Paprika auf der Fensterbank – aus Samen zu Hause gezogen

Pfeffer

Scharfe Paprika sind nicht nur dekorativ, sondern auch äußerst praktisch. Diese farbenfrohe Pflanze verschönert die gemütliche Atmosphäre Ihrer Küche und erfreut Sie mit einer Ernte, deren Schärfe und Geschmack denen von im Handel erhältlichen Paprika in nichts nachstehen.

Paprika aus Samen auf einer modernen Fensterbank zu ziehen, ist zwar arbeitsintensiv und zeitaufwendig. Befolgt man jedoch alle einfachen Pflegehinweise, wird es zu einem vergnüglichen Hobby und belohnt den Gärtner schließlich mit einer reichen Ernte pikanter Paprika.

Kann man Paprika aus Samen auf einer Fensterbank ziehen?

Da Paprika in den amerikanischen Tropen beheimatet ist, sind hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme unerlässliche Wachstumsbedingungen für diese Pflanze. Scharfe Paprika lassen sich problemlos auf einer Fensterbank anbauen, da dort das notwendige Mikroklima für ihre Entwicklung vorhanden ist.

Der Anbau von Gemüse im eigenen Garten hat seine Vorteile:

  1. Systematische Ernte von selbst angebautem Obst.
  2. Der Geschmack der Früchte unterscheidet sich nicht vom Geschmack von im Laden gekauften Paprikaschoten.
  3. Das Gemüse wird umweltschonend angebaut und enthält keine für den menschlichen Körper schädlichen Substanzen.
  4. Möglichkeit zum Anbau mehrjähriger Sorten.
  5. Manche Sorten tragen das ganze Jahr über Früchte.
  6. Keine finanziellen oder arbeitstechnischen Kosten.
  7. Die Pflanze erfüllt zudem die Funktion, die Luft von pathogenen Mikroben und Bakterien zu reinigen.
Chilischote auf der Fensterbank
Chilischote auf der Fensterbank

Zu den Nachteilen des Gemüseanbaus auf der Fensterbank gehören folgende:

  1. Die Töpfe sind ziemlich groß, sodass sie oft die gesamte Fensterbank einnehmen.
  2. Für den Anbau mehrjähriger Sorten ist zusätzliche Beleuchtung erforderlich, die durch spezielle Pflanzenlampen bereitgestellt wird.
  3. Die Früchte von in Innenräumen angebauten Paprikaschoten sind kleiner als Gemüse, das im Gewächshaus oder im Freiland geerntet wird.

Eine Reihe von Hybriden, die an die Bedingungen in Innenräumen angepasst sind, wurden speziell für den Anbau in Innenräumen entwickelt. Sie sind nicht nur aromatisch, sondern zeichnen sich auch durch einen hohen Zierwert aus.

Die besten Chilisorten für die Zimmerkultur

Chili-Hybriden für den Indoor-Anbau zeichnen sich durch hervorragende Ziereigenschaften aus. Zu den beliebtesten gehören Ogonyok, Ryabinushka, Aladdin, Confetti und Salute.

Ogonyok

Ogonyok ist eine mittelfrühe Hybrid-Chili. Sie erreicht ihre technische Reife nach 120 Tagen und kann bereits nach 140 Tagen geerntet werden. Die Chilischoten haben eine klassische Schotenform mit gebogener Spitze und sind tiefrot. Die kleinen Früchte zeichnen sich durch einen scharfen, pikanten Geschmack und ein ausgeprägtes Pfefferaroma aus.

Ogonyok
Ogonyok

Vogelbeere

Ryabinushka ist eine frühreife Zierhybride, die bereits 90 Tage nach der Pflanzung Früchte trägt. Diese Sorte zeichnet sich durch hohe Erträge aus. Die Beeren sind kugelförmig, rot und ähneln Ebereschenbeeren. Sie sind bekannt für ihren würzigen Geschmack und ihr charakteristisches Aroma.

Vogelbeere
Vogelbeere

Aladdin

Aladdin ist ein kompakter Paprikastrauch, der kleine Früchte mit einem Gewicht von bis zu 5 g trägt. Die Paprikaschoten zeichnen sich durch ihre einzigartige Form und Farbe aus – leuchtend kegelförmige Früchte, die nach oben zeigen. Eine einzige Pflanze kann gleichzeitig Salat-, grüne, Himbeer-, Creme-, rote und violette Paprika hervorbringen. Die Früchte haben einen würzigen Geschmack und eignen sich zum Einmachen.

