Verschiedene in Belarus entwickelte Kartoffelsorten werden in ganz Russland angebaut. Sie werden für den privaten Anbau verwendet. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen von Gärtnern gerecht zu werden, gibt es früh-, mittel- und spätreifende Sorten. Die folgenden Kurzbeschreibungen und Fotos helfen Ihnen bei der Auswahl der richtigen Sorte.
Beschreibung und Merkmale der Sorten
Von belarussischen Züchtern gezüchtete Kartoffeln werden in Belarus, Russland, der Ukraine und den Nachbarländern angebaut. Hauptzweck des Anbaus ist die Landwirtschaft. Das Gemüse wird verkauft, exportiert, zu Halbfertigprodukten verarbeitet, als Tierfutter verwendet und für den Winter eingelagert.
Das Gemüse wird nach Reifezeit klassifiziert: früh, mittel und spät. Die klimatischen Bedingungen der jeweiligen Anbauregion werden berücksichtigt. Die meisten Sorten vertragen Trockenheit und Spätfröste gut. Belarussische Kartoffeln sind aufgrund ihres hohen Ertrags bei Hobbygärtnern beliebt.
Vorteile der belarussischen Varietäten
Verbraucher und Hobbygärtner heben eine Reihe von Vorteilen der von belarussischen Züchtern gezüchteten Kartoffeln hervor.
Die Vorteile sind folgende:
- hohes Produktivitätsniveau;
- attraktives äußeres Erscheinungsbild (vermarktungsfähig);
- glatte Kanten, klare Form;
- angenehmer Geschmack und Duft;
- Es besteht Immunität gegen Krankheiten.
Besonders hervorzuheben ist, dass Kartoffeln leichten Frühlingsnachtfrost sowie sommerliche Trockenperioden problemlos vertragen. Sie sind pflegeleicht und benötigen keine häufige Schädlingsbekämpfung.
Die besten Sorten
Alle Sorten belarussischer Züchter weisen die oben beschriebenen Vorteile auf. Darüber hinaus haben Gärtner eine Liste der besten Sorten für den Anbau zu privaten und landwirtschaftlichen Zwecken zusammengestellt.
Dazu gehören:
- Aksamit.
- Delphin.
- Schrubben.
- Eichenhain.
- Volat.
- Blitz.
- RognedaDie
Wenn eine schnelle Ernte gewünscht ist, sind ultrafrühe Sorten vorzuziehen. Sie ermöglichen es Gärtnern, Kartoffeln zweimal pro Saison zu ernten. Ultrafrühe Sorten eignen sich nicht für die Langzeitlagerung. Um ihr ansprechendes Aussehen zu bewahren, sollten sie kühl bei 1–3 °C gelagert werden.
Frühreifende Sorten
Merkmal der frühen Kartoffelsorten belarussischer Selektion Der Vorteil frühreifer Kartoffeln liegt in ihrer schnellen Reifung. Der Gärtner kann die erste Ernte bereits 2 bis 2,5 Monate nach dem Pflanzen einfahren. In wärmeren Regionen sind sogar zwei Ernten pro Saison möglich. Ein Nachteil früher Sorten ist ihre geringe Lagerfähigkeit; sie eignen sich daher nicht für die Winterlagerung.
Delphin
Eine frühreife Kartoffelsorte, die sich durch ihre hohe Krankheitsresistenz von ähnlichen Sorten abhebt. Die Früchte sind länglich-oval. Die Schale ist hellbraun, das Fruchtfleisch hat einen leichten Gelbstich. Diese Sorte ist sehr ertragreich. Von einer einzigen Pflanze können 15–20 Knollen geerntet werden. Dolphin gedeiht am besten in trockenen Gebieten, da sie Feuchtigkeit lange speichert.
Uladar
Diese Sorte ist bei Hobbygärtnern beliebt, die ihr eigenes Gemüse anbauen. Die Kartoffeln bleiben beim Kochen fast vollständig weich und behalten ihre Form. Eine Pflanze liefert durchschnittlich 10–14 Knollen. Die Kartoffeln sind mittelgroß, haben eine hellbraune Schale und festes Fruchtfleisch.
Lapislazuli
Eine belarussische Kartoffelsorte mit mittlerem Ertrag. Eine einzelne Pflanze trägt bis zu 15 Knollen. Die Kartoffeln haben eine hellbraune Schale und gelbliches Fruchtfleisch. Aufgrund ihres moderaten Stärkegehalts eignet sich diese Sorte nicht zum Braten oder Schmoren. Da sie gut gar ist, ist sie beliebt für Kartoffelpüree und Suppen.
