Wie man einen Apfelbaum im Herbst düngt, um einen guten Winter und eine gute Ernte zu gewährleisten.

Apfel

Apfelbäume sind die am häufigsten vorkommenden Obstbäume in russischen Obstgärten. Sie sind leicht anzubauen, tragen aber nur bei richtiger Pflege gute Früchte. Um eine reiche Ernte im nächsten Jahr zu gewährleisten, müssen Apfelbäume im Herbst gedüngt werden. Dadurch erhält das Wurzelsystem die für die Entwicklung notwendigen Mineralien, die Widerstandsfähigkeit wird gestärkt und die Chancen auf einen erfolgreichen Winter erhöht.

Die Notwendigkeit der Herbstfütterung

Ein Apfelbaum verbraucht während der Fruchtbildung sehr viel Energie. Er nutzt alle seit dem Frühjahr gespeicherten Nährstoffe für Wachstum und Fruchtbildung. Daher ist es im Herbst notwendig, den entstandenen Nährstoffmangel durch Düngung auszugleichen. Rechtzeitige Düngung verringert das Infektionsrisiko. Die gespeicherten Nährstoffe erhöhen die Frostresistenz des Baumes. Bei einem ausgewogenen Nährstoffangebot im Boden entwickelt die Pflanze eine starke Widerstandsfähigkeit gegenüber schädlichen Einflüssen.

Die Düngung von Apfelbäumen im Herbst sichert eine reiche Ernte im Folgejahr. Die Pflanze bringt große, süße Früchte hervor. Besonders wichtig ist die Düngung bei der Pflanzung von Apfelbäumen im Herbst. Eine sachgemäße Düngung erhöht ihre Chancen, den Winter erfolgreich zu überstehen.

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Zeitpunkt der Düngung

Der Zeitpunkt der Herbstdüngung hängt vom regionalen Klima ab. Sie beginnt üblicherweise nach der Ernte. Solange die grünen Blätter am Obstbaum bleiben, nimmt er weiterhin aktiv Nährstoffe aus dem Boden auf. Der Dünger wird 3–5 Wochen vor dem ersten Frost ausgebracht, damit der Baum genügend Zeit hat, ihn aufzunehmen und sich auf die kommende Kälte vorzubereiten.

Um die Frostresistenz zu erhöhen, empfehlen erfahrene Gärtner, Apfelbäume bereits im September nicht mehr zu gießen. Anschließend sollte man mit der Düngung des noch warmen Bodens mit mineralischen und organischen Düngemitteln beginnen. In dieser Zeit nimmt das Wurzelsystem der Pflanze aktiv die im Boden gelösten Nährstoffe auf. Beim Düngen sollte man das Ende der Fruchtbildung berücksichtigen.

Wichtig!
Spät reifende Sorten sollten spätestens 15 Tage vor dem ersten Herbstfrost gedüngt werden. Andernfalls hat die Pflanze nicht genügend Zeit, die Nährstoffe aufzunehmen.

Die Herbstdüngung von Apfelbäumen erfolgt im Durchschnitt von Mitte August bis zu den ersten zehn Oktobertagen. Je nach Region variiert der Düngezeitpunkt:

  • im Ural und in Sibirien – in der zweiten Augusthälfte;
  • in der Region Leningrad – bis Mitte September;
  • in der Region Moskau und anderen Regionen des Zentralgürtels - in der zweiten Septemberhälfte;
  • im südlichen Teil Russlands – Anfang Oktober.

Vorbereitung auf die Düngung

Vor dem Düngen sind einige Vorbereitungsschritte nötig. Zunächst muss der Obstbaum gereinigt werden. Falls Flechten oder Moos am Stamm vorhanden sind, werden diese sorgfältig entfernt. Der Boden um den Apfelbaum wird zuvor mit alten Zeitungen oder Plastikfolie abgedeckt. Dasselbe gilt für lose Rinde, die oft als Nistplatz für Insekten dient. Verdächtige Pflanzenteile sollten daher sofort verbrannt werden.

