Trotz des relativen Mangels an Sonnenlicht, der kurzen Sommer und der hohen Luftfeuchtigkeit in der Moskauer Region haben Züchter zahlreiche Paprikasorten entwickelt, die sich ideal für den Anbau im Gewächshaus in dieser Klimazone eignen. Da im Mai Frostgefahr besteht, empfiehlt es sich, die Paprikasamen vorzuziehen und die Jungpflanzen vor dem Auspflanzen ins Gewächshaus vorzuziehen.
Bei richtiger Pflege können die für Gewächshäuser in der Region Moskau empfohlenen Paprikasorten den ganzen Sommer über bis zum Einsetzen strenger Kälteperioden gute Ernten köstlicher Früchte liefern.
Bedingungen und Besonderheiten des Paprikaanbaus in Gewächshäusern in der Region Moskau
Die Region Moskau ist informell als Moskauer Region oder Podmoskowie (Moskauer Vororte) bekannt. Das flache Gelände weist ein gemäßigtes Kontinentalklima auf. Die Jahreszeiten sind ausgeprägt: Die Winter sind frostig, wobei der Januar der kälteste Monat ist, während die Sommer zwar kurz, aber warm sind. Die Höchsttemperatur wird im Juli erreicht. Die Böden sind unterschiedlich stark erodiert und nicht besonders fruchtbar. Selbst die geringe Menge an Schwarzerde ist ausgelaugt und podsoliert.
Da die Anzahl der wirklichen Sommertage begrenzt ist, muss die Paprikaernte innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums abgeschlossen sein. April oder Mai eignen sich gut zum Umpflanzen der Pflanzen ins Gewächshaus.

Wenn Sie beispielsweise Paprikapflanzen Anfang Mai umpflanzen möchten, sollten die Sämlinge Anfang März sichtbar sein. Um den Aussaattermin zu bestimmen, ziehen Sie zusätzlich 14 Tage ab, da frühe Sorten so lange zum Keimen benötigen. Das bedeutet, dass in der Region Moskau die Aussaat Mitte Februar erfolgen sollte. Ein Mondkalender kann bei der Bestimmung des genauen Termins helfen.
Bei der Wahl des Pflanzstandorts sind leichte, gut durchlässige Böden zu bevorzugen. Diese sollten im Herbst vorbereitet werden. Zunächst werden organische Düngemittel ausgebracht, gefolgt von Phosphor- und Kaliumdüngern. Im Frühjahr werden die oberen Bodenschichten mit Ammoniumnitrat gedüngt.
https://www.youtube.com/watch?v=TJI2mM67D4w
Die besten Paprikasorten für Gewächshäuser in der Region Moskau laut Bewertungen aus dem Jahr 2018
Um die widerstandsfähigsten und ertragreichsten Sorten für die Region Moskau auszuwählen, ist es wichtig, die Erfahrung von Experten und Gärtnern zu berücksichtigen. Laut deren Rückmeldungen eignen sich frühreifende Sorten am besten für den Anbau unter schwierigen Wetterbedingungen, obwohl es auch andere Paprikasorten gibt, die eine gute Ernte liefern können.
Frühe Reife
Frühreife Paprikasorten eignen sich aufgrund der kurzen Sommer in dieser Region hervorragend für den Anbau im Gewächshaus. Die beliebtesten Sorten sind:
- Aprikose 'Favorite'. Der Vorteil dieser Sorte liegt in ihrem relativ kleinen Strauch, der nur 50 cm hoch wird. Die kegelförmigen Früchte sind ebenfalls nicht sehr groß und wiegen bis zu 120 g. Sie liefert eine stabile Ernte.

Aprikosen-Favorit - Stoßzahn. Die längliche, zylindrische Frucht, die bis zu 150 g wiegt, ist in der Küche wegen ihres Aromas, ihres süßen Geschmacks und ihres besonders saftigen Fruchtfleisches sehr geschätzt. Die Sträucher wachsen jedoch recht hoch – etwa 160 cm.
- Big Papa. Dieses zylindrische, dickwandige Gemüse hat eine bräunlich-rote Farbe. Es wiegt etwa 100 g. Es ist krankheitsresistent und ertragreich.
- Bugay. Sie gehört zu den frühreifenden Paprikasorten. Ihre leuchtend gelben, dickwandigen Früchte können bis zu 500 g wiegen. Die Sträucher erreichen eine Höhe von 60 cm.

Stier - Gesundheit. Ein Strauch dieser Sorte kann bis zu 15 kegelförmige, längliche Früchte mit einem Gewicht von etwa 40 g hervorbringen.
- Kolobok. Diese niedrig wachsende Sorte, was für diese Region von Vorteil ist, trägt an dem 40 cm hohen Strauch kugelförmige, dickwandige Früchte mit einem Gewicht von bis zu 150 g. Empfohlen zum Einmachen und Füllen.
- Fat Baron. Eine kugelförmige Pflanze mit einem Durchmesser von 60 cm kann bis zu 9 leuchtend rote, würfelförmige Paprikaschoten hervorbringen, die jeweils 300 g wiegen.

