Pflege von Johannisbeeren im Herbst und Vorbereitung der Sträucher auf den Winter

Johannisbeere

Johannisbeersträucher gelten als sehr robuste und kälteresistente Pflanzen, die selbst Temperaturen bis zu -20 °C überstehen. Diese Kälteresistenz ist jedoch trügerisch, weshalb Gärtner sie im Winter oft nicht abdecken. Die richtige Pflege im Herbst, die Vorbereitung auf den Winter und weitere Maßnahmen sind genauso wichtig wie das Gießen und Düngen in Trockenperioden.

Pflege von Johannisbeeren im Herbst

Allgemeine Grundsätze der Pflege

Jeder verantwortungsbewusste Gärtner sollte genau wissen, wie man Johannisbeersträucher im Herbst richtig pflegt. Die zukünftige Ernte hängt von der richtigen Herbstpflege ab, daher ist es wichtig, verantwortungsvoll vorzugehen. Richtige Pflege von Johannisbeersträuchern im Herbst besteht aus folgenden Phasen:

Vorbereitung der Johannisbeersträucher auf den Winter

Regelmäßiges Jäten und saisonales Auflockern des Bodens erhöhen die Fruchtbarkeit der Pflanzen und ermöglichen ihnen eine optimale Nährstoff- und Sauerstoffversorgung. Im Winter sollte der Boden zwischen den Sträuchern etwa 10–15 cm tief umgegraben werden. Setzen Sie dazu den Spaten parallel zu den Wurzeln an und lockern Sie die Bodenschichten in kleinere Stücke. Ist der Herbst zu trocken und die Feuchtigkeitsspeicherung wichtig, sollte das Auflockern der Bodenschichten vermieden werden.

Wichtig!
Um die Rhizome vor Frost zu schützen, mulchen Sie den Boden um die Sträucher in einem Radius von 60 cm mit Torf oder Sägemehl. Diesem mischen Sie außerdem eine Tasse Holzasche bei.

Bevor man Johannisbeeren, Stachelbeeren oder andere Sträucher für den Winter abdeckt, ist es wichtig, sie gründlich zu wässern und zu düngen. Diese Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf Trockenstress und welken ohne regelmäßige Bewässerung, wodurch sie unfruchtbar werden.

Johannisbeeren für den Winter abdecken

Viele glauben fälschlicherweise, Johannisbeersträucher bräuchten nur während der Fruchtzeit Wasser, doch das stimmt nicht. Ist der Herbst trocken und warm, ist das Wässern der Sträucher nach der Ernte für eine erfolgreiche Wintervorbereitung unerlässlich. Geben Sie pro Strauch bis zu 3–5 Eimer sauberes Wasser und achten Sie darauf, dass der Boden mindestens 40–50 cm tief durchfeuchtet wird. Nach dem Wässern muss der Boden gründlich gemulcht werden.

Johannisbeeren müssen auch im Herbst gedüngt werden, da sie bis dahin alle Nährstoffe und Mineralien aus dem Boden aufnehmen. Organische und mineralische Düngemittel wie Superphosphat, Kaliumchlorid und Humus sind wirksam. Stickstoffhaltige Düngemittel Düngemittel werden im Frühjahr ausgebracht.weil sie das Wachstum grüner Biomasse anregen.

Die Feinheiten der Beschneidungsverfahren

Die Vorbereitung von schwarzen Johannisbeeren auf den Winter ist anspruchsvoller als die Pflege roter Sorten. Grund dafür ist die frühe Fruchtbildung an ein- bis dreijährigen Trieben, wodurch Gärtner gezwungen sind, die Ernte gleichmäßig zu verteilen. Andernfalls stellt die Pflanze die Fruchtbildung ein, und es fällt die Ernte aus.

Jedes Jahr bilden sich neue Triebe und neue Austriebe am Strauch, und auch die bereits vorhandenen Zweige entwickeln sich intensiv. Die ersten Austriebe werden zuerst entfernt, während die zweiten Austriebe zurückgeschnitten werden, um den Wachstumspunkt zu fixieren.

Zu einen Johannisbeerstrauch erfolgreich beschneiden im Herbst Sie müssen bestimmte Regeln befolgen:

