Nach welchen Winterkulturen kann Knoblauch angebaut werden?

Knoblauch

Fruchtbare, nicht saure Böden und sonnige Standorte sind ideal für den Knoblauchanbau. Auch die Fruchtfolge im Garten ist wichtig. Schauen wir uns an, welche Pflanzen im Herbst nach dem Knoblauch angebaut werden können, um eine reiche und gesunde Ernte zu gewährleisten.

Die Vorteile einer ordnungsgemäßen Pflanzplanung

Was Gärtner erwartet, die die Regeln der Pflanzenverträglichkeit missachten:

  1. Schlechte Ernte.
  2. Erhöhte Morbidität.
  3. Unkrautplage.
Das musst du wissen!
Gründüngung und Leguminosen reichern den Boden mit Stickstoff an, Kohl entzieht ihm Kalium, Stickstoff und Phosphor, während Kartoffeln den Boden mit Kalium und Stickstoff schwächen und Tomaten ihn mit Phosphor schwächen. Nach dem Anbau von Karotten ist der Boden so ausgelaugt, dass es ratsam ist, das Beet brachliegen zu lassen.

Wenn man Pflanzen mit ähnlichen Bedürfnissen nacheinander pflanzt, leiden sie unter Nährstoffmangel. Dieser Mangel lässt sich im Hausgarten nur schwer mit Dünger ausgleichen. Pflanzen nehmen Nährstoffe aus dem Boden in unterschiedlichen Mengen auf, und es ist schwierig, diesen Mangel mit herkömmlichen komplexen Mineraldüngern zu beheben.

Einjährige Pflanzen breiten sich stark aus und streben danach, neue Gebiete zu besiedeln. Fast alle Nutzpflanzen wachsen nach ihrer Blütezeit nur ungern wieder an, da sie bestimmte Substanzen in den Boden abgeben.

Unkrautsamen sind immer im Boden vorhanden, doch manche Pflanzen unterdrücken das Wachstum junger Unkrautsprossen (z. B. Kohl, Zucchini, Kartoffeln), andere hingegen nicht. Eine sinnvolle Fruchtfolge reduziert den Aufwand für die Unkrautbekämpfung.

Die Art der Fruchtbildung ist ebenfalls wichtig. „Triebe“ sollten nicht nach „Wurzeln“ gepflanzt werden und umgekehrt.

Ist Knoblauch launisch?

Knoblauch, Zwiebeln und Schalotten sind bezüglich Nachbarpflanzen oder Vorkulturen recht unkompliziert – sie können im Herbst gepflanzt werden, unabhängig davon, was zuvor an derselben Stelle stand. Sie sind zudem hervorragende Nachbarn und laugen den Boden nicht aus. Jedes Gemüse gedeiht gut nach Knoblauch.

Zwiebeln und Knoblauch gehören zur Familie der Liliengewächse. Diese Pflanzenfamilie wird häufig in Hausgärten kultiviert, meist jedoch als Zierpflanzen. Wenn Sie also planen, Knoblauch im Winter nach Blumen wie Tulpen, Hyazinthen, Steppenkerzen, Zierlauch und Maiglöckchen zu pflanzen, sollten Sie dies bedenken. Gemüse wie Zucchini, Gurken und Kürbisse pflanzt man am besten im Anschluss.

Interessant!
Nach Knoblauch gedeihen Erdbeeren gut – 3-4 Jahre lang werden sie praktisch nicht von Krankheiten befallen.

Schlechte Vorgänger

Auf kleinen Flächen ist eine wissenschaftlich fundierte Fruchtfolge schwierig. Knoblauch hingegen benötigt in der Regel keine großen Flächen. Unabhängig von der Flächengröße findet sich immer ein geeigneter Standort für Knoblauch.

Liste der Gemüsesorten, die Sie nach dem Verzehr nicht mehr essen sollten Knoblauch pflanzen vor dem Winter:

  1. Knoblauch. Es ist schädlich, Pflanzen jahrelang am selben Standort anzubauen. Knoblauch bildet da keine Ausnahme. Er sollte erst nach vier Jahren wieder am selben Standort gepflanzt werden.
  2. Zwiebeln. Sie ziehen aktiv Kalium aus dem Boden.

Unerwünschte Vorgängerpflanzen für Winterknoblauch und -zwiebeln sind alle oberflächennahen Wurzelgemüse. Dazu gehören Karotten, Rote Bete, Radieschen und Kartoffeln. Sie laugen den Oberboden auf und teilen die gleichen Krankheiten wie Knoblauch. Nach Kartoffeln ist Knoblauch häufig von Fusariumwelke betroffen.

Nützliche Vorläufer

Die besten:

  1. Alle Hülsenfrüchte: Luzerne, Klee, Erbsen, Bohnen, Linsen, Lupinen, Steinklee.
  2. Getreidearten: Weizen, Roggen, Sorghum, Hirse, Schwingel, Weidelgras. Ausnahme: Hafer und Gerste, die den Boden stark auslaugen.
  3. Gründüngung aus anderen Pflanzenfamilien: Phacelia, Ringelblume, Buchweizen, Amarant.
  4. Kürbis, Zucchini.

Diese Pflanzen haben entweder tiefe Wurzeln oder reichern den Boden mit Mineralien an. Knoblauch, der sich von der obersten Bodenschicht ernährt, gedeiht danach gut. Er kann auch vor dem Winter anstelle von Beerensträuchern wie Stachelbeeren, Johannisbeeren oder Himbeeren gepflanzt werden.

Bitte beachten Sie!
Knoblauch ist ein hervorragendes Mittel zur Bekämpfung von Himbeerfliegen.