Anschließend erfolgt der hygienische Winterschnitt. Alle trockenen Äste, abgebrochenen Triebe und solche mit Anzeichen von Infektionen werden entfernt. Die verbleibenden Schnittstellen werden mit Gartenpech versiegelt. Dies verhindert das Eindringen von Krankheitserregern und Schädlingen in das Pflanzengewebe. Zum Schutz vor Pilzen und Schimmel werden Stamm und untere Teile der Äste mit antiseptischen Lösungen bestrichen. Nach dem Trocknen der Lösung wird ein Kalkanstrich aufgetragen. Dieser schützt den Obstbaum vor Nagetierfraß und Sonnenbrand.

Düngemittelarten

Um den Ertrag im nächsten Jahr zu steigern, sollten Apfelbäume im Herbst mit Phosphor und Kalium gedüngt werden. Diese Nährstoffe stärken die Widerstandsfähigkeit des Baumes und erhöhen seine Winterhärte. Im Herbst beendet die Pflanze ihre aktive Wachstumsphase. Daher werden in dieser Zeit keine stickstoffhaltigen Düngemittel verwendet, da diese das vegetative Wachstum anregen. Durch die Düngung wird verhindert, dass der Apfelbaum in eine Winterruhe verfällt und durch die Kälte geschwächt wird.

Vor der Düngung sollte die Bodenbeschaffenheit, insbesondere der Säuregehalt, beachtet werden. Ist dieser zu hoch, ist selbst bei üppiger Blüte keine reiche Ernte zu erwarten. Zur Neutralisierung eines zu hohen Säuregehalts werden Dolomitmehl, Kreidebruch, gelöschter Kalk oder Holzasche verwendet. Letztere reichert den Boden mit Phosphor und Kalium an und ist daher bei Gärtnern besonders beliebt. Ist der Boden zu alkalisch, wachsen Obstbäume schlecht. Zur Normalisierung des Bodens werden Holzspäne oder Hochmoortorf beigemischt.

Mineraldünger

Mit Beginn des Herbstes können Apfelbäume mit Mineraldünger gedüngt werden. Die Ausbringungsmethode sollte je nach Witterung gewählt werden. Liegt der erste Frost innerhalb von 20 Tagen, werden die Nährstoffe als Flüssigdünger ausgebracht.

Wichtig!
Trockene, granulierte Düngemittel lösen sich über mehrere Monate auf und werden nach der Ernte eingesetzt.

Im Herbst können Apfelbäume mit folgenden Substanzen gedüngt werden:

  • Phosphatmehl;
  • einfaches oder doppeltes Superphosphat;
  • Kaliumsulfat;
  • Kaliummonophosphat;
  • Kaliumchlorid.
Kaliumchlorid

Für Jungpflanzen ab zwei Jahren verwendet man eine Lösung aus 1 Eimer Wasser, 2 Esslöffeln Kaliumsulfat und der gleichen Menge Superphosphat. Ausgewachsene Apfelbäume verwenden die gleichen trockenen Zutaten in einer Menge von 30 g pro Pflanze.

Phosphordünger lösen sich in Flüssigkeiten schlecht. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, sollte er daher nicht einfach um den Stamm gestreut, sondern der Boden aufgelockert und gründlich gewässert werden. Kaliumchlorid wird nur im Herbst ausgebracht. So kann der Dünger bis zum Frühjahr neutralisiert werden. Dieser Dünger eignet sich für Gebiete mit leichten, sandigen Böden. In allen anderen Fällen ist Kaliumsulfat besser geeignet.

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Organische Düngemittel

Im Herbst greifen Gärtner oft zu organischem Dünger. Über den Winter verrotten die zugeführten Substanzen, reichern den Boden mit wertvollen Nährstoffen an und verbessern seine Struktur. Organischer Dünger wird in der Nähe des Stammes verteilt und eingearbeitet. Obstbäume benötigen 6 kg pro Quadratmeter Boden. Junge Bäume benötigen die Hälfte dieser Menge.

