Viele Hobbygärtner ziehen es vor, Obstpflanzen in Innenräumen zu ziehen. Heute sind nicht nur Zitronenbäume, sondern auch Zierpaprika als Zimmerpflanzen erhältlich. Sie sehen beeindruckend aus und sind eine tolle Ergänzung für viele Gerichte. Obwohl sie im Volksmund als „kleine Feuerpaprika“ bekannt sind, gibt es tatsächlich Dutzende von Arten und Sorten von Zierpaprika.

Das exotische Aussehen, der pikante Geschmack und die einfache Pflege im eigenen Zuhause haben Paprika zu einer beliebten Kulturpflanze gemacht.
Beschreibung von Paprika für den Innenbereich und seinen Sorten
Die Zimmerpaprika (Capsicum) ist ein auffälliges Mitglied der Familie der Nachtschattengewächse. Sie gedeiht sowohl im Freiland als auch im Topf im Haus. Diese mehrjährige Pflanze kann bis zu 5 Jahre im Haus überleben. Ihre verzweigte Krone ist mit spitzen, länglichen oder eiförmigen Blättern bedeckt, deren Farbe von hell- bis dunkelgrün variiert. Die Blüten stehen einzeln oder in Büscheln. Die Blütenblätter sind meist weiß. Farbe und Form der Schoten variieren je nach Sorte. Die meisten Sorten zeichnen sich durch einen reichen Fruchtansatz aus.

Am häufigsten ist die strauchartige Variante, die 5–6 Jahre lang auf einer Fensterbank oder in einer Loggia gedeihen kann. Die Sträucher erreichen eine Höhe von 15 bis 45 cm. Beliebte Sorten sind Ogonyok, Nevesta, Queen of Spades und Carmen.

Beerenpaprika verdanken ihren Namen der flachen Form ihrer Früchte, die Kürbissen ähneln. Die Sträucher erreichen eine Höhe von bis zu 80 cm. Behaarte Sorten werden meist im Freiland angebaut, einige (wie z. B. Rokoto) gedeihen aber auch gut im Topf. Stängel, Blätter und sogar die Blüten dieser Paprika sind dicht behaart.

Unter den vielen Sorten lohnt es sich, die gängigsten heimischen Paprikasorten kennenzulernen.
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Diese Paprikasorte gehört zu den frühreifenden und ist für ihren hohen Ertrag bekannt. Der Strauch erreicht eine Höhe von etwa 40 cm. Die Pflanze trägt längliche Früchte, die sich beim Reifen von violett oder cremeweiß zu einem satten Rot verfärben. Aladdin verträgt weniger Licht besser als andere Paprikasorten und wird daher oft ohne Zusatzbeleuchtung angebaut. Aufgrund ihres intensiven Aromas werden die Früchte als Gewürz für Konfitüren verwendet.

Ogonyok
Ogonyok ist die beliebteste Paprikasorte für den Indoor-Anbau. Sie ist eine mittelfrühe Sorte und reift 115–120 Tage nach der Keimung. Die längliche Schote ist tiefrot und hat eine glatte Haut. Diese mittelgroße Pflanze produziert recht große Früchte – etwa 45 g.

Blumenstrauß
Diese Paprikasorte gehört zu den kleinsten und kann selbst in kleinen Räumen angebaut werden. Sie wird nicht höher als 15 cm. Der kompakte Strauch gedeiht gut in einem Topf mit etwa einem Liter Volumen. Die Früchte sind sehr klein und erinnern eher an Beeren als an Gemüse. Ihre Farbe hängt vom Reifegrad ab, wie auf dem Foto deutlich zu sehen ist: zuerst grün, dann weißlich, orange und schließlich rot. Die Schote ist mittelscharf.

Explosive Glut
Dieser verzweigte Strauch erreicht eine Höhe von maximal 35 cm. Die Sorte ist pflegeleicht und gedeiht gut in Töpfen ab einem Liter Volumen. Blätter, Zweige und Stängel sind grünlich-blau. Die Farbe der oberirdischen Pflanzenteile hängt von der Lichtintensität ab. Im Schatten ist die Farbe überwiegend blau, in der vollen Sonne grün. Reife Schoten weisen einen kräftigen violetten Farbton auf.

Zierpaprika im Topf anbauen und zu Hause pflegen
Für erfahrene Gemüsegärtner ist der Anbau von Nutzpflanzen im Topf eine einfache Angelegenheit, Anfänger sollten sich jedoch gründlich mit den Regeln und Besonderheiten der Pflege vertraut machen.
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Wie ihre Verwandten im Garten bevorzugen auch Zimmerpflanzen ein warmes Mikroklima. Während der Wachstumsperiode sollten sie daher bei einer Temperatur von 25 °C gehalten werden. Im Winter sollte diese Temperatur etwas auf 15–18 °C gesenkt werden. Wechselnde Tag- und Nachttemperaturen wirken sich positiv auf die Pflanze aus. Bei wärmerem Wetter empfiehlt es sich, den Topf auf einen Balkon oder eine Loggia zu stellen.

