Ursachen für die Krümmung von Karotten und die Bildung knorriger Früchte

Karotte

Karotten sind eine heikle Pflanze, daher ist es nicht ungewöhnlich, dass Gärtner im Herbst unansehnliche, krumme Wurzeln anstelle der erwarteten Kegel- oder Zylinderform ausgraben. Die Ursachen für krumme Karotten sind vielfältig, liegen aber in den meisten Fällen an mangelhaften Anbaumethoden. Um künftige Probleme zu vermeiden, müssen Sie herausfinden, warum das Gemüse in einem bestimmten Fall nicht gerade wächst und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Ungeeigneter Boden

Nicht nur Karotten, sondern auch andere Wurzelgemüse gedeihen schlecht in schweren Böden. Die zarten Wurzeln können den schweren Boden nicht durchdringen und müssen Umwege nehmen. Das Ergebnis sind kleine, grobe und unförmige Gemüse. Daher sollte der Boden für zukünftige Karottenbeete im Herbst 20–25 cm tief umgegraben und mit Sand oder verrottetem Sägemehl angereichert werden.

Im Frühjahr, 10–15 Tage vor der Pflanzung, sollte der Boden erneut umgegraben und mit Kompost vermischt werden. Diese Maßnahmen sind bei mittelschweren Böden am wirksamsten. Schwere, steinige und lehmige Böden sind schwieriger zu bearbeiten. In diesen Fällen sollten Sie sich darauf einstellen, dass ein optimales Ergebnis viel Zeit und Mühe erfordert. Für solche Böden empfehlen Experten Sorten mit kurzen, kegelförmigen Wurzeln (wie z. B. Shantane).

Aufmerksamkeit!
Karottenfliegen und Maulwurfsgrillen können zu Verformungen der Wurzelgemüse führen.

Falsche Bewässerung

Karotten benötigen im ersten Monat nach der Keimung, wenn sie ihr Grün aktiv ausbilden, häufiges Gießen. Bei Wassermangel trocknet die junge Wurzel zuerst aus. Später bildet die Pflanze mehrere Wurzeln anstelle einer, was zu einem hornartigen Aussehen führt. Sobald das Grünwachstum nachlässt und das Wurzelwachstum zunimmt, sollte die Erde großzügig, aber seltener gegossen werden. Andernfalls dringt die Wurzel nicht in die Tiefe ein, um Wasser zu suchen, sondern breitet sich in der Erdoberfläche aus und bildet Triebe, um die verfügbare Feuchtigkeit aufzunehmen.

Man sollte sich nicht von Niederschlägen täuschen lassen. Manchmal regnet es stark und es bilden sich sogar Pfützen, doch bei einer Bodenprüfung stellt sich heraus, dass der Boden nur wenige Zentimeter tief feucht ist. Daher ist es wichtig, die Bodenfeuchtigkeit regelmäßig in einer Tiefe von etwa 15–20 cm zu überprüfen. Schwere Lehmböden lassen sich aufgrund ihrer geringen Wasseraufnahme nur schwer befeuchten.

Wurzelschäden

Eine der häufigsten Ursachen für mehrere „Schwänze“ an Karotten ist die Beschädigung der jungen Wurzel in den frühen Entwicklungsstadien der Pflanze. Dies kann in folgenden Situationen auftreten:

  1. Wenn die Samen zu lange zum Keimen brauchen und die Wurzeln bereits herausgewachsen sind, aber beim tiefen Einpflanzen beschädigt wurden.
  2. In den ersten Wochen des Karottenanbaus ist trockener Boden wichtig. Im schlimmsten Fall kann Wassermangel sogar zum Absterben der jungen Wurzeln führen.
  3. Beim Ausdünnen von Karotten kann es zu mechanischen Wurzelschäden kommen. Ein ähnliches Problem kann auch auftreten, wenn zu spät ausgedünnt wird. Das erste Ausdünnen sollte nach dem Erscheinen der ersten beiden Blätter erfolgen, das zweite Mal etwa drei Wochen später, wenn die Wurzeln 10 cm lang sind. Der Boden sollte dabei angefeuchtet sein. Der optimale Wurzelabstand beträgt 8 cm.
Aufmerksamkeit!
Eine große Anzahl von Haaren auf Karotten deutet auf einen Mangel an Feuchtigkeit oder Sauerstoff hin.

Falsche Fütterung

Dem Boden Stickstoff und organische Düngemittel zuführen Karotten sollten nur in den ersten Wochen nach der Keimung gedüngt werden, wenn das Grün aktiv wächst und sich ausbildet. Dies ist für eine normale Photosynthese notwendig, die wiederum entscheidend für die Entwicklung einer großen und schönen Pflanze ist. Karotten benötigen Stickstoff, allerdings nicht in den gleichen Mengen wie beispielsweise Paprika oder Erdbeeren.

Im Herbst sollte dem Boden eine kleine Menge Superphosphat und Humus zugegeben werden. Im Frühjahr kann auf das Düngen verzichtet oder Kompost verwendet werden, falls im Herbst keine organische Substanz hinzugefügt wurde. Mineraldünger sollte 15 Tage nach dem Auflaufen der Pflanzen ausgebracht werden. Dazu können 30 g Superphosphat, 40 g Harnstoff und 30 g Kaliumnitrat in 20 Litern Wasser verdünnt und die Beete damit bewässert werden. Nach weiteren zwei Wochen kann Nitrophoska ausgebracht werden. Anschließend empfiehlt es sich, die Wurzelgemüse mit Kalium- und Phosphordünger zu versorgen. Daher sollten während der Wachstumsperiode der Karotten zweimal zusätzlich Asche oder Kalium-Phosphor-Präparate in den Boden eingearbeitet werden.

Karotten gedeihen am besten in warmen, leichten und lockeren, humusreichen Böden. Um eine reiche und gesunde Ernte mit ansprechendem Aussehen zu gewährleisten, sollten Karotten daher in kultivierten, leichten Lehm-, Sand- oder Torfböden mit neutralem pH-Wert angebaut werden. Der Standort sollte gut durchlässig und unkrautfrei sein.

Warum wachsen Karotten krumm?
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