Afrikanische Gurkensorte Melothria: Anbau, Pflanzung und Pflege (Fotos)

Gurken

Melothria scabra ist eine exotische Pflanze, die ungewöhnlich aussehende, kleine, gestreifte Gurken hervorbringt. Auch die Wurzeln dieser in Afrika beheimateten Pflanze sind essbar. Der Strauch selbst ist dekorativ und bereichert mit seinen üppigen Ranken jeden Garten. Melothria hat sich bereits einen Namen als pflegeleichte einjährige Pflanze gemacht. Dennoch gibt es einige Besonderheiten dieser Sorte und ihrer Kultivierung, die beachtet werden sollten.

Allgemeine Beschreibung

Melothria ist ein typisches Mitglied der Kürbisfamilie. Sie stammt ursprünglich aus Afrika und Mittelamerika. Zwei Sorten, Kolibri und Shapito, sind im russischen Staatsregister für Züchtungserfolge eingetragen. Da Kolibri bereits 2004 in das Register aufgenommen wurde, ist sie bei Hobbygärtnern beliebter. Shapito ist eine neue Sorte, die 2019 in das Register aufgenommen wurde. Beide Sorten eignen sich für den Anbau in Gärten, auf Hausgärten und kleinen landwirtschaftlichen Betrieben. Laut Züchter ist der Anbau in allen Klimazonen möglich.

Biologische Merkmale

Die Pflanze ist eine schnellwüchsige, einjährige Kletterpflanze. Die Ranken können über 3 Meter lang werden. Die Blätter sind dreieckig mit zugespitzten Enden. Ihre Oberfläche ist behaart und fühlt sich rau an, daher der Name Melothria scabra (Scharfe Melothrie). Während der Blütezeit ist der Strauch mit kleinen, gelben, trichterförmigen Blüten bedeckt. Die Blüten sind gemischt: Die weiblichen Blüten stehen einzeln, während die männlichen Blüten in achselständigen Büscheln angeordnet sind.

Dieser rankenartige Strauch bildet schnell dichtes Laub. Die Ranken wachsen kräftig in Länge und Breite. Dadurch eignet er sich ideal für die vertikale Begrünung. Dank seines dichten Laubs und der hartnäckigen Ausläufer werden Rankhilfen schnell von Grün bedeckt. Das aggressive Wachstum lässt vermuten, dass keine benachbarten Stauden wachsen.

Doppelte Ernte

Die Früchte reifen 2–3 Wochen nach dem Einpflanzen einer 30 Tage alten Pflanze. Es handelt sich um 1,5–3 cm lange, olivenförmige Gurken in der Farbe von Mini-Wassermelonen. Inoffizielle Bezeichnungen für diese Früchte sind Afrikanische Gurke und Mexikanische Gewürzgurke. Das Fruchtfleisch schmeckt wie normale Gurken. Die Säure der Schale verleiht ihm jedoch eine leicht grünkohlartige Note. Der Geschmack von überreifem Gemüse ist deutlich reduziert. Mini-Wassermelonen sollten leicht unreif, aber nicht vollständig weich geerntet werden.

Diese ungewöhnlichen Gurken sind essbar und eignen sich hervorragend zum Frischverzehr direkt vom Strauch. Eingelegt (mariniert) mit anderem Gemüse sehen diese exotischen Gurken besonders hübsch aus. Hausfrauen geben die gestreiften Gurken gerne zu Gläsern mit Kirschtomaten oder garnieren damit zubereitete Fleisch- und Fischgerichte.

Die „raue“ Sorte ist sehr ertragreich. Die Fruchtreife dauert bis zum ersten Frost. Ein einzelner Strauch kann über 5 kg Früchte pro Saison tragen. Zusätzlich bildet die Melothria am Ende der Saison eine weitere Ernte – ein essbares Wurzelgemüse. Nach der Fruchtreife bildet sich am Ende des dünnen Wurzelsystems eine weiße, fleischige Knolle. Sie kann 800–1000 Gramm wiegen. Die Knollen schmecken ähnlich wie süßer Rettich mit einem Hauch von Gurke.

Zu Ihrer Information!
Melothria-Knollen verderben schnell und sind nicht lagerfähig. Daher sollten sie innerhalb der ersten ein bis zwei Tage nach der Ernte verzehrt werden.

Agrartechnologie

Melothria ist eine wärmeliebende Pflanze. Sie lässt sich am besten aus Setzlingen ziehen. In Regionen mit frühen und warmen Sommern können die Samen direkt ins Freiland gesät werden. Der Anbau von Minigurken ähnelt dem von Kürbissen.