Aladdin
Aladdin

Konfetti

Confetti ist eine Zwerg-Zierpflanze, die bis zu 35 cm hoch wird. Diese Hybride zeichnet sich durch hohe Fruchtbarkeit aus. Ausgewachsene Paprika erreichen eine Länge von 3 bis 7 cm und haben eine klassische Kegelform. Die Farbe der Früchte variiert und verändert sich mit zunehmender Reife über Grün, Gelb und Violett zu Rot. Reife Paprika haben einen scharfen Geschmack und ein angenehmes Pfefferaroma.

Konfetti
Konfetti

Feuerwerk

Salute ist eine frühreife Zierpaprika-Sorte, deren Früchte bereits 95 Tage nach der Pflanzung voll ausgereift sind. Der Strauch ist klein und erreicht eine Höhe von bis zu 20 cm. Er zeichnet sich jedoch durch eine starke Verzweigung und einen ausladenden Wuchs aus. Die kegelförmigen Früchte weisen eine variable Färbung auf: Im technisch reifen Zustand sind sie hellgrün, während biologisch reife Paprikaschoten eine kräftige orange Farbe annehmen. Die Früchte eignen sich sowohl zum Frischverzehr als auch zum Einmachen.

Feuerwerk
Feuerwerk

Allgemeine Regeln für den Anbau von Paprika aus Samen zu Hause

Paprika in Innenräumen anzubauen ist einfach und macht Spaß. Um jedoch ein erfolgreiches Wachstum zu gewährleisten, sollten Gärtner einige Pflegehinweise beachten.

Auswahl eines Standorts und eines Containers

Damit die Pflanze ausreichend Licht erhält, sollten die Töpfe im Südosten oder Südwesten platziert werden. Fensterbänke im Osten und Westen sind ebenfalls geeignet, allerdings benötigt die Pflanze an bewölkten Tagen möglicherweise zusätzliches Licht. An einem Nordfenster ist zusätzliches Licht unbedingt erforderlich. An einem Südfenster muss die Paprika vor der prallen Sonne geschützt werden.

Pfeffer
Der Raum sollte gut belüftet, aber nicht zugig sein.

Ausgewachsene Pflanzen werden in Töpfe mit einem Fassungsvermögen von 3 bis 5 Litern gepflanzt. Das Material des Topfes ist unerheblich. Wichtig ist nur, dass der Topf Abflusslöcher im Boden hat.

Vorbereitung und Aussaat von Samen

Vor der Aussaat durchlaufen die Samen mehrere Vorbereitungsstadien:

  1. Selektion. Die Samen werden eine halbe Stunde lang in Salzwasser eingeweicht; alle, die an die Oberfläche steigen, werden entfernt, und die, die sinken, werden für die Aussaat vorbereitet.
  2. Desinfektion. Ausgewählte Samen werden zur Desinfektion 2-3 Stunden lang in einer schwachen Kaliumpermanganatlösung eingeweicht.
  3. Nährstoffe. Für beschleunigtes Wachstum und höhere Erträge werden Paprikasamen mehrere Stunden lang in einer Holzaschelösung eingeweicht.
  4. Einweichen. Unmittelbar vor der Aussaat müssen die Samen eingeweicht werden. Dazu werden sie in ein feuchtes Tuch gewickelt und an einem warmen Ort aufbewahrt. Das Einweichen dauert 7 bis 14 Tage.

    Einweichen
    Bis die Samen keimen, sollte der Stoff stets feucht gehalten werden.

Die Samen werden 1 cm tief in feuchte, fruchtbare Erde gesät. Anschließend werden sie mit Frischhaltefolie abgedeckt und an einen warmen Ort gestellt. Sobald die ersten Keimlinge erscheinen, wird die Folie entfernt. Wenn sich die ersten beiden Blätter gebildet haben, werden die Sämlinge in einzelne Töpfe umgepflanzt. Sobald die Sämlinge gut angewachsen sind, können sie in endgültige Töpfe umgepflanzt werden.

Bewässerung und Düngung

Paprikapflanzen benötigen regelmäßiges, aber mäßiges Gießen. Gießen Sie direkt an den Wurzeln und lockern Sie anschließend die Erde vorsichtig auf. Verwenden Sie weiches, zimmerwarmes Wasser. Um die für Paprika notwendige hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten, besprühen Sie die Pflanzen täglich mit Wasser.

Notiz!
Zimmerpflanzen benötigen regelmäßige Düngung. Dünger sollte alle zwei Wochen gegeben werden. Es empfiehlt sich, mineralische und organische Dünger abzuwechseln.
Als mineralische Düngemittel eignen sich Superphosphat- oder Ammoniumnitratlösungen. Von den organischen Düngemitteln ist eine Lösung aus Holzasche oder Vogelkot hervorragend geeignet.

