Beim Anbau von Paprika ist ausreichendes Gießen entscheidend. Damit die Sämlinge gut anwurzeln, die Pflanze gut wächst, möglichst viele Früchte trägt und diese an Gewicht zunehmen, ist die richtige Bewässerung unerlässlich. Dieses Video zeigt, wie man Paprika richtig gießt.
Regeln für die Bewässerung im Gewächshaus und im Freiland
Paprika benötigt viel Feuchtigkeit. Ohne ausreichend Wasser und Wärme ist eine optimale Entwicklung und Fruchtbildung unmöglich. Unzureichende Feuchtigkeit und falsches Gießen können die Pflanze schädigen. Blätter und Knospen können abfallen, die Blüte kann ausbleiben und die Paprika selbst bleiben klein und unfruchtbar. Ohne ausreichendes und qualitativ hochwertiges Gießen ist keine reiche Paprikaernte zu erwarten. Die Regeln und der Gießplan für Paprika im Gewächshaus und im Freiland sind nahezu identisch. Im Gewächshaus lässt sich die optimale Luftfeuchtigkeit jedoch leichter aufrechterhalten, da das Wasser langsamer verdunstet als im Freien. Daher kann die Wassermenge reduziert werden. Es ist wichtig, die Bodenfeuchtigkeit im Garten, in dem die Paprika wachsen, sorgfältig zu überwachen. Am besten gießt man Gemüsepaprika mit warmem, abgestandenem Wasser von etwa 20–22 °C. Das Wasser kann vorher in eine Badewanne oder ein Fass gefüllt werden.

Bewässerungszeit
Paprika im Gewächshaus kann sowohl morgens als auch abends gegossen werden. Bei Pflanzen im Freien sollte dies nur bei praller Sonne erfolgen. Vieles hängt jedoch von der Anbauregion und dem Klima ab. In Regionen mit heißen Sommern, wie beispielsweise in den Gebieten Wolgograd, Rostow und Astrachan sowie in der Region Krasnodar, empfiehlt es sich, Paprika abends zu gießen.
Beim Anbau von Paprika in Gebieten mit kühlen Sommern ist der beste Zeitpunkt zum Gießen der Morgen. Gießt man abends, führt die kühle Nacht mit ihren niedrigeren Temperaturen zu feuchtem Boden. Dies begünstigt Pilzkrankheiten. Zu diesen Regionen gehören:
- Sibirien;
- Ural;
- Leningrader Gebiet;
- Region Moskau.
Häufigkeit und Technik der Bewässerung
Paprikapflanzen im Freien müssen regelmäßig gegossen werden. Die Häufigkeit hängt vom Wetter ab. Bei Hitze ist häufiges Gießen empfehlenswert. Bei extremer Hitze benötigen die Pflanzen tägliches Gießen. Bei kühlem und bewölktem Wetter reicht es, alle zwei bis drei Tage zu gießen. Bei erwartetem oder einsetzendem Starkregen sollte das Gießen verschoben werden, da überschüssige Feuchtigkeit den Pflanzen schaden kann. Die benötigte Wassermenge richtet sich nach dem Entwicklungsstadium der Pflanze.
Paprikapflanzen sollten direkt an den Wurzeln gegossen werden. Vermeiden Sie es, Blätter, Stamm und Knospen zu benetzen. Tropfbewässerung, bei der das Wasser in kleinen Mengen und häufig zugeführt wird, wirkt sich positiv auf Paprika aus. Fertige Systeme sind in Gartencentern erhältlich. Zur Einrichtung einer Tropfbewässerung können Plastikflaschen (2,5 Liter) verwendet werden.
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Paprika im Garten zu gießen ist ganz einfach; Sie müssen nur ein paar Tipps beachten. Der Boden sollte nach dem Gießen gleichmäßig durchfeuchtet sein. Das Wasser sollte 60–70 cm tief eindringen. Vermeiden Sie Staunässe; es empfiehlt sich, eine Mulde um die Pflanze herum zu formen. So kann das Wasser schneller zu den Wurzeln gelangen, anstatt abzufließen.
Es wird empfohlen, die richtige Bewässerungsmethode zu finden, beispielsweise:
- Auto;
- Handbuch;
- mechanisch.
Vermeiden Sie Staunässe. Diese kann zu Wurzelfäule führen. Schnecken fühlen sich in überwässerter Erde wohl und ernähren sich von den Pflanzen. Lassen Sie die Erde jedoch nicht vollständig austrocknen.
In der Hitze
Die Wurzeln von Paprika reichen nicht sehr tief in den Boden. Bei heißem Wetter verdunstet die Feuchtigkeit schnell. Die Pflanze selbst beginnt, sie intensiv aufzunehmen. Bei Wassermangel verhärten Stängel und Wurzeln, die Blüten fallen ab und der Fruchtansatz nimmt ab. Gießen Sie bei extremer Hitze täglich 1 bis 3 Liter Wasser pro Pflanze. Vermeiden Sie das Gießen tagsüber, da Sonnenbrandgefahr besteht. Vor dem Pflanzen sollten die Paprikapflanzen großzügig mit zimmerwarmem Wasser angegossen werden. Dies verringert das Krankheitsrisiko und fördert ein schnelleres Wachstum.
