Die Gurke „Khabar“ zeichnet sich durch ihren intensiven Geschmack und ihre einfache Pflege aus. Ihre zahlreichen Vorteile, die in der Beschreibung aufgeführt sind, werden durch Erfahrungsberichte von Gärtnern bestätigt. Beschreibungen und Fotos zufolge wachsen die Pflanzen kräftig und widerstandsfähig. Da sie niedrige Temperaturen gut verträgt, wird sie vorwiegend im Freiland angebaut. Selbst in nördlichen Regionen bleiben Ertrag und Krankheitsresistenz dieser Sorte hoch.
Beschreibung der Kultur
Die Chabar-Gurke ist das Ergebnis der Züchtungsarbeit von Olga Migina. Um kälte- und krankheitsresistente Pflanzen zu entwickeln, kreuzte sie die japanische Sorte „Tokiwa Zhibai“ mit der Sorte „Far Eastern 27“ und anschließend mit der Selektion 0.1723. Die daraus entstandene Sorte wurde 1999 beim Fernöstlichen Forschungsinstitut für Landwirtschaft registriert und im Jahr 2000 in das staatliche Sortenregister der Russischen Föderation aufgenommen. Benannt wurde sie nach der Region Chabarowsk, ihrem Ursprungsort.
Die Gurkensträucher der Sorte Khabar sind mittelgroß, hoch und rankenartig. Ihr Laub ist klein, leicht runzelig und grün. An der Pflanze entwickeln sich sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Jeder Blattknoten trägt einen einzelnen Fruchtknoten. Die Früchte sind länglich-zylindrisch und erreichen eine Länge von 11 cm und einen Durchmesser von 4 cm. Jede Gurke wiegt durchschnittlich 90 g. Die Schale ist grob warzig, sattgrün mit hellen Streifen. Ein charakteristisches Merkmal dieser Sorte ist die dunkle Behaarung auf der Fruchtoberfläche.
Merkmale der Sorte
Die Gurke „Khabar“ ist eine frühreife Sorte. Die erste Ernte erfolgt 41–46 Tage nach der Keimung. 90 % des marktfähigen Ertrags werden innerhalb einer Saison erzielt. Die Sorte „Khabar“ liefert bis zu 4 kg pro Quadratmeter.2Bis zu 40 Tonnen erstklassige Gurken können pro Hektar geerntet werden. Dank ihres reichen und lang anhaltenden Fruchtansatzes ist diese Sorte bei Landwirten, die Gurken für den kommerziellen Anbau anbauen, sehr beliebt.
Das könnte Sie auch interessieren:Die kleinen Früchte der Khabar-Sorte gehören zur Gewürzgurken-Typie. Ihr Fruchtfleisch ist zart, saftig und aromatisch. Der Geschmack ist süß, ohne Bitterkeit. Diese Gurken schmecken frisch oder eingemacht hervorragend. Selbst roh sind die Kerne kaum wahrnehmbar. Nach dem Kochen bleiben sie knackig und fest.
Zu den Nachteilen der Khabar-Gurke zählen ihre stachelige Schale und die anspruchsvollen Bodenverhältnisse. Die Sorte weist jedoch auch einige Vorteile auf:
- frühe Reife;
- lange Fruchtperiode;
- Resistenz gegen Krankheiten und schädliche Insekten;
- Fähigkeit zur Wiederherstellung beschädigter Blätter;
- Erhaltung des marktgerechten Erscheinungsbildes während des Langzeittransports;
- gute Haltbarkeit der geernteten Produkte;
- Kältebeständigkeit;
- hohe und stabile Erträge;
- Fehlen von Bitterkeit im Geschmack.
Agrartechnologie der Sorte
Das Beet für die Khabar-Gurke wird im Herbst vorbereitet. Ein sonniger Standort mit fruchtbarem Boden ist ideal. Im Herbst werden Unkraut, Rhizome und Pflanzenreste entfernt. Saurer Boden wird mit gelöschtem Kalk gesättigt. Dieser wird gleichmäßig verteilt, anschließend wird der Boden spatentief umgegraben. Je nach Säuregrad wird der Boden mit Kalk pro Quadratmeter gesättigt.2 Sie benötigen 600–800 g gelöschten Kalk. Ebnen Sie im Frühjahr den Boden und düngen Sie ihn mit mineralischen Mischungen, verrottetem Mist oder Holzasche.
Merkmale des Anbaus
Für die Anzucht von Khabar-Gurken aus Setzlingen sät man die Samen Anfang Mai aus. Vor der Keimung desinfiziert man die Samen durch Einweichen in einer schwachen Kaliumpermanganatlösung. Es empfiehlt sich, die Samen in Torfquelltöpfen auszusäen, um die Wurzeln beim Umpflanzen nicht zu beschädigen. Die Setzlinge keimen nach 14 Tagen und werden etwa drei Wochen lang gepflegt. Ende Mai oder Anfang Juni werden die herangewachsenen Setzlinge an ihren endgültigen Standort verpflanzt. Die Stängel sollten vier Laubblätter pro Meter aufweisen.2 Es werden 3-4 Pflanzen gesetzt.
Das könnte Sie auch interessieren:Die Samen werden im dritten Maidekade oder Anfang Juni direkt ins Freiland gesät. Der Boden sollte sich auf 14–16 °C erwärmen. Andernfalls dauert die Keimung länger. Bei Frostgefahr sollte die Aussaat verschoben werden. Graben Sie 1,5–2 cm tiefe Löcher im Abstand von 30 x 50 cm. Decken Sie die Sämlinge mit Plastikfolie ab, um sie vor Beschädigungen zu schützen und die Keimung zu beschleunigen. Sobald die Sämlinge angewachsen sind, vereinzeln Sie sie, sodass nicht mehr als 4 Sämlinge pro Meter stehen bleiben.
