Die meisten Hausfrauen und Pilzsammler sind sich einig, dass Honigpilze köstlich schmecken. Man kann sie braten und einlegen, aber auch kochen, salzen und verschiedenen Gerichten beifügen. Ein großer Vorteil ist, dass sie sich leicht ernten lassen.
Pilze wachsen in Gruppen und sind daher immer gut sichtbar, sodass man gleich einen ganzen Korb voll sammeln kann. Experten warnen jedoch vor Pilzen, die dem Honigpilz ähneln – darunter bedingt essbare und sogar giftige Pilze, die schwere Vergiftungen verursachen können. Deshalb ist es wichtig, wilde Honigpilze von ihren unechten Arten unterscheiden zu können.
Charakteristische Merkmale der Art
Der Fruchtkörper des Pilzes ist, wie auf dem Foto zu sehen, mittelgroß. Der Stiel ist dünn und biegsam und erreicht eine Höhe von 10–15 cm. Seine Farbe variiert je nach Reifegrad von beige mit einem gelblichen Schimmer bis dunkelbraun. Manche Früchte weisen am oberen Ende des Stiels einen kleinen Saum auf.
Der Hut ist klein, perfekt rund und hat einen nach innen gewölbten Rand. Seine Form verändert sich mit dem Alter. Junge Pilze erkennt man an ihren runden Hüten mit wenigen Schuppen. Ausgewachsene Pilze haben einen glatten, schuppenlosen Hut in Regenschirmform. Die Farbe variiert je nach Art und kann beige mit einem leichten Gelb- oder Rotstich sein.
Hallimasch gilt als die häufigste Pilzart in Zentralrussland und bevorzugt Birken, Eichen und Nadelbäume. Diese Art umfasst über 30 verschiedene Arten, die sich nicht nur in Aussehen und Geschmack, sondern auch in ihrer Genießbarkeit unterscheiden. Es gibt also sowohl essbare als auch ungenießbare Hallimascharten. Experten haben über 200 Baumarten identifiziert, auf denen diese Pilze wachsen. Sie werden im Volksmund als „fleißige Pilze“ bezeichnet, da sie oft auf toten Bäumen, Baumstümpfen, Wurzeln oder Stämmen wachsen.
Hallimasch gilt als Waldreiniger, da er abgestorbene Bäume zersetzt. Er kann organisches Material in Mikronährstoffe umwandeln, was sich positiv auf die Bodenbeschaffenheit und -fruchtbarkeit auswirkt. Seit der Antike werden Hallimasch als Heilpilze geschätzt und häufig als Umschlag bei Schnittwunden, Verletzungen und Verbrennungen verwendet.
Pilze wachsen an einem Ort in großen Gruppen und bleiben dort maximal 12 bis 15 Jahre. Man kann also nicht nur einen Korb füllen, sondern auch über 2 kg auf einmal sammeln. Erfahrene Pilzsammler sagen, dass junge Pilze mit noch geschlossenen Hüten mit Stiel abgeschnitten werden, während reife Pilze ohne Stiel geerntet werden, da dieser wertlos ist und keinen Geschmack hat.
Viele Experten empfehlen außerdem, junge Teile vorsichtig mitsamt dem Stiel, nicht an der Wurzel, abzuschneiden, um das Myzel nicht zu beschädigen, das noch 10-12 Jahre lang Früchte tragen kann.
Beliebte Arten von essbaren Hallimaschpilzen
Um eine Vergiftung durch Hallimasch zu vermeiden, muss man die charakteristischen Merkmale essbarer Sorten kennen und diese voneinander unterscheiden können.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe allgemeiner Anzeichen, anhand derer man die Essbarkeit eines Pilzes überprüfen kann:
- Essbare Pilze dürfen keine sehr leuchtende Farbe haben, die sofort ins Auge fällt. Dies ist in der Regel das erste und wichtigste Anzeichen für falsche und ungenießbare Arten.

Falsche und essbare Hallimasch - Alle essbaren Sorten weisen am oberen Ende des Stiels einen kleinen Wulst auf. Dieses Merkmal ist charakteristisch für Hallimasch jeden Alters und ähnelt einer ringförmigen Verdickung am Stiel. Es gilt als entscheidend für die Zuordnung von Hallimasch zu einer Lebensmittelgruppe.
- Es ist auch wichtig, die Innenseite des Hutes zu untersuchen. Die Lamellen essbarer Arten haben eine angenehme beige Farbe. Hellere Lamellen können auf Giftigkeit hinweisen. Bei jungen Pilzen sieht man Schuppen auf der Hutoberfläche, was bei ungenießbaren Arten völlig ungewöhnlich ist. Diese Schuppen verschwinden jedoch bei reifen Pilzen, weshalb Pilzsammler empfehlen, nur junge Pilze zu pflücken.

