kostengünstiges Mittel zur Schädlingsbekämpfung. Es schadet Kohl nicht und reichert den Boden mit Stickstoff an. Es eignet sich sowohl zur Vorbeugung als auch zur Bekämpfung verschiedener Insekten. Wichtig ist jedoch, das richtige Mischungsverhältnis einzuhalten, um eine Überstickung des Bodens zu vermeiden.

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