Wie man Gurkenbeete pflegt
Bevor sich Knospen bilden, sollten die Sträucher alle 5 Tage einmal gegossen werden. Der Wasserverbrauch beträgt 3-4 Liter pro Meter.2 oder 1 Liter pro Strauch. Während der Blüte- und Fruchtzeit wird der Boden alle 3 Tage mit 8–10 Litern Wasser pro Quadratmeter befeuchtet.2 Oder 2,5–3 Liter pro Pflanze. Gurken sollten mit warmem Wasser gegossen werden. Gießen Sie direkt an die Wurzeln, vermeiden Sie dabei den Kontakt mit den Blättern. Vermeiden Sie Staunässe, da diese zu Pilzinfektionen führen kann.
Damit die Khabar-Gurke reichlich Früchte trägt, beachten Sie bei der Pflege folgende Hinweise:
- Diese Sorte wird typischerweise an einem vertikalen Spalier gezogen, an dem der Hauptstamm befestigt wird. Sobald er die Spitze des Spaliers erreicht hat, wird der Vegetationspunkt gestutzt, die Seitentriebe werden zurückgeschnitten und die Knospen in den ersten drei Blattachseln entfernt. Die verbleibenden Triebe werden oberhalb des dritten Blattes gestutzt.
- Überreife Gurken verlieren ihren hervorragenden Geschmack und ihr ansprechendes Aussehen, daher sollten sie täglich geerntet werden. Häufiges Ernten regt die Bildung neuer Fruchtknoten an.

- Um bestäubende Insekten anzulocken, empfiehlt es sich, Gurkenbeete mit Sirup zu besprühen. Dieser wird aus 1 Liter warmem Wasser, 100 g Zucker und 2 g Borsäure hergestellt.
- Die Gurke „Khabar“ reagiert gut auf Blattdüngung mit Harnstoff, ergänzt durch eine geringe Menge Kaliumpermanganat und Kupfersulfat. Während der Wachstumsperiode werden die Gurken 4-5 Mal gedüngt. Organische und mineralische Dünger sollten abwechselnd verwendet werden. Dünger sollte nur auf feuchten Boden ausgebracht werden. Zwei Wochen nach dem Pflanzen werden die Setzlinge mit Agricola oder einer Lösung aus 2 Esslöffeln Superphosphat und 10 Litern Wasser gedüngt.
Das könnte Sie auch interessieren:Bekämpfung von Schadinsekten und Krankheiten
Die Gurkensorte Khabar ist resistent gegen viele Krankheiten, insbesondere gegen Bakterienbrand und Falschen Mehltau. Unsachgemäße Pflege kann jedoch zu verschiedenen Infektionen führen. Um das Risiko von Schädlingen und Krankheiten zu verringern, beachten Sie bitte folgende Tipps:
- Das Saatgut muss von seriösen Erzeugern bezogen werden, die es vor dem Verkauf desinfizieren.
- Gurken sollten in gut gedüngten Beeten angebaut und regelmäßig, mindestens alle 14 Tage, gedüngt werden. Um Verformungen der Früchte zu vermeiden, empfiehlt sich die Zugabe von Phosphor-Kalium-Dünger. Bei langsamem Wachstum sollte ein stickstoffhaltiger Dünger verwendet werden.
- Beschädigte Teile von Sträuchern sowie abgestorbene oder kranke Pflanzen müssen umgehend entfernt werden.
Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, die Sträucher regelmäßig mit Insektiziden und Fungiziden zu besprühen. Bei Insektenbefall können Gurken mit Actellic, Fitoverm oder einem Knoblauchaufguss behandelt werden. Letzterer wird zubereitet, indem 100 g zerdrückte Knoblauchzehen mit 1 Liter Wasser vermischt werden. Die Mischung lässt man 7 Tage lang in einem verschlossenen Behälter ziehen. Anschließend wird der Aufguss abgeseiht und mit 9 Litern Wasser verdünnt.
Rezensionen
Alina, 39 Jahre alt
Ich baue seit zwei Jahren Khabar-Gurken an. Die Samen säe ich direkt ins Beet. Schon nach anderthalb Monaten kann ich die ersten Früchte ernten. Sie sind völlig frei von Bitterkeit. Die Gurken schmecken frisch und eingemacht hervorragend. Diese Sorte gedeiht gut im Freiland und ist krankheitsresistent. Sie lässt sich auch problemlos an einem Rankgitter ziehen. Mit minimalem Aufwand ernte ich jedes Jahr eine reiche Menge.
Antonina, 31 Jahre alt
Beim Anbau der Sorte Khabar ist regelmäßiges Düngen notwendig, da sonst der Ertrag sinkt. Chemische Mittel sind nicht erforderlich. Über drei Vegetationsperioden hinweg waren die Pflanzen weder von Krankheiten noch von Schädlingen befallen. Im Gegensatz zu anderen Gurkensorten bilden sie stets eine große Anzahl an Fruchtknoten. Das Fruchtfleisch ist saftig, knackig und leicht süß. Gurkensalate im Sommer sind ein Genuss.
Die Gurke „Khabar“ eignet sich für den Anbau in Gärten und auf landwirtschaftlichen Betrieben in allen Regionen. Diese Sorte passt sich leicht an unterschiedliche Wachstumsbedingungen an, ist selten von Krankheiten befallen und ihre Früchte sind nicht bitter. Bei richtiger Pflege trägt sie sowohl in warmen als auch in kalten Klimazonen reichlich Früchte. Ein weiterer unbestreitbarer Vorteil ist die Möglichkeit, Samen für die spätere Aussaat zu gewinnen.


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