Um den Platz im Garten optimal zu nutzen, pflanzen manche Gemüsegärtner Zwiebeln zusammen mit anderen Pflanzen in dasselbe Beet. Diese Kombination ist jedoch nicht immer erfolgreich. Wenn sich die Gemüsesorten gegenseitig fördern, schafft die gemeinsame Anpflanzung günstige Wachstumsbedingungen für die Zwiebeln. Sie schützt die anderen Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen. Andernfalls schaden sich die benachbarten Pflanzen gegenseitig, laugen den Boden schnell aus und hemmen das Wachstum.
Besonderheiten beim Zwiebelanbau
Gemüsebauern ziehen typischerweise Steckzwiebeln. Diese vertragen unterschiedliche Witterungsbedingungen gut und liefern bei Temperaturen zwischen 16 und 18 Grad Celsius eine gute Ernte. Für die Keimung der Samen reichen Bodentemperaturen von nur 5 Grad Celsius aus. Das Gemüse ist resistent gegen bakterielle und Pilzinfektionen. Der einzige Schädling, der eine Bedrohung darstellt, ist die Zwiebelfliege. Steckzwiebeln reifen schnell. Die Pflege der Pflanze ist einfach und erfordert wenig Zeit und Aufwand.
Wählen Sie für die Pflanzung der Steckzwiebeln einen offenen, hellen Standort. Der Boden sollte nährstoffreich und locker sein und möglichst wenig Kalk enthalten. Bei saurem Boden ist die Zugabe von Holzasche hilfreich, da sie die Nährstoffaufnahme verbessert.
Zwiebeln benötigen nicht viel Feuchtigkeit, um schnell zu reifen. Daher ist es ratsam, das Beet an einem höher gelegenen Ort anzulegen, um zu verhindern, dass Grundwasser die Oberfläche erreicht. In der Anfangsphase ihres Wachstums können die Triebe Unkraut verdrängen. Deshalb ist es wichtig, die Beete regelmäßig zu jäten.
Der Standort für die Pflanzung von Steckzwiebeln wird unter Berücksichtigung der Fruchtfolge ausgewählt. Als Vorfrüchte werden Kulturen gewählt, die einen nährstoffreichen Boden hinterlassen. Solche Böden entstehen beispielsweise nach dem Anbau von Kohl, Zucchini oder Kürbis.
Das Gemüse gedeiht gut, wenn der Boden vor dem Pflanzen mit Humus oder stickstoffreichen Mineraldüngern angereichert wird. Nach einem Monat empfiehlt sich eine Düngung mit Kalium-Phosphor-Dünger. Zum Schutz vor Krankheiten ist es ratsam, vor der Pflanzung eine Behandlung mit einem kalium-phosphorhaltigen Dünger durchzuführen. Blumenzwiebeln in die Erde pflanzen Behandeln Sie sie mit einer rosafarbenen Kaliumpermanganatlösung und geben Sie etwas Holzasche in die Furchen.
Nützliche Nachbarn für Zwiebeln
Wenn Steckzwiebeln zusammen angebaut werden, benötigen sie günstige Nachbarpflanzen, die sie mit wichtigen Mikronährstoffen versorgen. Sie gedeihen gut neben vielen Pflanzen und dienen mitunter als wirksamer Schädlingsschutz.
Karotten und Zwiebeln im selben Beet anzubauen, ist eine gute Idee. Die Pflanzen stützen sich gegenseitig, versorgen sich mit Nährstoffen und schützen sich vor Schädlingen. Auch Knoblauch kann im angrenzenden Beet gepflanzt werden. Er verträgt sich ebenfalls gut mit diesen Gemüsesorten. Allerdings sollten sie nicht im selben Beet stehen.
Diese Pflanzen benötigen ähnliche Nährstoffe und bevorzugen Feuchtigkeit. Daher führt die räumliche Nähe zu einer schnellen Bodenauslaugung und gegenseitiger Konkurrenz, was die Erträge erheblich mindert.
Rote Beete gedeiht gut neben Zwiebeln. Die Wurzeln werden größer und reifen schneller.
Hohe Frühlingszwiebelstängel spenden den Rote-Bete-Sprossen Schatten und schützen sie vor direkter Sonneneinstrahlung. Unter diesen Bedingungen keimen die Sprossen schnell und wachsen kräftig.
Zwiebeln gedeihen gut neben Brokkoli oder Kohlrabi. Diese Kreuzblütler bevorzugen gut durchlässigen Boden. Auch Zwiebeln benötigen viel Wasser. Um Schatten zu vermeiden, ist es jedoch nicht empfehlenswert, sie zusammen zu pflanzen.
Rüben, Radieschen und Tomaten gedeihen gut unter dem Schutz von Zwiebeln. Der Duft der Steckzwiebeln hält Schädlinge fern. Erdflöhe und Blattläuse meiden den Zwiebelduft besonders. Dill kann in der Nähe gepflanzt werden. Diese Pflanzen wachsen gut zusammen und verstärken sich gegenseitig in ihren Eigenschaften.
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Neutrale Nachbarschaft mit Zwiebeln
Der Anbau von Gemüse neben bestimmten Nutzpflanzen führt nicht zu positiven Wechselwirkungen. Die Zwiebeln werden durch diese Anordnung jedoch nicht beeinträchtigt. Daher können sie gegebenenfalls zusammen gepflanzt werden.
Neutrale Nachbarn für Zwiebeln sind:
- Zucchini haben viel mit Steckzwiebeln gemeinsam. Bei konstant hohen Tagestemperaturen vertragen sie auch etwas kühlere Nächte gut. Beide Pflanzenarten sind pflegeleicht. Mäßiges Gießen und regelmäßiges Jäten genügen.
- Petersilie und Koriander beeinträchtigen das Wachstum des Gemüses nicht. Sie benötigen wenig Stickstoff, sodass die Zwiebeln keinen Mangel entwickeln. Zwiebeln wiederum halten Insekten vom Blattgemüse fern.
- Salat neben anderen Pflanzen anzubauen ist zwar nicht vorteilhaft, aber auch nicht schädlich. Die duftende Zwiebel hält Blattläuse fern. Beim Anpflanzen von Salat in dieser Weise muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Salatblätter nicht zu groß werden und die Nachbarpflanze beschatten.
Unerwünschte Nachbarn
Neben neutralen oder positiven Nachbarpflanzen gibt es auch solche, die man besser nicht im selben Beet wie Zwiebeln oder in deren Nähe pflanzt. Vermeiden Sie es beispielsweise, Kohl neben Zwiebeln zu pflanzen. Obwohl der Duft des Gemüses Schädlinge abwehrt und die Zwiebeln schützt, ist Kohl für die Zwiebeln selbst schädlich. Mit seinen großen Blättern beschattet er die grünen Triebspitzen der Zwiebeln und entzieht ihnen so das notwendige Sonnenlicht und die Bedingungen für ein normales Wachstum.
Bohnen, Ackerbohnen und Erbsen nebeneinander oder in angrenzenden Beeten anzubauen, ist nicht nur nutzlos, sondern kann sogar schädlich sein. Hülsenfrüchte bilden zahlreiche Triebe, die einen dichten Teppich aus jungen Sprossen bilden. Dadurch wird den Zwiebeln das Licht entzogen und das Wachstum der Sämlinge gehemmt.
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