Der fette Baron - Zartheit. Diese Sorte zeichnet sich durch ihre Süße und Saftigkeit aus. Die kegelförmige rote Paprika ist groß und hat eine dünne Haut.
Mitte der Saison
Zu den mittelfrühen Sorten zählen folgende:
- Ein Geschenk aus MoldawienKrankheits- und temperaturresistente Pflanzen produzieren rote, kegelförmige Früchte mit einem Gewicht von jeweils bis zu 85 g. Aufgrund ihrer kompakten Größe (bis zu 60 cm) benötigt der Strauch keine Stütze.
- Lumina. Die roten, duftenden und saftigen Früchte erreichen ein Gewicht von bis zu 110 g und sind transport- und lagerfähig, was beim Verkauf von Vorteil sein kann. Die Pflanze gilt als krankheitsresistent.

Lumina - Poltavsky. Eine recht hohe Pflanze (bis zu 170 cm), die lange Früchte trägt. Die rote Paprika ist kegelförmig. Die Sorte ist krankheitsresistent.
- AgapovskyDie Pflanze ist besonders krankheitsresistent. Dank ihrer zahlreichen Blätter wächst sie recht kompakt. Die würfelförmigen Früchte wiegen etwa 130 g.

Agapovsky
Spät reifend
Für diejenigen, die spät reifende Pflanzen bevorzugen, gibt es folgende Möglichkeiten:
- GlockeDiese saftige Paprika ist unempfindlich gegenüber niedrigen Temperaturen und benötigt nicht viel Feuchtigkeit. Ihre Saftigkeit und ihr Geschmack sind mit frühreifen Sorten vergleichbar.

Glocke - Korenovsky. Diese pflegeleichte Sorte ist recht krankheitsresistent. Ihre großen, schweren Früchte haben einen eher pikanten Geschmack.
- Maxim. Sie ist pflegeleicht und eignet sich hervorragend für den Anbau im Garten. Die großen Früchte verströmen einen ausgeprägten, angenehmen Duft.

Maxime
Wie baut man Gemüse im Gewächshaus an?
Das Klima in dieser Region lässt Gärtnern keinen Spielraum für Fehler. Vorbereitung und Pflanzung müssen mit besonderer Sorgfalt und nach klar definierten Richtlinien erfolgen.
Saatgutvorbereitung
Die Saatgutbehandlung erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen und rechtzeitigen Keimung, sondern gewährleistet auch eine günstige Pflanzenentwicklung in den nachfolgenden Reifestadien. Die Samen sollten in 50 °C warmem Wasser eingeweicht werden.

Nachdem die Samen entnommen wurden, werden sie auf einem angefeuchteten Tuch ausgebreitet. Es ist wichtig, zu warten, bis sie keimen; dies geschieht nach etwa drei Tagen. Durch dieses Vorgehen sind die ersten Keimlinge bereits am zweiten Tag nach der Aussaat sichtbar.
Aussaat
Bevor man Samen in Töpfe umpflanzt, eignet sich ein normaler Anzuchtkasten mit Abflusslöchern am Boden gut zum Aussäen. Anstelle von Kies oder Blähton empfehlen Gärtner fein zerstoßene Eierschalen. Diese sorgen nicht nur für gute Drainage, sondern dienen auch als Dünger für die späteren Sämlinge.

Die in die Löcher gelegten Samen werden sorgfältig mit Erde bedeckt, die mit warmem Wasser besprüht wird; hierfür empfiehlt sich die Verwendung einer Sprühflasche.
Technologie zum Pflücken von Paprikasämlingen
Das Pikieren sollte erst erfolgen, wenn 2–3 voll entwickelte Blätter erschienen sind. Um den Wurzelballen zu trennen, wässern Sie die Erde vorher. Bereiten Sie anschließend in separaten, ausgewählten Töpfen Platz für die Sämlinge vor. Gehen Sie beim Trennen der Sämlinge mit einem Spatel äußerst vorsichtig vor, um die Stängel nicht zu beschädigen.

Die verpflanzten Paprikapflanzen werden bis zur Verdickung oberhalb des Rhizoms mit Erde bedeckt und angegossen. Um die jungen Pflanzen an ihre neue Umgebung zu gewöhnen, werden sie an einen warmen, schattigen Platz gestellt.
Umpflanzen von Sämlingen in ein Gewächshaus
Mit dem Umpflanzen sollte begonnen werden, sobald die Pflanze 10-15 voll entwickelte Blätter und Knospen hat und eine Höhe von 15-25 cm erreicht hat.
Paprikapflanzen werden 14 Tage vor dem geplanten Auspflanztermin abgehärtet. An warmen Tagen werden die Setzlinge an einen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort im Freien gestellt. Anfangs werden die Pflanzen nur für kurze Zeit ins Freie gestellt, die Dauer wird dann allmählich verlängert. Nach 7–10 Tagen sollten die Paprikapflanzen tagsüber bei warmen Temperaturen im Freien stehen und nachts wieder ins Haus geholt werden.