Während der Pflanz- und Blütezeit
Am besten pflanzt man Paprikasämlinge an einem bewölkten Tag. Vor dem Einpflanzen die Pflanzlöcher reichlich wässern. Sobald das Wasser eingezogen ist, können die Pflanzen gesetzt werden. Die Sämlinge fünf Tage nach dem Einpflanzen nicht gießen. Danach und bis zur Blütenbildung die Paprika einmal wöchentlich gießen. Dies kann mit einer Gießkanne oder einem Rasensprenger erfolgen. Bei Bedarf die Wassermenge anpassen. Eine Seite der Pflanze gießen und die Erde auf der anderen Seite auflockern. Beim nächsten Mal die Seiten wechseln. Diese Vorgehensweise fördert ein gleichmäßiges Wurzelwachstum.
Blühende und fruchtende Paprikapflanzen benötigen Wurzelbewässerung. Dies sollte zweimal wöchentlich erfolgen. Ungefähr 1 m³ Wasser pro Pflanze.2 Sie benötigen 11 Liter Wasser. Wenn Sie einmal pro Woche gießen müssen, können Sie 1 m³ verwenden.2 Gießen Sie 16 Liter Wasser um. Die Wassertemperatur sollte 26 °C betragen. Zu kaltes Wasser führt dazu, dass die Paprikaschoten nicht weiterwachsen und keine Früchte ansetzen.
Während der Fruchtbildungsphase sollte die Pflanze alle 2–3 Tage gegossen werden. Pro Strauch werden etwa 3 Liter Wasser benötigt; bei größeren Pflanzen kann die Wassermenge auf 5 Liter erhöht werden.
Bewässerungsmethoden
Manuelles Gießen gilt als einfachste Methode, den Boden zu bewässern. Allerdings ist das Gießen von Paprika in einem Polycarbonat-Gewächshaus, wie bei jedem anderen Material auch, nicht besonders komfortabel. Man benötigt Schläuche, Gießkannen und Eimer. Die maschinelle Bewässerung ist zwar bequemer, aber etwas komplizierter. So muss beispielsweise der Wasserdruck reguliert und eine konstante Wasserzufuhr zum Bewässerungssystem sichergestellt werden. Zum Gießen mit warmem Wasser benötigt man ein Gefäß zum Erwärmen.
Ein automatisches Bewässerungssystem besteht aus miteinander verbundenen Rohren und Behältern, die mit speziellen Sensoren ausgestattet sind. Diese Sensoren messen die Boden- und Luftfeuchtigkeit. Nach entsprechenden Einstellungen und der Programmierung ermittelt das System den benötigten Zeitpunkt und die Wassermenge. Das automatische Bewässerungssystem benötigt keine manuelle Bedienung. Heutzutage wird diese Methode häufig zur Bewässerung von Pflanzen in abgelegenen Gebieten eingesetzt. Für den Betrieb eines automatischen Systems sind spezielle Geräte, eine ausreichende, kontinuierlich nachgefüllte Wasserversorgung und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung erforderlich. Die Rohre müssen fachgerecht zu den Anbauflächen der Pflanzen verlegt werden. Die Wasserversorgung kann folgende Quellen haben:
- Brunnen;
- Wasserversorgungssysteme;
- Also.
Die Rohre werden sowohl unterirdisch als auch oberirdisch verlegt. Es gibt ein halbautomatisches Bewässerungssystem, das mit Mechanismen arbeitet und ohne menschliches Eingreifen nicht funktioniert. Ein kombiniertes Bewässerungssystem kann sowohl manuell als auch automatisch betrieben werden. Es wird empfohlen für:
- sehr schwacher, unzureichender automatischer Bewässerungsdruck;
- Stromausfälle;
- Der Anbau verschiedener Paprikasorten erfordert unterschiedliche Bewässerungsverfahren.
Ein Tropfbewässerungssystem, bestehend aus speziellen, über einen Schlauch verbundenen Tropfern, hat sich als wirksam erwiesen. Es kann zum Bewässern und Düngen von Paprikapflanzen verwendet werden.
Kombination aus Bewässerung und Düngung
Es wird empfohlen, den Dünger zusammen mit dem Wasser zuzugeben, anstatt die Pflanzen komplett zu wässern. Dies kann je nach Düngerart alle 14 bis 30 Tage erfolgen. Im Frühjahr sollten stickstoffhaltige Dünger verwendet werden, da diese das Wachstum und die Entwicklung der Sämlinge fördern. Im Herbst sollten Phosphor- und Kaliumdünger ausgebracht werden.
