Die richtige Lagerung von Äpfeln entscheidet darüber, wie lange sie haltbar sind und ihren Geschmack und Nährwert behalten. Es gibt verschiedene Methoden zur Lagerung von Obst, je nach Sorte und den Fähigkeiten des Gärtners. Grundlegende Regeln und Tipps zur Apfellagerung zu Hause über den Winter helfen, ihren Geschmack bis zum Frühling zu bewahren.
Sorten für die Langzeitlagerung
Die Haltbarkeit von Feldfrüchten hängt von der Sorte ab. Sommersorten beispielsweise sind aufgrund ihrer dünnen Schale nicht lange haltbar. Winter- und Herbstsorten hingegen haben eine dicke Schale. Dadurch sind sie lange haltbar, ohne Schaden zu nehmen oder an Marktfähigkeit einzubüßen. Herbstsorten können bis zu zwei Monate haltbar sein, Wintersorten sogar bis zu sieben Monate. Mit sachgemäßer Lagerung und bestimmten Methoden lässt sich die Haltbarkeit von Herbstsorten jedoch verlängern.
Zu den beliebten Sorten, die sich für die Winterlagerung eignen, gehören:
- Bogatyr. Haltbarkeit: bis zu 7 Monate. Reift im September, der Geschmack intensiviert sich im Januar.
- Antonovka. Kann bis zu 3 Monate in Holzkisten gelagert werden.
- Renet Simirenko. Eine langlebige Sorte, die sich durch ihren weinsüßen Geschmack und ihren hohen Ertrag auszeichnet.
- Idared. Eine Wintersorte, die bis März gelagert werden kann. Das Fruchtfleisch und die Schale bleiben den ganzen Winter über fest.
- Renet Chernenko. Bei richtiger Lagerung ist diese Wintersorte bis zu 7 Monate haltbar.
- Lada. Eine Wintersorte, die auch starken Frost verträgt. Bei klimatisierten Lagerbedingungen hält sich die Frucht bis zum Frühjahr.
- Stern. Haltbarkeit: bis zu sechs Monate. Die Früchte sind sehr saftig und haben einen süß-sauren Geschmack.
- Diese Sorte ist eine bewährte Wahl. Sie lässt sich bei richtiger Temperatur den ganzen Winter über lagern. Am besten eignet sich dafür eine gut belüftete Holzkiste.
- Northern Sinal. Haltbarkeit: bis zu 6 Monate. Reift im Oktober. Charakteristisch für diese Sorte ist ihre ölige Schale.
- Krasnojarsk Sweet. Diese Sorte ist bis zu 5 Monate lagerfähig, sofern die Früchte eine intakte, feste Schale haben. Das Fruchtfleisch ist saftig, die Schale mitteldick.
Äpfel sind im Winter gesund, da sie Vitamine und Mineralstoffe enthalten, die den Körper bei der Abwehr von Erkältungen unterstützen. Wichtig ist die richtige Erntezeit. Die Erntezeit erstreckt sich vom 20. September bis zum 10. Oktober. Werden die Äpfel zu früh geerntet, haben sie nicht genügend Zeit zum Reifen und können nicht ausreichend Nährstoffe aufnehmen. Eine späte Ernte führt dazu, dass die Äpfel an Geschmack und Frische verlieren.
Geeignete Lagerbedingungen
Sobald die Äpfel im September vom Baum fallen, ist Erntezeit. Dies geschieht von Hand, um die Früchte nicht zu beschädigen. Die richtige Lagerung der Äpfel gemäß den geltenden Regeln ist unerlässlich. Sortieren Sie die Äpfel sorgfältig aus und entfernen Sie beschädigte oder verdorbene Exemplare. Dunkle Flecken oder kleine Löcher deuten auf einen möglichen Wurmbefall hin. Solche Früchte eignen sich am besten zum Trocknen oder für Kompott.
Damit Früchte ihr marktgerechtes Aussehen, ihre Nährstoffe und ihren Geschmack behalten, ist es wichtig, optimale Lagerbedingungen einzuhalten. Äpfel werden bei der richtigen Temperatur und Luftfeuchtigkeit richtig gelagert.
Temperatur und Behälter
Um Äpfel für den Winter haltbar zu machen, eignen sich gewöhnliche Kisten und Körbe. Die Behälter können aus Pappe, Holz, Kunststoff oder einfach aus Weide gefertigt sein. Wichtig ist, dass der Behälter sauber ist und ausreichend Luftzirkulation bietet. Es empfiehlt sich, den Behälter vor dem Befüllen zu trocknen und zu desinfizieren.
