Tomaten sind eine recht anspruchsvolle Pflanze. Um eine gute Ernte zu erzielen, müssen Sie sich strikt an die richtigen Gartenpraktiken halten und einige Tricks erfahrener Gärtner anwenden. Auch das richtige Beschneiden und Formen der Sträucher trägt positiv zur Ertragssteigerung bei. Das Beschneiden von Tomaten nach bestimmten Mustern erhöht den Ertrag deutlich.
Wie man eine gute Tomatenernte im Freiland erzielt
Es gibt viele Möglichkeiten, den Tomatenertrag im Freiland und im Gewächshaus zu steigern. Die effektivste Methode ist das Ausgeizen der Seitentriebe. Zusätzliche Triebe, die zwischen Stängel und Blatt erscheinen, sollten umgehend entfernt werden. Seitentriebe wachsen schnell und können Blütenstände, Blüten und schließlich selbst Tomaten bilden. Sie entziehen der Pflanze Energie und Nährstoffe, führen aber nicht zu einer nennenswerten Ernte.
Beim ersten Mal werden die Seitentriebe entfernt, etwa sobald der einzelne Blütenstand zu blühen beginnt. Anschließend werden die Sträucher alle zwei Wochen kontrolliert und unerwünschte Seitentriebe zurückgeschnitten. Das Entfernen der Seitentriebe ist besonders wichtig bei unbestimmten Sorten, da diese unbegrenzt wachsen können, viel Platz im Beet einnehmen und ihre Energie ausschließlich in das Blattwachstum investieren. Den Pflanzen fehlen dann schlichtweg Zeit und Nährstoffe für eine zufriedenstellende Ernte.
Wer sich das Entfernen der Seitentriebe ersparen möchte, findet zahlreiche determinierte Sorten, die diese Maßnahme nicht erfordern. Allerdings weisen diese Sorten in der Regel eine durchschnittliche Produktivität auf.
Wie man Tomaten richtig stutzt, um den Ertrag im Freiland zu steigern: Diagramm
Um eine möglichst reiche Tomatenernte zu erzielen, erfolgt der Rückschnitt im Hochsommer (Juli/August). Zu diesem Zeitpunkt tragen die Pflanzen bereits die erste Ernte. Der Rückschnitt umfasst mehrere Schritte.
Stiefsöhne entfernen
Das Entfernen von Seitentrieben sollte beim Anbau von Tomaten im Freien regelmäßig erfolgen. Grüne Triebe entziehen der Pflanze Nährstoffe und Energie, was sich negativ auf deren Produktivität auswirkt.
Um sicherzustellen, dass die Energie und Kraft der Pflanze ausschließlich auf die Ernte und nicht auf das Wachstum grüner Masse konzentriert wird, sollten nicht mehr als 3-4 Fruchtstände am Strauch verbleiben, von dem die Früchte geerntet werden.
Die Stammbildung der Tomate erfolgt beim ersten Entfernen der Seitentriebe. Soll ein Haupttrieb stehen bleiben, werden alle Seitentriebe entfernt. Sollen zwei Triebe stehen bleiben, wird der Trieb, der dem Haupttrieb am nächsten ist, belassen. Alle anderen Seitentriebe werden regelmäßig in einer Höhe von 2 cm über dem Ansatz abgebrochen.
Laubentfernung
Das Entfernen der Blätter ist ein wichtiger Schritt bei der Tomatenpflege. Durch rechtzeitiges und fachgerechtes Entfernen der Blätter kann der Ertrag der Tomaten gesteigert und ihr Reifeprozess beschleunigt werden.
Zuerst sollte man alles Laub entfernen, das den Boden berührt, da es zu faulen beginnt und anfällig für Krankheitserreger ist. Anschließend entfernt man alle gelben Blätter sowie alle Blätter, die Anzeichen von mechanischen oder anderen Beschädigungen aufweisen. Nach und nach entfernt man das gesamte Laub vom Strauch. Dadurch gelangen mehr Licht und Wärme an die Früchte, was deren Reifung beschleunigt.
die Oberseite einklemmen
Das Stutzen der Triebspitze ist notwendig, um das Höhenwachstum einzuschränken und die Bestockung anzuregen. Dies gilt insbesondere für hochwachsende, unbestimmte Sorten. Diese können bis zu 3 m hoch werden und bilden zahlreiche Seitentriebe und Blütenstände. Stutzen Sie jeden Trieb. Lassen Sie etwa 2 cm des Blütenstands über dem obersten Blattpaar stehen.