Holzasche gilt als guter Dünger. Sie wird abwechselnd mit anderen Nährlösungen ausgebracht. Pro Quadratmeter werden 150 g Asche benötigt. Für gesundes Wachstum und optimale Entwicklung sollten Gemüsepflanzen mit organischen und mineralischen Düngemitteln versorgt werden. Flüssigdünger sollten zu Beginn des aktiven Wachstums angewendet werden. Ein ausgewogener Dünger enthält:
- 5 g Superphosphat;
- 10 g Harnstoff;
- 10 Liter Wasser.
Bewässern Sie die Sträucher mit der vorbereiteten Lösung, 0,5 Liter pro Strauch. Brennnesseltee eignet sich gut zum Gießen und Düngen. Füllen Sie einen Eimer zu zwei Dritteln mit Brennnesseln, übergießen Sie ihn mit kochendem Wasser und lassen Sie die Mischung eine Woche lang ziehen. Anschließend abseihen und mit Wasser verdünnen. Ein gut zubereiteter Dünger schmeckt wie schwach gebrühter Tee.
Paprika in einem Polycarbonat-Gewächshaus bewässern
Das Material, aus dem das Gewächshaus besteht, beeinflusst die Pflanzenpflege. Polycarbonat ist derzeit das beliebteste Material. Konstruktionen aus diesem Material unterscheiden sich in folgenden Punkten:
- Stärke;
- ausgezeichnete Lichtdurchlässigkeit;
- hervorragende Wärmedämmung.
Paprikapflanzen im Polycarbonat-Gewächshaus benötigen nicht häufiges Gießen. Für 20 Setzlinge reichen etwa 10 Liter Wasser. Das Gewächshaus sollte regelmäßig gelüftet werden, um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Am besten gießt man Gemüse im Polycarbonat-Gewächshaus abends. Anschließend sollte das Gewächshaus für eine Stunde geöffnet bleiben, damit die Luft zirkulieren kann.
Während der Reifezeit der Paprika, insbesondere 14 Tage vor der Ernte, sollten die Pflanzen nicht gegossen werden. Dadurch wird die Wassermenge reduziert und die Paprika reifen schneller. Erfahrene Gärtner raten davon ab, süße und rote Paprika im selben Raum anzubauen. scharfe PaprikaDenn sie werden mit der Zeit bitter. Wenn man Paprika in einem Polycarbonat-Gewächshaus richtig wässert und die Pflegeempfehlungen von Fachleuten befolgt, ist eine reiche Ernte garantiert.
Paprika im Gewächshaus unter Folie gießen
Für eine optimale Pflanzenentwicklung ist regelmäßiges, mäßiges Gießen unerlässlich. Häufiges Überwässern führt zu Schimmel und Fäulnis. Setzlinge werden in mindestens 15 °C warme Erde gepflanzt. Dazu kommen vorgebohrte Löcher, die jeweils mit 2 Litern Wasser gefüllt werden. Anschließend werden sie direkt an den Wurzeln erneut gegossen.
Paprika, die im Gewächshaus unter Plastikfolie gezogen werden, benötigen während der gesamten Wachstumsperiode regelmäßige Bewässerung, außer während der Erntezeit. Manche Gärtner glauben, dass diese Methode dafür sorgt, dass weiterhin Blüten erscheinen, was auf eine bevorstehende Ernte hinweist.
Tipps für Gärtner
Erfahrene Landwirte empfehlen, Paprika mit warmem, abgestandenem Wasser zu gießen. Steht nur Leitungswasser zur Verfügung, sollte dieses 24 Stunden stehen gelassen werden. Hartes Wasser lässt sich mit Holzasche enthärten. Pro Eimer benötigen Sie 0,5 Tassen Pulver. Pflanzen gedeihen gut mit geschmolzenem Schnee und Regenwasser bei einer Temperatur von 22–23 °C. Bei langsamem oder gehemmtem Pflanzenwachstum empfiehlt sich die Zugabe von organischen und mineralischen Düngemitteln zum Gießwasser. Verdünnter, frischer Mist gilt als hervorragender Dünger. Eine gebrauchsfertige Düngelösung wird hergestellt, indem 1 Teil Kuhmist mit 10 Teilen Wasser vermischt wird. Ziehen Sie Furchen zwischen den Pflanzen und gießen Sie die vorbereitete Lösung hinein.
Paprikapflanzen benötigen eine Stütze, da ihre Triebe empfindlich sind und bei großen, fleischigen Früchten leicht brechen. Auch unzureichende Bewässerung kann zum Absterben der Pflanzen führen. Am besten bewässert man mit Kunststoffrohren, die entlang der Beete verlegt werden. So wird das Wasser effizienter genutzt und gelangt direkt zu den Wurzeln. Sandige Böden erfordern häufiges Gießen.
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