Zulässige Vorgänger:

  1. Kürbisse und Gurken. Sie verbrauchen viel Stickstoff aus dem Boden, aber ihr Wurzelsystem reicht ziemlich tief.
  2. Frühe und späte Kohlsorten.
  3. Nachtschattengewächse: Tomaten, Paprika, Auberginen.

Knoblauchkrankheiten und -schädlinge bei der Planung der Fruchtfolge

Jede Pflanze hat ihre eigenen Schädlinge, die in ihre Umgebung eindringen. Bakterien, Larven und Insekteneier sammeln sich im Boden an und befallen im Folgejahr Pflanzen derselben Art oder Familie.

Gleichzeitig verhalten sich Pflanzen mit einem anderen Spektrum an Krankheiten und Schädlingen unempfindlich gegenüber diesen Schädlingen oder können sie sogar zerstören. Die Möhrenfliege beispielsweise verabscheut Zwiebeln, und die Zwiebelfliege verabscheut Karotten. Werden diese beiden Pflanzen nebeneinander gepflanzt, schützen sie sich gegenseitig.

Knoblauch und Zwiebeln werden beeinflusst durch:

  1. Zwiebelfliege. Sie befällt hauptsächlich Zwiebeln und Knoblauch. Kohl, Tomaten und Gurken eignen sich am besten als Vorfrucht zur Schädlingsbekämpfung.
  2. Tabakthripse befallen auch Gurken und können die Ernte sogar vollständig vernichten. Sie übertragen das Gurkenmosaikvirus. Wurde diese Krankheit in einem Beet festgestellt, wird empfohlen, Knoblauch weder vor noch nach Gurken anzubauen.
  3. Stängelälchen. Ein weit verbreiteter Schädling. Es befällt Stängel, Blätter und unterirdische Pflanzenteile von Gemüse (Kartoffeln, Tomaten, Pastinaken), Gewürzen (Petersilie), Getreide, Hülsenfrüchten und Blumen. Befallene Pflanzen sollten mindestens drei Jahre lang nicht an ihren ursprünglichen Standort zurückgebracht werden.
  4. Zwiebelmotte. Spezialisiert auf alle Sorten von Zwiebeln, Lauchgewächsen und Knoblauch.
  5. Zwiebelwurzelmilbe. Allesfresser, bevorzugt aber Wurzelgemüse wie Karotten, Rote Bete und Kartoffeln. Befällt häufig die Wurzeln von Blumen, Weinreben und Getreide.
Aufmerksamkeit!
Bei der Planung der Fruchtfolge sollte die Anbauregion berücksichtigt werden. So kann die Zwiebelwurzelmilbe in südlichen Regionen bis zu neun Generationen pro Saison hervorbringen, ist in kälteren Gebieten jedoch weniger verbreitet.

Knoblauchkrankheiten:

  1. Bakteriose. Bei Knoblauch wird sie durch verschiedene Arten hochspezialisierter Bakterien verursacht. Vorbeugende Maßnahmen umfassen den regelmäßigen Standortwechsel von Knoblauch, das Vermeiden der Pflanzung von Knoblauch nach Zwiebelgewächsen und die umgehende Behandlung anderer Pflanzen bei Bakterienfäule.
  2. Asperillose. Diese Krankheit wird durch Pilze der Gattung Aspergillus verursacht. Sie befällt Menschen, Vögel und andere Haustiere. Bei Knoblauch wird sie häufig als „Schwarzschimmel“ bezeichnet. Aspergillus kann jedes unsachgemäß gelagerte Gemüse infizieren. Vorbeugung: Pflanzenmaterial sorgfältig prüfen, Knoblauch sachgemäß lagern und beschädigte Knollen entsorgen.
  3. Die Fusariumwelke wird durch Pilze der Gattung Fusarium verursacht. Es gibt 705 Pilzarten, die Gemüsekrankheiten auslösen können. Knoblauch ist nur von wenigen dieser Arten besonders anfällig. Um das Risiko zu minimieren, sollte man Knoblauch jedoch nicht direkt nach Weizen, Kartoffeln, Erdbeeren oder Tomaten pflanzen, die von Fusariumwelke befallen waren.
  4. Weißfäule. Ähnlich der Fusariumwelke befällt sie Knoblauchknollen deutlich schneller. Sie zählt zu den schwerwiegendsten Krankheiten von Knoblauch und Zwiebeln und stellt ein wirtschaftliches Problem dar. Verursacht wird sie durch den Pilz Sclerotium cepivorum, genauer gesagt durch eines seiner Entwicklungsstadien, Stromatinia cepivora. Sie wird auch als südliche Sklerotienfäule bezeichnet. Neben Knollen befällt sie auch Melonen und Kürbisse. In südlichen Regionen sollte Knoblauch nicht nach diesen Kulturen angebaut werden.
Aufmerksamkeit!
Es gibt viele bakterielle Krankheiten. Wenn Ihre Pflanzen geschädigt sind, empfiehlt es sich, das befallene Pflanzgut zur Bestimmung des Erregers in ein Labor zu bringen. Beispielsweise ist der Falsche Mehltau (Sclerotium cepivorum) schädlich für Gurken, Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch.

Sie können die Fruchtfolgeregeln ignorieren, indem Sie Knoblauch und Zwiebeln vor dem Winter nach anderen, ungeeigneten Gemüsesorten pflanzen. In diesem Fall ist jedoch eine besonders sorgfältige Pflege und Bodenvorbereitung erforderlich. Beispielsweise können Sie nach Karotten düngen und erst danach Knoblauch pflanzen. Es ist jedoch sicherlich besser, den Boden durch die Aussaat von Gründüngung natürlich regenerieren zu lassen.

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