Wie man Tomaten in einem Polycarbonat-Gewächshaus stutzt, um den Ertrag zu steigern: Diagramm, Foto
Obwohl Tomaten in einem Polycarbonat-Gewächshaus länger Früchte tragen, ist das Beschneiden und Formen der Sträucher dennoch unerlässlich. Die Prinzipien dieser Maßnahmen unterscheiden sich etwas von denen im Freiland. Es gibt verschiedene Methoden, Tomaten im Gewächshaus zu beschneiden, um den Ertrag zu steigern, wobei jede Methode ihre eigenen, feinen Nuancen für unterschiedliche Sorten aufweist.
Bildung von superfrühen Varietäten
Um hohe und mittelgroße Tomatenpflanzen im Gewächshaus zu beschneiden, verwenden Sie die übliche Zweistamm-Erziehungsmethode. Entfernen Sie beim ersten Seitentriebschnitt alle Seitentriebe bis auf einen, der den zweiten Stamm bildet. Sobald die Pflanze die gewünschte Höhe erreicht hat, knipsen Sie die Spitze ab.
Unter den mittelgroßen Tomatensorten gibt es einige, die weder Seitentriebe noch einen Formschnitt benötigen. Lesen Sie daher vor dem Pflanzen die Anbauanleitung für die jeweilige Sorte sorgfältig durch.
Beschneiden unbestimmter Arten
Um bei dieser Pflanzenart eine gute Ernte zu erzielen, sind Rückschnitt und Formgebung unerlässlich. Wird das Wachstum der Pflanze nicht eingeschränkt, bildet sie unaufhörlich Laub und investiert all ihre Energie und Nährstoffe in Seitentriebe und Fruchtstände, die niemals Früchte tragen werden.
Das Schnittschema für hochwachsende, unbestimmte Tomatensorten sieht folgendermaßen aus:
- Entfernen Sie nach und nach alle Blätter unterhalb des ersten Fruchtstandes. Der Stamm sollte bis zu einer Höhe von mindestens 30 cm vollständig kahl sein.
- Wenn an anderen Bürsten Blüten erscheinen, entfernen Sie die darunter liegenden Blätter.
- Wenn Stiefsöhne erscheinen, wird der stärkste Trieb stehen gelassen, die anderen werden sorgfältig abgebrochen.
- Um das Wachstum der Sträucher zu stoppen, werden im August alle Spitzen entfernt.
Bildung von Sträuchern bei Hybriden und halbdeterminierten Sorten
Das Beschneiden dieser Sorten unterscheidet sich nicht wesentlich vom Formen hoher Tomaten. Die Sträucher werden in zwei Stämme aufgeteilt:
- Für den zweiten Trieb lässt man einen Stiefsohn stehen, der am unteren Ende des ersten Blütenpinsels erscheint.
- Die restlichen Stängel, die beim Wachsen erscheinen, werden sorgfältig abgeschnitten.
Wenn der Haupttrieb nicht aufhört zu wachsen und ständig neue Fruchtstände bildet, kann der zweite Trieb einfach entfernt werden.
Hilfreiche Tipps
Für eine gute Tomatenernte ist es wichtig, die Tomatenpflanzen nicht nur rechtzeitig zu beschneiden und in Form zu bringen, sondern auch ein paar kleine Anbautipps zu beachten:
- Tomatenpflanzen sollten morgens zurückgeschnitten und die Seitentriebe entfernt werden. So haben die Pflanzen tagsüber Zeit zum Trocknen. Unbedeckte Stellen sind besonders anfällig für Krankheitserreger.
- Zur Entfernung von Stiefsöhnen dürfen nur saubere, desinfizierte Instrumente verwendet werden.
- Wenn Sie die Pinsel mit den Händen abbrechen, ist es unbedingt erforderlich, saubere Handschuhe zu tragen.
- Sie sollten die Sträucher wöchentlich auf Seitentriebe kontrollieren, da diese sehr schnell wachsen. Das Entfernen eines großen, dicken Triebs schwächt die Pflanze stark.
Wenn Sie alle Regeln zum Formen von Tomatensträuchern befolgen, können Sie nicht nur den Ertrag steigern, sondern die Pflanze auch vor vielen Krankheiten schützen. Idealerweise sollte der Strauch einer Palme ähneln (mit dem Grün an der Spitze), während der untere Teil des Stammes fast kahl bleibt. Das Video zeigt deutlich, wie ein Tomatenstrauch nach dem Formen und Beschneiden aussehen sollte.

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