Sämlinge heranwachsen

Es wird empfohlen, die Samen 30–35 Tage vor dem Auspflanzen auszusäen. Dreißig Tage alte Sämlinge sind bereits gut entwickelte Sträucher mit mehreren Laubblättern und bereit für ihren neuen Standort. Der optimale Zeitpunkt zum Auspflanzen richtet sich nach dem lokalen Klima. In Zentraldeutschland beispielsweise ist das für Kürbisse geeignete warme Wetter ab der zweiten Junidekade verfügbar. Im Ural und in Sibirien wartet man am besten bis zum 20. Juni mit dem Pflanzen. Im Süden Deutschlands können Melothria-Sämlinge Ende Mai gepflanzt werden.

Gurkensetzlinge

Für die Aussaat eignet sich ein Boden mit neutralem pH-Wert, lockerer Struktur und nährstoffreicher Zusammensetzung. Säen Sie die Samen am besten direkt in einzelne Töpfe mit angefeuchteter Blumenerde. Stellen Sie die Töpfe an einen warmen Ort. Um die Keimung zu beschleunigen, können Sie die Erdoberfläche mit Glas oder Plastik abdecken. In diesem Fall zeigen sich die ersten Keimlinge nach 3–4 Tagen. Gießen Sie die Sämlinge nach Bedarf. Achten Sie auf ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen, damit sie sich nicht verheddern. Sorgen Sie für Abflusslöcher in den Töpfen. Staunässe kann zu Wurzelfäule führen. Der optimale Durchmesser der Löcher entspricht etwa dem eines Bleistifts. Nach 25–30 Tagen können die Sämlinge umgepflanzt werden.

Verpflanzung in den Boden

Die afrikanische Schönheit Melothria benötigt einen windgeschützten Standort. Sie gedeiht in Sonne und Halbschatten. Der Boden sollte spatentief umgegraben, von Unkraut befreit und gedüngt werden. Gut verrotteter Mist und Kompost eignen sich für Kürbisse. Um die empfindlichen Wurzeln der Sämlinge nicht zu beschädigen, ist es ratsam, der Kletterpflanze sofort eine Rankhilfe zu bauen. Spezielle Konstruktionen oder die Mauern von Nebengebäuden, Veranden, Gartenpavillons und Zäunen eignen sich hervorragend als Rankhilfe.

Gemäß den Fruchtfolgeregeln sollte Melothria nicht nach Nachtschattengewächsen, Erdbeeren und Kürbisgewächsen angebaut werden. Häufige Krankheitserreger können nach dem Überwintern reaktiviert werden und Jungpflanzen befallen. Um eine reiche Ernte zu gewährleisten, sollten Gurken in einem Abstand von mindestens 50 cm gepflanzt werden. Bei der Anpflanzung zu Zierzwecken, beispielsweise als Hecke, reduziert sich der Abstand auf 30 cm.

In den ersten 7–10 Tagen nach dem Auspflanzen gewöhnen sich die Pflanzen an die neuen Bedingungen. Während dieser Zeit sind sie besonders anfällig für widrige Einflüsse. Eine provisorische Plastikabdeckung schützt sie vor nachfolgendem Frost oder niedrigen Temperaturen. Vor der prallen Sonne können Sie die Melothria mit einem Netz oder Zeitungspapier abdecken.

Notiz!
Melothria benötigt nicht viel Erde. Die Pflanze gedeiht gut in kleinen Töpfen auf Balkonen und Loggien.

Pflanzenpflege

Die Pflege ausgewachsener Melothria-Pflanzen umfasst regelmäßiges Gießen, Jäten und Düngen. Melothria verträgt keine Staunässe, daher sollte sie immer dann gegossen werden, wenn die Erde trocken ist. Um die Belüftung zu gewährleisten, empfiehlt es sich, die Erde am Tag nach dem Gießen aufzulockern. Alternativ kann auch gemulcht werden. Gemähtes, trockenes Gras kann als Mulch um die Wurzeln der Melothria verteilt werden. Manche Gärtner verwenden dafür Pappe oder dunkles Vlies. Mulchen erfüllt mehrere Zwecke gleichzeitig:

  • verhindert das Unkrautwachstum;
  • schützt die Pflanzenwurzeln vor Kälte, Hitze und Austrocknung;
  • Die allmähliche Zersetzung von organischem Mulch dient als zusätzliche Nährstoffquelle.