Die Feinheiten der Beschneidungsverfahren

  • Einjährige Sämlinge bilden etwa ein bis zwei voll entwickelte Seitentriebe, aber kaum neue Triebe. Im Herbst müssen die Triebspitzen ausgekniffen werden, damit die Stängel seitlich wachsen und im Folgejahr deutlich mehr Früchte tragen. Dieser Eingriff gelingt am besten im Spätherbst, wenn der Saftfluss und andere Pflanzenprozesse nachlassen.
  • Mit dem Wachstum des Wurzelsystems vervielfacht sich die Anzahl der Triebe. Diese Triebe sollten unbedingt an der Wurzel zurückgeschnitten werden, da sie den Winter nicht überstehen und der Pflanze wichtige Energie entziehen. Erfahrene Gärtner empfehlen, maximal 18 Triebe zu erziehen – so werden die Beeren besonders groß und entwickeln einen süßen, vollreifen Geschmack. Übermäßiges Wachstum führt zu geringeren Erträgen, daher sollte der Rückschnitt mit größter Sorgfalt erfolgen. Achten Sie auch auf einjährige Zweige der letztjährigen Triebe – knipsen Sie in diesem Fall die Spitzen ab, sodass sie auf gleicher Höhe mit den alten Zweigen sind.
  • Im dritten Jahr nach dem Rückschnitt müssen die Beerensträucher „verkappt“ werden. Dazu entfernt der Gärtner abgestorbene, kranke und alte Triebe, die Pilze und andere Krankheitserreger beherbergen. Dreijährige Pflanzen werden direkt an der Wurzel zurückgeschnitten und anschließend verbrannt. Junge, noch nicht verholzte Triebe werden ebenfalls entfernt, da sie den Winter nicht überstehen und Bakterien und Parasiten ansiedeln.

Verarbeitung älterer Sträucher

Im vierten, fünften und den folgenden Jahren werden Johannisbeersträucher durch Auskneifen der Triebspitzen und Entfernen abgestorbener Triebe beschnitten. Wenn die Pflanze nach dem fünften Lebensjahr keine Früchte mehr trägt, müssen fünfjährige Triebe im Rahmen der Herbstpflege entfernt werden.

Beim Schneiden roter Johannisbeersorten gelten andere Prinzipien und spezifische Regeln. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften ist der Schnitt dieser Pflanzen etwas einfacher. Da die Sträucher bereits im ersten Jahr Früchte tragen, ist das Auskneifen einjähriger Zweige nicht notwendig. Alle anderen Schnittschritte sind nahezu identisch. Die Ausbildung eines ausgewachsenen Strauchs erfolgt ähnlich wie bei schwarzen Johannisbeeren, nur dass er deutlich höher wächst.

Johannisbeeren im Herbst zurückschneiden

Wichtig!
Optimalerweise benötigt die Pflanze 20 Verzweigungen, 15 reichen jedoch aus, um sie zu entlasten. Wichtig ist außerdem, dass die Pflanze ausreichend Nährstoffe, Sauerstoff und Mineralien erhält. Andernfalls bleiben die Früchte klein und spärlich.

Die Rückschnittarbeiten im Herbst dienen nicht nur ästhetischen, sondern auch ernährungsphysiologischen Zwecken.Dies ist eine gute Methode, um den Fruchtertrag zu steigern. Ein fachgerechter Rückschnitt der Strauchspitze schützt die Pflanzen vor verschiedenen Krankheiten und SchädlingeDa sich die meisten Insekten und Pilze im oberen Teil der Pflanze ansiedeln, besteht die Gefahr von Schäden an den Johannisbeeren, wenn diese nicht vor dem Winter entfernt werden. Gärtner müssen dann viel Zeit und Geld für die Behandlung der Blätter gegen Flecken, Pilze und Viren aufwenden.

Beim Schneiden ist Präzision und die Verwendung hochwertiger Werkzeuge unerlässlich. Jede Ungenauigkeit kann dem Strauch irreparablen Schaden zufügen und zu verzögerter Heilung und Wachstumsstörungen führen. Die verwendete Gartenschere sollte Papier problemlos schneiden können – dann ist sie auch zum Schneiden geeignet.

Der Zeitpunkt für gärtnerische Maßnahmen hängt vom Standort und dem Klima der Pflanze ab. Gärtner in gemäßigten Klimazonen können den Strauch zwischen dem 15. und 20. November isolieren, wenn der Saftfluss in den Zweigen aufhört. Idealerweise sollte diese Maßnahme spätestens zwei Wochen vor dem ersten Frost abgeschlossen sein.

Ausbringung von Düngemitteln und Oberflächenbehandlung

Gärtner aus den zentralen Regionen Russlands müssen wissen, wie man Johannisbeeren für den Winter in der Region Moskau und anderen nahegelegenen Siedlungen vorbereitet. Anbau schwarzer Sorten Es ist wichtig, auf die Düngung und Nährstoffversorgung zu achten, da die Pflanze im Laufe ihres Lebens Kalium, Phosphor und Magnesium vollständig aus dem Substrat aufnimmt. Werden diese Nährstoffe nicht wieder zugeführt, verringert sich der Ertrag.

