Paprika für den Ural und Sibirien – die besten Sorten und Bewertungen

Pfeffer

Paprika ist eine Gemüsepflanze der Gattung Capsicum aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und wird häufig in Gärten und Gewächshäusern angebaut. Die hohlen Früchte dieser Pflanze sind eine beliebte Zutat in Salaten, Hauptgerichten und Konfitüren. Dieses farbenfrohe Gemüse harmoniert gut mit Getreide, Fleisch und Fisch und verleiht diesen eine dezente Süße.

Pfeffer
Die Pflanze stellt recht hohe Ansprüche an die Wachstumsbedingungen; viele ihrer Sorten vertragen plötzliche Temperaturschwankungen nicht gut und leiden unter unzureichender Beleuchtung.

Dank der Bemühungen von Pflanzenzüchtern gibt es mittlerweile viele Paprikasorten, die besser an das wechselhafte Klima Russlands angepasst sind. Daher kann jeder Hobbygärtner bedenkenlos Paprika in seinem Garten anbauen und die besten Sorten für seine Region auswählen, selbst für den vergleichsweise kalten Ural.

Regionale Klimamerkmale und ihre Auswirkungen auf den Paprikaanbau

Das Klima des Urals ist aufgrund seiner Nord-Süd-Ausrichtung durch seine Variabilität gekennzeichnet. Folglich gehören die nördlichen und südlichen Regionen unterschiedlichen Klimazonen an: der subarktischen und der gemäßigten.

Die Wetterbedingungen in dieser Region sind für den Anbau einer so wärmeliebenden Pflanze wie Paprika nicht sehr geeignet, da die Winter im Ural lang und die Sommer kurz und in der Regel kühl sind.

Pfeffer
Der Frühling lässt in der Region immer lange auf sich warten, doch die ersten Fröste können schon Anfang Oktober auftreten, was die Arbeit der Paprikabauern erheblich erschwert.

Unter solchen Bedingungen ist es recht schwierig, der Pflanze ausreichend Wärme und Licht zuzuführen. Daher ziehen es viele Gärtner vor, dieses anspruchsvolle Gemüse in Gewächshäusern oder Frühbeeten anzubauen. Mittlerweile sind jedoch Hybridsorten erhältlich, die kälteresistent sind und sich somit für den Freilandanbau im rauen Ural und sogar in Sibirien eignen.

Für den Anbau im Ural werden ausschließlich frühreifende Sorten empfohlen, da mittel- oder spätreifende Pflanzen in dem kurzen Sommer nicht genügend Zeit für eine Ernte haben. Aufgrund der Witterungsbedingungen in dieser Region ist eine Direktsaat von Paprikasamen nicht möglich, daher kann die Pflanze nur aus Setzlingen gezogen werden.

Da der Winter in der Region sich in die Länge zieht, empfiehlt es sich, mit der Aussaat von Setzlingen in der zweiten Märzhälfte zu beginnen.

Bereitet man das Pflanzmaterial zu früh vor, erwärmt sich der Boden bis zum Auspflanzen der Setzlinge nicht ausreichend. Eine junge Pflanze, die in gefrorenen Boden gepflanzt wird, stirbt ab, bevor sie anwachsen kann. Daher ermöglicht die Einhaltung der Aussaattermine und die Wahl frühreifer, winterharter Paprikasorten den Anbau einer robusten Pflanze mit gutem Ertrag, selbst unter den wechselhaften Wetterbedingungen des Urals.

Die besten Paprikasorten für den Ural und Sibirien

Beim Anbau von Paprika in den kalten Böden des Urals und Sibiriens empfiehlt es sich, kälteresistente Sorten zu wählen. Andernfalls ist eine gute Ernte schmackhafter Paprika unwahrscheinlich.

Für Gewächshäuser

Es gibt viele Sorten, die sich für den Anbau im Gewächshaus in dieser kalten Region eignen, aber einige sind besonders beliebt geworden.

  1. Yantar. Diese Sorte zeichnet sich durch hohen Ertrag und schnelle Reife aus. Bei guter Pflege können pro Quadratmeter etwa 7 kg Früchte geerntet werden. An einem bis zu 90 cm hohen, ausladenden Strauch wachsen glatte, aromatische, orangefarbene Früchte. Jede kegelförmige Paprika wiegt bis zu 110 g. Die saftigen Früchte eignen sich zum Frischverzehr.

