Johanniskraut wird seit der Antike aufgrund seiner wohltuenden Eigenschaften genutzt. Es wurde geerntet und gegen viele Beschwerden eingesetzt. Heutzutage ist es meist in Apotheken erhältlich, aber man kann es auch im eigenen Garten anbauen. Dieses pflegeleichte Kraut gedeiht in jedem Boden, benötigt wenig Pflege und liefert zwei Ernten pro Saison.
Beschreibung der Pflanze
Johanniskraut ist eine mehrjährige Pflanze, die im ersten Jahr nach dem Pflanzen nicht blüht. Sie sieht aus wie ein kleiner Strauch und kann etwa zehn Jahre lang am selben Standort wachsen. Sie erreicht eine Höhe von 60 cm und trägt gelbe Blüten, die beim Zerreiben einen roten Saft abgeben.
Das könnte Sie auch interessieren:Die Ernte erfolgt während der Blütezeit von Juni bis August. Die Triebspitzen werden auf etwa 30 cm Länge abgeschnitten und sofort getrocknet. Ein gut belüfteter oder schattiger Ort ist dafür ideal. Wird die Pflanze nicht umgehend getrocknet, verfärbt sie sich schwarz und ist unbrauchbar. Innerhalb eines Monats kann eine zweite Ernte erfolgen.
Eigenschaften des Johanniskrauts
Johanniskraut besitzt zahlreiche positive Eigenschaften und ist daher in der traditionellen und Volksmedizin beliebt. Die Haltbarkeit von zubereiteten Rohstoffen beträgt bei trockener Lagerung 3 Jahre. Zu seinen medizinischen Eigenschaften zählen:
- krampflösend;
- beruhigend;
- Antiseptikum;
- regenerierend;
- allgemeines Stärkungsmittel;
- antibakteriell;
- hämostatisch;
- entzündungshemmend.
Diese Pflanze hat auch Gegenanzeigen. Schwangere Frauen und Personen mit Bluthochdruck sollten sie nicht anwenden. Bei übermäßigem Gebrauch kann es zu Magenschmerzen und vorübergehender Impotenz kommen. Das Kraut beeinträchtigt zudem den UV-Schutz der Haut. Daher sollte man nach der Anwendung Sonneneinstrahlung vermeiden.
Das könnte Sie auch interessieren:Wozu wird Johanniskraut verwendet?
Johanniskraut wird als Abkochung, Tinktur, Umschlag, ätherisches Öl und Tee angewendet. Ärzte verschreiben es häufig als Expektorans bei Erkältungen, Rachenentzündung, Luftröhrenentzündung und Bronchitis. Es hilft bei Zahnfleischerkrankungen und lindert Entzündungen bei Mund- und Zahnfleischentzündungen. Es lindert Colitis, Gastritis, Gallenblasenentzündung und Durchfall. Es stillt Gebärmutterblutungen und lindert Menstruationsbeschwerden. Johanniskraut-Kompressen werden bei Frauen mit Brusterkrankungen eingesetzt.
Ein Johanniskraut-Sud ist wohltuend bei Nieren- und Herz-Kreislauf-Problemen. Er wird als Wurmmittel eingesetzt und hilft bei Schlaflosigkeit. Äußerlich angewendet, behandelt er Diathese und Hautausschläge bei Kindern, wenn er dem Badewasser zugesetzt wird. Er beschleunigt den Heilungsprozess bei Hauttuberkulose. Er reduziert Pigmentflecken bei Vitiligo. Er beschleunigt die Heilung von Wunden und Verbrennungen.
Merkmale des Anbaus
Johanniskraut verträgt kühles Wetter gut und kann daher im Frühjahr oder Herbst ausgesät werden. Die optimale Temperatur für die Keimung liegt bei -12 °C. Die Aussaat im Herbst ist die beste Keimung. Samen sind im Fachhandel erhältlich, und die Jungpflanzen können auf dem Balkon oder im Gewächshaus vorgezogen werden.
Der Boden für die Aussaat sollte gründlich von Unkraut befreit sein; abgeerntete Zwiebel- oder Karottenbeete eignen sich ideal. Wählen Sie sonnige oder halbschattige Standorte für die Pflanzung. Säen Sie die Samen in Reihen mit einem Abstand von mindestens 35 cm auf einem gepflügten und gedüngten Boden aus. Die Furchen sollten 1 cm tief sein. Junge Sämlinge müssen regelmäßig gejätet werden; Unkraut schwächt sie und beeinträchtigt ihr Wachstum.
Das könnte Sie auch interessieren:Traditionelle Heilmethoden, die auf der Verwendung von Heilpflanzen basieren, haben ihren Ursprung in der Antike und sind auch heute noch beliebt. Jeder Hobbygärtner kann die benötigten Kräuter im eigenen Garten anbauen. Selbstmedikation ist jedoch gefährlich; es empfiehlt sich, vor der Anwendung von Johanniskraut oder ähnlichen Mitteln einen Spezialisten zu konsultieren.

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