Wie lassen sich Milchlinge von Safran-Milchlingen unterscheiden und was sind ihre Gemeinsamkeiten (+20 Fotos)?

Pilze

Weißer Milchling (Lactarius) und Safran-Milchling (Lactarius spp.) gehören zu den beliebtesten Speisepilzen in Deutschland. Die beiden Arten sehen sich sehr ähnlich, und für unerfahrene Pilzsammler ist es oft schwierig, sie zu unterscheiden. Beide gehören zur Gattung Lactarius, die sich durch ihr faserfreies Fleisch auszeichnet. Beim Aufbrechen eines dieser Pilze tritt Saft oder eine weiße Flüssigkeit aus.

Der Saft der meisten Arten dieser Gattung gilt als giftig, doch sowohl der Gemeine Milchling als auch der Safran-Milchling sind für den Menschen ungefährlich. Europäer betrachten diese Arten als ungenießbar, in Russland werden sie jedoch gesammelt und eingelegt oder gesalzen verzehrt. Die beiden Arten ähneln sich sehr, weisen aber tatsächlich viele Unterschiede auf. Der optische Unterschied zwischen Gemeinem Milchling und Safran-Milchling ist auf dem Foto erkennbar. Darüber hinaus besitzt jede Art weitere charakteristische Merkmale.

Beschreibung und Merkmale von Pilzen

Um die Unterschiede zwischen Milchkapseln und Safranmilchkapseln zu verstehen, lohnt es sich, deren Fotos und detaillierte Beschreibungen anzusehen.

Pfifferlinge

Unter den Milchpilzen gelten die Safran-Reizker als die hochwertigsten und schmackhaftesten. Es gibt mehrere Arten:

  • real;
  • Fichte;
  • Kiefernwald;
  • milchig rot.

Der Rotbraune Milchling und der Kiefern-Milchling zählen zu den lamellaren Arten. Diese beiden Arten sind in Mischwäldern heimisch. Der Fichten-Milchling kommt in Fichtenwäldern vor.

Der Safranmilchkapsel hat eine leuchtend gelbe oder gelblich-rote Kappe. Sie wirkt recht dicht und fest. Die trichterförmige Kappe ist rund und ihr Durchmesser variiert zwischen 5 und 18 cm. Auf der Kappe sind konzentrische dunkle Bereiche zu erkennen. Die Oberfläche der Kappe ist glatt und fühlt sich nach Regen klebrig an. Der spröde Stiel hat die gleiche Farbe wie die Kappe. Er ist zylindrisch und wird mit zunehmender Reife der Safranmilchkapsel hohl.

Milchig-roter Safranmilchbecher
Milchig-roter Safranmilchbecher

Das Fleisch hat ebenfalls einen orangefarbenen Schimmer, der sich beim Anschneiden zunächst rötlich und dann grün färbt. Die Lamellen stehen dicht beieinander und sind heller. Beim Drücken verfärben sie sich deutlich grün.

Der echte Safranmilchdeckel hat charakteristische Merkmale:

  • glänzende, leicht feuchte Kappe;
  • Die Farbe der obersten Schicht kann gelb, rotbraun, rötlich oder orange sein;
  • Die Oberfläche des Pilzes weist konzentrische Kreise auf, und manchmal ist ein leichter Belag zu erkennen;
  • Junge Früchte haben eine gewölbte Kappe, die mit der Zeit flach oder konkav wird.
Echter Safran-Milchdeckel
Echter Safran-Milchdeckel

Das rohe Fruchtfleisch hat einen angenehmen Geschmack und ein leicht fruchtiges Aroma.

Volnushki

Aufmerksame Sammler finden in Fichten- und Birkenwäldern oft Pilze, die dem Safran-Reizker ähneln – den rosafarbenen Reizker. Ihren Namen verdanken sie dem englischen Wort „vovna“ (draußen), da ihre Hüte mit einem kaum sichtbaren Flaum bedeckt sind. Man findet sie in Wäldern mit sandigem und steinigem Boden, meist unter Birken.

Der Hut des Milchlings erreicht einen Durchmesser von 1,5 bis 10 cm. Bei jungen Exemplaren ist er gewölbt, mit zunehmendem Alter wird er konkav mit nach innen gewölbten Rändern. Der Hut ist dicht behaart, was dem Milchling sein attraktives Aussehen verleiht.

Der Hut ist hellrosa, manchmal mit einem gelblichen oder grauen Schimmer. Breite, kreisförmige Streifen sind deutlich sichtbar. Das Fleisch ist blassrosa und fühlt sich fest und trocken an. Die dicht stehenden Lamellen haben die gleiche Farbe wie der Hut, sind aber etwas heller. Der Saft ist gelblich-weiß.

Die Teller und der milchige Saft des Milchpilzes Volnushka
Die Teller und der milchige Saft des Milchpilzes Volnushka

Der helle Stängel erreicht eine Höhe von 5 cm. Er ist glatt, dicht und weist mitunter kleine dunkle Vertiefungen auf. Mit zunehmendem Alter kann er hohl werden.

Nicht jeder mag den Geschmack von gekochten Pilzen. Rohe Volnukhi-Pilze sind recht scharf, dieser Geschmack verschwindet jedoch beim Kochen, obwohl eine leichte Schärfe zurückbleibt. Die Bitterkeit der Pilze verschwindet nach dem Kochen.

Ähnliche Merkmale der beiden Arten

Beide Arten sind eng verwandt und gehören zur selben Gattung. Der Saft dieser Pilze gilt in den meisten Ländern als giftig, in unserem Land hingegen sind sie eingelegt und gesalzen sehr beliebt und werden gerne verzehrt.

