Beim Anbau von Paprika treten gelegentlich Krankheiten an den Setzlingen auf. Diese Krankheiten können die Qualität der späteren Ernte beeinträchtigen und sie sogar vollständig vernichten. Daher ist es wichtig, beim Paprikaanbau Sorten zu wählen, die gegen Viruskrankheiten resistent sind. Diese Sorten eignen sich sowohl für den Anbau im Freiland als auch im Gewächshaus, und die Pflanzen wachsen kräftig und tragen später gute Früchte.
Funtik
Halbdeterminierte Pflanzen eignen sich für den Anbau im Freien und im Gewächshaus. Die Sträucher sind kompakt, benötigen wenig Platz und erreichen eine Höhe von 50–70 cm. Sie bilden zahlreiche Blätter. Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen 110 bis 120 Tage. Die Paprika entwickeln sich kräftig und reifen innerhalb von 10–15 Tagen. Diese Sorte ist resistent gegen Verticillium-Welke, Tabakmosaikvirus und andere Viruserkrankungen.
Die Paprikaschoten sind unregelmäßig geformt und haben glatte Ränder. Sie wiegen zwischen 140 und 170 Gramm und sind 12–14 cm hoch. Die Schale ist maximal 7 mm dick. Jede Pflanze trägt etwa 12–18 Schoten gleichzeitig. Die Schale ist bei biologischer Reife leuchtend rot und glänzend. Die Paprika werden hauptsächlich verarbeitet und frisch verzehrt. Sie sind lange lagerfähig.
Funtik bietet folgende Vorteile:
- Möglichkeit der Freilandpflanzung;
- Bescheidenheit im Anbau;
- Kompaktbüsche;
- frühe Reifung der Ernte;
- hohe Resistenz gegen Virusinfektionen.
Aufgrund des dichten Laubs der Sträucher wird empfohlen, beim Pflanzen einen Mindestabstand von 40 cm zu benachbarten Pflanzen einzuhalten. Die Pflanzdichte sollte 5 Sträucher pro Quadratmeter nicht überschreiten.
Pinocchio
Gärtner schätzen die Buratino-Hybride als pflegeleichte Sorte. Die Pflanze muss nicht ausgegeizt werden, da sie an 2-3 Haupttrieben mit wenigen Seitentrieben wächst. Im Gewächshaus erreicht der Strauch eine maximale Höhe von 90-100 cm; eine Stütze ist nicht erforderlich. Die Sorte kann auch im Freien angebaut werden, allerdings benötigen die Paprikaschoten dann 2-3 Wochen länger zum Reifen. Im Gewächshaus reifen die Pflanzen 90 Tage nach der Aussaat. Bei optimaler Pflege ist der Ertrag dieser Sorte beeindruckend: etwa 10-13 kg pro Pflanze.
Die Paprikaschoten haben ein ausgezeichnetes Aroma: Ihr süßes Fruchtfleisch eignet sich hervorragend für Salate, Lecho und Ketchup. Die Schale ist leuchtend rot. Jede Pflanze trägt 13–15 Fruchtknoten. Jede Paprika wiegt 100–120 g und ist 10 cm lang. Die Schale ist dünn, 4–6 mm. Buratino besitzt viele positive Eigenschaften:
- Kältebeständigkeit;
- gute Immunität;
- Trockenresistenz;
- attraktives Aussehen;
- lange Haltbarkeit.
Die Sorte hat keine Nachteile. Tausende Gärtner in Russland, der Ukraine und Weißrussland bauen Buratino erfolgreich an.
Akkord
Die Sorte Accord eignet sich ideal für den Anbau im Gewächshaus. Sie reift früh und trägt bereits 70 Tage nach der Pflanzung Früchte. Im Freiland kann Accord auch im Süden angebaut werden; die Pflanzen sind tolerant gegenüber Klimaschwankungen. Als Hybride ist sie sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge, die bei anderen Sorten häufig vorkommen. Der Ertrag ist stabil – 7–8 kg Früchte pro Quadratmeter Pflanzfläche. Die Sträucher wachsen kompakt und dennoch kräftig, mit Stämmen, die nicht länger als 60 cm werden. Eine Stütze ist nicht erforderlich.
Die Paprikaschoten wachsen schnell und erreichen eine Länge von 10–11 cm. Jede Schote wiegt 130–160 g und ihre Farbe variiert von Beige bis Orangerot. Sie sind kegelförmig und ungerippt. Diese Paprikaschoten eignen sich zum Füllen und für die Zubereitung von Lecho. Die Früchte sind auch zum Frischverzehr geeignet, da sie saftig und leicht süßlich schmecken. Zu den Vorteilen der Sorte Accord gehören:
- schnelle Reifung;
- allgemeiner Zweck;
- gute Ausbeute;
- Resistenz gegen Viren.
