Russlands Wälder sind voller bizarrer Großpilze. Aufgrund seines ungewöhnlichen Aussehens – es ähnelt einem Hirschgeweih – wird dieser Pilz, ein Vertreter der Familie der Basidiomyceten, „Hirschgeweih“ genannt. Er ist auch unter anderen Namen bekannt, darunter „Hornpilz“, „Korallenpilz“ und so weiter.
Nicht jeder Pilzsammler, der im Wald einen Hornpilz findet, würde es wagen, ihn abzuschneiden. Das liegt an seinem eher exotischen Aussehen. Diese Art gilt als essbar und durfte daher, bevor sie in die Rote Liste aufgenommen wurde, gesammelt und auf verschiedene Arten zubereitet werden.
Charakteristische Merkmale der Sorte
Der botanische Name dieser Koralle ist Ramaria flava, sie gehört zur Familie der Striata. Die Form der Striata ähnelt dem verzweigten Geweih eines Hirsches oder einer Unterwasserkoralle.
Beschreibung von Hirschgeweihpilzen und ein Foto des Pilzes
Das Foto zeigt deutlich, dass der oberirdische Teil des Hirschgeweihpilzes stark verzweigt ist.
Seine Farbe hängt von mehreren Faktoren ab:
- Lebensräume;
- Klimatische Merkmale;
- Alter.
Die Äste können beige, hellbraun, hellgelb, orange oder violett sein. Der Fruchtkörper erreicht typischerweise eine Höhe von maximal 7 cm, seine Breite variiert jedoch zwischen 15 und 30 cm. Beim Drücken zeigt die Frucht einen hellbraunen Schimmer. Die Schnittfläche des Hornpilzes ist gelb marmoriert. Der Pilz verströmt einen angenehmen Duft, der an frisch gemähtes Gras erinnert.
Morphologie
Die Spitzen älterer Hornpilze reichern sich mit bitteren Substanzen an. Daher sind die oberen Teile nicht zum Verzehr geeignet. Der Pilz selbst hat ein ausgeprägtes Aroma, dem der typische Pilzgeschmack fehlt. Rohe Hornpilze sind recht fest, werden aber nach dem Kochen etwas zäh.
Der Löwenmähnenpilz ähnelt dem goldgelben Ramaria sehr. Die Unterschiede zwischen den beiden Arten sind nur unter dem Mikroskop erkennbar. Schneidet man versehentlich einen ähnlich aussehenden Pilz ab, ist das unbedenklich, da beide Ramaria-Arten essbar sind.
Verteilungsort
Diese Art ist extrem selten. Dieser Schatz findet sich im Fernen Osten, in Karelien, im Kaukasus, in West- und Ostsibirien sowie auf der Krim. Die meisten Bewohner Zentralasiens wissen nichts von der Existenz dieses „Waldbrots“.
Dies liegt an den besonderen Wachstumsbedingungen der Hornmoose. Sie gedeihen in feuchten, schattigen Gebieten. Am häufigsten findet man sie in Kiefern- oder Laubwäldern, wo auch die wertvollsten Exemplare wachsen.
Essbar oder ungenießbar
Hornpilze können sowohl essbar als auch ungenießbar sein. Daher ist es wichtig, den Gelben Ramaria sorgfältig zu untersuchen, um ihn von anderen verwandten Arten zu unterscheiden. Alle dem Löwenmähnenpilz ähnlichen Arten sind mäßig giftig oder unter bestimmten Bedingungen essbar, sodass ihr Verzehr nicht tödlich ist.
Der Gelbe Ramaria ist ein essbarer Pilz, doch vor dem Verzehr sind einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Nur der Stielansatz eignet sich zum Kochen, da die Stiele bitter schmecken. Überreife Früchte sind aufgrund ihrer starken Bitterkeit ungenießbar.
Wann und wie sammelt man die Daten richtig?
Beim Sammeln von Korallen ist äußerste Vorsicht geboten, da sich unter den Hornkorallen viele giftige Doppelgänger befinden. Essbare Korallen werden von August bis September gesammelt und zubereitet. In dieser Zeit findet man sie im Unterholz, entweder einzeln oder in Gruppen mehrerer Hornkorallen. Im Süden des Landes werden sie sogar im Winter gesammelt.
Beim Sammeln von gelben Ramaria sind einige Regeln zu beachten:
- Alte Pilze sollten nicht geschnitten werden, da sie bitter schmecken. Nur junge Hornpilze sollten geerntet werden.
- Man sollte verdächtige Korallen meiden, insbesondere solche, die auf Baumstümpfen wachsen. Sie ähneln Hornkorallen, sind aber tatsächlich giftig. Die relativ essbaren Calocera-Arten besiedeln ebenfalls Totholz und Baumstümpfe.
- Wenn Korallenpilze in der Nähe von Straßen wachsen, sollten sie am besten stehen gelassen werden. Wie die meisten Pilze können sie Abgase, Staub und andere Schadstoffe aufnehmen. Pilze sammelt man am besten in ökologisch sauberen Gebieten.
Wie kann man falsche, giftige Pilze von echten unterscheiden?
Man sollte sich vor Augen halten, dass es zahlreiche Doppelgänger der Hornpilze gibt, die ungenießbar oder sogar giftig sind. Beim Pilzesammeln sollte man zunächst auf die Farbe des Strauchs achten. Junge Pilze sind milchig, beige oder gelb.
Ältere Exemplare, die aufgrund ihres bitteren Geschmacks als ungenießbar gelten, weisen eine leuchtend orange Farbe auf. Beim Anschneiden zeigt der Fruchtkörper einen marmorierten gelben Farbton, und unter Druck nimmt er eine hellbraune Farbe an. Der Duft des Pilzes ähnelt dem von frisch gemähtem Gras.
Ramaria spectabile ist eng mit Ramaria lutea verwandt, daher ähneln sie sich sehr. Im Gegensatz zu ihrem essbaren Verwandten ist Ramaria spectabile giftig. Die Unterscheidung kann recht schwierig sein, insbesondere für unerfahrene Pilzsammler. Manchmal färbt sich das Fleisch der giftigen Fruchtkörper rötlich, wenn man darauf drückt.