Rosa Volnuschka
Rosa Volnuschka

Die erste Gemeinsamkeit dieser beiden Arten besteht darin, dass sie beide in Birkenhainen und Fichtenwäldern vorkommen. Sie können jedoch nebeneinander wachsen, was für unerfahrene Pilzsammler verwirrend sein kann. Äußerlich ähneln sich die Pilze sehr, wobei der Milchling entweder rosa oder orangefarben sein kann. Beide Pilze weisen konzentrische Kreise auf ihren Hüten auf.

Unter dem Hut dieser Pilze befinden sich dicht gedrängte Lamellen, die heller sind als die Oberfläche des Pilzes. Pilzsammler verwechseln junge Pilze oft mit anderen Arten, da diese in diesem Stadium gewölbte Hüte aufweisen.

Charakteristische Unterschiede

Diese beiden Arten weisen deutlich mehr Unterschiede auf, als man zunächst vermuten würde. Um den Pilz korrekt zu bestimmen, ist es wichtig, die folgenden Merkmale zu kennen:

  1. Die glatten Hüte der Safranmilchlinge haben immer eine rötliche Farbe, während die Hüte der Volnukhi mit ihren zotteligen Hüten einen rosafarbenen Schimmer aufweisen.
  2. Der Saft der Milchlinge ist weiß, der der Safran-Milchlinge hingegen karottenfarben.
  3. Auf der obersten Schicht beider Arten befinden sich Kreise, die bei den Volnushki jedoch deutlicher ausgeprägt sind.

    Milchiger Saft von Kiefernpilzen
    Milchiger Saft von Kiefernpilzen
  4. Vergleicht man Pilze gleichen Alters, so sind die Safran-Reizker größer.
  5. Die Schnittstelle des Milchlings verändert ihre Farbe nicht, die des Safran-Milchlings hingegen nimmt eine grünlich-blaue Farbe an.
  6. Milchlinge kommen häufiger in Wäldern vor, da sie hinsichtlich ihres Lebensraums weniger anspruchsvoll sind. Sie gedeihen nur in ökologisch sauberen Gebieten und stets fernab von Verkehr und Staub.
  7. Der gekochte Safran-Reizker dunkelt nach, und der Volnushka-Pilz wird hellgrau.

Der Safran-Reizker zeichnet sich durch seinen trichterförmigen Hut mit glatten oder leicht gebogenen Rändern aus. Die Hüte anderer Reizker sind eher kugelförmig und weisen deutlich nach innen gewölbte Ränder auf.

Safranmilchkapseln gelten aufgrund ihres angenehmen Geschmacks als Delikatesse. Vor der Zubereitung müssen sie lediglich gereinigt werden; langes Einweichen ist nicht nötig.

Vor der Zubereitung sollten Milchpilze einige Tage in Wasser eingeweicht werden, um die Bitterstoffe zu entfernen. Das Wasser sollte während des Einweichens regelmäßig gewechselt werden. Nur vollständig eingeweichte Milchpilze eignen sich zum Einlegen, da sonst die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung besteht. Nach dem Einlegen sollten die Pilze etwa zwei Monate vor dem Verzehr aufbewahrt werden.

Übrigens!
Safran-Reizker können nach dem Waschen und Reinigen fast sofort verwendet werden. Sie eignen sich nicht nur zum Salzen und Einlegen, sondern auch zum Braten. Im Gegensatz zu Täublingen enthalten sie sehr wenig Chitin, was ihren Nährwert mindert.

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Erfahrene Pilzsammler sollten jedes Detail über jeden Pilz kennen – seine Farbe, seinen Geruch, seinen Geschmack und die Lebensräume der verschiedenen Arten. Doch viele haben noch Fragen. Schauen wir uns die häufigsten an:

Welcher der beiden Pilze ist in unseren Wäldern häufiger anzutreffen?

Safran-Reizker bevorzugen Mischwälder und Nadelwälder. Ein Exemplar zu entdecken ist ein echter Glücksfall, da sie sehr empfindlich auf Umweltbedingungen reagieren. Suchen Sie nach ihnen abseits von Autobahnen, in unberührten Wäldern. Sie verstecken sich gern zwischen Baumwurzeln und in Moosdickichten.

Volnushki-Pilze sind, wie der weit verbreitete Täubling, deutlich häufiger anzutreffen. Sie sind anspruchslos, wachsen aber am häufigsten in Birkenhainen. Man findet sie unter dem Laub alter Laubbäume und seltener in Mischwäldern.

Wie kann man Pilze am Geruch unterscheiden?

Um die Pflanze anhand des Geruchs zu identifizieren, riechen Sie an der Schnittfläche. Wenn der Duft angenehm, leicht süßlich oder fruchtig ist, handelt es sich um einen Safran-Reizker. Auch das rohe Fruchtfleisch hat einen sehr angenehmen Geschmack. Der Reizker selbst hat ein ausgeprägt scharfes Aroma, ähnlich wie Bittergeranie. Auch beim Probieren ist eine gewisse Bitterkeit wahrnehmbar. Aufgrund dieser Bitterkeit empfiehlt es sich, ihn 2–3 Tage in Wasser einzuweichen.

Beim Pilzesammeln ist zu beachten, dass Pilze Schadstoffe aus der Umgebung aufnehmen können. Daher sollten sie nur in sauberen Wäldern und fernab von Autoabgasen gesammelt werden. Trotz ihrer positiven Eigenschaften sollten sie nur mit äußerster Vorsicht und in kleinen Mengen verzehrt werden.

Pfifferlinge und Täublinge
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