Gärtner weisen darauf hin, dass die Hybride während der Anzucht warme Temperaturen benötigt, nicht unter 22 Grad Celsius. Sämlinge brauchen mindestens 14 Stunden Tageslicht, daher ist im Frühjahr eine zusätzliche Beleuchtung mit Lampen erforderlich.
Red Bull
Für Liebhaber großer Paprikaschoten haben Agronomen Folgendes entwickelt: Red Bull-VarianteDie Sträucher breiten sich gut aus und sind resistent gegen niedrige Temperaturen und Viruserkrankungen. Diese Sorte eignet sich für den Anbau im Freien, kann aber auch erfolgreich im Gewächshaus kultiviert werden. Red Bull ist eine Hybride mit frühreifenden Früchten. Die Ernte erfolgt 115 Tage nach der Keimung. Der Ertrag liegt bei 10–12 kg Paprika pro Quadratmeter Pflanzfläche.
Das Besondere an dieser Hybrid-Sorte sind ihre riesigen Paprikaschoten. Die Schale der Paprika ist leuchtend rot, mitteldick und fest. Die Früchte sind lange haltbar. Sie haben einen wunderbar süßen Geschmack und das Fruchtfleisch ist saftig. Die Früchte erreichen eine Länge von bis zu 20 cm und ein Gewicht von 200 g. Hausfrauen verwenden das Gemüse für Konserven wie Ketchup, Lecho und als Vorspeise.
Die Vorteile des Red Bull sind:
- große Gemüsesorten mit gutem Geschmack;
- Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge;
- hoher Ertrag;
- Haltbarkeit.
Diese Sorte stellt hohe Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit und reagiert gut auf Düngung. Mineralische und organische Düngemittel werden empfohlen.
Schiffsjunge
Diese buschigen Sträucher, die bis zu einem halben Meter hoch werden, sind kompakt und benötigen im Garten nicht viel Platz. Sie können mit einer Dichte von 5–6 Sträuchern pro Quadratmeter gepflanzt werden, ohne sich gegenseitig im Wachstum zu behindern. Die Pflege ist minimal – Stützen oder Stutzen sind nicht erforderlich. Diese Sorte gedeiht gut im Freiland und kann auch unter Folie angebaut werden. Die technische Reife tritt 105–110 Tage nach der Aussaat ein. Innerhalb einer Woche beginnen die Paprika rot zu werden. Jede Pflanze produziert 8 bis 15 Paprika.
Den Geschmack dieser Paprikaschoten können Sie ab der zweiten Sommerhälfte genießen. Die Früchte reifen besonders appetitlich: Ihre rote, glänzende Haut schimmert in der Sonne. Sie sind kegelförmig und leicht gerippt. Die Fruchtwand ist 5–7 mm dick, und die Paprika wiegt etwa 150 g. Sie schmecken süß, ohne Säure, und das Fruchtfleisch ist saftig. Die Paprikasorte „Young“ eignet sich zum Frischverzehr, zum Einmachen und zum Füllen. Die Vorteile dieser Sorte sind im Folgenden aufgeführt:
- kleine Büsche;
- minimaler Wartungsaufwand;
- ausgezeichneter Geschmack;
- Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge.
Beim Anbau von Yungi wurden keine Mängel festgestellt, und die Pflanze nimmt eine führende Position auf dem Markt für landwirtschaftliche Erzeugnisse ein.
Czardas
Die Tabaksorte Czardas kann in Zentralrussland im Freien angebaut werden. Sie gilt als frühreif und erreicht ihre Reife in etwa 120 Tagen. Die Sträucher bleiben niedrig und werden nicht höher als 60 cm. Dank der dicken Stängel ist eine Stütze nicht erforderlich. Die Pflanze bildet mäßig Seitentriebe, sodass kein Erziehungsschnitt notwendig ist. Pro Meter und Saison können bis zu 10 kg Früchte geerntet werden. Czardas ist resistent gegen das Tabakmosaikvirus und unempfindlich gegenüber Verticillium-Welke und anderen Krankheiten.
Das könnte Sie auch interessieren:Kegelförmige Paprika erreichen ihre biologische Reife und nehmen eine rötlich-burgunderrote Farbe an. Die Schale ist mäßig dünn, etwa 6 mm. Die Früchte sind mit einem Gewicht von 200–250 g recht groß. Sie werden sowohl für den Frischverzehr als auch zum Einmachen angebaut. Czardas-Paprika sind lange haltbar und überstehen auch längere Transporte problemlos. Zu den Vorteilen von Czardas zählen:
- Marktfähigkeit;
- Beständigkeit gegen niedrige Temperaturen;
- gute Immunabwehr;
- Bescheidenheit im Anbau.