Die Triebe dieser Art sind an der Basis weiß-gelb, die Spitzen gelb-rosa. Erfahrene Pilzsammler wissen, dass ältere Scheintriebe bräunlich-braun sind. Ramaria lutea hat einen helleren Farbton, die wesentlichen Unterschiede lassen sich jedoch nur unter Laborbedingungen erkennen.
Nützliche Eigenschaften, Einschränkungen und Rezepte
Neben seinem hervorragenden Geschmack besitzt der Hornpilz zahlreiche positive Eigenschaften. Er enthält Aminosäuren, Sterole, Lipide und Phytoagglutinin. Dieser Pilz ist besonders in der Traditionellen Chinesischen Medizin beliebt, wo er zur Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen und Atemwegserkrankungen eingesetzt wird. Der Verzehr von Hornpilzen kann das Immunsystem stärken.
Man geht davon aus, dass diese Spezies tumorhemmende Eigenschaften besitzt. Junge Exemplare werden auch in der Kosmetik verwendet, da ihre Zellen den Alterungsprozess verlangsamen können.
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Gelbe Korallen sollten nur in kleinen Portionen verzehrt werden. Besondere Einschränkungen gibt es nicht, außer bei individuellen Allergien. Nach der Ernte sollten die Korallen gründlich gewaschen werden, da sich zwischen den Ästen viel Schmutz ansammelt.
Wie andere Pilze benötigen auch Hornpilze etwa 30 Minuten Kochzeit. Sie werden vorher gewaschen und in kleine Stücke geschnitten. Man kann sie für Soßen, Salate und Backwaren verwenden oder für den Winter einlegen.

Für die Zubereitung eines leckeren Salats benötigen Sie folgende Zutaten:
- 150 g gekochte Hörner;
- 150 g frische Karotten;
- eine mittelgroße Zwiebel;
- 2 EL Tafelessig;
- 1 EL Pflanzenöl;
- zwei Knoblauchzehen;
- Gewürze und Kräuter nach Geschmack.
Die Champignons mit Karotten und fein gehacktem Knoblauch vermengen. Mit Sonnenblumenöl, Salz und Gewürzen würzen. Gründlich vermischen und 30 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebel vorbereiten. In dünne Ringe schneiden und in Essig marinieren. Alle Zutaten vermengen und den Salat mehrere Stunden ziehen lassen.

Diese Suppe schmeckt sehr lecker. Zur Zubereitung benötigen Sie folgende Zutaten:
- Kartoffel;
- Karotte;
- Zwiebel;
- Butter;
- eine Knoblauchzehe;
- Kräuter und Gewürze nach Geschmack;
- 300-400 g Pilze.
Die Pilze in einem separaten Topf 20 Minuten kochen, dann in einem Sieb abtropfen lassen. Anschließend die Suppe zubereiten. Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Knoblauch in kaltes Wasser geben. Sobald das Wasser kocht, die gekochten Pilze hinzufügen und bei schwacher Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss Salz, Gewürze und Kräuter hinzufügen. Das Ergebnis ist eine leichte und köstliche Pilzsuppe.
Antworten auf häufig gestellte Fragen
Pilze mit gewöhnlicher Form werfen bei Pilzsammlern viele Fragen auf:
Beim Sammeln von Pilzen müssen bestimmte Regeln strikt beachtet werden: Geerntete Pilze müssen abgeschnitten und dürfen nicht an den Wurzeln ausgerissen werden; der Boden und das Moos in Wäldern dürfen nicht aufgewühlt oder umgegraben werden; das Sammeln von Pilzen in Naturschutzgebieten ist verboten; die massenhafte Ernte einer Art führt unweigerlich zu ihrem Aussterben.
Das gummiartige Fleisch des Kalozera hat einen rötlichen Schimmer. Der falsche Pilz ist geschmack- und geruchlos. Der Fruchtkörper ist spitz zulaufend und dunkelgelb oder orange. Echte Gelbe Korallenpilze, denen die charakteristische knorpelige und gallertartige Konsistenz des Fruchtkörpers fehlt, ähneln dem Kalozera sehr.
Der korallenartige Igelstachelbart ist einer der ungewöhnlichsten Vertreter seiner Familie. Er ist nicht nur für seine interessante Form, sondern auch für seinen hervorragenden Geschmack bekannt. Beim Sammeln dieser Art ist jedoch äußerste Vorsicht geboten, da sie leicht mit falschen Korallen verwechselt werden kann.




















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Michael
Der Korallen-Stachelkopf und der Hirschgeweihpilz sind zwei verschiedene Pilzarten. Und versuchen Sie nicht, andere zu täuschen. Sonst nennen Sie am Ende noch den Grünen Knollenblätterpilz einen „Weißen Champignon“.
Tatiana
Hallo, ich habe zum ersten Mal Hirschgeweihpilze gesammelt. Sie sollen sehr lecker sein, aber ich habe sie zum ersten Mal gefunden und sie einfach mitgenommen. Jetzt bin ich etwas unsicher, weil sie nach muffigem Gummi riechen. Ist das normal? Ich komme aus Estland.