Aksamit
Eine Kartoffelsorte mit mittlerem Ertrag. Bei guter Pflege erntet man von einer Pflanze maximal 15 Knollen. Dieses Gemüse zeichnet sich durch einen geringen Stärkegehalt aus. In der Küche wird es für Vor- und Hauptgerichte verwendet. Es gart mäßig schnell und hat einen guten Geschmack und ein angenehmes Aroma. Die Kartoffel ist länglich, hat eine hellbraune Schale und das Fruchtfleisch schimmert beim Anschneiden gelblich.
Mitte der Saison
Kartoffelsorten mit einer mittelfrühen Reifezeit sind bei Hobbygärtnern gleichermaßen beliebt. Nach der Pflanzung dauert es in der Regel 3 bis 3,5 Monate bis zur Ernte. In wärmeren Regionen beträgt die Reifezeit maximal 90 Tage.
Bei der Wahl mittelfrüher Sorten sind Dubrava, Krinitsa und Volat empfehlenswert. Ihre persönlichen Vorlieben sollten Sie jedoch berücksichtigen. Unabhängig von der Sorte können Sie stets mit einer hohen Ernte rechnen.
Eichenhain
Eine belarussische Kartoffelsorte, die sich durch ihre erhöhte Resistenz gegen verschiedene Krankheiten auszeichnet. Ein weiterer Vorteil ist ihre ausgezeichnete Haltbarkeit (über 97 %). Die Kartoffel ist mittelgroß, rund bis leicht länglich. Ihre Schale ist hellgelb und weist kleine Augen auf. Das Innere ist cremefarben. Der Stärkegehalt beträgt 15 %.
Krinitsa
Die Kartoffeln sind mittelgroß, wobei 5–10 Knollen pro Pflanze geerntet werden können, was diese Sorte zu einer mittelertragreichen Sorte macht. Ein Hektar Anbaufläche kann bis zu 49 Tonnen Kartoffeln liefern. Die Wurzeln eignen sich zur Langzeitlagerung.
Das Gemüse ist rund, mit bräunlicher Schale und hellem Fruchtfleisch und weist Augen auf der Oberfläche auf. Erfahrene Gärtner weisen darauf hin, dass ein wesentlicher Nachteil dieser Sorte ihre geringe Resistenz gegen Krautfäule ist.
Volat
Diese erst kürzlich entwickelte Sorte hat sich dank ihrer Anpassungsfähigkeit an verschiedene Regionen und ihres hohen Ertrags das Vertrauen von Anfängern und erfahrenen Gärtnern gleichermaßen erworben. Eine einzelne Pflanze kann bis zu 15 Knollen hervorbringen.
Dieses Gemüse eignet sich zur Langzeitlagerung und behält seine Qualität auch beim Transport. Gekochte Kartoffeln haben einen vollen Geschmack und ein unverwechselbares Aroma. Der Stärkegehalt liegt unter 20 %.
Lasunok
Diese Kartoffelsorte hat einen guten Geschmack und ein reiches Aroma. Lasunok Züchter haben diese Sorte als ertragreich identifiziert. Sie eignet sich für die Zubereitung von Vorspeisen und Hauptgerichten. Die Kartoffel ist für die Langzeitlagerung und den Transport geeignet.
Sie weist eine hohe Immunität und Resistenz gegen Krautfäule auf. Im Durchschnitt werden 10–12 Knollen pro Strauch geerntet, unter günstigen Bedingungen (Bewässerung, Düngung, Klima) jedoch 15–17. Die Reifezeit beträgt 3–4 Monate.
Kran
Gärtner können die Kartoffeln drei Monate nach der Aussaat ernten. Ein Hektar liefert durchschnittlich 400–600 Zentner Kartoffeln. Die Kartoffel ist mittelgroß, mit 15–20 Knollen pro Pflanze. Sie lässt sich gut transportieren und haben eine Überlebensrate von 96 %.
Züchter weisen darauf hin, dass die Sorte Zhuravushka krankheitsresistent ist und gegen Goldälchen, Krautfäule und Rhizoctonia resistent ist. Die Knollen sind rund bis oval, mit glatter Oberfläche und einem charakteristischen Netzmuster. Sie besitzen wenige Augen, und die größten Knollen wiegen 300 Gramm.
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Diese Sorte ist seit 2012 im russischen Staatsregister eingetragen und zählt somit zu den relativ neuen Sorten. Sie gedeiht am besten in Zentral- und Nordwestrussland. Sie eignet sich sowohl für den industriellen als auch für den privaten Kartoffelanbau. Die Ernte kann über den Winter gelagert werden. Die Früchte sind zudem transportfest.
Eine Speisekartoffelsorte, die sich zum Anpflanzen eignet. Die Reifezeit nach dem Anpflanzen beträgt etwa drei Monate. Das durchschnittliche Wurzelgewicht liegt bei 80–110 g. Eine einzelne Pflanze produziert 8–12 Knollen. Der Stärkegehalt beträgt maximal 16 %.