Wenn der Boden vor der Aussaat gut aufbereitet ist, sind keine zusätzlichen Düngemittel erforderlich. Ist der Boden jedoch durch vorherige Kulturen ausgelaugt, wird folgender Düngeplan empfohlen:

  • 5-7 Tage nach der Transplantation – Stickstoffverbindungen;
  • 10-14 Tage nach der ersten Düngung – Düngemittel mit hohem Phosphor- und Kaliumgehalt;
  • 14-18 Tage nach der zweiten Fütterung sollte die Anwendung von Phosphor-Kalium-Verbindungen wiederholt werden.
Notiz!
Melothrien, die zu Zierzwecken gepflanzt werden, können während der gesamten Saison mit Stickstoffdünger versorgt werden. Dies fördert ein kräftiges Laubwachstum.

Vor- und Nachteile

Gärtnern zufolge hat die „Maus-Wassermelone“ folgende Vorteile:

  • trägt schnell Früchte;
  • Die Früchte haben eine interessante Form und Farbe;
  • Die Liane wächst schnell zu einer dichten grünen Wand heran;
  • ungewöhnlicher Geschmack von Gemüse;
  • Vielseitigkeit der Fruchtverwendung;
  • pflegeleicht;
  • selten von Krankheiten betroffen.

Gärtner sehen die wuchernde Natur der Melothria als Nachteil. Vermeiden Sie es, afrikanische Gurken im selben Beet wie Kürbisse anzubauen. Innerhalb weniger Wochen überwuchern die Melothria-Ranken alle anderen Pflanzen.

Krankheiten und Schädlinge

Melothria ist sehr resistent gegen Gurkenkrankheiten. Allerdings kann zu viel Feuchtigkeit zu Frucht- und Wurzelfäule führen. Auch Mehltau ist nicht unproblematisch. Vorbeugend sollten die Pflanzen alle 7–10 Tage mit einer Lösung aus Waschmittel behandelt werden. Zierpflanzen, deren Früchte nicht zum Verzehr bestimmt sind, können mit speziellen Pflanzenschutzmitteln besprüht werden.

Schnecken können diese Kulturpflanze befallen. Besonders gefährdet sind weitläufige Beete. Schädlinge fressen die duftenden Minigurken nur allzu gern. Man kann Insekten fernhalten, indem man schwarzen Pfeffer an den Beeträndern ausstreut oder junge Brennnesseln um den Rand herum pflanzt. Gärtner berichten, dass Brennnesseln, die an einem sonnigen Standort an einer Rankhilfe hochranken, selten von Schädlingen befallen werden.

Rezensionen

Ekaterina Wassiljewna, Gebiet Swerdlowsk

Ich baue Melothria scabra nun schon seit einigen Jahren an. Ich pflanze die Setzlinge zusammen mit anderen Kürbisgewächsen ins Freiland. Meine Gurkenbeete liegen im Halbschatten unter Apfel- und Birnbäumen. Dort fühlen sie sich wohl. Damit der Strauch nicht zu einem riesigen grünen Hügel heranwächst, knipse ich die Triebspitze ab, sobald er 5–6 Blätter hat. Dasselbe mache ich mit den Seitentrieben. Die Melothria trägt jedes Jahr Früchte, egal wie das Wetter ist. Ich brauche keine Rankhilfe; Obstbäume dienen als Spalier. Ich verwende die Gurken zum Einlegen verschiedener Gemüsesorten für den Winter. Meine Enkelin isst sie frisch. Sonst mag niemand in der Familie den Geschmack von afrikanischen Gurken.

Polina, Region Moskau

Auf Empfehlung des Verkäufers kaufte ich Melothria-Samen zusammen mit normalen Gurkensamen. Das war ein großer Fehler: Ich säte sie zusammen mit den Gurken in dasselbe Beet. Nach drei Wochen musste ich die afrikanische Melothria-Pflanze entfernen, sonst hätte es keine Gurkenernte gegeben. Nächstes Jahr bekommt sie einen separaten Platz.

Diese exotische afrikanische Pflanze gedeiht prächtig in den Weiten Russlands. Selbst Anfänger können Melothria versuchsweise im eigenen Garten anpflanzen. Eine gesunde und gepflegte Melothria ist ein echter Blickfang in der Gartengestaltung. Selbst in der zweiten Sommerhälfte, wenn die Triebe anderer Kürbisgewächse welken, behält diese schöne Kletterpflanze ihren Reiz.

Afrikanische Gurke Melothria: Sortenbeschreibung, Ertrag, Anbau, Fotos
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