Farbe des inneren Teils der Kappe
Es gibt verschiedene Arten von essbaren Hallimaschpilzen:
- Die Sommersorte zählt zu den häufigsten. Man findet sie meist an Baumstümpfen oder Stämmen von Laubbäumen. Die Früchte sind klein und haben einen 5–7 cm hohen Stiel. Die Stielspitze ist glatt, die Unterseite ist mit dunklen Schuppen bedeckt. Nur junge Früchte besitzen einen Stiel.
Anfangs ist der Hut rund und gewölbt, mit zunehmendem Alter bildet sich jedoch in der Mitte eine kleine Vertiefung. Auf der Hutunterseite befinden sich Lamellen. Das Fleisch ist hell und hat ein angenehmes, charakteristisches Pilzaroma. Diese Sommerpilzsorte trägt von Mitte Frühling bis November Früchte.
- Herbstsorten verdanken ihren Namen der Tatsache, dass ihre Haupternte im Spätsommer und Frühherbst stattfindet. Im Vergleich zu Sommersorten haben Herbstsorten einen höheren Stängel von etwa 10–12 cm. Der Stängel ist oben dünn, gelb mit einem leichten Braunstich und wird nach unten hin etwas dicker und bräunlich. Die Stängelränder von Herbstsorten weisen einen gelblichen Schimmer auf.

Herbstlicher Hallimasch - Wintersorten wachsen vom Spätherbst bis zum frühen Frühling und bevorzugen Laubbäume. Sie haben einen kurzen Stiel von 3–6 cm Höhe. Der Hut ist hellbraun mit einem leichten Rotstich. Diese Sorte ist die einzige, der der Stiel fehlt.
Bedingt essbar
Zu den bedingt essbaren Arten gehören Mohn- und Kiefernhonigpilze, deren Hauptunterschied im unangenehmen Geruch und dem rohen Geschmack der reifen Früchte liegt.
Der Hallimasch, auch Mohnpilz genannt, hat einen runden, gleichmäßigen Hut mit einem Durchmesser von 5–7 cm. Mit zunehmendem Alter wird er gewölbter und wölbt sich aus. In feuchter Umgebung kann der Hut hellbraun werden, in trockenen Gebieten hingegen hellgelb. Das Zentrum ist kräftiger gefärbt als der Rand. Das Fleisch ist hell und verströmt einen charakteristischen, leicht feuchten Geruch. Der Stiel ist etwa 10 cm lang und kann in seiner Form variieren.
Der untere Teil ist orange, der obere gelb. Die Lamellen sind hellgelb und gehen fließend in den oberen Teil des Stiels über. Mit zunehmendem Alter dunkeln die Lamellen nach und ähneln Mohnsamen, daher der Name des Pilzes. Diese Pilzart erreicht ihre höchste Produktivität im Spätsommer und Frühherbst und wächst am häufigsten auf Baumstümpfen und verrotteten Kiefernstämmen.

Trotz seines Namens bevorzugt der Kiefern-Hallenpilz das Wachstum auf Laubbäumen. Der Hut ist anfangs gerundet, flacht aber allmählich ab und breitet sich aus. Seine Oberfläche fühlt sich samtig an.

Die vorherrschende Farbe ist ein leuchtendes Orange oder Gelbrot. Der Stiel ist zylindrisch, gelb mit einem rötlichen Schimmer, etwa 5 cm hoch und an der Basis verbreitert. Das Fruchtfleisch ist gelblich und hat ein charakteristisch säuerliches Aroma. Die Lamellen sind gelb und fühlen sich stachelig an.
Falsche und giftige Hallimasche
Es gibt nur zwei giftige Hallimascharten: den ziegelroten und den schwefelgelben. Es gibt einige Regeln, die Ihnen helfen können, die ungenießbaren Sorten zu erkennen.
Bei falschen Varietäten fehlt der Hut zunächst an Schuppen und fühlt sich glatt und leicht klebrig an. Der Hut selbst ist stets leuchtend gefärbt und auffällig. Auch die Lamellen sind leuchtend gefärbt. Ein charakteristischer, oft an Verwesung erinnernder Geruch gilt ebenfalls als Kennzeichen. Die Haube fehlt von Anfang an.

Schwefelgelbe Sorten wachsen bevorzugt auf Baumstümpfen oder Stämmen abgestorbener Bäume. Man findet sie vom späten Frühling bis Oktober. Die Früchte sind klein. Der Hut ist etwa 5–6 cm im Durchmesser, gewölbt und bildet mit zunehmendem Alter in der Mitte einen kleinen Höcker. Das Fruchtfleisch ist gräulich, hat einen unangenehmen Geruch und ist weich. Der Stiel ist niedrig.
Die ziegelroten Sorten weisen die gleiche Verbreitung auf. Sie sind am häufigsten in Nadel- und Mischwäldern vom frühen Frühling bis zum späten Herbst anzutreffen. Junge Früchte haben einen runden Hut, der später halbkreisförmig wird.

Die Hutunterseite ist von einem Spinnwebenmuster bedeckt, die Lamellen weisen eine auffällige gelbe Farbe auf. Der Stiel ist hohl, das Fleisch völlig geruchlos. Anfangs ist der Hut gelb, verfärbt sich aber mit der Zeit schokoladenbraun.
Antworten auf häufig gestellte Fragen
Hallimasch gehört zu den häufigsten Pilzen in russischen Wäldern. Er ist wegen seines Geschmacks und der einfachen Sammelbarkeit beliebt.























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Wann und wo kann man 2021 in der Region Moskau mit dem Sammeln von Hallimasch beginnen?
Irakli Meiparani
Ein paar Mal stieß ich auf ganze Dickichte leuchtend gelb-oranger Honigpilze, ähnlich den Schwefelpilzen, aber ohne den grünen Schimmer an den Stielen. Sie waren fest und rochen nach Pilzen. Wir pflückten sie, und als wir sie kochten, probierte ich sie. Sie schmeckten scharf bitter, wie eine Chloramphenicol-Tablette. Sie waren völlig ungefährlich, da sie niemand essen wollte.