Späte Arten
Spät reifende Kartoffelsorten sind besonders bei Hobbygärtnern mit kleinen Anbauflächen beliebt. Das liegt an zwei wichtigen Faktoren: Sie haben einen ausgezeichneten Geschmack und eignen sich für die lange Lagerung. Die Reifezeit beträgt 110 bis 135 Tage. Für den erfolgreichen Kartoffelanbau sind die richtigen Anbaumethoden und eine rechtzeitige Bewässerung unerlässlich. Unter diesen Bedingungen lässt sich ein hoher Ertrag erzielen.
Vesnyanka
Vesnyanka ist eine Speisekartoffelsorte mit runden, leicht länglichen Früchten. Sie gedeiht auf verschiedenen Bodentypen und reift nach der Aussaat innerhalb von vier Monaten. Der Stärkegehalt liegt zwischen 15 und 18 %. Pro Pflanze werden neun bis zwölf Knollen geerntet. Vesnyanka eignet sich als Vorspeise und Hauptgericht. Die Sorte wird auch zur Stärkegewinnung genutzt.
Rogneda
Diese Sorte zeichnet sich durch hohe Sträucher aus. Die meisten Knollen sind groß und haben eine hellbraune Schale. Sie schmecken hervorragend, und das Fruchtfleisch ist gelb und fest. Aus diesem Gemüse werden Pommes frites zubereitet. Eine Besonderheit dieser Sorte ist, dass die Knollen auch unreif geerntet werden können, ohne an Haltbarkeit zu verlieren.
Blitz
Die volle Reifezeit beträgt vier Monate. Diese Sorte eignet sich für den Anbau in Zentralrussland. Die Sträucher erreichen eine Höhe von maximal 60 cm, und die Wurzeln haben einen rötlichen Schimmer. Das durchschnittliche Kartoffelgewicht liegt bei 120 Gramm, und aus einem Pflanzloch können bis zu 15 Knollen geerntet werden. Zarnitsa gedeiht in allen Bodenarten.
Die Sorte ist gut trockenheitsverträglich, weist jedoch eine geringe Resistenz gegen Krautfäule und andere Pilzkrankheiten auf. Sie ist außerdem resistent gegen Schwarzbeinigkeit, Schorf, Nematoden und Kartoffelkrebs.
Kriterien für die Auswahl von Kartoffeln
Jeder Hobbygärtner sollte die Kartoffelsorte sorgfältig auswählen. Vor dem Kauf von Saatgut sollte man das regionale Klima und die Bodenbeschaffenheit des Beetes berücksichtigen. Anschließend sollte man den Anbauzweck bedenken. Der Ertrag ist ein wichtiges Kriterium, da er je nach Sorte variiert.
Bei der Auswahl von Saatgut ist der Verwendungszweck ausschlaggebend. Es kann sich um Saatgut für den direkten Verzehr und die Langzeitlagerung oder um Saatgut für industrielle Zwecke (z. B. zur Stärkeherstellung, für verarbeitete Lebensmittel) handeln. Sorten mit hohem Stärkegehalt gelten als universell einsetzbar.
Pflanz- und Pflegehinweise
Die Kartoffelpflanzung beginnt nach dem 15. April und endet Mitte Mai. In kalten oder heißen Regionen kann sich der Pflanztermin um zwei bis drei Wochen verschieben. Die Bodentemperatur dient als Richtwert. Zum Pflanzzeitpunkt sollte sie tagsüber und nachts (in 10 cm Tiefe) 6 bis 8 Grad Celsius betragen.
Bei der Aussaat Anfang April empfiehlt es sich, das Beet mit dunkler Plastikfolie abzudecken. Dies schützt die spätere Ernte vor Nachtfrösten. Die Bodenvorbereitung für die Pflanzung beginnt im September. Das Beet muss umgegraben, Unkraut entfernt und mineralischer Stickstoffdünger ausgebracht werden. Im Frühjahr muss das Beet gewendet werden.
Kartoffeln pflanzt man am besten an einem hellen Standort, nicht im Schatten von Bäumen. Der Boden sollte locker und luftig sein, damit die Samen ausreichend Sauerstoff erhalten. Die Kartoffeln werden in 8–10 cm tiefe Löcher gepflanzt, mit 1–3 Kartoffeln pro Loch. Der Abstand zwischen den Löchern sollte 30 cm und zwischen den Reihen 50 cm betragen.
Seit fast 100 Jahren widmet sich das Belarussische Kartoffelforschungsinstitut erfolgreich der Kartoffelzüchtung. Dank dieser Arbeit werden regelmäßig neue Kartoffelsorten entwickelt. Die meisten davon eignen sich für den Anbau in Belarus und ganz Russland, zeichnen sich durch hohe Erträge und hervorragenden Geschmack aus und sind für die Winterlagerung geeignet.

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