Um sicherzustellen, dass Apfelbäume den Winter erfolgreich überstehen, werden folgende Düngemittel angewendet:

  • Flüssigmist;
  • Humus;
  • Kompost;
  • Torf;
  • Holzasche;
  • Vogelkot;
  • Gründüngung.
Flüssigmist
Wichtig!
Frischer Mist oder Vogelkot sollten nicht als Dünger verwendet werden. Sie verbrennen die Wurzeln und fördern übermäßiges Triebwachstum.

Gut verrottete Königskerze enthält nützliche Mikroorganismen und eignet sich daher hervorragend zur Verbesserung der Bodenstruktur. Sie wird im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnt und zum Bewässern des Bodens um den Stamm herum verwendet. Vogelkot weist eine höhere Nährstoffkonzentration auf und wird daher im Verhältnis 1:10 mit Wasser vermischt.

Holzasche ist ein guter Bodendünger. Sie kann trocken beim Ausgraben um die Baumstämme herum verteilt oder vorher in Wasser aufgelöst werden. Holzasche ist reich an Kalium, Phosphor, Kalzium und nützlichen Spurenelementen. Sie reduziert den Säuregehalt des Bodens. Gründüngung wird zur Bekämpfung von Pilzen, Krankheitserregern und Schädlingen eingesetzt. Dazu mäht man das Gras und vergräbt es zwischen den Baumstämmen oder verteilt es als Mulch.

Volksheilmittel

Manche Gärtner düngen Apfelbäume erfolgreich mit altbewährten Hausmitteln. Dazu gehören:

  1. Knochenmehl wird verwendet, um den Säuregehalt des Bodens zu senken und ihn mit Magnesium, Phosphor und Kalzium anzureichern.
  2. Hefe, die das Wachstum junger Sämlinge fördert. Dieser Dünger reichert den Boden mit Nährstoffen an, regt das Pflanzenwachstum an und aktiviert Stoffwechselprozesse.

Methoden der Düngemittelanwendung

Die Düngung im Herbst kann auf verschiedene Weise erfolgen:

  • Wurzel;
  • blattartig;
  • Lesezeichen mit Loch.

Bei der Wahl der geeigneten Methode sind das Alter des Obstbaums, das regionale Klima und der Zeitpunkt der Düngung zu berücksichtigen. Schwer wasserlösliche Substanzen werden bei der Bodenbearbeitung ausgebracht. Leicht wasserlösliche Präparate werden in flüssiger Form zur Bodenbewässerung und Kronenbesprühung verwendet.

Beachten Sie beim Düngen unbedingt die Empfehlungen auf der Produktverpackung oder den Rat erfahrener Gärtner. Eine Überschreitung der zulässigen Konzentration verschlechtert die Gesundheit des Obstbaums, verhindert den Beginn der Winterruhe und verringert die Winterhärte. Für junge Sämlinge sollte die Düngerkonzentration halbiert werden.

Blattmethode

Die Krone wird mit Nährlösungen besprüht, solange der Baum noch grünes Laub hat. Die gesamte Pflanze, einschließlich Stamm und umliegendem Boden, wird behandelt. Bei manchen Produkten wird die Lösung großzügig auf die Rinde aufgetragen. Diese Behandlungsmethode eignet sich für Pflanzen mit Anzeichen einer Infektion. Die Nährstoffe werden schnell vom Pflanzengewebe aufgenommen. Die Wirkung der Behandlung ist innerhalb weniger Tage sichtbar. Sie lässt jedoch nach drei Wochen nach. Wasserlösliche Produkte eignen sich für die Blattbehandlung.

  • Mineralkomplexe;
  • Superphosphat;
  • Kaliumsulfat.

Wurzelmethode

Diese Düngemethode wird meist im Herbst angewendet. Vor dem Düngen wird der Boden um den Baumstamm gründlich gewässert, um Wurzelschäden vorzubeugen. Der Dünger wird entweder trocken beim Umgraben ausgebracht oder vorher in Wasser aufgelöst und anschließend bewässert.