Manchmal erreichen die Paprikaschoten nur eine gelb-orange Farbe, die nicht in Rot übergeht.
Schauspieler
Die Sorte Licedey ist ertragreich. Die Pflanzen erreichen die technische Reife schnell, in 90–100 Tagen. Die Sträucher werden 90–15 cm hoch, eine Stütze wird empfohlen. Triebe und Blätter stehen dicht. Diese Sorte erzielt einen hohen Ertrag von 11 kg pro Quadratmeter, und jede Pflanze trägt 25–30 Früchte. Licedey ist resistent gegen das Tabakmosaikvirus und die Verticillium-Welke. Sie kann sowohl im Innen- als auch im Außenbereich angebaut werden und ist anspruchslos an die Wachstumsbedingungen.
Die Früchte sind länglich und kegelförmig mit drei Kammern. Die Paprika erreichen eine Länge von 15 bis 20 cm. Ihre Schale ist süß, sehr saftig und aromatisch. Die Farbe verändert sich mit zunehmender Reife von Hellgrün zu Tiefrot. Die attraktiven Früchte wiegen jeweils 250 g und haben eine Wandstärke von 5–6 mm. Die Sorte „Litsedey“ eignet sich für Salate und zum Einmachen. Die Sorte „Litsedey“ zeichnet sich durch eine Reihe positiver Eigenschaften aus:
- pflegeleicht;
- stabile Rendite;
- gute Immunität;
- Appetitliche, korrekte Form.
Zu den Nachteilen dieser Sorte gehört die Höhe der Sträucher, die im Garten viel Platz beanspruchen. Die Pflanzdichte sollte 3–4 Pflanzen pro Quadratmeter nicht überschreiten.
Bagration
Gärtner bevorzugen die Sorte Bagration für die Anzucht im Gewächshaus. Diese mittelfrühe Sorte reift in 3,5 Monaten. Die halbdeterminierten Sträucher erreichen eine Höhe von etwas über einem Meter. Eine Stütze wird empfohlen. Bagration ist resistent gegen Tabakmosaikvirus, Blütenendfäule und Verticillium-Welke. Bei richtiger Anbautechnik beträgt der Ertrag mindestens 10 kg pro Quadratmeter.
Während der biologischen Reifung färbt sich die grüne Farbe gelb. Die Früchte sind groß und haben eine appetitliche, würfelförmige Gestalt. Jede Paprika wiegt etwa 200 g und hat eine Wandstärke von 6–8 mm. Bagration wird sowohl für den Frischverzehr als auch zum Einmachen angebaut. Zu den positiven Eigenschaften der Bagration-Paprika zählen:
- hohe Ertragsrate;
- guter Geschmack;
- Resistenz gegen Virusinfektionen;
- Warenform.
Diese Sorte hat einen Nachteil: Sie ist kälteempfindlich. In Zentralrussland und im Ural empfehlen Agronomen den Anbau nur in geschützten Böden. Im Süden ist der Anbau im Freiland möglich.
Nafanya
Die Sorte Nafanya zeichnet sich durch hervorragende widerstandsfähige Eigenschaften aus. Sie wird selbst in Zentralrussland und im Ural im Freien angebaut. Die Pflanzen gedeihen problemlos, vertragen leichten Frost gut und sind resistent gegen Pilzsporen und Viruserkrankungen. Ausgewachsene Sträucher erreichen eine mittlere Höhe von 60–70 cm. Die Fruchtperiode ist relativ lang, sodass bis zum ersten Frost, also fast bis Mitte Herbst, geerntet werden kann. Der Ertrag ist stabil – mindestens 8 kg pro Quadratmeter, mit 14–18 Früchten pro Strauch.
Die Früchte sind dunkelrot und glänzend. Jede Paprika wiegt 180 Gramm und hat einen süßen, angenehmen Geschmack. Die Paprika sind kegelförmig mit einer leicht zugespitzten Spitze. Sie sind nicht gebogen und haben ein ansprechendes Aussehen, weshalb sie häufig für den Verkauf angebaut werden. Sie eignen sich zum direkten Verzehr aus dem Garten, können aber auch zur Zubereitung von Lecho und anderen Snacks verwendet werden. Zu den Vorteilen der Nafani-Paprika gehören:
- ausgezeichneter Geschmack;
- lange Haltbarkeit;
- attraktives Aussehen;
- Krankheitsresistenz.
Diese Sorte hat keine Nachteile; Agronomen und Gärtner empfehlen sie auch Anfängern zum Anbau, da es damit keine Probleme geben wird.
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