    Bernstein
    Bernstein
  2. Montero ist ein hoher Strauch, der bis zu 120 cm hoch wird. Die Paprika reifen innerhalb von 100 Tagen nach dem Austrieb an der Pflanze. Der Strauch benötigt eine Stütze, da seine Triebe unter dem Gewicht der großen Früchte, die jeweils über 200 g wiegen, brechen können. Die Paprika sind längliche Prismen mit dicken Wänden. Reife Früchte sind leuchtend rot.
  3. Kolobok. Eine frühreifende Hybride, die sich von ihren Verwandten durch ihre runden, 8 mm dickwandigen Früchte unterscheidet. Eine einzelne dunkelrote Frucht wiegt selten mehr als 160 g. Der Strauch erreicht kaum 30 cm Höhe.

    Kolobok
    Kolobok
  4. Die Pflanze trägt innerhalb von 120 Tagen nach der Keimung Früchte und zählt somit zu den mittelfrühen Sorten. Die bis zu 150 Gramm schweren Früchte sind würfelförmig und von kräftiger roter Farbe. Charakteristisch für die Frucht sind ihre dicken Wände, die bis zu 12 mm dick sein können. Der Strauch erreicht eine Höhe von maximal 60 cm.
  5. Maradona. Eine ertragreiche Hybrid-Sorte, die sich sowohl für den Anbau im Freien als auch in Innenräumen eignet. Jede leuchtend gelbe, würfelförmige Frucht wiegt typischerweise zwischen 200 und 230 g. Aufgrund des Gewichts der Früchte benötigt der Strauch eine Stütze. Die Sorte ist resistent gegen viele Krankheiten.

    Maradona
    Maradona
  6. Blondie. Eine frühreife Hybride, die sich leicht an widrige Wetterbedingungen anpasst. Der halbausladende, dicht belaubte Strauch erreicht eine Höhe von bis zu 60 cm und liefert eine reiche Ernte. Ein einzelner Strauch kann über 10 kg Gemüse tragen. Eine einzelne, glattschalige Frucht wiegt durchschnittlich etwa 200 g. Die Früchte sind im marktreifen Zustand fast weiß, vollreife Früchte hingegen gelb.
Notiz!
Für den Anbau unter Gewächshausbedingungen empfiehlt es sich, aufgrund des begrenzten Platzes im Gewächshaus kleinen Sträuchern den Vorzug zu geben.

Für offenes Gelände

Frostresistente Pflanzenarten eignen sich sowohl für den Ural als auch für Sibirien. Zu diesen Arten gehören:

  1. Edino. Eine beliebte, frühfruchtende Sorte, die sich problemlos an jedes Klima anpasst. Der Strauch erreicht eine Höhe von bis zu 65 cm. Seine schlanken Triebe benötigen eine Stütze. Jede würfelförmige Frucht wiegt maximal 200 g. Biologisch reife Früchte sind rot.

    Vereinigt
    Vereinigt
  2. Vityaz. Ein mittelgroßer, halbausladender Strauch, der bis zu 50 cm hoch wird. Die Sorte Vityaz reift früh und liefert eine gute Ernte. Die hängenden Paprikaschoten sind kegelförmig und wiegen zwischen 130 und 180 g. Die Fruchtwand ist 8 mm breit. Reife Paprikaschoten sind dunkelrot.
  3. AtlasEs handelt sich um einen hohen, ausladenden Strauch mit einer mittelfrühen Fruchtreife. Atlantis ist eine ertragreiche Sorte, die witterungsbeständig ist. Die Pflanze trägt kegelförmige Früchte. Das durchschnittliche Gewicht einer roten Frucht beträgt 200 g.

    Atlas
    Atlas
  4. Bogatyr. Die Pflanze verträgt wenig Licht und plötzliche Temperaturschwankungen gut. Der Strauch ist recht robust und wächst breitwüchsig bis zu einer Höhe von 70 cm. Die saftigen Früchte wiegen durchschnittlich 180 g und sind 18 cm lang. Die tiefroten Paprikaschoten sind kegelförmig.
  5. Sibirische Tomate. Eine winterharte Sorte, die auch unter widrigen Witterungsbedingungen eine gute Ernte liefert. Der mittelgroße Strauch trägt recht große Früchte mit einem Gewicht von bis zu 150 g. Die roten Früchte sind würfelförmig.

    sibirisch
    sibirisch

Auf den offenen Böden des Urals gedeihen nur Pflanzenarten, die gegenüber wechselnden Klimabedingungen resistent sind.

Grundregeln der Agrartechnologie für den Paprikaanbau im Ural

Aufgrund des kalten Klimas im Ural sollte die Aussaat von Setzlingen frühestens am 15. März erfolgen. So haben Boden und Luft bis zum Auflaufen der Setzlinge eine geeignete Temperatur zum Auspflanzen erreicht. Von der Direktsaat wird abgeraten, da die Pflanzen entweder nicht ausreifen oder zu schwach sind, um Früchte zu tragen.