Wichtig!
Bei Säulenapfelbäumen sollte diese Düngemethode mit Vorsicht angewendet werden. Da ihre Wurzeln flach sind, sollte der Boden nur bis zu einer Tiefe von maximal 10 cm aufgelockert werden.

Trockene Düngemittel werden um den Baumstamm herum verteilt und der Boden 15 cm tief umgegraben. Anschließend wird die Fläche befeuchtet und die oberste Schicht mit organischem Material wie Stroh, Grasschnitt, Torf oder Sägemehl bedeckt. Trockene Mineraldünger oder organisches Material werden auf ähnliche Weise hinzugefügt. Alternativ kann der Dünger auch in eine 0,5 m vom Stammzentrum entfernte Furche eingebracht werden. Die Düngemittel werden 20 cm tief eingearbeitet und mit Erde bedeckt.

Lesezeichen in den Löchern

Diese Methode dient der Düngung ausgewachsener, fruchttragender Apfelbäume. Dazu werden mehrere Löcher im Abstand von 0,5 Metern vom Zentrum bis zu einer Tiefe von 40 cm ausgehoben. Anschließend werden organische Substanzen oder mineralische Zusätze hinzugefügt. Der Boden wird dann aufgelockert und gründlich befeuchtet. Die Oberfläche der behandelten Fläche wird mit einer Mulchschicht abgedeckt, um die Wurzeln vor dem ersten Frost zu schützen. So können die Nährstoffe nach und nach in die Wurzeln eindringen. Dies reicht aus, um sicherzustellen, dass der Baum die Wintermonate übersteht und im Frühjahr mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt ist.

Besonderheiten der Düngung von Apfelbäumen unterschiedlichen Alters

Apfelbäume, die bereits Früchte tragen, benötigen andere Düngemittel als junge Bäume. Normalerweise trägt die Pflanze fünf Jahre nach dem Pflanzen erste Früchte. Vorher gilt sie als jung und benötigt eine geringere Nährstoffkonzentration.

Vor der ersten Ernte werden die Obstbäume mit folgenden Präparaten gedüngt:

  1. Eine flüssige Lösung aus 10 Litern Wasser, 20 g Superphosphat und 15 g Kaliumsulfat. Dieselben Substanzen können auch als trockenes Granulat beim Einarbeiten in den Boden hinzugegeben werden.
  2. Eine Lösung von Kaliummonophosphat aus 10 g des Präparats pro 1 Eimer Wasser.
  3. Holzasche im Verhältnis von 100 g pro Eimer Wasser.

Beratung!
Monokaliumphosphat ist der wirksamste Dünger für junge Apfelbäume. Es löst sich schnell auf und wird leicht vom Wurzelsystem aufgenommen. Allerdings ist es teurer als andere Düngemittel.

Ausgewachsene, fruchttragende Apfelbäume werden mit folgenden Substanzen gedüngt:

  • eine Lösung aus 30 g Superphosphat, 20 g Kaliumsulfat und 10 l Wasser;
  • eine Lösung aus 1 Eimer Wasser und 15 g Kaliummonophosphat;
  • Holzasche in einer Menge von 200 g pro 1 m² Baumstammkreis.

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In regnerischen Herbsten wird der Dünger trocken um den Stamm gestreut. Er löst sich im Niederschlag auf und durchdringt den Boden. Bei trockenem Wetter empfiehlt sich die Verwendung von Flüssigdünger. Hat der Apfelbaum im Sommer und Herbst eine reiche Ernte getragen, sollte beim Düngen die Kaliumkonzentration erhöht werden.

Um eine reiche Apfelernte in der nächsten Saison zu gewährleisten, werden Obstbäume im Herbst gedüngt. Die rechtzeitige Düngung im Herbst hilft den Apfelbäumen, den Winter gut zu überstehen und legt den Grundstein für die zukünftige Ernte.

Wie man einen Apfelbaum düngt
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