Die optimale Lagertemperatur für Äpfel im Winter hängt von der Sorte und den Lagerbedingungen ab. Sommeräpfel halten sich beispielsweise bis zu einem Monat bei Temperaturen zwischen 0 °C und 8 °C. Herbstäpfel werden bei der gleichen Temperatur gelagert. Winteräpfel hingegen werden bei 6 °C aufbewahrt.
Luftfeuchtigkeit und der richtige Ort
Die Wahl des richtigen Lagerorts für Äpfel im Winter ist wichtig. Geeignet sind beispielsweise ein Balkon, eine Loggia, ein Keller, ein Schuppen oder eine Speisekammer. Entscheidend ist die richtige Temperatur. Ist es zu heiß oder zu kalt, verderben die Früchte nicht lange. Um Fäulnis zu vermeiden, ist die korrekte Luftfeuchtigkeit von 85–95 % unerlässlich. Hohe Luftfeuchtigkeit führt zu schnellem Verderben, ebenso wie zu niedrige.
Methoden zur Lagerung frischer Äpfel
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Äpfel richtig zu lagern. Das hängt ganz von den Fähigkeiten des Gärtners ab. Wichtig ist vor allem, ein paar Regeln zu befolgen:
- Früchte sollten in einer einzigen Schicht und nicht lose in einen Behälter gegeben werden;
- Es wird nicht empfohlen, es zusammen mit Kartoffeln zu lagern;
- Stroh als Einstreu sollte man besser nicht verwenden, da es einen unangenehmen Geruch verströmt.
Reife Früchte lassen sich auf verschiedene Weise lagern: in einer Kiste, auf Regalen, indem man sie darüber schüttet oder in der Erde lagert.
Aufbewahrung in einer Box
Der Behälter sollte gut belüftet sein und mit Papier oder Zeitungspapier ausgelegt werden. Die Äpfel sollten sorgfältig in einer einzigen Schicht angeordnet werden, ohne sie zu vermischen oder zu verschütten. Vor dem Einlegen in den Behälter sollten die Äpfel sorgfältig geprüft werden. Die Behälter sollten im Keller, auf dem Balkon oder in einem anderen kühlen Raum gelagert werden. Es ist wichtig, die Äpfel regelmäßig zu kontrollieren und verdorbene Exemplare sofort auszusortieren.
Auf den Regalböden
Eine Apfelecke lässt sich auch auf Regalen einrichten. Dazu verwendet man ein Holzgestell, auf dem die Äpfel in einer einzigen Schicht ausgelegt werden. Ein Regal mit Auszugsböden ist besonders praktisch. Wichtig ist, dass die Äpfel sich nicht berühren; dazu muss ein gewisser Abstand zwischen ihnen eingehalten werden. Es empfiehlt sich, die Äpfel regelmäßig umzusortieren und beschädigte Exemplare zu entfernen.
Durch Eingießen
Eine weitere Methode ist das Schicht- oder Gießverfahren. Als Schichten dienen Holzspäne, getrocknete Birkenblätter, Zwiebelschalen oder Moos. Wichtig ist dabei, dass sich die Früchte nicht berühren. Die Lagerung von Äpfeln in Sand wird nicht empfohlen. Beim Befüllen eines Behälters mit Füllmaterial muss dieses so positioniert werden, dass die Früchte vollständig umschlossen sind. Dazu füllt man zuerst den Boden des Behälters mit Füllmaterial, schichtet dann die Äpfel hinein, vermischt sie und bedeckt den Behälter anschließend mit dem gewählten Füllmaterial.
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Lagerung im Boden
Diese Methode eignet sich zur Überwinterung von Äpfeln im Keller oder in der Speisekammer. Zuerst werden die ausgewählten Äpfel in Plastiktüten verpackt. Anschließend wird in eine vorbereitete, mit Erde gefüllte Kiste ein Loch gegraben und die gefüllten Tüten hineingestellt. Um die Äpfel vor Nagetieren zu schützen, werden sie zwischen Fichtenzweige gelegt.