Für eine gute Ernte reicht es jedoch nicht aus, die richtige Paprikasorte auszuwählen und den optimalen Aussaatzeitpunkt zu bestimmen. Auch die richtige Pflanzenpflege ist entscheidend.

Härten
Damit sich die Sämlinge an die Umweltbedingungen gewöhnen können, müssen sie abgehärtet werden.

Die Abhärtung erfolgt durch regelmäßiges Umstellen der Sämlinge auf einen Balkon oder eine Loggia etwa 15 Tage vor dem Auspflanzen ins Freiland. Die Zeit, die die Jungpflanzen an einem kühleren Ort verbringen, sollte schrittweise verlängert werden, beginnend mit einer halben Stunde und dann auf mehrere Stunden. Wenn die Temperatur auf dem Balkon nicht unter 14 °C sinkt, können die Sämlinge bis zu 24 Stunden im Freien bleiben. Abgehärtete Sämlinge gedeihen im Gartenbeet in der Regel besser.

Bitte beachten Sie!
Es wird empfohlen, Jungpflanzen frühestens Mitte Juni ins Freiland zu verpflanzen. Eine frühere Verpflanzung kann die Sträucher Frostgefahr aussetzen.

Vermeiden Sie es, Paprikapflanzen zu dicht beieinander zu setzen, da dies zu Lichtmangel führt, der im Ural ohnehin schon gering ist. Es wird empfohlen, einen Abstand von 45–55 cm zwischen den Beeten und 70 cm zwischen den Reihen einzuhalten. Der Boden sollte neutral und reich an organischen Stoffen sein.

Der Boden im Ural ist recht kalt, daher empfiehlt es sich, das Pflanzbeet einen halben Meter höher anzulegen. Beim Anbau von Paprika im Freien sollte die frisch gepflanzte Pflanze mit Plastikfolie abgedeckt werden. Sobald neue Blätter erscheinen, kann die Abdeckung entfernt werden.

Bewässerung
Für eine gute Ernte müssen Paprikapflanzen regelmäßig bewässert und gedüngt werden.

Es wird empfohlen, das Beet alle paar Tage zu gießen. Zwei Wochen nach dem Einpflanzen sollte der Strauch mit einem stickstoffhaltigen Dünger versorgt werden. Während der Fruchtbildung benötigt die Pflanze kalium- und phosphorreiche Dünger. Im Durchschnitt empfiehlt es sich, die Pflanzen zwei- bis viermal pro Saison zu düngen. Lockern Sie außerdem regelmäßig den Boden und jäten Sie die Beete von Unkraut.

Regelmäßiges Beschneiden und Stutzen lenkt die gesamte Energie der Pflanze in die Fruchtbildung und -entwicklung. Diese Maßnahmen verhindern, dass die Pflanze übermäßig viele Triebe bildet, die oft eine Quelle für Schädlinge und Krankheiten darstellen.

Häufig gestellte Fragen zum Anbau

Wie kann man Paprika am besten im Freien bei einem plötzlichen Kälteeinbruch abdecken?
Erfahrene Gemüseanbauer empfehlen, junge Pflanzen vor plötzlichem Frost zu schützen, indem man sie mit „Agrotex“ oder „Spunboard“ abdeckt.
Ab wann können Setzlinge frühestens in die Erde gepflanzt werden?
Es wird nicht empfohlen, die Pflanze vor Juni ins Freiland zu setzen. Eine frühere Pflanzung birgt die Gefahr von Frost, der die jungen Sträucher schädigen könnte.
Kann man Hybridpaprikasamen für die Aussaat im nächsten Jahr aufbewahren?
Nur Hybriden der ersten Generation eignen sich zum Anpflanzen. Beim Wiederanpflanzen von Hybridsorten kann nicht garantiert werden, dass diese die Eigenschaften der Mutterpflanze beibehalten.
Soll ich die ersten Blüten an den Sämlingen entfernen?
Die ersten Blüten, die sogenannten Kronenblüten, müssen entfernt werden. Bleiben sie an den Sämlingen, konzentriert der Strauch seine gesamte Energie auf die Produktion weniger Früchte, was den Ertrag mindert und die Hauptfruchtzeit verzögert.

Der Anbau wärmeliebender Pflanzen wie Paprika im rauen Klima des Urals ist eine echte Herausforderung, doch mit ein paar einfachen Tipps lohnt sich die Mühe. Wer winterharte Sorten wählt, kann mit einer reichen Ernte rechnen.

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