Für optimale Entwicklung und hohe Erträge stellen Sie den Topf auf ein nach Westen, Südwesten oder Süden ausgerichtetes Fensterbrett. Diese sonnenliebende Pflanze benötigt im Frühling und Herbst bis zu vier Stunden Sonnenlicht täglich. An heißen Tagen mit besonders starker Sonneneinstrahlung ist es ratsam, den oberirdischen Teil der Pflanze zu beschatten. Bei zu wenig Licht verwenden Sie künstliches Licht mit Pflanzenlampen.
Bewässerung und Luftfeuchtigkeit
Paprika benötigt viel Feuchtigkeit, daher ist es wichtig, den Boden regelmäßig zu kontrollieren und zu besprühen, um die erforderliche Luftfeuchtigkeit zu erhalten. Verwenden Sie hierfür zimmerwarmes Wasser. Im Frühling und Sommer gießen Sie, sobald der Boden trocken ist, und besprühen Sie die Pflanzen mindestens zweimal pro Woche.
Mit dem nahenden Herbst sollte die Gießhäufigkeit reduziert und im Winter auf ein Minimum beschränkt werden. Paprikapflanzen vertragen Trockenheit nicht gut. Ihre Blätter und Früchte können nicht nur welken, sondern auch abfallen. Längerer Wassermangel kann zum Absterben der Pflanze führen.
Topf und Substrat
Der Paprikatopf sollte klein sein. Wenn die Pflanze aus einem herkömmlichen Topf umgepflanzt wird, sollte dieser nicht mehr als 100 ml fassen. Der Topf muss Abflusslöcher haben, damit überschüssige Flüssigkeit in den Untersetzer ablaufen kann.

Sie können im Laden eine fertige Erdmischung kaufen oder Ihr eigenes Nährsubstrat herstellen:
- Blatthumus – 2 Teile;
- Rasenerde – 2 Teile;
- Sand – 1 Teil.
Den Boden können Sie mit Zutaten vorbereiten, die in jedem Haushalt erhältlich sind: Schotter, Sand, fruchtbare Schwarzerde und Universaldünger. Alle Zutaten werden schichtweise aufgetragen. Die erste Schicht besteht aus Schotter (Drainagematerial), Sand und Schwarzerde. Der Dünger kann entweder unter die Erde gemischt oder zwischen Sand und Erde gestreut werden.
Krankheiten und Schädlinge
Wie alle Zimmerpflanzen kann auch Paprika krank werden oder von Insekten befallen werden. Gelegentlich tritt sie bei Blattläusen und Spinnmilben auf, dies ist jedoch selten, da sie insektenabweisende Substanzen enthält.
Sollten Schädlinge auftreten, zerdrücken Sie eine Paprikaschote und mischen Sie sie im Verhältnis 1:10 mit Wasser. Lassen Sie die Mischung 48 Stunden ziehen, geben Sie dann etwas geriebene Seife hinzu und verrühren Sie alles gründlich. Besprühen Sie die oberirdischen Pflanzenteile mit der Lösung, bis die Schädlinge verschwunden sind.

Krankheiten befallen Zierpaprika selten, aber folgende Probleme treten häufig auf:
- Das Ausbleiben der Blüte deutet auf einen Stickstoffüberschuss im Dünger hin;
- Verändern sich die Blätter oder werden sie blass, erhält die Pflanze wahrscheinlich nicht genügend Licht. Aus demselben Grund kann der Strauch seine Blätter abwerfen.
Falsches Gießen kann Wurzelfäule verursachen. Um dem entgegenzuwirken, gießen Sie häufiger, schneiden Sie beschädigte Pflanzenteile ab und pflanzen Sie die Pflanze in frische Erde um. Sie können die Wurzeln auch mit einem Fungizid behandeln.
Vermehrung, Anpflanzung und Umpflanzung von Chilischoten für den Innenbereich
Diese Zierpflanze wird meist durch Samen, seltener durch Stecklinge vermehrt. Die Aussaat erfolgt im Februar auf zwei Arten: Bei der ersten Methode werden die Sämlinge direkt ins Freiland gepflanzt und später verpflanzt, bei der zweiten werden die Sämlinge vorgezogen und anschließend pikiert.
Für die erste Methode benötigen Sie sofort einen Topf mit einem Fassungsvermögen von 4–6 Litern. Weichen Sie das Pflanzgut eine Stunde lang in Wasser ein, wickeln Sie es anschließend in ein feuchtes Tuch und lassen Sie es 24 Stunden ruhen. Legen Sie die Samen 2–4 mm tief in einen Topf mit nährstoffreicher Erde, besprühen Sie die Erde mit einer Sprühflasche und decken Sie den Topf mit einer Plastiktüte ab.

Bei der zweiten Methode gehen Sie genauso vor wie bei der Aussaat, säen die Samen jedoch in ein kleines Gefäß mit etwa 200 ml Fassungsvermögen. Sobald vier Blätter erscheinen, pikieren Sie die Sämlinge und stutzen Sie die Triebspitzen. Wenden Sie beim Pikieren den Wurzelballen, um die empfindlichen Wurzeln nicht zu beschädigen. Unabhängig von der Pflanzmethode ist es wichtig, die Erde vorher mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung zu desinfizieren.
Das könnte Sie auch interessieren:Die Pflanze lässt sich während der Wachstumsperiode durch Stecklinge vermehren. Schneiden Sie dazu die Seitentriebe ab und pflanzen Sie diese in ein sandiges Erdgemisch, damit sie Wurzeln bilden können. Achten Sie auf gute Drainage, da die Pflanze nach der Bewurzelung im selben Topf verbleibt.
Häufig gestellte Fragen zum Anbau von Chilischoten zu Hause
Paprika zu Hause anzubauen ist ganz einfach. Sie ist ideal für alle, die nicht lange auf die Ernte warten möchten, denn vom Aussäen bis zur Ernte vergehen nur 3–4 Monate. Wenn Sie alle Pflegehinweise befolgen, erhalten Sie nicht nur eine kräftige Pflanze, sondern auch ein hervorragendes Gewürz zum Einmachen und Einlegen.

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