Stauraum in einer Wohnung
Wer keinen Keller hat oder Äpfel nicht im Keller lagern kann, findet in seiner Wohnung einen geeigneten Platz. Eine Loggia, ein Balkon, eine Fensterbank oder der Flur eignen sich dafür. Äpfel lassen sich auf verschiedene Weise lagern: in Papier eingewickelt, in Plastiktüten oder in einer Kühlbox.
Durch Einwickeln in Papier
Diese Methode hat sich bewährt. Man verwendet eine handelsübliche Papp-, Plastik- oder Holzkiste. Jeder ausgewählte Apfel wird sorgfältig mit dem Stiel nach oben in Papier eingewickelt. Normales Druckerpapier, Küchenpapier oder Zeitungspapier eignen sich zum Einwickeln. Letzteres sollte man jedoch sparsam verwenden, da Druckfarbe gesundheitsschädliche Substanzen enthält. Die eingewickelten Äpfel werden in einem Behälter bis zu sieben Lagen hoch gestapelt. Bei der richtigen Temperatur (0–4 °C) halten sich die Äpfel bis zum Frühjahr.
In Polyethylen
Diese Verpackungsart sorgt dafür, dass Äpfel ihren ursprünglichen Geschmack, Saftigkeit und Zuckergehalt behalten. Äpfel können einzeln oder in Gruppen verpackt werden. Es wird empfohlen, bis zu 4 kg in einen Beutel zu geben. Stechen Sie mehrere Löcher in jeden Beutel, um eine gute Belüftung zu gewährleisten. Dies verhindert Fäulnis. Um die Äpfel vor Schädlingen zu schützen, legen Sie ein kleines Stück in Essig getränkte Watte auf den Beutel.
In einer Thermobox
Sie können das selbst machen. Dazu isolieren Sie die Kiste mit Styropor, Sägemehl oder Schaumstoff. Legen Sie dann das Obst in diese selbstgemachte Isolierbox. So bleiben die Früchte frisch und aromatisch und sind vor Frost geschützt. Noch besser ist es, zwei Kisten zu verwenden. Legen Sie eine größere Kiste mit Isoliermaterial aus und stellen Sie die kleinere, ebenfalls mit Isoliermaterial ausgekleidete Kiste hinein. Achten Sie darauf, dass zwischen den Kisten mindestens 15 cm Platz sind.
Regeln für die Kellerlagerung
Äpfel lassen sich am besten im Keller oder Untergeschoss überwintern. Dort ist es einfacher, die optimale Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Bevor die Ernte im Keller eingelagert wird, muss dieser jedoch vorbereitet werden. Dazu entfernt man alle Verunreinigungen, trocknet den Raum und sorgt für gute Belüftung. Gegebenenfalls isoliert man ihn, entfernt Schimmel, streicht die Wände weiß und behandelt die Ecken mit einer Desinfektionslösung.
Bei der Lagerung von Obst sollten Äpfel ähnlicher Größe ausgewählt werden. Größere Früchte reifen schneller und verderben eher, wodurch benachbarte Äpfel möglicherweise verunreinigt werden.
Darüber hinaus geben Früchte während längerer Lagerung und Reifung Ethylen ab. Dieses Hormon beschleunigt das Wachstum von Garten- und Gemüsepflanzen. Daher ist es nicht empfehlenswert, Äpfel zusammen mit Kartoffeln, Karotten oder anderem Gemüse im Keller zu lagern, da sie dort schneller keimen und verfaulen.
Äpfel, die lange gelagert werden, können verschiedene Gerüche annehmen. Um dies zu vermeiden, sollten sie gut abgedeckt und frei von anderem Gemüse aufbewahrt werden. Andernfalls schmecken die Früchte erdig und sogar faulig.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, geerntetes Obst und Gemüse im Keller zu lagern: in Holzkisten, Kartons, Plastikbehältern oder auf Regalen. Für die Lagerung auf Regalen können Sie Plastiktüten mit einigen Löchern verwenden, um die Luftzirkulation zu gewährleisten.
Wer alle Regeln und Empfehlungen zur Apfellagerung über den Winter beachtet, kann die leckeren und saftigen Früchte bis zum Frühling aufbewahren. Es gibt verschiedene Methoden zur Lagerung der geernteten Äpfel, die von der Apfelsorte und der Wahl des Lagerorts abhängen. Um die Ernte länger haltbar zu machen, sind drei Grundregeln wichtig: die richtige Sorte wählen, die Äpfel richtig pflücken und sie sortieren.

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