Wie sieht der Blaubeinige Pilz aus und was beschreibt er? (+18 Fotos)

Pilze

Ein blauer Stiel mit violettem Schimmer und ein gräulich-weißer Hut – ziemlich ungewöhnlich für einen Pilz. Diese ungewöhnliche Färbung schreckt oft unerfahrene Pilzsammler ab. Schade, denn es handelt sich um einen Blauschenkelpilz, einen zwar ungewöhnlich aussehenden, aber durchaus essbaren Pilz. Es gibt zwar nicht viele Doppelgänger, aber es ist dennoch wichtig, seine Merkmale zu kennen, um bei der Pilzsuche im Wald keine Verwechslungen zu machen.

Charakteristische Merkmale der Sorte

Blaubein, Blaubein, Zweifarbige Reihe, Blaubeinreihe, Lila Reihe oder Blauwurzel – all diese Namen bezeichnen denselben Pilz. Er verdankt seine Namen seiner Farbe und seiner einzigartigen Anordnung. Blaubeine wachsen in Reihen, dicht aneinander.

Aussehen und Foto

Erfahrene Pilzsammler schätzen den Purpurbeinigen Ebereschenpilz (wissenschaftlicher Name: Ebereschenspross), weil er so schmackhaft ist. Anfänger sollten sich die Fotos genau ansehen und die Beschreibung sorgfältig lesen, um Verwechslungen mit Saprophyten zu vermeiden, die niemals verzehrt werden dürfen.

Purpurbeinige Eberesche
Purpurbeinige Eberesche

Der Blaubeinige Pilz zeichnet sich durch seinen glänzenden, relativ dichten Hut aus, der sich nach innen einrollt. Dadurch ähnelt er einem runden Brötchen.

Struktur- und Artenunterschiede

Betrachten wir das Aussehen dieser Pilzart genauer. Der Hut erreicht typischerweise einen Durchmesser von 10 cm, manche Exemplare sind jedoch deutlich größer – bis zu 25 cm. Die Farbe ist hellgelb mit einem leichten violetten Schimmer. Es ist wichtig zu beachten, dass die Farbe je nach Wetterbedingungen, Standort und Alter des Pilzes variieren kann.

Wie bereits erwähnt, sind die Hutränder zurückgebogen, können aber bei älteren Früchten ausgestülpt sein. Der Hut fühlt sich leicht ölig an und ist bei Regenwetter klebrig. Unter dem Hut befinden sich Lamellen. Diese sind meist gelblich, können aber auch cremefarben, rosa-cremefarben oder gräulich-cremefarben sein. Die Lamellen selbst sind groß und locker angeordnet.

Die Stiele sind an der Basis recht dick (bis zu 3 cm), keulenförmig und glatt. Sie erreichen in der Regel eine Länge von maximal 10 cm. Die ungewöhnliche leuchtend purpurrote, violette oder grauviolette Färbung und die faserige Struktur sind die Hauptmerkmale junger Pilze.

Das Fleisch des Blaubein-Pilzes ist ebenfalls violett. Es zeichnet sich durch seine Dichte und Dicke aus. Mit zunehmendem Alter wird es brüchiger. Sein Aroma ist sehr ungewöhnlich. Manche Pilzsammler vergleichen es mit Ananas.

Verteilungsort, Regeln und Bedingungen der Sammlung

Blaubeine sind in fast ganz Russland (mit Ausnahme des Hohen Nordens) verbreitet. Sie wachsen auch in Nord- und Südamerika, Europa und Kasachstan.

Die Purpurbein-Eberesche siedelt gern auf Wiesen und Weiden. Wälder hingegen meidet sie, da sie viel Licht bevorzugt. Findet man sie dort, dann meist unter Laubbäumen. Sie bevorzugt außerdem Standorte mit organischem Dünger, wie Kompostgruben, Brachflächen, Torf und Schwarzerde. Man kann die Purpurbein-Eberesche auch in Waldschluchten mit verrottendem Laub finden.

Sie wachsen dicht beieinander in Büscheln und sind daher kaum zu übersehen. Es gab schon Fälle, in denen bis zu 20 kg Früchte an einem einzigen Standort geerntet wurden. Experten empfehlen, von April bis Oktober bei trockenem Wetter auf die Suche zu gehen. Während der Regenzeit werden die Früchte schleimig und klebrig und fühlen sich dann unangenehm an, vertragen aber leichten Frost bis zu -5 Grad Celsius sehr gut.

