Ein blauer Stiel mit violettem Schimmer und ein gräulich-weißer Hut – ziemlich ungewöhnlich für einen Pilz. Diese ungewöhnliche Färbung schreckt oft unerfahrene Pilzsammler ab. Schade, denn es handelt sich um einen Blauschenkelpilz, einen zwar ungewöhnlich aussehenden, aber durchaus essbaren Pilz. Es gibt zwar nicht viele Doppelgänger, aber es ist dennoch wichtig, seine Merkmale zu kennen, um bei der Pilzsuche im Wald keine Verwechslungen zu machen.
Charakteristische Merkmale der Sorte
Blaubein, Blaubein, Zweifarbige Reihe, Blaubeinreihe, Lila Reihe oder Blauwurzel – all diese Namen bezeichnen denselben Pilz. Er verdankt seine Namen seiner Farbe und seiner einzigartigen Anordnung. Blaubeine wachsen in Reihen, dicht aneinander.
Aussehen und Foto
Erfahrene Pilzsammler schätzen den Purpurbeinigen Ebereschenpilz (wissenschaftlicher Name: Ebereschenspross), weil er so schmackhaft ist. Anfänger sollten sich die Fotos genau ansehen und die Beschreibung sorgfältig lesen, um Verwechslungen mit Saprophyten zu vermeiden, die niemals verzehrt werden dürfen.

Der Blaubeinige Pilz zeichnet sich durch seinen glänzenden, relativ dichten Hut aus, der sich nach innen einrollt. Dadurch ähnelt er einem runden Brötchen.
Struktur- und Artenunterschiede
Betrachten wir das Aussehen dieser Pilzart genauer. Der Hut erreicht typischerweise einen Durchmesser von 10 cm, manche Exemplare sind jedoch deutlich größer – bis zu 25 cm. Die Farbe ist hellgelb mit einem leichten violetten Schimmer. Es ist wichtig zu beachten, dass die Farbe je nach Wetterbedingungen, Standort und Alter des Pilzes variieren kann.
Wie bereits erwähnt, sind die Hutränder zurückgebogen, können aber bei älteren Früchten ausgestülpt sein. Der Hut fühlt sich leicht ölig an und ist bei Regenwetter klebrig. Unter dem Hut befinden sich Lamellen. Diese sind meist gelblich, können aber auch cremefarben, rosa-cremefarben oder gräulich-cremefarben sein. Die Lamellen selbst sind groß und locker angeordnet.
Die Stiele sind an der Basis recht dick (bis zu 3 cm), keulenförmig und glatt. Sie erreichen in der Regel eine Länge von maximal 10 cm. Die ungewöhnliche leuchtend purpurrote, violette oder grauviolette Färbung und die faserige Struktur sind die Hauptmerkmale junger Pilze.
Das Fleisch des Blaubein-Pilzes ist ebenfalls violett. Es zeichnet sich durch seine Dichte und Dicke aus. Mit zunehmendem Alter wird es brüchiger. Sein Aroma ist sehr ungewöhnlich. Manche Pilzsammler vergleichen es mit Ananas.
Verteilungsort, Regeln und Bedingungen der Sammlung
Blaubeine sind in fast ganz Russland (mit Ausnahme des Hohen Nordens) verbreitet. Sie wachsen auch in Nord- und Südamerika, Europa und Kasachstan.
Die Purpurbein-Eberesche siedelt gern auf Wiesen und Weiden. Wälder hingegen meidet sie, da sie viel Licht bevorzugt. Findet man sie dort, dann meist unter Laubbäumen. Sie bevorzugt außerdem Standorte mit organischem Dünger, wie Kompostgruben, Brachflächen, Torf und Schwarzerde. Man kann die Purpurbein-Eberesche auch in Waldschluchten mit verrottendem Laub finden.
Sie wachsen dicht beieinander in Büscheln und sind daher kaum zu übersehen. Es gab schon Fälle, in denen bis zu 20 kg Früchte an einem einzigen Standort geerntet wurden. Experten empfehlen, von April bis Oktober bei trockenem Wetter auf die Suche zu gehen. Während der Regenzeit werden die Früchte schleimig und klebrig und fühlen sich dann unangenehm an, vertragen aber leichten Frost bis zu -5 Grad Celsius sehr gut.
Verbrauch
Der Blaubeinige Pilz ist bedingt essbar, aber dennoch sehr schmackhaft und erinnert geschmacklich etwas an Champignons und sogar Hühnchen. Man kann ihn braten, salzen, einlegen, kochen, trocknen – also in jeder Form außer roh verzehren.
Nützliche Eigenschaften und Nutzungsbeschränkungen
Blaubeine sind nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Sie eignen sich perfekt für alle, die auf ihre Ernährung achten und Kalorien zählen: 100 Gramm enthalten nur 22 kcal. Außerdem sind sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Deshalb werden Blaubeine besonders in der Erkältungs- und Grippezeit empfohlen.
Blaubeinpilze verbessern die Herz-Kreislauf-Funktion, normalisieren den Blutdruck, stärken das Immunsystem, besitzen krebshemmende, antimikrobielle und antibakterielle Eigenschaften und wirken sich positiv auf alle Organe aus. Menschen mit chronischen Magen-Darm- oder Lebererkrankungen sollten jedoch auf Pilzgerichte verzichten.
Unterscheidung von falschen, ungenießbaren Pilzen
Die Blauschenkel werden leicht mit der Purpur- und Unkraut-Eberesche, der Purpur- und Weißviolett-Spindel und der Ziegen-Spindel verwechselt. Hier ist besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit geboten.
- Die Purpur-Eberesche zeichnet sich, wie der Name schon sagt, durch ihre Farbe aus. Dieser Pilz ist vollständig purpurfarben oder blau. Die Wilde Eberesche ist kleiner und hat einen dünneren Stiel.