Temperatur und Beleuchtung

Die Keimung erfolgt bei einer Temperatur von 23–25 °C. Am fünften Tag nach dem Keimen wird die Temperatur auf 16–18 °C gesenkt. Die Sämlinge verbleiben etwa fünf Tage bei dieser Temperatur. Anschließend wird die Temperatur schrittweise erhöht. Schließlich werden die Pflanzen bei 20–28 °C gehalten.

Pfeffer
Zur Pflege von Sträuchern gehört nicht nur die Aufrechterhaltung der Lufttemperatur. Auch Wasser und Erde sollten stets warm sein.

Paprika ist eine lichtliebende Pflanze. Für eine normale Entwicklung benötigt sie 12 Stunden Tageslicht. Während der Fruchtbildungsphase kann diese auf 10 Stunden reduziert werden. Dies kann zu höheren Erträgen beitragen.

Bildung (Schritt-Sonning) und Kneifen

Die Formgebung einer Paprikapflanze erfordert das Stutzen und Entfernen von Seitentrieben. Die Kronenknospe, die zu Beginn der Blüte erscheint, sollte ausgeknipst werden. Andernfalls fließt der gesamte Pflanzensaft in diese Knospe, und die seitlichen Blüten leiden unter Nährstoffmangel.

Entfernen Sie nach innen wachsende Triebe sowie Zweige, die keine Früchte mehr tragen. Ein Verjüngungsschnitt wird alle drei Jahre empfohlen, bei dem alle alten Triebe entfernt werden.

Entstehung eines Pfefferstrauchs
Entstehung eines Pfefferstrauchs

Um ein gleichmäßiges Wachstum des Strauchs zu gewährleisten, sollte der Topf regelmäßig gedreht werden. Andernfalls sieht eine Seite des Strauchs aufgrund von Lichtmangel weniger attraktiv aus.

Wichtige Krankheiten und Schädlinge

Zimmerpflanzen sind weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge als Garten- und Gewächshauspflanzen. Allerdings können auch Zimmerpflanzen wie Paprika von folgenden Krankheiten befallen werden:

  1. Schwarzbeinigkeit ist ein verrottender Teil des Stängels an der Basis der Pflanze.
  2. Grauschimmel ist ein grauer, haariger Belag, der alle oberirdischen Teile der Paprika bedeckt.
  3. Fusarium ist eine schnelle Austrocknung der Pflanze.
  4. Krautfäule – dunkle, wachsende Flecken auf den Blättern.
  5. Blütenendfäule – schwarze, faulige Flecken an der Oberseite der Früchte.

Auch Sträucher können von Spinnmilben, Blattläusen und Weißen Fliegen befallen werden. Pflanzen können mit traditionellen Methoden oder modernen Medikamenten gegen Krankheiten und Schädlinge behandelt werden.

Wie kann man Chilischoten zu Hause anbauen?

Sogar die berühmte Chilischote lässt sich zu Hause anbauen. Einige Sorten eignen sich für den Anbau in Innenräumen. Sorten für Freilandsowie angepasste Indoor-Hybriden.

Aussaattermine

Der Aussaatzeitpunkt für Chili hängt von der Sorte ab. Frühreife Hybriden werden etwas früher ausgesät, spätreife Sorten 3–4 Wochen später. Mehrjährige Chilis sät man am besten im April. Zu dieser Jahreszeit sind die Tage lang genug, sodass keine zusätzliche Beleuchtung benötigt wird.

Erinnern!
Einjährige Pflanzen werden Ende Februar – Anfang März ausgesät.

Es dauert eine Weile, bis die Samen keimen und die jungen Paprikasprossen kräftig sind. Das endgültige Auspflanzen der Sämlinge erfolgt in der Regel zwei Monate nach der Aussaat. Frühreife Sorten werden nach 1,5 Monaten ausgepflanzt, während spätreife Sämlinge bis zu 2,5 Monate warten müssen.

Boden und Saatgut vorbereiten

Der Boden für Paprikapflanzen sollte ausreichend fruchtbar und locker sein, um eine gute Belüftung und Wasserableitung zu gewährleisten. Sehr fruchtbarer Boden ermöglicht den Verzicht auf Dünger bis zum endgültigen Auspflanzen.

Die optimale Erdmischung für Paprika besteht aus folgenden Komponenten:

  • Laub (Rasen) Boden;
  • Kokosfaser;
  • Vermiculit;
  • Wurmkompost.
Erde für Paprika-Setzlinge
Erde für Paprika-Setzlinge

Die Anzucht von Chili-Setzlingen unterscheidet sich nicht von der anderer scharfer Paprikasorten. Sie umfasst das Kalibrieren, Desinfizieren, Düngen und Einweichen der Samen.