Bitte beachten Sie!
Am besten vermeidet man altes Obst ganz oder lernt zumindest, es richtig zu schälen. Andernfalls kann der Verzehr negative Folgen bis hin zu Vergiftungen haben.

Verbrauch

Der Blaubeinige Pilz ist bedingt essbar, aber dennoch sehr schmackhaft und erinnert geschmacklich etwas an Champignons und sogar Hühnchen. Man kann ihn braten, salzen, einlegen, kochen, trocknen – also in jeder Form außer roh verzehren.

Nützliche Eigenschaften und Nutzungsbeschränkungen

Blaubeine sind nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Sie eignen sich perfekt für alle, die auf ihre Ernährung achten und Kalorien zählen: 100 Gramm enthalten nur 22 kcal. Außerdem sind sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Deshalb werden Blaubeine besonders in der Erkältungs- und Grippezeit empfohlen.

Blaubeinpilze verbessern die Herz-Kreislauf-Funktion, normalisieren den Blutdruck, stärken das Immunsystem, besitzen krebshemmende, antimikrobielle und antibakterielle Eigenschaften und wirken sich positiv auf alle Organe aus. Menschen mit chronischen Magen-Darm- oder Lebererkrankungen sollten jedoch auf Pilzgerichte verzichten.

Unterscheidung von falschen, ungenießbaren Pilzen

Die Blauschenkel werden leicht mit der Purpur- und Unkraut-Eberesche, der Purpur- und Weißviolett-Spindel und der Ziegen-Spindel verwechselt. Hier ist besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit geboten.

  1. Die Purpur-Eberesche zeichnet sich, wie der Name schon sagt, durch ihre Farbe aus. Dieser Pilz ist vollständig purpurfarben oder blau. Die Wilde Eberesche ist kleiner und hat einen dünneren Stiel.

    Purpur-Eberesche
    Purpur-Eberesche
  2. Im Gegensatz zum essbaren Ebereschenpilz ist der Ziegen-Himbeerling giftig. Er ist größer und hat einen charakteristischen, unangenehmen Geruch (ähnlich wie Ziege oder Acetylen).

    Ziegen-Schwanzkappe
    Ziegen-Schwanzkappe
  3. Der Purpurrote Spinnwebpilz ist unter bestimmten Bedingungen essbar, schmeckt aber ganz anders. Man erkennt ihn an dem „Rand“ unter dem Hut. Auch die Farbe unterscheidet sich: Die Oberseite ist grauer und hat einen aschigen Schimmer.

    Lila Spinnweben
    Lila Spinnweben
  4. Der Purpur-Weiße Schleierling ist weitaus furchterregender. Er ist giftig. Bei Windstille kann man seinen charakteristischen Geruch im Wald wahrnehmen. Um zu vermeiden, dass dieser Pilz im Korb landet, muss man seine Anzeichen kennen. Bricht man den Pilz auf, sieht man hellgelbes Fruchtfleisch, manchmal mit violetten Flecken.

    Weiß-violettes Spinnweben
    Weiß-violettes Spinnweben

Rezepte und Kochtipps

Blaubeinpilze werden gebraten, eingelegt und in Suppen, Julienne-Streifen, Pfannkuchen und anderen Gerichten verwendet. Damit ein Gericht aber wirklich schmackhaft und gesund ist, müssen sie richtig zubereitet werden.

Verarbeitung

Zuerst die Pilze sortieren und in Salzwasser einweichen, um eventuell vorhandene Insekten zu entfernen. Anschließend gründlich unter fließendem Wasser abspülen. Dadurch werden auch eventuelle Verunreinigungen aus den Lamellen entfernt. Die Pilze vorsichtig schälen, die Haut von den Hüten abziehen und sie 15 Minuten lang kochen.

Merkt euch das!
Manche Pilzsammler empfehlen außerdem, die Pilze in Salzwasser oder Essig zu kochen. Sie kochen sie sogar zweimal im Essigwasser.
Nach dem ersten Aufkochen werden die Pilze abgekühlt und in einen zweiten, bereits kochenden Essigaufguss gegeben. Die Zwiebel wird ebenfalls hinzugefügt. All diese Schritte helfen, Bitterkeit und unangenehmen Geruch zu entfernen. Nach dem Kochen werden die Pilze gründlich unter fließendem Wasser abgespült. Nun kann mit der Zubereitung des Hauptgerichts begonnen werden.

Wie marinieren?

Wenn man Pilze richtig mariniert, können sie lange gelagert werden und erfreuen einen den ganzen Winter lang mit ihrem hervorragenden Geschmack.