Purpur-Eberesche - Im Gegensatz zum essbaren Ebereschenpilz ist der Ziegen-Himbeerling giftig. Er ist größer und hat einen charakteristischen, unangenehmen Geruch (ähnlich wie Ziege oder Acetylen).

Ziegen-Schwanzkappe - Der Purpurrote Spinnwebpilz ist unter bestimmten Bedingungen essbar, schmeckt aber ganz anders. Man erkennt ihn an dem „Rand“ unter dem Hut. Auch die Farbe unterscheidet sich: Die Oberseite ist grauer und hat einen aschigen Schimmer.

Lila Spinnweben - Der Purpur-Weiße Schleierling ist weitaus furchterregender. Er ist giftig. Bei Windstille kann man seinen charakteristischen Geruch im Wald wahrnehmen. Um zu vermeiden, dass dieser Pilz im Korb landet, muss man seine Anzeichen kennen. Bricht man den Pilz auf, sieht man hellgelbes Fruchtfleisch, manchmal mit violetten Flecken.

Weiß-violettes Spinnweben
Rezepte und Kochtipps
Blaubeinpilze werden gebraten, eingelegt und in Suppen, Julienne-Streifen, Pfannkuchen und anderen Gerichten verwendet. Damit ein Gericht aber wirklich schmackhaft und gesund ist, müssen sie richtig zubereitet werden.
Verarbeitung
Zuerst die Pilze sortieren und in Salzwasser einweichen, um eventuell vorhandene Insekten zu entfernen. Anschließend gründlich unter fließendem Wasser abspülen. Dadurch werden auch eventuelle Verunreinigungen aus den Lamellen entfernt. Die Pilze vorsichtig schälen, die Haut von den Hüten abziehen und sie 15 Minuten lang kochen.
Wie marinieren?
Wenn man Pilze richtig mariniert, können sie lange gelagert werden und erfreuen einen den ganzen Winter lang mit ihrem hervorragenden Geschmack.

Das Rezept ist einfach:
- Für 1 Liter Wasser 2 Esslöffel Salz und Zucker, 2 Lorbeerblätter, Kirsch- und Johannisbeerzweige, 8-10 schwarze Pfefferkörner und 5 Knoblauchzehen verwenden.
- Die vollständig vorbereiteten Champignons werden mit dieser Mischung übergossen, weitere 20 Minuten gekocht und anschließend mit 1 Esslöffel Essig versetzt.
- Die vorbereiteten Pilze werden in sterilisierte Gläser gefüllt und aufgerollt.
Weitere Rezepte
Gebratene Ebereschenpilze sind unglaublich lecker, besonders mit Butter und Sauerrahm.
Antworten auf häufig gestellte Fragen
Kochen Sie die Pilze 15–20 Minuten in Salzwasser. Sie sind gar, wenn sie im Topf untergehen. Das Kochwasser sollte weggeschüttet werden; es ist nicht zum Verzehr geeignet.
Der Blaubeinige Pilz ist sehr ungewöhnlich. Seine auffällige Farbe kann unerfahrene Pilzsammler manchmal abschrecken. Er ist jedoch essbar. Blaubeinige Pilze schmecken gekocht, gebraten und eingelegt hervorragend und lassen sich in vielen Gerichten verwenden. Man sollte bedenken, dass es in der Natur ähnliche Pilze gibt. Da einige Doppelgänger giftig sind, ist beim Sammeln Vorsicht geboten.

















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Alexey
Früher haben wir diesen Pilz oft geerntet...wir haben ihn auf verlassenen Bauernhöfen gesammelt...aber in den letzten 15 Jahren ist er verschwunden...die Leute haben Autos bekommen und alles ist leichter zugänglich geworden...uns sind die Pilze, Fische usw. ausgegangen.
Anatoly
Ein witziges Foto von eingelegten Ebereschenpilzen. Ich frage mich, welche Einlegemethode die Pilze so röhrenförmig (schwammig) macht? Das ist wirklich einzigartig, fast schon Nobelpreis-verdächtig! 😀
Irina
Haben Sie diese Pilze schon einmal selbst probiert?
Seltsamerweise kleben die Scheiben beim Kochen stellenweise zusammen… wie Diamanten…
Julia
Ich frage mich, ob die anderen Fotos zu ihren Bildunterschriften passen?