Rosmarin ist eine mehrjährige Pflanze. Sie sollte nicht im Freien gepflanzt werden, wenn die durchschnittliche Tagestemperatur dauerhaft unter -10 °C liegt; selbst mit Schutz übersteht sie den Frost nicht. In wärmeren Regionen mit milden Wintern muss die Pflanze bei richtiger Pflege jedoch nicht ins Gewächshaus oder auf die Veranda gestellt werden, sofern sie vorher isoliert wird.
Wie man Rosmarin abdeckt
Damit der schöne Strauch, dessen Blätter als Gewürz verwendet werden, den Winter gut übersteht, muss er vorbereitet werden. Vermeiden Sie regelmäßiges Zurückschneiden, da dies die Pflanze schwächt, und lockern Sie die Erde im Beet auf, um eine gute Drainage und Belüftung der Wurzeln zu gewährleisten.
Das könnte Sie auch interessieren:Das Abdeckmaterial wird vorbereitet. Trockenes Sägemehl, Stroh, Laub und Fichtenzweige eignen sich dafür. Auch 60%iges Vlies oder Agrofaser können verwendet werden. Die Zweige werden vorsichtig zum Boden gebogen, ohne sie zu brechen, und mit Holzklammern oder -nägeln fixiert. Ein Schutzdach kann aus Rankgittern oder Brettern errichtet oder mit speziell angefertigten Bögen (maximal 10 cm hoch) versehen werden. Der gesamte Raum zwischen dem „Dach“ und dem Boden, auf dem die Pflanze steht, wird mit losem Dämmmaterial ausgefüllt und anschließend mit einem Vlies oder Fichtenzweigen abgedeckt.
Starker Schneefall ist ideal. Eine Schneewehe wird auf den Rosmarin gehäuft und bildet so eine zusätzliche Schutzschicht. Fichtenzweige besitzen hervorragende Isoliereigenschaften. Steigt die Temperatur zwei Tage lang über 0 °C, muss die Pflanze belüftet werden, da sie sonst zu faulen beginnt.
Rosmarin für kaltes Wetter vorbereiten
Wenn Sie den Strauch nicht für den Winter ausgraben möchten, sollten Sie im Frühjahr mit den Vorbereitungen auf Frost beginnen. Pflanzempfehlungen:
- Wählen Sie einen Pflanzort mit niedrigem Grundwasserspiegel. Andernfalls steigt das Wasser bei plötzlichem Tauwetter bis zu den Wurzeln auf, und diese erfrieren beim nächsten Kälteeinbruch.
- Verbessern Sie die Bodendurchlässigkeit, indem Sie Sägemehl oder Sand in die Bodenschicht einarbeiten. Lockern Sie den Boden regelmäßig auf.
- Während der Wachstumsperiode wird Rosmarin zwei- bis dreimal gedüngt. Dazu werden 2 kg Humus oder Kompost pro Quadratmeter Boden ausgebracht. Nach dem Düngen wird der Boden aufgelockert.
- Mitte bis Ende September einen Mineralkomplex mit Stickstoff, Kalium und Phosphor hinzufügen.
Diese Maßnahmen helfen einer mindestens dreijährigen Staude, den Winter zu überstehen. Junge Sträucher erfrieren im Frost; am besten gräbt man sie aus und stellt sie in einen kühlen Raum – ein Gewächshaus oder einen verglasten Balkon (ca. 10 °C). Im Haus gießt man die Pflanze, sobald die Erde trocken ist, und düngt sie mindestens einmal pro Saison – je nach Vorliebe organisch oder mineralisch. Temperaturen über 12 °C und eine Luftfeuchtigkeit über 75 % sollten vermieden werden. Schon kurzzeitiger Zug kann den Sträuchern schaden, daher ist es ratsam, die Töpfe beim Lüften abzudecken.
Das könnte Sie auch interessieren:Winterharte Sorten
Gärtner kultivieren meist zwei Rosmarinarten – kriechenden und medizinischen Rosmarin –, doch Züchter haben bereits mehrere Sorten entwickelt, die die milden Winter im Süden im Freien überstehen. Die kriechende Sorte ist die beliebteste und wird nicht nur als Nutzpflanze, sondern auch als Zierpflanze verwendet. Sie wird gerne in der Nähe von Zäunen oder in Steingärten gepflanzt. Aus dieser Sorte stammt der kriechende Lavendelrosmarin mit seinen kleinen, duftenden blauen Blüten. Sein Aroma vertreibt Kohlweißlinge und Fruchtmotten.
Aus gewöhnlichem oder medizinischem Rosmarin wurden die Sorten „Tenderness“ und „Rosinka“ entwickelt. Sie zeichnen sich durch erhöhte Frostresistenz aus. Die Sträucher erreichen eine Höhe von bis zu einem Meter und tragen weiße oder violette Blüten. Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Klimazonen werden sie selten im Freien angepflanzt. „Prostratus“ und „Severn Sea“ eignen sich für milde Winter und den Anbau in Zentralrussland. Erstere Sorte hat kriechende Triebe, die nie höher als 15 cm werden, während die Sträucher der letzteren Sorte bis zu 50 cm hoch wachsen.
Das könnte Sie auch interessieren:Klimaanpassung ersetzt nicht die Vorbereitung auf Kälteeinbruch. Sollte es jedoch unerwartet zu Frost kommen, ist das kein Grund zur Sorge. Der Strauch verträgt Temperaturen bis zu -5 °C.

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