Eingelegte Ebereschenpilze
Eingelegte Ebereschenpilze

Das Rezept ist einfach:

  1. Für 1 Liter Wasser 2 Esslöffel Salz und Zucker, 2 Lorbeerblätter, Kirsch- und Johannisbeerzweige, 8-10 schwarze Pfefferkörner und 5 Knoblauchzehen verwenden.
  2. Die vollständig vorbereiteten Champignons werden mit dieser Mischung übergossen, weitere 20 Minuten gekocht und anschließend mit 1 Esslöffel Essig versetzt.
  3. Die vorbereiteten Pilze werden in sterilisierte Gläser gefüllt und aufgerollt.

Weitere Rezepte

Gebratene Ebereschenpilze sind unglaublich lecker, besonders mit Butter und Sauerrahm.

Wichtig!
Aber Achtung: Sie müssen vor dem Braten gekocht werden!
Sobald die gekochten Früchte abgetropft sind, geben Sie sie in ein Sieb, lassen Sie sie abtropfen und geben Sie sie dann in eine heiße Pfanne, bis die überschüssige Flüssigkeit verdampft ist. Nun können Sie Butter und fein gehackte Zwiebeln hinzufügen. Sobald die Früchte gebräunt sind, geben Sie saure Sahne hinzu und lassen Sie alles weitere 15 Minuten bei schwacher Hitze köcheln.

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Zubereitung von Blaubeinen?
Ein wichtiger Schritt vor der Zubereitung von Ebereschenpilzen ist das Abkochen. Dadurch werden giftige Stoffe und Bitterstoffe entfernt. Außerdem intensiviert das Kochen ihr charakteristisches Ananasaroma.

Kochen Sie die Pilze 15–20 Minuten in Salzwasser. Sie sind gar, wenn sie im Topf untergehen. Das Kochwasser sollte weggeschüttet werden; es ist nicht zum Verzehr geeignet.

Welchen Kalorienwert hat blaues Bein?
Pilze gelten als kalorienarm und sind daher bei Figurbewussten sehr beliebt. 100 g enthalten nur 22 kcal. Sie liefern außerdem eine beachtliche Menge an Eiweiß – 2,4 kcal.
Wie lange ist es haltbar, wenn es roh gelagert wird?
Pilze sollten am besten sofort nach dem Kauf verarbeitet werden. Andernfalls verderben sie sehr schnell, was zu einer Vergiftung führen kann. Blaubeine lassen sich zwar lagern, aber nur für kurze Zeit und im Kühlschrank.
Muss der Pilz eingeweicht werden?
Um zu verhindern, dass Waldinsekten, Schmutz oder andere Fremdkörper Ihre Lebensmittel verunreinigen, sollten Blaubeine eingeweicht werden. Am besten weicht man die Pilze sechs Stunden lang in Wasser ein.

Der Blaubeinige Pilz ist sehr ungewöhnlich. Seine auffällige Farbe kann unerfahrene Pilzsammler manchmal abschrecken. Er ist jedoch essbar. Blaubeinige Pilze schmecken gekocht, gebraten und eingelegt hervorragend und lassen sich in vielen Gerichten verwenden. Man sollte bedenken, dass es in der Natur ähnliche Pilze gibt. Da einige Doppelgänger giftig sind, ist beim Sammeln Vorsicht geboten.

Blaubeinpilz
Kommentare zum Artikel: 4
  1. Alexey

    Früher haben wir diesen Pilz oft geerntet...wir haben ihn auf verlassenen Bauernhöfen gesammelt...aber in den letzten 15 Jahren ist er verschwunden...die Leute haben Autos bekommen und alles ist leichter zugänglich geworden...uns sind die Pilze, Fische usw. ausgegangen.

    Antwort
  2. Anatoly

    Ein witziges Foto von eingelegten Ebereschenpilzen. Ich frage mich, welche Einlegemethode die Pilze so röhrenförmig (schwammig) macht? Das ist wirklich einzigartig, fast schon Nobelpreis-verdächtig! 😀

    Antwort
    1. Irina

      Haben Sie diese Pilze schon einmal selbst probiert?
      Seltsamerweise kleben die Scheiben beim Kochen stellenweise zusammen… wie Diamanten…

      Antwort
  3. Julia

    Ich frage mich, ob die anderen Fotos zu ihren Bildunterschriften passen?

    Antwort
Einen Kommentar hinzufügen

Apfelbäume

Kartoffel

Tomaten