Pflücken

Paprikapflanzen durchlaufen zwei Umpflanzphasen vom Anzuchtgefäß in ihren endgültigen Topf. Um Erde und Platz zu sparen, werden die Samen zunächst in einem gemeinsamen Gefäß ausgesät. Sobald die ersten Triebe zwei voll entwickelte Blätter haben, werden sie in einzelne 0,5-Liter-Töpfe umgepflanzt.

Pflücken
Einige Gärtner empfehlen jedoch, die Sämlinge im Stadium der Nebenblattbildung zu ernten.

Der zweite Umtopfvorgang erfolgt in endgültige Töpfe. Die Pflanzen sollten gut angewachsen sein. Normalerweise haben diese Paprikapflanzen bereits vier voll entwickelte Blätter. Der Topf sollte ein Volumen von mehr als zwei Litern haben.

Pfeffer Ogonyok auf der Fensterbank

Ogonyok ist eine scharfe Paprikasorte, die roh verzehrt oder eingelegt werden kann. Für den Anbau in Innenräumen wurden spezielle, niedrig wachsende Hybriden entwickelt, deren Schärfe mit der ihrer großfrüchtigeren Verwandten vergleichbar ist.

Pflegehinweise

Die Pflege einer Mini-Paprika auf der Fensterbank unterscheidet sich nicht wesentlich von den Bedingungen für die Aufbewahrung anderer Paprikasorten. Ziersorten Diese Pflanze liebt Wärme, Licht und Feuchtigkeit. Um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten, muss sie regelmäßig besprüht werden. Nach dem Gießen muss die Erde aufgelockert werden. Die Pflege der Feuerpflanze hat jedoch ihre Besonderheiten:

  1. Umtopfen. Diese Sorte ist mehrjährig und muss daher jährlich umgetopft werden. Der optimale Zeitpunkt zum Ersetzen der Erde ist das Frühjahr.
  2. Produktivität.

    Ogonyok
    Im Gegensatz zu anderen Indoor-Hybriden beeinträchtigen die Früchte am Strauch nicht die Bildung neuer Fruchtknoten.
  3. Zusätzliche Beleuchtung. Die Pflanze besitzt sehr empfindliche Blätter, die durch herkömmliche Glühbirnen leicht verbrennen. Daher erfolgt die zusätzliche Beleuchtung ausschließlich über Phytolampen.

Die Sorte Ogonyok ist sehr dekorativ. Um einen gleichmäßigen Fruchtansatz zu gewährleisten, wird der Strauch alle zwei Wochen um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht.

Bildung

Bei richtiger Pflege muss der Strauch im ersten Jahr nicht gestutzt werden, da er sich von selbst formt. Im Herbst sollten überflüssige Seitentriebe entfernt werden. Dies gilt vor allem für nach innen wachsende Triebe.

Wichtig!
Eine einjährige Pflanze muss gestutzt werden.
Zuerst wird die oberste Knospe, die Kronenknospe, entfernt. Sobald der Strauch 12–14 kräftige Blätter hat, beginnt sich das Grundgerüst zu bilden. Nur drei kräftige Seitentriebe, die aus der entfernten Kronenknospe wachsen, verbleiben an der Pflanze; die übrigen Triebe werden entfernt. Die Seitentriebe werden nach dem ersten Blattansatz gestutzt, um die Verzweigung anzuregen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Können reife Paprikaschoten am Strauch bleiben?
Bei den meisten Zierpaprikasorten müssen die Früchte nach der Reife entfernt werden. Andernfalls wird die Bildung neuer Früchte gehemmt.
Wie pflegt man Paprika im Winter unter Zentralheizung?
Die Heizperiode kann für Pflanzen eine echte Herausforderung darstellen. Um dem vorzubeugen, ist es wichtig, die Luft um die Pflanze herum so oft wie möglich zu befeuchten.
Kann man Paprika essen, die auf einer Fensterbank gewachsen sind?
Die Früchte von Zierpaprika sind durchaus essbar. Viele Hausfrauen stellen daraus außerdem köstliche Konfitüren her.
Benötigt die Pflanze zusätzliche Beleuchtung?
Mehrjährige Paprikapflanzen benötigen im Winter und bei bewölktem Wetter zusätzliches Licht. Einjährige Sorten, die im Frühjahr ausgesät werden, kommen damit aus.
Benötigen Pflanzen zusätzliche Bestäubung?
Selbstbestäubende Pflanzensorten werden typischerweise in der Zimmergärtnerei verwendet. Diese Hybriden benötigen keine zusätzliche Bestäubung.

Speziell gezüchtete Hybriden und einige selbstbefruchtende Paprikasorten lassen sich auf der Fensterbank anbauen. Die Pflege dieser Pflanzen ist recht einfach, sofern der Gärtner die geltenden Pflegehinweise beachtet.

Pfeffer
Einen Kommentar hinzufügen

Apfelbäume

Kartoffel

Tomaten