Johannisbeerdüngungsverfahren besteht aus folgenden Phasen:

Dünger für Johannisbeeren

  1. Zunächst müssen dem Boden Phosphor- und Kaliumdünger zugeführt werden. Diese Nährstoffe wirken lang anhaltend. Sie beeinträchtigen das Wachstum in keiner Weise und dienen ausschließlich der Steigerung des Fruchtertrags. Die aktive Nährstoffaufnahme erfolgt Ende Mai, wodurch die Früchte deutlich größer werden. Selbst bei starker Beanspruchung des Strauchs reifen die Beeren voll aus und werden süß. Bei der Auswahl eines geeigneten Düngers empfiehlt es sich, konzentrierte Granulate zu verwenden.
  2. Kuhmist und Hühnermist sind gleichermaßen wirksame Düngemittel. Diese Bestandteile fördern das Pflanzenwachstum und werden vor dem ersten Frost ausgebracht. Innerhalb von drei bis vier Monaten zersetzen sie sich in kleinere Bestandteile und entfalten ihre Wirkung genau zum richtigen Zeitpunkt.
  3. Asche. Sie wird nicht nur als Dünger, sondern auch als Mulchmaterial verwendet, um die Feuchtigkeitsspeicherung unter dem Strauch langfristig zu gewährleisten.

sich biegende Äste

Wenn es darum geht, Johannisbeeren für den Winter abzudecken, ist es wichtig, neben den üblichen Maßnahmen auch andere Aspekte zu beachten. Dazu gehört das Biegen der Zweige, um sie vor Frost zu schützen. Während einige Sorten Temperaturen bis zu -45 °C problemlos vertragen, sind andere selbst bei -5 °C frostempfindlich. Selbst die frosthärtesten Sträucher sind ohne Schneedecke oder bei längerem Zug nicht vor Frostschäden gefeit. Es lohnt sich daher, ein paar Minuten Zeit zu investieren und die Pflanzen sorgfältig abzudecken. Diese Vorgehensweise sollte bei allen Sorten beachtet werden.

Biegende Johannisbeerzweige

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Äste zu biegen. Man kann einen Holzpfahl in die Mitte des Strauchs treiben, alle Stängel daran festbinden und das Ganze dann mit Agrofaser oder einem anderen Isoliermaterial umwickeln. Diese Methode ist zwar nicht sehr effektiv, hat aber viele Vorteile: Der Gärtner spart Zeit und Mühe bei der Gartenarbeit. Ein einfacher Pfahl und ein Seil genügen.

Man kann den Strauch auch zur Seite biegen, aber das sollte man nur tun, wenn der Saft noch fließt, da trockene Zweige leicht brechen. Erfahrene Gärtner raten davon ab, die Pflanze längere Zeit unter einem Dach zu halten. Mit dem Einsetzen des wärmeren Frühlingswetters sollte die schützende Schicht entfernt oder abgewickelt werden, damit die Pflanze sich normal weiterentwickeln kann.

Wichtig!
Biegen Sie den Strauch nicht zu früh, bevor die Blätter vollständig abgefallen sind. Andernfalls siedeln sich Pilze und Schädlinge an. Auch unsachgemäße Pflege begünstigt dies.

Einige Nuancen

Nachdem wir nun herausgefunden haben, wie man Johannisbeersträucher auf den Winter vorbereitet, ist es an der Zeit, einige Feinheiten und hilfreiche Empfehlungen erfahrener Experten zu beachten. Um Verbrennungen an der Pflanze und Wurzelschäden zu vermeiden, sollten einige Gartentipps befolgt werden.

Konzentrierte Düngemittel wie Hühnermist sollten nicht direkt unter den Strauch gebracht werden. Dies kann die Pflanze verbrennen und ihre vegetative Masse zerstören. Hühnermist ist stickstoffreich und benötigt bis zu drei Monate, um sich abzubauen. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich, vor dem Düngen einen Abstand von 25 cm zu den letzten Trieben einzuhalten. Dasselbe gilt für Königskerzen und andere hochkonzentrierte Düngemittel. Nur Kompost und vorverdünnte Düngemittel sollten direkt unter den Strauch gegeben werden.

Johannisbeeren für den Winter vorbereiten

Die Pflanzen sollten keinesfalls zu früh gedüngt werden.Dies kann zu einem vorzeitigen Saftfluss führen, wodurch junge Triebe durch Kälte absterben können. Der erste Frost führt unweigerlich zum Tod der Pflanze.

Vermeiden Sie Überdüngung und halten Sie sich an die auf dem Etikett angegebene optimale Dosierung. Zu viele Nährstoffe verlangsamen das Pflanzenwachstum und verringern den Ertrag.

Vorbehaltlich aller Pflegeregeln Bei richtiger Pflege überstehen Johannisbeeren nicht nur den Winter problemlos, sondern bescheren ihren Besitzern auch eine hervorragende Ernte. Im Frühling kann man es füttern. Wachstumsstimulanzien und stickstoffhaltige Düngemittel, die den Prozess der aktiven Bildung von vegetativer Masse einleiten.

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