Der Boden im Pflanzbereich wird gründlich, aber flach umgegraben, um eine ausreichende Belüftung der Wurzeln zu gewährleisten. Für ein erfolgreiches Anwachsen sollte der Boden mit einer Rasenschicht abgedeckt werden; hierfür kann auch Humus verwendet werden.
Paprikapflanzen werden in einem Abstand von 25–30 cm gepflanzt. Dieser Abstand berücksichtigt nicht nur das Wurzelwachstum, sondern erleichtert auch das spätere Anbinden. Der Abstand zwischen den Beeten sollte 80 cm betragen. Dies gewährleistet ein optimales Wurzelwachstum und einen guten Zugang zu jedem Beet.
Bewässerung und Düngung
Sie können Ihren eigenen Pflanzendünger herstellen. Geben Sie Folgendes zu 10 Litern Wasser hinzu:
- 10 g Ammoniumnitrat;
- 20 g Calciumnitrat;
- 30 g Doppelsuperphosphat.
Jeder Sämling wird gründlich mit dieser Lösung gegossen. Zusätzlich wird organischer Dünger ausgebracht, um Wachstum und Reife zu beschleunigen; dieser wird dann abends erneut gegossen.

Paprika sollte sparsam gegossen werden. Das bedeutet, die Pflanzen häufig, aber in kleinen Mengen zu gießen, da Staunässe zu Wurzelfäule führen kann.
Pflege der Pflanzen während der Fruchtzeit
Nicht fruchttragende Triebe sollten entfernt werden. Sie bieten keinen Nutzen, können das Wachstum behindern und unnötigen Schatten spenden.
Die Blätter müssen regelmäßig, jeweils zwei Blätter auf einmal, zurückgeschnitten werden. Der erste Rückschnitt erfolgt, nachdem in der untersten Reihe Früchte gewachsen sind; das gleiche Prinzip gilt für die anderen Reihen.
Rezensionen der besten Paprikasorten für 2018
Michail Stepanowitsch: Ich lebe in der Region Moskau und baue seit gut zehn Jahren Paprika an, verkaufe sie aber nie; ich baue sie ausschließlich für den Eigenbedarf an. Meine aktuellen Lieblingssorten sind Orange King, Bagheera und Red Elephant. Ich schätze diese Sorten nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern auch wegen ihrer leuchtenden Farbe. Die Pflanzen sind krankheitsresistent, und ihre Erträge haben mich noch nie enttäuscht. Ich baue Paprika ausschließlich in einem Polycarbonat-Gewächshaus an.
Margarita Igorevna: „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass jede Sorte dieses Gemüses einzigartig ist und ihre eigenen Stärken hat. Alle Sorten, die ich im Gewächshaus angebaut habe, haben gute Ergebnisse geliefert. Mein Favorit bleibt jedoch die Sorte 'Paris'. Sie reift im Gewächshaus früh, was zweifellos ein großer Vorteil ist.“
Elizaveta Maksimovna: „Ich baue schon seit Jahren Paprika an und wähle dabei nur frühe Sorten. Ich betone das Wort „Sorten“, da ich keine Hybriden anbaue. Mitte Mai pflanze ich die Sämlinge ins Gewächshaus um, entferne nach einer Weile die Plastikfolie und lasse die Paprika dann im Freiland weiterwachsen.“
Valentin Sergeevich: „Mein Garten ist groß genug, um Paprika sowohl für den Eigenbedarf als auch für den Verkauf anzubauen. Jedes Jahr versuche ich, so viele Pflanzen wie möglich zu setzen. Ich habe mich für einige bekannte frühe Sorten entschieden: Ivanhoe, Funtik, Triton und Gerakl. Ich säe die Samen Ende Februar aus und pflanze die Jungpflanzen direkt in kleine, geschlossene Gewächshäuser. Nach einer Weile entferne ich die Plastikfolie. Ich hatte seit Jahren keine schlechte Ernte.“
Trotz des schwierigen Klimas und der eher kargen Böden steht Gärtnern in der Region Moskau eine große Auswahl an Sorten für eine erfolgreiche Ernte zur Verfügung.








Victoria-Pfeffer: Sortenbeschreibung mit Fotos und Bewertungen
TOP 10 der frühreifenden Paprikasorten
Pfeffer in einer Schnecke – Setzlinge pflanzen, ohne sie zu pflücken
Was tun, wenn Paprikasämlinge nach der Keimung umfallen?