Es ist möglich, aus im Handel erhältlichem Gemüsesamen eine Pflanze zu ziehen und sogar eine volle Ernte zu erzielen. Die Keimrate kann bis zu 100 % betragen, das Ergebnis ist jedoch unvorhersehbar, da keine verlässlichen Daten zur Saatgutherkunft vorliegen. Je nach Region ist es ratsam, Paprika zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen. In wärmeren Klimazonen empfiehlt sich beispielsweise Ende Januar oder Februar, während in kälteren Regionen der Februar oder März der beste Zeitpunkt dafür ist.
Auswahl- und Zubereitungskriterien
Glatte, reife und duftende Früchte eignen sich als Saatgutquelle. Ihre Samen sind essbar, jedoch wachsen daraus keine großen Früchte. Die Nachkommen erben die Eigenschaften der Mutterpflanze, jedoch in geringerem Maße. Darüber hinaus weisen sie folgende Merkmale auf:
- eine merkliche Abnahme der Krankheitsresistenz;
- Die Wände können dünner sein;
- nicht sehr nützlich, zum Beispiel wird der Gehalt an Vitaminen und Spurenelementen reduziert;
- Unterschiede in Form und Farbe werden festgestellt.
Für Saatgutvorbereitung Gärtner nutzen Technologie mit Kartoffelsaft:
- Der Saft wird aus einer einzigen Knolle gepresst, die etwa so groß ist wie ein Hühnerei.
- Die Samen werden 12 Stunden lang in Flüssigkeit eingeweicht.
Alles über den Anbau von Paprika aus im Laden gekauftem Gemüse
Aus wenigen Früchten lassen sich etwa 80–100 Samen gewinnen. Zuerst sortiert man die keimfähigen Früchte aus und trennt sie von den guten. So geht's:
- Ein Stück Gaze, in der Mitte gefaltet, wird in ein nicht zu tiefes Gefäß gelegt;
- Das Material wird angefeuchtet;
- die Samen auslegen;
- Mit einem weiteren Stück Gaze abdecken;
- Der Behälter wird an einem warmen Ort mit guter Beleuchtung aufgestellt, zum Beispiel auf einer Fensterbank.
Je nach Paprikasorte können die Samen lange Zeit im Substrat verbleiben, bevor sie keimen. Kontrollieren Sie die Samen regelmäßig, um sicherzustellen, dass sie den Zeitpunkt der Keimlingsbildung nicht verpassen. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, um die Samen nicht zu beschädigen. Sollten die Samen nicht keimen, befeuchten Sie das Gazetuch, sobald es austrocknet.
Das könnte Sie auch interessieren:Sobald die Samen gekeimt sind, werden sie in Anzuchttöpfe gesetzt. Vor dem Auspflanzen ins Freiland werden die Paprikapflanzen abgehärtet. Dazu stellt man die Töpfe mit den Jungpflanzen auf einen Balkon oder eine Loggia, wobei die Lufttemperatur konstant zwischen 12 und 15 °C liegen sollte.
Jede Sorte, selbst hochwertige und von guten Elternpflanzen abstammende, benötigt rechtzeitige Düngung. Sobald die Knospenbildung beginnt, sollte mit Epin-Extra-Lösung gesprüht werden, um die Fruchtreife zu beschleunigen und den Ertrag zu steigern. Vor dem Pflanzen sollten mineralische und organische Düngemittel in den Boden eingearbeitet werden.
Die beste Zeit zum Auspflanzen ins Freiland oder ins Gewächshaus ist von Ende Mai bis Anfang Juni. Die Pflanzung erfolgt wie folgt.
- Sie graben ein flaches Loch.
- Das Loch wird bewässert.
- Platziere die Büsche.
- Mit etwas Erde bestreuen und leicht andrücken.
Es empfiehlt sich, die Sämlinge abends umzupflanzen, wenn die Hitze nachgelassen hat. So verhindern Sie, dass die Blätter welken und die Pflanze abstirbt. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte mindestens 40 cm betragen. Die Sämlinge sind sehr zart und zerbrechlich, daher sollten Sie sie vorsichtig behandeln.
In trockenen Sommern ist regelmäßiges Gießen unerlässlich. Unkraut sollte entfernt und der Boden aufgelockert werden, um die Sauerstoffzufuhr zu verbessern. Bei Schädlingsbefall, beispielsweise durch Schnecken, die an Stängeln und jungen Trieben fressen, ist eine Behandlung notwendig. Im Hochsommer sollte der Boden zwischen den Beeten mit Asche bedeckt werden. Dies beugt einem erneuten Schneckenbefall vor.
Wenn Sie alle oben genannten Empfehlungen befolgen, können Sie bereits im August mit den ersten Früchten in Form kleiner Paprika rechnen. Für dieses Experiment ist es wichtig, die Samen richtig keimen zu lassen, sie auszuwählen und die Anweisungen zum Abhärten, Umpflanzen und Bewässern genau zu befolgen.
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